Verfilmungen von Büchern

      Verfilmungen von Büchern

      Schaut ihr euch eigentlich die Verfilmungen eurer Lieblingsbücher an bzw. was haltet ihr denn ganz allgemein von Literaturverfilmungen?

      Ich steh dem ja recht kritisch gegenüber, weil es die Regisseure in ganz wenigen Fällen schaffen, die Stimmung und die Aussagen des Originals treffend wiederzugeben. Das fällt besonders auf, wenn ein recht alter Roman (19. jahrhundert oder so) neu verfilmt wird und Chrarakteren Aussagen und Einstellungen zugeschrieben werden, die damals definitiv nicht so waren.

      Außerdem stört mich, dass recht oft die Literaturgrundlage unter den Tisch fällt, wenn ein Buch oder eine Buchreihe sehr erfolgreich verfilmt wird. Harry Potter zum Beispiel wird bis zur nächsten erfolgreichen Verfilmung immer wie Daniel Radcliffe wahrgenommen werden. Selbt im "ofiziellen" Harry Potter Wiki sind immer die Portraits aus den Filmen zu sehen. Dabei ist das nur die Vorstellung bzw. das Casting-Ergebnis von Warner Brs. und nicht zwangsläufig die von J.K. Rowling (Ich weiß, dass die eng mit ihr zusammen gearbeitet haben und ich will Daniel Redcliffs Leistung auch überhaupt nicht leugnen).
      Genau das Gleiche passiert(e) auch mit Herr der Ringe, dem Hobbit und A Song of Ice and Fire (der Buchvorlage zur Serie A Game of Thrones).
      Gerade bei Letztem fällt dann auch auf, dass sich Fans über "Spoiler" aus der ersten Staffel aufgeregt haben, obwohl das Buch bereits 1996 in den USA erschienen ist. In dem zusammenhang hat auch ein Amerikanischer Komiker "gespoilert" dass Romeo und Julia in Akt 5 Sterben
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Sehe ich ähnlich. Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Einerseits freue ich mich j schon, wenn es zu einem Buch, das ich sehr gerne gelesen habe eine Verfilmung gibt. Geliebte Bücher so lebendig in bewegten Bildern zu sehen ist schon was feines - allerdings nur, wenn mir die Interpretation der charaktere auch gefällt. Es kommt leider auch oft vor, dass ich mir bestimmte Charaktere ganz anders vorgestellt hatte und dann ist man schon enttäuscht, wenn die Verfilmung nicht mit der eigenen Vorstellung übereinstimmt. Das war z.B. bei der Verfilmung von Tintenherz so. Die Schauspielerin von "Meggie" war viel älter als der Charakter im Buch und das hat mich schon gestört.
      Oder noch schlimmer, wenn die Handlung verändert wird. Da gab es bei Harry Potter auch einige Szenen, die so nicht im Buch zu sehen waren und meiner Meinung nach die Handlungsstränge leicht verändern. Jedenfalls fällt das auf, wenn man die Bücher gelesen hat. Und das ist ja auch noch ein Problem: die Länge des Films. Oftmals müssen Szenen gestrichen werden, weil die gesamte Buchhandlung einfach nicht in einem Film unterzubringen ist. Das geht dann oftmals auch zu Lasten des Verständnisses. Auch hier ist Harry Potter ein gutes Beispiel. Aus Gesprächen mit Leuten, die nur die Filme kennen, weiß ich, dass gewisse Zusammenhänge einfach nicht deutlich werden oder sogar komplett unter den Tisch fallen.

      Sherry schrieb:

      Oftmals müssen Szenen gestrichen werden, weil die gesamte Buchhandlung einfach nicht in einem Film unterzubringen ist


      Da sind gut gemachte Serien, wie z.B. Game of Thrones, ein guter Kompromiss. Da hat man mehr Filmminuten zur Verfügung um auch kleine aber wichtige Zusammenhänge darzustellen.
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Das mit Harry Potter ist schon so. Am Anfang waren ja nur die Bücher ein voller Erfolg. Da wollte ich sie auch noch lesen. Und weil dann dieser ganz große Hype losging, auch um die Filme eben mit Daniel Ratcliff, den ich jetzt nicht so dolle finde, habe ich es auch bis heute nicht getan, weil man immer ihn vor Augen hat, wenn man an Harry Potter denkt.
      Habe aber noch nicht aufgegeben sie zu lesen. Irgendwann mal wenn ich wirklich viel Zeit habe. xD

      Die Verurteilten - The Shawshank Redemption - Kurzgeschichte nach Stephen King, ist eine sehr gute Verfilmung geworden. Auch kein Kurzfilm, sondern eher mit Überlänge. Aber wirklich gut gespielt und sehr rührend. Gefällt mir in dem Fall besser als die Geschichte.

      Der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang und verschwand - Da ist definitiv das Buch besser, einfach weil sich da viel mehr Handlung abspielt, als sie in den Film reinbringen konnten.

      Bridget Jones Reihe. Würde ich fast gleich setzen. Jedenfalls den ersten Teil. Beim zweiten ist das Buch ein wenig besser, naja und ein dritter Film ist ja nicht erschienen.

      Die drei ???, hatte ich kurz mal in den Film rein gesehen. Aber auch gleich wieder ausgeschalten. Kommt um Längen nicht an die Bücher heran. Vielleicht auch weil ich durchs Lesen eine bestimmte Vorstellung von Justus, Peter und Bob habe.

      The truth is still out there!!!
      Ein aktuelles negatives Beispiel was mir gerade einfällt ist die Serie "Under the dome". Adaptiert von Stephen Kings Buch "Die Arena".
      Ich habe einige Seiten des Buches gelesen und das einzige was die Serie mit dem Buch gemeinsam hat sind die Namen der Charaktere und die Kuppel. Ansonsten wurden die Charakterkonstellationen verändert und soweit ich weiß, auch das Ende, welches sie wegen des großen Erfolges der 1. Staffel umgeschrieben haben um mehrere Staffeln drehen zu können. An und für sich habe ich nichts dagegen, wenn man Änderungen vornimmt. Denn ein Buch kann nun mal nicht immer 1:1 auf ein Film oder eine Serie übertragen werden.
      Die 1. Staffel fand ich noch recht gut trotz einiger Logikfehler aber ich blieb dran und hatte mir dann auch die 2. Staffel angeschaut. Und ich muss sagen, dass die Serie ein ganz schöner Humbug ist, weil sie ein einziger Logikfehler ist. Allein aus Neugier was nun tatsächlich hinter der Kuppel steckt, werde ich mir die Serie weiteranschauen.
      Ansonsten werde ich mir vornehmen das Buch weiterzulesen, denn die Originalvorlage ist deutlich besser.

      Ein in meinen Augen sehr gutes Beispiel, warum man Literaturverfilmungen immer kritisch betrachten sollte, ist die Umsetzung des "Hobbits" von Peter Jackson als neue Triologie. "Der Hobbit" selbst ist eher ein Kinderbuch, das von Jackson aufgearbeitet wurde um auch Erwachsene ansprechen zu können. Die gesamten Subplots mit dem Nekromanten und dem Zauberer Radagast werden im Buch nur erwähnt, in den Filmen sind das jedoch vollwertige Subplots mit entsprechender Fülle an Charakteren. Während im Buch das einzige wirkliche Bindeglied mit der HdR-Triologie der Ring selbst ist, kommen in der Hobbit-Triologie so viele Charaktere aus HdR vor dass man sich fast schon fragen könnte ob man nicht ne extended-Fassung von HdR anschaut in die zufällig Martin Freeman reingeschlittert ist. Die Umsetzung per se sehe ich jetzt nicht unbedingt negativ, ich hab die Filme bisher genossen und kann auch verstehen, wenn Jackson zur alten Triologie mehr Brücken schlagen will als es Tolkien getan hat.
      Irgendwo habe ich mal gelesen, dass mittelmäßige Bücher oft gute Filme bedeuten, was sich durchaus auch an einigen Beispielen belegen lässt. "Der Weiße Hai" z.B. ist tatsächlich eine Buchverfilmung, ebenso "Psycho" - bei diesen beiden Filmen interessieren die mittelmäßigen Bücher aber niemanden mehr. Bei guten Büchern hingegen scheitern die Filme oft, weil die Medien einfach zu verschieden sind und Dinge wie die Emotionen der Figuren in einem Roman immer stärker vermittelt werden können, weil man beim Film nun einmal immer der außenstehende Betrachter ist, egal wie gut die Schauspieler sind.

      Insgesamt stehe ich Buchverfilmungen aber positiv gegenüber. Ich denke, hundertprozentige Buchstimmung kann nie erreicht werden, weil unterschiedliche Medien nun einmal unterschiedliche Stärken haben. Eine 1:1-Kopie eines Buches als Film wird auch denke ich nie sehenswert sein. Die wirklich guten Buchverfilmungen (wo ich z.B. Game of Thrones reinrechnen würde) isolieren die Essenz des Originalwerks, scheuen aber auch nicht davor, dem neuen Medium gerechtwerdende Anpassungen vorzunehmen und beispielsweise die Spannungsbögen anzupassen. Dass die Filmdarstellungen oft das öffentliche Bild prägen stimmt zwar, aber was soll man machen? Ein Bild ist nun einmal einprägsamer als die Beschreibungen der Äußerlichkeiten aus den Büchern. Die eigene Vorstellungskraft wird einem ja trotzdem nicht aberkannt.
      Insgesamt stehe ich Buchverfilmungen aber positiv gegenüber. Ich denke, hundertprozentige Buchstimmung kann nie erreicht werden, weil unterschiedliche Medien nun einmal unterschiedliche Stärken haben. Eine 1:1-Kopie eines Buches als Film wird auch denke ich nie sehenswert sein. Die wirklich guten Buchverfilmungen (wo ich z.B. Game of Thrones reinrechnen würde) isolieren die Essenz des Originalwerks, scheuen aber auch nicht davor, dem neuen Medium gerechtwerdende Anpassungen vorzunehmen und beispielsweise die Spannungsbögen anzupassen. Dass die Filmdarstellungen oft das öffentliche Bild prägen stimmt zwar, aber was soll man machen? Ein Bild ist nun einmal einprägsamer als die Beschreibungen der Äußerlichkeiten aus den Büchern. Die eigene Vorstellungskraft wird einem ja trotzdem nicht aberkannt.


      So sehe ich das auch. Eine Verfilmung von einem Buch ist an sich eine gute Sache - solange man eben weiß, wie man mit dem Medium umgehen muss und das Publikum fesseln kann. Anstatt das ganze Buch stumpf abzubilden (was in Bildern in der Regel einfach nicht funktioniert), sollte man die Stärken des Filmes nutzen, viel auf Atmosphäre setzen und eben mithilfe verschiedener Umgebungen, Kameraeinstellungen versuchen, das Gefühl des Buches einzufangen, ohne die Beschreibungen wortwörtlich wiederzugeben. Deshalb finde ich es auch nicht schlimm, wenn ein Film von der Vorlage abweicht, "Hunger Games/Die Tribute von Panem" ist hier z.B. ein schönes Beispiel, da hier zwar Szenen weggelassen wurden, aber auch sehr gelungene hinzugefügt, die im Buch nicht funktioniert hätten, aber im Film sehr ausdrucksstark sind, z.B. Dass Aufstände losbrechen oder Menschen Katniss Gruß erwidern - hier wird der Vorteil des Films, mehrere Dinge gleichzeitig erzählen zu können, sehr sinnvoll genutzt.

      Ein Negativbeispiel wäre hier das bereits genannte "Under The Dome", zwar ist es an sich in Ordnung nur die Idee eines Buches zu übernehmen und dann eine eigene Geschichte dazu zu spinnen, allerdings merkt man hier einfach, dass das Zauberwort hauptsächlich "Profit" heißt und man scheinbar willkürlich Elemente aus dem Buch durcheinanderwürfelt und eine wirre Story darum spinnt, nur um noch ein paar Staffeln rausbringen zu können - der spannende Kern des Buches, nämlich wie Menschen unter extremer psychischer Belastung handeln und reagieren, geht hierbei völlig verloren.

      Leider gibt es insgesamt viel zu viele schlechte Verfilmungen von Büchern, was einerseits vermutlich daran liegt, dass viele mit der Geschichte in Buchform zuerst in Berührung kamen und deshalb ihr Bild, das sie sich bereits gemacht haben, durch den Film zerstört sehen - deshalb ist man mitunter vielleicht etwas zu streng mit dieser Art von Film, klar entspricht Daniel Radcliffe vielleicht nicht dem Harry Potter, den jeder einzelne Leser im Kopf hat, allerdings wird man hier nie zu einem Ergebnis kommen, das allen entspricht, man könnte ihn also als allgemein gültigen Harry-Potter-Kompromiss sehen. Andererseits sind natürlich die bereits genannten gestrichenen Szenen ein Punkt, die im Nachhinein im Film fehlen und das Bild verzerren. Hier ist einfach der Ansatz 500 Seiten in zwei Stunden quetschen zu wollen falsch - lieber, man entfernt sich insgesamt etwas mehr von der Buchvorlage und bildet ihren Kern so ab, dass er funktioniert, so fällt es Film und Buch sicher auch leichter zu koexitieren.

      Abgesehen davon gibt es ja auch noch den Fall, dass die Buchreihe erst durch die Adaption bekannt wird oder dass man gar nicht unbedingt weiß, dass die Serie oder der Film auch einem Buch basiert. So war es mir z.B. bei "Dexter" lange nicht bewusst, dass hier eine Romanreihe als Vorlage dient oder auch bei "Mass Effect" (okay, das ist jetzt ein Spiel :D), wo das erste Buch tatsächlich vor dem Spiel erschien und die Geschichte dann sogar im Spiel weitererzählt wurde. Das oben genannte "Game of Thrones" ist aber natürlich auch ein sehr schönes Beispiel für eine Verfilmung, die mittlerweile sehr viel bekannter ist als das ursprüngliche Werk.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lunell“ ()

      Lunell schrieb:

      Deshalb finde ich es auch nicht schlimm, wenn ein Film von der Vorlage abweicht, "Hunger Games/Die Tribute von Panem" ist hier z.B. ein schönes Beispiel, da hier zwar Szenen weggelassen wurden, aber auch sehr gelungene hinzugefügt, die im Buch nicht funktioniert hätten, aber im Film sehr ausdrucksstark sind


      Das mag sein (ich habe weder das Buch gelesen noch die Filme gesehen). Ich hab da aber das Problem, dass es ein Filmproduzent bzw. ein Regisseur sind, die da entscheiden, "was funktioniert" und was nicht. Oder noch gravirender: Was als Relevant erachtet wird und was nicht.

      Der Autor hat sich aber in den meisten Fällen Gedanken gemacht, warum er etwas so geschrieben hat und nicht anders. Natürlich kann es sein, dass eine Szene im Buch steht, weil dem Autor nichts besseres eingefallen ist, aber dann weiß das NUR der er selbst.
      Wenn der Schriftsteller aber eng mit dem Produzenten und dem Regisseur zusammenarbeit (wie z. B, in der Verfilmung des Jugendbuches "Löcher"), dann ist das was anderes. Dann kann er ja eingreifen, wenn im Film was reinkommen soll, was aus Sicht des Schriftstellers totaler Quatsch ist.

      Für mich ist ein Buch ein Kunstwerk, dass wenn es in ein anderes Medium übertragen werden soll, auf jeden Fall in seiner Essenz auch im Film/PC-Spiel erhalten werden muss. Da versagen aber viele Verfilmungen bzw. nehmen der Vorlage den Ruhm weg, den sie verdient.
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Tripple_U schrieb:

      Dann kann er ja eingreifen, wenn im Film was reinkommen soll, was aus Sicht des Schriftstellers totaler Quatsch ist.
      Ein Eingreifen des Autors ist aber nicht immer gut - so ist zum Beispiel recht universell verbreiteter Konsens, dass von den beiden Verfilmungen von Shining die von Stanley Kubrick ein Meisterwerk, die von Stephen King betreute andere hingegen ziemlicher Rotz ist. Man darf das nicht so puristisch sehen. Der Originalautor ist nicht der einzige, der künstlerisch kluge Entscheidungen treffen kann und wenn er die Filmrechte verkauft und sich dabei entscheidet, bestimmte Entscheidungen anderen zu überlassen (oder irgendwas altes verfilmt wird, wo der Autor tot ist) sind die Interpretationen des Regisseurs / Drehbuchautoren nicht per se weniger wert.


      Das mag sein (ich habe weder das Buch gelesen noch die Filme gesehen). Ich hab da aber das Problem, dass es ein Filmproduzent bzw. ein Regisseur sind, die da entscheiden, "was funktioniert" und was nicht. Oder noch gravirender: Was als Relevant erachtet wird und was nicht.


      Natürlich kann der Produzent das Buch im Regelfall nicht 1 zu 1 wiedergeben, selbst wenn der Autor dabei ist, so ist zwar gewährleistet, dass nichts Wichtiges rausgestrichen wird, aber dennoch muss ja irgendwas fehlen, was der Autor ursprünglich als Teil der Geschichte vorgesehen hatte. Ich versuche einfach, die beiden Dinge separat zu betrachten - für mich ist der Sinn einer Buchverfilmung nicht unbedingt das Buch einfach über ein anderes Medium wiederzugeben und dem Leser sozusagen das "sich Vorstellen" abzunehmen, indem man ihm die nötigen Bilder vorsetzt. Dann ist es zwar wirklich authentisch - und kann auch durchaus gut sein - aber wirklich profitieren tut das Werk davon nicht, da man lediglich eine Vorstellung eines Lesers bzw. des Autors sieht - welche sich ja auch von der Wahrnehmung der Leser unterscheiden kann. Da finde ich es spannender, eine neue, andere Sichtweise auf die Dinge zu sehen, die mein Erlebnis, das ich mit dem Buch hatte, noch erweitert und mir neue Blickwinkel eröffnet, eben z.B. durch das Nutzen von Stilmitteln und Handlungselementen, die im Buch nicht möglich gewesen wären, aber vielleicht dennoch gut gepasst hätten.

      Corab schrieb:

      wenn er die Filmrechte verkauft und sich dabei entscheidet, bestimmte Entscheidungen anderen zu überlassen (oder irgendwas altes verfilmt wird, wo der Autor tot ist) sind die Interpretationen des Regisseurs / Drehbuchautoren nicht per se weniger wert.


      Wenn der Autor die Rechte an seinem Werk verkauft, hat der das Recht, sich einzumischen natürlich verwirkt.
      Außerdem wollte ich auch nicht ausdrücken, dass die Interpretationen des Filmteams per se weniger wert sind, aber dazu komm ich gleich noch.

      Lunell schrieb:

      dem Leser sozusagen das "sich Vorstellen" abzunehmen, indem man ihm die nötigen Bilder vorsetzt. Dann ist es zwar wirklich authentisch - und kann auch durchaus gut sein - aber wirklich profitieren tut das Werk davon nicht


      Mir kommt es nicht darauf an, wie eine Verfilmung optisch umgesetzt ist. Natürlich wäre das sehr seltsam gewesen, wenn Draco Maolfoy in den Filmen plötzlich schwarze Haare gehabt hätte. Es geht mir eher um die Aussagen, die hinter den Charakteren und deren Handlungen stehen.
      Meines Wissens nach gibt es in der Verfilmung vom 4. HP-Band, eine Szene in der Dumbledore im Film Harry schüttelt und ihn fragt, warum er etwas gemacht hat. Im Buch soll an dieser Stelle aber stehen, dass er besorgt, aber ruhig die Frage stellt.
      In meinen Augen widerspricht das Verhalten Dumbledores im Film fast schon fundamental dem, was Dumbledore im Buch ausmacht. Wenn das nur in einer Szene passiert ist das nicht weiter tragisch, aber wenn so was dauerhaft gemacht wird, halte ich das für falsch.

      Ich glaue ich kann in dieser ganzen Diskussion nicht davon loslassen, dass ich 10 Semester Literaturwissenschaft studiert habe und Buchvorlagen da einen besonderen Stellenwert für mich haben. Ich schreibe Büchern doch eine tiefere Bedeutung zu als Filmen bzw. Serien und möchte diese auch in anderen Medien gewahrt sehen. Die meisten Filme sind für mich wiederum "nur" ein Zeitvertreib, der natürlich auch anspruchsvoll und tiefgreifend sein kann, aber im Gegensatz zur Literatur (und ich spreche da jetzt auch nicht vom 08/15 Liebesroman oder dem 1000. Krimi) doch immer was "aufzuhohlen" hat.
      Mir ist natürlich bewusst, dass es viel beeindruckender ist zu sehen, wie z.B. alle Schüler am Schluss vom "Club der toten Dichter" auf den Tischen stehen um ihren gefeuerten Lehrer zu ehren, als es nur zu lesen und die Bedeutung da noch mal ganz anders rüber kommt als im Buch. Aber wie schon gesagt, die Vorlage soll, meiner meiner Meinung nach, in ihrer Essenz widergegeben werden und das schaffen die meisten Verfilmungen (meist schon aus Zeitgründen) nicht.

      Außerdem unterstelle ich den meisten Filmstudiuos, dass sie nur Kohle machen wollen und sich da eines großen Namens bedienen wollen und die meisten Zuschauer im Kino und vor dem Fernseher mehr Wert auf Spezialeffekte, Action und Sex legen, als auf tiefer gehende Fragen aus dem Leben der Charaktere und ihrer Umwelt.
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Corab schrieb:

      so ist zum Beispiel recht universell verbreiteter Konsens, dass von den beiden Verfilmungen von Shining die von Stanley Kubrick ein Meisterwerk, die von Stephen King betreute andere hingegen ziemlicher Rotz ist


      Es heißt ja noch lange nicht, dass ein guter Autor auch ein guter Regisseur ist. Beide Darstellungsformen haben ihre jeweils eigenen Herausforderungen und Vorgehensweisen
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Ich verstehe dich schon, auch wenn ich nichts dergleichen studiert habe, liebe ich Bücher sehr und ziehe sie oft den Filmen vor, weil sie sehr präzise, gleichzeitig aber auch sehr frei sein können und bei mir eben ein Kopfkino anschalten, in dem ich mein eigener Regisseur bin. Deshalb denke ich auch, dass es die perfekte Buchverfilmung eben nicht gibt, bzw. zumindest nicht, wenn sie wirklich versucht, dem Buch voll und ganz gerecht zu werden.

      Ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass man vor allem bei Feinheiten sehr vorsichtig sein muss, da man Charaktere wahnsinnig schnell durch kleine Details in ein völlig anderes Licht rücken kann, so kam mir in der sonst sehr gelungenen Verfilmung von "The Fault in Our Stars/Das Schicksal ist ein mieser Verräter" eine Stelle am Ende im Film komplett anders vor als im Buch und rückte für mich einen Charakter in ein anderes Licht. Denn während er im Buch menschliche Seite bekommt, so wirkte er in dieser Szene für mich, so wie sie gespielt und interpretiert wurde, weiterhin wie ein kompletter Unsympath.

      Man kann auf jeden Fall festhalten, dass es verschiedene Herangehensweisen an diese Art von Film gibt, die beide gut oder schlecht sein können. Ob ich das Buch nun abbilden oder neu interpretieren möchte, letztendlich entscheidend ist, glaube ich, wie gut man das Buch wirklich verstanden oder wie geschickt man die Elemente neu verknüpft und damit spielt - das kann durchaus auch im profitgierigen Hollywood oder bei großen Serienproduktionen gehen, sofern man jemanden mit dem richtigen Gespür auf das Projekt ansetzt, wobei es natürlich alles andere als leicht sein dürfte, die eigenen Interessen des Regisseurs, die des Autors und die des Studios unter einen Hut zu bringen, hier dürften wohl auch Geld und Zeit immer eine tragende Rolle spielen und gut Gemeintes vielleicht am Ende doch schlecht dastehen lassen.
      Filmadaptionen von Büchern sind mit Sicherheit ein zweischneidiges Schwert. Es gibt einige gute Filme, die auf Büchern basieren (The Lord of the Rings, beispielsweise, oder Harry Potter), aber die Liste der Filmadaptionen, die miserabel sind, überwiegt die erste Kategorie um ein paar tausend Zentner (The Hobbit, beispielsweise, oder Harry Potter).
      Manchmal, allerdings... manchmal sind Filmadaptionen mehr als nur gut. Das sind dann die Filme, bei denen man sich ständig in Erinnerung rufen muss, dass sie auf Büchern basieren. In solchen Fällen ist der Film tatsächlich besser als der Roman. Zum Beispiel ist The Godfather einer der besten Filme aller Zeiten und als solcher besser bekannt als das gleichnamige Buch von Mario Puzo. Silence of the Lambs, Jurassic Park, Blade Runner, Fight Club, so ziemlich jeder Film von Stanley Kubrick... diese Filme haben ihre Buchvorlage weit zurück gelassen.

      Lunell schrieb:

      letztendlich entscheidend ist, glaube ich, wie gut man das Buch wirklich verstanden oder wie geschickt man die Elemente neu verknüpft und damit spielt - das kann durchaus auch im profitgierigen Hollywood oder bei großen Serienproduktionen gehen, sofern man jemanden mit dem richtigen Gespür auf das Projekt ansetzt


      Ganz meine Meinung!
      Filme können Bücher wunderbar ergänzen, wenn man das, was du geschrieben hast, berücksichtigt.

      Leider fallen mir grad keine Beispiele ein, bei denen das passiert ist, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich mehr Serien als Filme gucke.
      Und bevor die Frage kommt: Nein, ich habe Game of Thrones nicht gesehen, bzw. nach der Hälfte der ersten Staffel abgebrochen, ohne genau sagen zu können warum. Die Bücher habe ich hingegen alle verschlungen.

      50175408323203462730 schrieb:

      Manchmal, allerdings... manchmal sind Filmadaptionen mehr als nur gut. Das sind dann die Filme, bei denen man sich ständig in Erinnerung rufen muss, dass sie auf Büchern basieren. In solchen Fällen ist der Film tatsächlich besser als der Roman. Zum Beispiel ist [...] Blade Runner,[...] ... diese Filme haben ihre Buchvorlage weit zurück gelassen.


      Ausgerechnet Blade Runner ist meines erachtens ein Beispiel für eine Verfilmung, die die Essenz der Buchvorlage nicht eingefangen hat. Ich habe über die Vorlage "Do Androids Dream of Electric Sheep?" ein Referat gehalten und für mich ist die Frage "Was ist ein Mensch? Sind die Replikanten am Ende gar auch mit Menschen gleichzusetzen?" im Film viel zu kurz gekommen
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Das Ziel eines jeden Films ist es zuerst und vor allem der bestmögliche Film zu sein. Das beinhaltet auch Filme die auf Romanen, Theaterstücken, Videospielen, Comics oder Mangas basieren. Natürlich ist es auch schön, wenn man die Vorlage so gut wie nur irgendmöglich auf die Leimwand bringt, jedoch steht dies stehts höchstens an zweiter Stelle, es ist immer wichtiger das bestmögliche Produkt abzuliefern. Schauen wir uns doch einfach Ron Howards Dan Brown Verfilmung "The Da Vinci Code"/"Sakrileg" an: Der Film ist so nah am Buch wie es nur irgendwie geht, ich glaube außer ein paar Nuancen am Ende wurde fast das ganze Buch 1:1 verfilmt, dennoch sind sich die meisten Leute einig, dass der Film höchstens eine durchschnittliche Verfilmung eines sehr guten Detektivthrillers ist, wobei das Wort "durchschnittlich" ist eine ziemliche Beschönigung der Rezeption ist. Ich für meinen Teil finde, dass es dem Film einfach an "Seele", an Eigenständigkeit fehlt, weniger Verfilmung und mehr eigene Ideen hätten dem Film sehr gut getan. Wenn es um eine weniger sklavische Adaption geht, haben sie es dann bei "Angels & Demons"/"Illuminati" berücksichtigt, allerdings stand als Resultat ein nur unwesentlich besserer Film, auch hier fehlte dem Film eine eigene Identität oder Seele.

      Mein Lieblingsbeispiel von einem herrausragenden Film, der es nicht ganz genau mit der Vorlage nahm ist ersteinmal Stanley Kubrics "The Shining", das von Stephen King ja stets als die "schlechteste Filmadaption eines seiner Bücher" angesehen wird, was ziemlich unglaublich ist, wenn man mal überlegt was für grottige Filme eigentlich aus einigen King Geschichten entsprangen. Allerdings hat dieses Beispiel ja schon Corab verwendet, also muss ich ein paar andere nennen. ^^

      Wieder King: "The Shawshank Redemption"/"Die Verurteilten": Eine Vefilmung einer Kurzgeschichte, die schlichtweg Kings Geschichte in allen Punkten übertrifft: Detailreichtum, Charaktere, Tiefe, Twists, usw. Auch wenn ich persönlich mich nach wie vor schwer tue diesen Film als einen der besten aller Zeiten anzusehen.

      Eigentlich müssen wir gar nicht so weit oder so lange nach Beispielen suchen, eigentlich reicht es auch an das aktuell mainstreamigste Popcornkino zu denken: Comicverfilmungen.
      Weder James Gunns "Guardians of the Galaxy", noch Bryan Singers "X-Men: Days of Future Past" haben sonderlich viel mit den Comics zu tun. Keine Sorge, spoilern tue ich hier nichts. Letzterer hat mit der Storyline der Comics "Days of Future Past" eigentlich nur noch den Namen und das Konzept von Zeitreisen gemein, weder die handelnden Personen, noch wohin das führt, entstammte den Comics. Und ist das jetzt etwas schlechtes? Nein, denn Singer wusste es seine Gegebenheiten bestens auszunutzen und hat bspw. Jennifer Lawrence' Part stark vergrößert, weil er nunmal eine so gute Schauspielerin zur Vefügung hatte.

      Einige meiner Lieblingsfilme sind adaptiert von Romanen wie "No Country for Old Men" der Coen Brüder oder David Finchers "Gone Girl" und "Verblendung", wobei ich nur bei letzterem auch das Buch kenne (und es in dem Fall sogar als schwächer als den Film empfinde). Ich weiß nicht genau wie es sich mit den Buchdetails in den anderen Filmen verhält, kann jedoch nur sagen: Ein besseres Filmergebnis hätte ich mir nicht wünschen können.

      Da ich oben gute Comicverfilmungen erwähnt hatte, die es mit den eigentlichen Comics nicht so genau nahmen, hier noch ein sehr guter Film, der sogar so sehr auf seiner Vorlage basiert, dass man oftmals das Gefühl hat eine visuelle Graphic Novelle zu sehen: Zack Snyders "Watchmen", außer dem (verbesserten!) Ende und ein paar kleineren Plotlines (die dann in der viel zu langen 215 minütigen Ultimate Fassung vorkommen), hält sich der Film so sehr an Alan Moores legendärer Reihe, dass viele ikonische Mono- und Dialoge es wortwörtlich in den Film geschafft hatten.
      Gleichzeitig muss ich an die für mich inakzeptablen animierten Verfilmungen von Frank Millers "The Dark Knight Returns" denken, ich hatte den ersten Part recht schnell abgebrochen weil es mir so völlig ideenlos und generft vorkam als Millers freihes Magnum Opus. Vielleicht hätte ich das nicht getan, hätte man nicht so viel Zeit für 1:1 Abfilmungen von Millers Panelen verwendet, die dann doch nicht die richtige Stimmung erfassen konnten.


      Tripple_U schrieb:

      Ausgerechnet Blade Runner ist meines erachtens ein Beispiel für eine Verfilmung, die die Essenz der Buchvorlage nicht eingefangen hat. Ich habe über die Vorlage "Do Androids Dream of Electric Sheep?" ein Referat gehalten und für mich ist die Frage "Was ist ein Mensch? Sind die Replikanten am Ende gar auch mit Menschen gleichzusetzen?" im Film viel zu kurz gekommen
      Gut habe "Do Androids Dream of Electric Sheep?" nie gelesen, aber auch hier gilt nicht die Frage ob man das meiste aus der Vorlage für den Film entnommen hatte, sondern ob der Film so gut wie möglich geworden ist. Und auch wenn ich den Film als nicht so grandios empfinde wie die aller meisten, heißt es schon etwas, wenn sehr viele Menschen ihn regelmäßig als einen der besten Filme aller Zeiten bezeichnen.

      Tripple_U schrieb:

      In dem zusammenhang hat auch ein Amerikanischer Komiker "gespoilert" dass Romeo und Julia in Akt 5 Sterben

      An dieser Stelle musste ich schmunzeln: Shakespeare selbst "spoilert" die Geschichte und das Ende in seinem Prolog!

      William Shakespeare schrieb:

      A pair of star-crossed lovers take their life

      Let the bullets rain.
      Wobei es durchaus auch Filme gibt, die ich persönlich als wesentlich besser empfinde als die Buchvorlage.

      Herr der Ringe zum Beispiel. (Beim Hobbit wir des wohl ähnlich sein, aber das Buch habe ich nie gelesen).
      Ich kann dem Schreibstil von Tolkien einfach nichts abgewinnen. Das ist mir stellenweise einfach zu detailreich geschildert. (Gleiches gilt z.B. aber auch für Effi Briest) Gerade die Liebe zum Detail finden viele Fans an den Bücher so genial. Und ich muss zugeben Tolkien hat da wirklich was tolles geschaffen, aber ich persönlich empfand das beim Lesen als störend. Da gefallen mir die Filme wesentlich. Ich bin zwar auch kein ausgeprägter HdR-fan, aber da bin ich doch gerne ins Kino gegangen damals.

      Natürlich ist es auch schön, wenn man die Vorlage so gut wie nur irgendmöglich auf die Leimwand bringt, jedoch steht dies stehts höchstens an zweiter Stelle, es ist immer wichtiger das bestmögliche Produkt abzuliefern.


      Das ist natürlich wahr, aber als Buchkenner freue ich mich, wenn ich die Handlung des Buches im Film auch wiedererkenne. ^^ Bzw. ich bin dann verwirrt, wenn im Film Dinge anders dagestellt werden als im Buch. Einfach, weil ich die Handlung aus dem Buch ja so gewohnt bin und ich mir dann ein Stück weit bei einer Verfilmung, die etwas weiter von der Buchvorlage entfernt ist, darum sorge, dass Menschen, die das Buch nicht kennen u.U. einen völlig falschen Eindruck davon bekommen. Das mag völlig unbegründet sein und ein guter Film bleibt ein guter Film, egal wie nah er sich an der Buchvorlage bewegt. Aber ich bin oft dennoch nicht so ganz begeistert, wenn ein Film dessen Buchvorlage ich sehr schätze zu weit davon entfernt ist.

      Heiji schrieb:

      Das Ziel eines jeden Films ist es zuerst und vor allem der bestmögliche Film zu sein. Das beinhaltet auch Filme die auf Romanen, Theaterstücken, Videospielen, Comics oder Mangas basieren.


      Dann frage ich mich, warum sich die Filmemacher überhaupt eine Buchvorlage nehmen, wenn sie eh machen, was sie wollen, um dieses Ziel zu erreichen.
      Das ist jetzt ein bisschen scharf formiliert, ich weiß.

      Im Prinzip gibt es, glaub ich, vier Möglichkeiten, ein Buch zu verfilmen:
      1. Man holt sich den Autor mit ins Boot (in welcher Funktion auch immer)
      2. Man bedient sich nur des Titels und/oder grob des Szenarios um Fans des Originals anzulocken, macht aber letztenendlich was man will
      3a Man versucht, die Essenz des Buches auf die Leinwand zu bringen und scheitert
      3b Man versucht, die Essenz des Buches auf die Leinwand zu bringen und ist erfolgreich

      Allerdings ist bei keinem dieser Fälle Erfolg oder Misserfolg des Filmes garantiert, da hat Heji vollkommen recht. Gerade bei den Fällen 1, 3a und 3b gibt es immer noch die sehr hohe Hürde, auch wirklich die Aspekte zu beachten, die notwendig sind, um einen guten Film zu machen.

      Für mich steht bei einer Buchverfilmung immer das Buch an erster Stelle. Daher kann für mich ein solcher Film nur dann wirklich gut sein, wenn die Fälle 1 oder 3b eingetreten sind. Natürlich ist es dabei auch möglich, dass die Essenz des Buches für mich wo anders liegt, als es der Autor beabsichtigt hat. Daher sind die Fälle 3a und 3b auch immer vom Individuum abhängig.

      Vielleicht sollte man sich aber auch angewöhnen bei einer Literaturverfilmung die beiden Aspekte "Treue zum Buch" und "Qualität des Films" getrennt von einander Betrachten um dem Ergebnis gerecht zu werden.

      Wenn "The Shining" in Steven Kings Augen eine der schlechtesten Verfilmungen seiner Bücher ist, dann hat Stanley Kubrick auf der Ebene "Treue zum Buch" definitiv was falsch gemacht (Gut, evtl hat King die Essenz des Buches auch so schlecht dargestellt, dass es gar nicht möglich war, sie zu finden). Das schrenkt die Qualität des Filmes an sich aber in keinster weise ein (ich muss aber zugeben, dass ich weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen habe). Fest steht, dass sie King nicht gefallen hat und dass muss sich der Regisseur einer Buchverfilmung auch gefallen lassen, sonst hätte er sie nicht machen dürfen.
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.