Gosho Aoyama

      Danke für diese Zusammenstellung - sehr interessant und Vieles wusste ich auch noch nicht. Dass der aktuelle Fall auf etwas basiert, dass Gosho schon in seiner Grundschulzeit beschäftigt hat, finde ich ja auch mal interessant und macht mir irgendwie auch noch mehr Hoffnungen, dass der Fall seinem Potenzial gerecht wird. Den Magic Kaito-Prototypen kannte ich auch noch nicht, da freuts mich doch, dass die Gosho Short Stories bei EMA erscheinen werden. ^^

      Die ganzen privaten Details aus seiner Vita kannte ich auch größtenteils nicht, dabei dachte ich eigentlich, ich hätte die meisten Interviews mit dem Typen gelesen. :O
      Vielen Dank für die Hintergrundinfos. Ich gestehe, dass ich mich bisher nicht wirklich mit Aoyamas Werdegang beschäftigt habe. Um so interessanter also mal zu lesen, was for DC (ausser KID und Yaiba) so passiert ist. Freue mich schon darauf, was da noch so kommt. (Von deiner externen Festplatte? ;) )
      Oh, Ergänzungen? Da muss ich doch gleich noch mal lesen.

      Ich bin ehrlich gesagt ziemlich überrascht darüber, dass die Detective Boys von Anfang an als Schutz für Shiho fungieren sollten. Mir war zwar bewusst, dass sie schon früh auftauchen sollte (immerhin wurde ihre Schwester ja auch relativ zeitig eingeführt), doch bisher habe ich immer nur gelesen, dass die Kinder vor allem für die junge Zielgruppe standen.

      Ich finde diesen Thread wirklich klasse, ich finde es ziemlich schade, dass es die Infos hierzulande nur mit sehr hohem Aufwand zu finden gibt, daher auch hier noch einmal ein Danke für deine Mühen ^^
      ~ Kiss me once, Kiss me twice ~
      Bin auch grad mal dazugekommen hier ein bisschen reinzuschmökern. Ist ja echt ne ganze Menge an Informationen die du da zusammengetragen hast. Respekt!

      Ich muss zugeben, dass ich über Gosho Aoyama noch (fast) gar nichts wusste. Ich hab mich eigentlich nie so richtig für Mangakas interessiert, obwohl Mangas an sich ja schon eine schöne Sache sind und es eigentlich doch ganz spannend ist zu erfahren wie so ein Manga entsteht.

      Den Yaiba Manga hatte ich mir sogar mal in Ausschnitten im Internet angesehen, aber die Handlung an sich hat mir nie so gut gefallen und der Zeichenstil von Gosho war zu der Zeit auch noch recht gewöhnungsbedürftig finde ich. Aber das ist bei MK am Anfang ja auch nicht viel anders.

      Danke für deine ausführliche Zusammenstellung ich werde mich demnächst auch mal intensiver damit beschäftigen.
      Vielen dank für das zusammentragen der ganzen Informationen.
      Jetzt erst wird mir klar wie wenig ich bisher über Gosho wusste.
      Bisher dachte ich Yaiba wäre vor Magic Kaito entstanden, aber da lag ich wohl gewaltig daneben.
      Das er seit Jahren nur 3 std. am Tag schläft ist kaum zu fassen, da würde ich nicht lange durchhalten.
      Nachdem Animal Crossing sich unglaublicherweise ob es einem gefällt oder nicht zu einem Spoilersprachrohr entwickelt hat, habe ich meine monatelang nicht angefasste digitale AC Kopie ausgekramt und ->Aoyamas Crossing besucht. Da es sich hierbei um ein 3DS Videospiel handelt, konnte ich nicht so einfach Screenshots nehmen und derzeit habe ich auch nur meine ganz schwache Handykamera zur Verfügung, daher entschuldige ich mich, dass es sich um unscharfe, teils verwackelte, grob verpixelte und erbärmlich beleuchtete Bilder handelt :D
      Eventuell steht mir demnächst eine bessere Kamera zur Verfügung^^

      Disclaimer: Nein, ich finde Schlafanzüge nicht mega heiß und renne nur mit einem rum, weil es sich hierbei um einen Traumbesuch in Aoyamas Stadt handelt xD
      Der japanischsprechende Kaito Kid Verschnitt ist wie es aussieht Aoyamas AC Avatar, er sagt, dass er sich auf Kaito Corbeau im Anime freut. Allen Anschein handelt es sich bei AC um ein ein Twitterähnliches System von Nachrichten ohne Historie, d.h. ich sehe nur Aoyamas aktuelle Nachricht, wenn ich Aoyamas Stadt regelmäßig besuche dürfte ich seine neuesten Spoiler bemerken, die uns allen den Manga vermiesen :)
      Die Innenräume, die ich fotografiert habe sind von Aoyamas diversen persönlich eingerichteten Häusern.
      Zwei NPCs beschrieben den Avatar, den ich besuche als "Grünschnabel" und "Vagabund", ersteres wahrscheinlich weil es wirklich krass viel (gepflegtes!) Grünzeug gibt, überall sind Bäume, Blumen, wirklich sehr schön. Viel schöner als meine ungepflegte Drecksstadt xD
      Ein recht dunkler Raum hat in der Tat knapp ein dutzend Aquarien mit lebenden großen Fischen... und ein Aquarium blockiert genialerweise einen Raum.
      Interessant fand ich es, dass es ein fake Baseballfeld gab, aber kein Fußballfeld, wo doch dieser Sport viel mehr gepushed wird in DC.
      Let the bullets rain.

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      Puzzle schrieb:

      Schön auch, dass du bei Gosho erstmal die Toilette benutzt hast. (?) XD
      Hey! Wenn ich schon des Meisters Haus besuche, setze ich mich auch auf des Meisters Thron!

      Puzzle schrieb:

      Auch sehr ironisch, dass das Ganze ein "Traumbesuch" war - Gosho bezeichnet ja (vor allem unkanonische) Crossover auch immer als "Traumbegegnungen". Ob er den Begriff wohl aus AC entliehen hat, aus genau dieser Funktion?

      Naja, afaik gibt es diese Funktion erst im neuesten Animal Crossing: New Leaf, das ist 2012 erschienen, ich weiß nicht von wann das Interview ist. So oder so ist das ganze aber fürchte ich Überinterpretation^^. Traumbegegnungen sind nun wirklich kein Konzept, welches Animal Crossing erfunden hat^^

      Puzzle schrieb:

      Und keine Ahnung was an Schlafanzügen nicht heiß sein soll, vor allem mit so sexy Mützen.
      Grrr... ^^

      Edit: Laut Corab heißt die Stadt auf Bild 269 "Masakazu tamura"
      Let the bullets rain.
      Ja, aufgrund überwältigender Anfragen (3 Leute oder so XD) mache ich hier mal einen Thread über den Autor hinter der ganzen Thematik - Detektiv Conan - und weiteren Werken auf.
      Der Grund ist primär, dass in unseren Breiten wohl erstaunlich wenig über denn Herrn Aoyama bekannt ist, also versuche ich es allen, die sich dafür interessieren sollten, näherzubringen.
      Die Bilder können mittels eines Mausklicks auf die Thumbs vergrößert werden.


      Gosho an seinem Schreibtisch, wie er mittels eines Lichttisches eine Rohzeichnung nachzieht.

      Kindheit und Jugend

      Gosho Aoyama wurde am 21. Juni 1963 in Daiei - laut Gosho "vor allem bekannt für seine Wassermelonen" - in der Präfektur Tottori geboren. (Sein Geburtsdatum hat er im Übrigen für Kaito Kuroba übernommen, der sein serienübergreifender Lieblingscharakter ist und welcher ebenfalls am 21. Juni Geburtstag hat.) Der Mann, der von sich selbst aussagt, "Kakerlaken (sowie die meisten Insekten im Allgemeinen) und Nattō" zu hassen, ist das zweitälteste von vier Geschwistern - alles Brüder - von denen der Älteste "Wissenschaftler" (ich hab allerdings nie erfahren, was genau er "Wissenschaftliches" macht) und die beiden Jüngeren jeweils ein KFZ-Mechaniker (er übernahm die Familienwerkstatt des Vaters) und ein Arzt ist. Seine Brüder helfen ihm desöfteren als Berater beim Entwerfen von Tricks. Der in der Medizin tätige Bruder hat sich an der Konzeption des APTX 4869 beteiligt und hilft Gosho dann und wann auch mal, welche Synchronsprecher für den Anime die passendste Besetzung wären; der jüngere Bruder, der als Kfz-Mechaniker arbeitet, hat Gosho unter anderem bei dem Trick und den Abschluss für Fall 63 ("Die Liebe, der Strand und der Tod") geholfen. Über seine Mutter sagte er selbst einmal aus, dass Tonjiru ihn an ihre Kochkünste erinnere - dies war auch sein Lieblingsessen während seiner Kindheit.

      Der junge Gosho übte sich schon früh darin, zu zeichnen, wobei seine Begeisterung für Manga vor allem durch eine Comic-Adaption von "Peter Pan" (die sein Vater ihm als Kind schenkte) und einen weiteren, unbekannten Titel geweckt wurde. Außerdem las er später sehr gerne Lupin III, auch wenn seine Eltern dies nicht gerne sahen, da es ihrer Ansicht nach keine gute Geschichte für so einen jungen Menschen sei. Sie nahmen ihm das Buch weg und er hat es heimlich neu gekauft. In seiner Freizeit betätigte er sich außerdem in Baseball und Kendo, welche später jeweils als Inspiration für 3rd Base 4th und Yaiba dienen sollten. Kendo praktizierte er neben dem Zeichnen auch in entsprechenden Clubs in der Schule.
      Weiterhin las und liest Gosho sehr gerne Kriminalgeschichten - das erste Buch dieser Art, das er damals fand, war eines über Sherlock Holmes: "Das Zeichen der Vier"; bis heute sein (und auch Shinichis) Lieblingsroman aus der Feder von Arthur Conan Doyle. Weiterhin las er sehr gerne die Romane zu Arsène Lupin von Maurice Leblanc, einem französischen Gentleman-Meisterdieb, der zusammen mit Lupin III einen großen Einfluss auf die Kreation seiner späteren Figur "Kaito Kid" hatte. Gosho wollte selber Geschichten erfinden und am liebsten Animator werden, doch als er seinem Vater versuchte, das zu erklären, verpasste er Gosho einen Dämpfer, indem er ihm erklärte, dass er einen Bekannten habe, der eine lebensechte Krabbe zeichnen könne - "die so lebendig wirkt, als würde sie gleich aus dem Bild springen" - und trotzdem wäre dieser Bekannte bettelarm und könne sich kaum ernähren. Er fragte Gosho, ob er ebenfalls so enden wolle und so versteifte sich dieser vorerst auf den Gedanken, zu studieren und Lehrer zu werden; allerdings ließ ihn die Faszination, selbstgezeichnete Geschichten unter die Menschen zu bringen, nie wieder richtig los. So zeichnete er noch während seiner Schulzeit ein Bild zu den Schlachten von Kawanakajima (auf denen zufälligerweise auch Fall 264 beruht), welches so gut ankam, dass es sogar ausgestellt wurde.

      Weitere Kindheitserinnerungen seinerseits, die man unter anderem seinen Antworten auf die "Shônen Sunday Questions" entnehmen kann, sind beispielsweise, wie er gewaltig Ärger bekam, als er während eines schulisch organisierten Campingausflugs während der Mittelschulzeit mitten in der Nacht hinausging, um zu spielen. Außerdem war Mathematik angeblich sein absolutes Lieblingsfach, da es dort, wie er sagte, "nur eine Wahrheit" gibt (lol). Die Erinnerung, die er als Erstes mit dem 14. Februar assoziiert, ist eine aus der ersten Klasse, wo seine Klassenlehrerin namens Aoki ihm ein Valentinstagskärtchen machte. Sein persönlicher Lieblingsspruch ist wohl "Those who die do not pick up corpses".

      Studienzeit: Die Geburt von Magic Kaito

      Während seiner Studienzeit an der Nihon-Universität in der Fakultät für Künste lebte er praktisch das Musterbild eines "armen Studenten", indem er sich nur Curry leisten konnte und per Post Reis aus seiner Heimatstadt gesendet bekam, weshalb er wenigstens sofern über die Runden kam. Nebenberuflich schulte er weiterhin seine künstlerischen Fähigkeiten, indem er die Hintergründe für die Piraten-Wildwasserfahrt (heutzutage mit "Pirates of the Caribbean"-Thema) des damals noch neuen Tokyo Disney Resort und für die Kinderfernsehsendung Hirake! Ponkikki entwarf. Eben jenes Disney Resort ist auch die Inspiration für das in Magic Kaito und Detektiv Conan vorkommende "Tropical Land". Ansonsten floss fast seine gesamte Freizeit in das Go-Spielen mit der Nachbarschaft, worin er laut eigener Aussage damals sehr gut war. An der Universität fand er heraus, dass es einen Mangaclub gibt und diesem schloss er sich an. Dadurch fühlte er sich inspiriert, sich doch einmal an einem eigenen Manga zu versuchen und tat genau das. Als er seinem "Senpai", dem Leiter des Mangaclubs, seine selbstgezeichnete Geschichte vorlegte, hat dieser sie sehr gelobt und Gosho erklärt, dass er Mangazeichner werden könne. Von dieser Aussage beflügelt, zeichnete Gosho eine weitere Geschichte (möglicherweise Chotto Mattete! oder einen Prototyp dieser Handlung), mit der er zum Weekly Shônen Magazine ging (heutzutage vor allem bekannt für Fairy Tail, Kindaichi und Ken Akamatsus Geschichten) und leider abgelehnt wurde, da sein Manga nicht in das Programm passe. Dafür wurde er an einen anderen Verlag weiterempfohlen und so landete Gosho letztendlich bei Weekly Shônen Sunday, wo er seine Geschichte veröffentlichen konnte.

      Da sein One-shot gut bei den Lesern ankam, wurde ihm eine unregelmäßig erscheinende Serie angeboten und so war auf Basis eines früheren Prototyps (Sarigenaku Lupin) seine erste Reihe geboren: Magic Kaito (in unseren Breiten einfach als "Kaito Kid" erschienen), die von einem jungen Meisterdieb namens Kaito Kid - in zivil Kaito Kuroba - handelt, dessen Vater augenscheinlich vor acht Jahren von einer mysteriösen Organisation ermordet wurde und welche nach einem wundersamen Edelstein, dem "Pandora", strebt, der angeblich Unsterblichkeit verleihen kann. Laut Gosho selbst kann man den Umstand, dass er damals ein einfacher Student war, gut daran erkennen, dass Kaitos Zylinderband keine Textur hatte - so viel Rasterfolie (die ziemlich teuer ist) konnte er sich damals schlichtweg nicht leisten. Er lebte während jener Zeit nahe der Ekoda Station, deren Namen er für einen Stadtteil und die darin liegende Schule ("Ekoda Gakuen") in seinem Werk verwendete. Später zog er um und wohnte nahe der Senkawa Station.

      Magic Kaito lief damals dreimonatlich in der Shounen Sunday, wobei Kapitel 1 und 2 noch in regulären Ausgaben publiziert wurden, 3 bis 22 (Mai 1995) hingegen in Sondernummern. Kapitel 23 und 24 (der "Black Star"-Zweiteiler von 1999) war die erste Geschichte um Kid, die Detektiv Conan für zwei Wochen ersetzte (zwischen Fall 70, "Die Spinnenkönigin" und Fall 71, "Der Weg des Drachen") - so, wie es bis heute üblich ist, wenn neue Kapitel von Magic Kaito publiziert werden. Am 15. Mai 1988 erschien der erste Sammelband Aoyamas, welcher Kapitel 1 bis 6 von Kids Abenteuern enthielt. Goshos damaliger Redakteur meinte, dass er ihn zum Essen einlade, wenn dieser Band mehr als 100.000 Einheiten verkaufe - eine Verkaufszahl, die erstaunlich schnell erreicht wurde. Gosho hatte zur Feier dessen ein paar Freunde in eine Sushibar eingeladen, in der angeblich jede Menge Erspartes zurückgeblieben ist. Gosho führte die Serie fort und wusste aus allem, was er kannte, etwas zu machen - ein Charakterzug, der ihm heute noch beim Verfassen von Conans Fällen dienlich ist. So bezogen zwei Kapitel beispielsweise jeweils Inspiration aus Lieblingsfilmen von ihm: "Das große Polizeiaufgebot" (Nur die Sonne war Zeuge mit Alain Delon, der Vorlage für "Inspektor Doron" war) und "Red Tear" (unter anderem beeinflusst von Cinema Paradiso) und auch um Fragestellungen, die er für lohnenswert hielt ("Wie wäre es, wenn Kaito Kid auf einer Säule im Tokyo Dome erscheinen würde?") hat Gosho komplette Handlungen aufgebaut ("Baseball Kid"). Magic Kaito ist seine (zeitlich) am längsten laufende Serie und wahrscheinlich ist - so lange auch Detektiv Conan nicht abgeschlossen ist - soweit kein Ende in Sicht.

      Irgendwann während jener Zeit hatte Gosho auch als Kandidat bei der originalen Serie der bekannten Show Takeshi's Castle (Episode 15) teilgenommen. Hier eine Kompilation der englischen Synchronfassung, die seinen Auftritt enthält (9:41 - 10:10).

      Die erste wöchentliche Serie: Yaiba

      Mitte 1988 probierte Gosho bereits neue Konzepte aus (wie die absurde, dreiteilige Detektivkomödie Tantei Jooji no Mini-Mini Daisakusen um einen 10 Zentimer großen Privatdetektiv), was ihn etwas in Stress brachte, da hierdurch das 12. Kapitel ("Ghost Game") von Magic Kaito in sehr kurzer Zeit fertiggestellt werden musste. Der anhaltende Erfolg der Serie veranlasste seinen Redakteur dazu, ihm endlich das Angebot einer wöchentlich laufenden Serie zu unterbreiten und man einigte sich auf eine typische Shônen-Serie mit Kampfelementen (die durch seine Jugend zu Kendokämpfen werden sollten) und Goshos damals typischen, rasanten Humor beinhalten sollte. Stark am damaligen Welterfolg Dragon Ball orientiert entstand eine Fantasy-Abenteuerserie namens Yaiba um den kleinen, zwölfjährigen Kendoka gleichen Namens - Yaiba Kurogane - der im afrikanischen Dschungel aufwuchs, wo er von klein auf von seinem Vater Kenjuuro ein "Überlebenstraining" eingetrichtert bekam. Auf der Flucht vor einer Gruppe Gorillas geraten Yaiba, sein Vater und ein Tiger in ein Flugzeug und landen am Rande Tokyos, in Narita, wo Kenjuuro seinen Sohn ungefragt im Anwesen seines alten Rivalen Raizou Mine und seiner Familie (samt Tochter Sayaka) einquartiert und Yaiba gewaltige Probleme erfährt, sich in der modernen Gesellschaft (und mit Mädchen) zurechtzufinden, so wie es einst bereits bei Son-Goku war. Ende November 1988 erschien dann der zweite Sammelband zu Magic Kaito, in welchem die Kapitel 7 bis 12, sowie ein bisher unveröffentlichtes Kapitel ("Der legendäre Queue"), das unmittelbar nach dem ersten entstand und mittlerweile als Kapitel 13 gezählt wird, zu finden waren.

      Während jener Zeit spielte Gosho an einem Tag, an welchem er einmal seine freie Zeit genießen konnte, das Konsolen-Rollenspiel Dragon Quest und bekam just in dem Moment einen Anruf seines Redakteurs, mit dem er sich eigentlich in einem Café in der Nähe verabredet hatte - was er völlig vergaß. Der Redakteur rief ihn an und fragte, wo er bleibt und Gosho antwortete im Halbschlaf wohl: „Ich kann noch nicht losgehen... ich hab doch das Gold noch nicht gefunden...“ und legte wieder auf. Erst später fiel ihm auf, dass er offenbar Unsinn geredet hat; allerdings nahm es ihm sein damaliger Redakteur, der offenbar ein recht gutherziger Mann war, nicht krumm. Außerdem brachte ihm das Zocken tatsächlich weitere Ideen: So entstand das Prinzip der auswechselbaren Elementkugeln für Yaibas Schwert durch RPGs, in denen das Sammeln bestimmter Items, die elementar unterschiedlicher Natur sind, einem strategische Vorteile verschaffen können. Zudem erinnerten die Kugeln durch ihren Namen - "Dragon Orbs" - erneut an Toriyamas Manga, an dem sich Yaiba spürbar orientierte.

      In den Jahren, in denen Gosho an Yaiba arbeitete, geriet er immer mehr in Stress und reduzierte seinen Schlaf bis auf angeblich drei Stunden pro Tag - einen Rhythmus, den er in ähnlicher Form bis heute beibehalten hat. Weiterhin bekam er in jener Zeit ein paar Assistenten zugeteilt, von denen ein paar bis heute mit ihm zusammenarbeiten. Auch seine Gesundheit vernachlässigte er wohl ein wenig, da er praktisch nichts anderes mehr machte, als diese Serie zu zeichnen und das jeweilige Kapitel bis zum absoluten Erreichen der Deadline aufzuhübschen. Parallel zu Yaiba entstanden zudem die Magic Kaito-Kapitel 13 bis 19, wobei das 18. ein Crossover mit Yaiba darstellte. Überhaupt zeigte sich spätestens ab dieser Serie, dass Gosho mit großer Freude seine Serien überschneiden ließ und gegenseitige Anspielungen einbaute - so ist die Schule, auf die Yaiba und Sayaka gehen, die Ekoda Gakuen aus Magic Kaito und auch Keiko Momoi aus dieser Serie erfährt einige Auftritte als Sayakas Freundin, die ihr einmal von der Romanze zwischen Kaito und Aoko berichtet. Nicht zuletzt sollte Yaibas stärkster Widersacher - Sooshi Okita - später noch einmal eine Gastrolle im 31. Band von Detektiv Conan bekommen. Gosho liebt derlei Verknüpfungen, da er als Kind und Jugendlicher selbst großer Fan von Crossovern wie Mazinger Z vs. Devilman war. Sein dadurch inspiriertes "Yaiba vs. Kaito Kid!" (welches er selbst als "Traumbegegnung" bezeichnete) sollte nur das Erste in einer langen Reihe von ähnlich strukturierten Begegnungen zwischen seinen Charakteren werden, die sich bis heute durch die Konfrontationen zwischen Conan Edogawa und Kaito Kid fortsetzen.


      Der 24. und letzte Band von Yaiba.
      Gosho zeichnete die Hintergründe jedes Covers mit Wachsstiften.


      All der Stress hatte sich bezahlt gemacht: Yaiba schlug in Japan ein wie eine Bombe und erreichte bis 1993 weit über 4000 Seiten, verteilt auf insgesamt 24 Bände. Gosho Aoyama erhielt dafür 1992 den Shôgakukan-Manga-Preis in der Kategorie "Kinder" - der erste Preis, den er für sein Schaffen erhalten sollte. Im selben Jahr entstand eine 52-teilige Animeserie, die vom April bis zum selben Monat des Folgejahres laufen sollte. Außerdem entstanden zwei Videospiele zur Serie - eines für den Game Boy und eines für das Super Nintendo. Gosho war somit endlich im Olymp der Mangaka angekommen - und konnte noch nicht ahnen, wie sehr er sich noch steigern sollte. Ende 1993, als Yaiba gerade noch dabei war, seine losen Fäden zu knüpfen, trat sein Redakteur mit einer neuen Idee an ihn heran: Seit 1992 gäbe es eine Kriminalserie im Weekly Shônen Magazine - Kindaichi Shônen no Jikenbo ("Kindaichi Case Files") - und da er sich bewusst war, dass Gosho selbst ein großer Krimifan ist, fragte er ihn, ob er sich nicht einmal selbst an einer solchen Geschichte versuchen wolle.

      Der endgültige Durchbruch: Detektiv Conan

      1993 - 1997: Die Anfänge

      Innerhalb von nur zwei Wochen hatte er laut eigener Aussage die Grundhandlung von Detektiv Conan entwickelt. Der Name dieser Figur basierte - wie auch innerhalb der Geschichte selbst - auf seinem Lieblings-Kriminalautor Arthur Conan Doyle, dem Erfinder von Sherlock Holmes, Shinichis großes Idol. Anfangs war Goshos Redakteur jedoch strikt gegen diesen Namen - Grund war neben dem international bekannten Barbaren aus Robert E. Howards Feder auch eine japanische Animeserie namens Future Boy Conan von Hayao Miyazaki, der später vor allem durch Studio Ghibli von sich reden machen sollte. Der Redakteur schlug ihm als Kompromiss den Namen "Detective Doyle" vor, der Gosho selbst jedoch überhaupt nicht gefiel - er beharrte deswegen weiter auf "Conan" und kam damit letzten Endes durch. Es schien bereits früh festzustehen, dass es sich bei dem Protagonisten um ein Kind handeln sollte, das Schwierigkeiten hat, den Erwachsenen seine Deduktionen zu vermitteln und somit vorgeblich verdutzt auf die Indizien verweist ("Arere~?"). Diese Idee kam von der detektivisch begabten Katze Mikeneko Holmes - die dafür auch mit einem Platz im Detektivlexikon geehrt wurde - welche mit ihrer Pfote auf die entscheidenen Punkte am Tatort verwies, wenn die menschlichen Akteure nicht weiter wussten.

      Gosho verstand es, bereits genutzte Elemente mit neuen, die ihm in den Sinn kamen, gekonnt zu kombinieren und damit eine bis dahin einzigartige Mischung zu erschaffen. So beruhte Conans Erscheinung grundsätzlich auf der Gestalt Yaiba Kuroganes in "753"-Kleidung statt einer Kendokauniform - "753" steht hierbei für das Alter von 7, 5 und 3 Jahren, in denen Kinder in solch einer Bekleidung fotografiert werden. (Ich weiß nicht, ob das eine japanische Eigenheit ist?) Gosho besaß seine alten "753"-Fotos noch und nutzte diese als Referenz. Außerdem glättete er die ehemals stachelige Frisur Yaibas und fügte das "Apostroph" über seinem Nacken hinzu, welches von Kabu, Sallys Bruder aus Mahoutsukai Sally, inspiriert wurde. Der "Stietz" an seinem Hinterkopf stammt wiederum von Shichimi (im Vordergrund) aus Niji Iro Tōgarashi.

      Auch die anderen Charaktere wurden auf ähnliche Weise konzipiert: Inspektor Ginzo und seine Tochter Aoko aus Magic Kaito standen als äußerliche Vorbilder für Kogoro und Ran Mori Pate und Ginzos Tätigkeit wurde für Kogoro verändert als ehemaliger Polizeibeamter übernommen. Durch sein gegenwärtiges Wirken als Privatdetektiv wollte Gosho eine logische Basis schaffen, um zu erklären, wieso die Charaktere so oft in Kriminalfälle geraten. Kogoro ist wohl auch der Charakter, der ihm laut eigener Ansicht am ähnlichsten ist, was die Persönlichkeit angeht.
      Weiterhin schuf er Professor Agasa - benannt nach Agatha Christie - der als eine Art "Q" für Conan fungierte: Ein genialer aber zerstreuter, älterer Wissenschaftler, der ihn mit den nötigen Gerätschaften versorgt, um auch in kindlicher Gestalt weiterhin mit körperlich übermächtigen Kontrahenten mithalten zu können. Die ersten beiden uns bekannten Organisationsmitglieder, Gin und Wodka, sollten als so etwas wie eine "böse Version" von Sherlock Holmes und John Watson dargestellt werden. Gins wichtigstes, äußeres Merkmal waren von Anfang an seine langen Haare, bei Wodka ist es die Sonnenbrille - wobei Gosho es der Fantasie der Leser überlassen möchte, wie seine Augen aussehen könnten.
      Die Detective Boys sollten für ihn von Anfang an aus einem dickeren Jungen, einem "abfällig" redenden, dünnen Kind und einem niedlichen Mädchen bestehen - stark beeinflusst durch die Kinder aus Doraemon. Ihre Funktion war es, als Gruppe zu dienen, in der sich Ai Haibara - die laut Gosho von Anfang an geplant war - in ihrer kindlichen Gestalt verstecken kann. Durch das ewige Verschieben ihres Erstauftritts (dazu später mehr) kam es jedoch lange Zeit nicht dazu und die Kinder entwickelten durch jedemenge Fälle vor ihrem Debüt auch ein Eigenleben.

      Obwohl die Serie, die Anfang 1994 ihr erstes Kapitel publiziert sah, selbst eine episodische Kriminalgeschichte ist, gibt es eine übergreifende Handlung um eine finstere Organisation, von der zwei Mitglieder den berühmten Schülerdetektiv Shinichi Kudo - wie jeder hier weiß, Protagonist dieses Werkes - mittels eines neuartigen Giftes, dem APTX 4869, auszuschalten gedenken, nachdem dieser ihnen bei einem Handel auf die Schliche gekommen war. Bekanntlichermaßen schlägt dieser Versuch fehl und Shinichi schrumpft auf den Körper eines Grundschülers zurück, wobei sein messerscharfer Verstand erhalten bleibt und er sich fortan als "Conan Edogawa" bezeichnet, zusammengesetzt aus den Namen zweier Lieblingsautoren Goshos. Durch diesen Schachzug konnte er diesmal sowohl Kinder, die sich mit Conan identifizieren konnten, als auch ältere Leser ansprechen, die sich stets bewusst waren, dass hinter dem Kind ein Jugendlicher steckt, der gerne wieder er selbst wäre, um seiner Jugendliebe Ran Mori alles gestehen zu können. Durch diesen Aspekt ergab sich, einer Kettenreaktion gleich, ein Romantikplot, der sich ebenfalls bis heute zieht. Das Ganze wurde gespickt mit Momenten von Goshos typischem - aber mittlerweile, im Vergleich zu früher, zahmeren - Humor und die Shônen Sunday hatte ein Projekt auf ihren Händen, das ein noch weit größerer Erfolg werden sollte, als es selbst Yaiba je war.

      Ursprünglich ging Gosho davon aus, dass die Serie nur etwa drei Monate laufen würde, da abgesehen von Kindaichi Kriminalgeschichten, die - damals sehr ungewöhnlich für Manga - so extrem textlastig sind, normalerweise ein Garant für Misserfolg waren. Allerdings wurde die Serie ein ungeahnter Erfolg und erlebte ein enormes, positives Medien- und Leserecho. Die Anhängerschaft des Manga wuchs und wünschte sich per Post von Gosho immer mehr Fälle und Hintergrundgeschichten über alle möglichen beteiligten Charaktere. Zur Überraschung nur weniger folgte bereits Anfang 1996 eine eigene Animeserie, die bis heute läuft und im Frühjahr 1997 der erste von einer ebenfalls bis heute andauernden Kette von Filmen. Goshos Lieblings-Opening ist bis heute im Übrigen das allererste: Mune ga Doki Doki.

      Gosho beteiligte sich wie kaum ein anderer Mangaka an diesen Spin-offs seines Comics: Beim ersten Film involvierte er sich stark in der Konzeption und Produktion. So steuerte er den Charakter Teiji Moriya bei, welcher auf Professor James Moriarty (erneut aus den Geschichten um Sherlock Holmes entliehen) beruhte und dessen Einsatz er wohl später ein wenig bereute, da er damit eine Figur mit viel Potential vergeben habe. Weiterhin stammte der Charakter des hier erstmals vorkommenden Inspektors Ninzaburo Shiratori von ihm - eine Figur, die er eigentlich für Magic Kaito entworfen hatte und die er später in den Detektiv Conan-Manga übernahm, als eines der wenigen Elemente aus den Filmen, die kanonisch für seine Originalserie wurden, da er die Filme normalerweise als strikt getrennt vom Manga betrachtet. Zu guter Letzt zeichnete er eigenhändig die skizzenhaften Promoposter (ein Beispiel zu Film 19 kann man hier sehen) und sogar einzelne Keyframes für die Filme - womit sein Kindheitstraum, Animator zu werden, zu einem gewissen Grade doch noch in Erfüllung gegangen ist. Ein wenig mehr zu den Keyframes kann man hier erfahren.


      Ein paar Beispiele für Keyframes aus den Filmen, die von Gosho Aoyama gezeichnet wurden.


      Ninzaburo Shiratoris originaler Charakterentwurf für Magic Kaito.

      Eine große Inspiration für die Actioneinlagen von Conan in den Filmen sind ihm wohl Streifen wie die Stirb langsam-Reihe, von denen er speziell den ersten, zweiten und vierten Teil sehr mag. Für Film 11 - Der elfte Stürmer war wohl ein Action-Thriller namens Zwei Minuten Warnung aus dem Jahre 1976 ein entscheidener Einfluss.

      Als Gosho eines Tages, während ein paar freier Tage, wieder in die Heimat zurückkehrte, wurde ihm klar, wie stolz sein Vater auf ihn ist, nachdem er ihn für seinen Erfolg lobte und ihn fragte, ob er ihm ein Bild von Aoko Nakamori zeichnen könne. Dies war für ihn die Bestätigung, dass er auch seine Familie endgültig von seiner Wunschkarriere überzeugt hatte, denn vor allem sein Vater war es, der sich in der Vergangenheit gegen dieses Vorhaben seines Sohnes gesträubt hatte.

      Bis heute ist Gosho einer der wenigen Mangaka, der beinahe vollständig auf traditionelle Zeichenmethoden zurückgreift:
      Seine "na-me" (Manuskripte, Rohentwürfe) für Comicseiten und Skizzen entstehen ganz normal mit einem Bleistift, die mittels eines Leuchttisches auf einem neuen Blatt Papier nachgezogen werden - wobei er für die Outlines Fineliner von Pigma Micron nutzt. Bis zum Beginn von Detektiv Conan nutzte er Zeichenfedern, doch da er permanent sehr stark aufdrückt, riskierte er auf Dauer eine Tendopathie - deshalb der Wechsel. Er ist einer der wenigen noch übrigen Mangaka, der seine Artworks mit Wasserfarben koloriert, wobei er hier auf die Produkte der Dr. Ph. Martin's Radiant Concentrated Watercolor Set-Reihe zurückgreift.

      1. 2. 3.
      Zwischenschritte aus der Entstehung einer Seite von Detektiv Conan:
      1.) Eine äußerst grobe Skizze (das sogenannte "na-me") legt die Seitenreihenfolge und das Layout der Seite im Einzelnen fest.
      2.) Nachdem eine Reinzeichnung (das "Manuskript") erstellt wurde, wird diese sauber mit Finelinern nachgezogen und getuscht.
      3.) Nun fehlt nur noch die Rasterfolie samt Hintergrunddetails und die Seite ist reif für den Druck.
      (Detektiv Conan, Band 61, Kapitel 4/File 634, Seite 10)


      Irgendwann stieß Gosho jedoch auf ein Problem erzählerischer Natur: Während es in der Prosa ziemlich einfach ist, die Handlungen eines Täters zu beschreiben, ohne ihn dabei zu entlarven, ist dies in einem visuellen Medium wie einer Comicgeschichte natürlich nicht ganz so einfach. Die Lösung fand er in der eigenen Konkurrenz: Kindaichi Shônen no Jikenbo von Seimaru Amagi und Fumiya Satō. (Es ist mir nicht bekannt, ob sie die Namenspatin für Miwako Satô war, aber die Wahrscheinlichkeit ist vorhanden, da sich beide die selben Schriftzeichen teilen: 佐藤.) Diese Serie bediente sich des Kniffs, den noch unbekannten Täter während seiner Tricks als androgyne Schattengestalt darzustellen - da dies wahrscheinlich wirklich die einfachste Methode ist, an dieses Problem heranzugehen, schuf Gosho auf Basis von Kindaichi seine eigene Version der "Schattenmänner", die fortan als praktische "Maskierung" der Täter bis zu deren Überführung dienen sollten.

      Der Anime währenddessen wurde immer populärer und erlaubte sich einige Veränderungen, welche die Haupthandlung auf Dauer ins Stocken bringen sollte - am bekanntesten darunter die teilweise stark abgewandelte Geschichte um Akemis Tod durch Gins Hand, die für Shihos Debüt und die folgenden Fälle von entscheidender Bedeutung war. Die Animeproduzenten versprachen Gosho, die Probleme zu beseitigen und dass er noch etwas ausharren und die Handlung fortführen sollte - eine Phase, die den Erstauftritt des Ex-Organisationsmitglieds stark hinauszögern sollte. Sein Redakteur überschüttete ihn förmlich mit Ideen, was man noch alles machen könnte: Eine lautete, einen einmaligen Rivalen für Shinichi/Conan ins Feld zu führen, welcher aus West-Japan stamme, um einen Gegenpol zum in Ost-Japan lebenden Shinichi zu haben - die Idee für Heiji Hattori war geboren, dessen Name bereits im 24. Band von Yaiba beim Kendoturnier zu lesen war und der nun sein Debüt im 10. Band von Detektiv Conan feiern durfte. Sein Name setzt sich aus dem des (umstritten historischen) Heiji Zenigata und des Samurai Hanzô Hattori
      zusammen. Sein markantestes Merkmal ist ein Basecap mit der Aufschrift "SAX", basierend auf einer realen Mütze mit der Aufschrift "SOX" des Baseballteams Chicago White Sox, die Gosho in Wirklichkeit besitzt.


      Ein originales SOX-Basecap, wie auch Aoyama es besitzt und auf dem Heijis Mütze beruht.

      Eine weitere Idee aus Goshos eigener Fantasie war die einmalige Einführung eines Meisterdiebes, der Shinichi ebenfalls intellektuell ebenbürtig sein sollte. Sein Redakteur sagte ihm dann, dass er doch bereits einen Meisterdiebcharakter besitze: Kaito Kid aus Magic Kaito. Gosho fand die Idee an sich gut, stand ihr allerdings etwas skeptisch gegenüber, da Kid aus einer Welt stammt, in der äußerst absurder Humor, Hexen und Magie existierende Elemente sind. [Nachtrag: Laut einer anderen Quelle war es Gosho, der selbst auf die Idee kam, Kaito Kid zu benutzen und das angeblich beinahe seit Beginn von Detektiv Conan - und sein damaliger Redakteur derjenige, der dem skeptisch gegenüberstand und erst überzeugt werden musste. Da muss ich mich noch einmal schlau drüber machen, wie herum es nun eigentlich war. Allerdings macht in meinen Augen die Variante mit Gosho als Urheber der Idee mehr Sinn, betrachtet man seine sonstige Vorliebe für Crossover.] Mit der Einstellung, dass man beide Werke einfach "als Parallelwelten akzeptieren" müsse, wurde die erste Begegnung zwischen Conan Edogawa und Kaito Kid umgesetzt und ein Hit unter den Fans. Obwohl beide Charaktere - Heiji und Kid - nur für jeweils einen einzigen Auftritt vorgesehen waren, wurden sie durch Auftritte in Detektiv Conan so populär, dass sie fortan wiederkehrende Charaktere wurden. Kid brachte weitere Gäste aus Magic Kaito, wie den Schülerdetektiv Saguru Hakuba, mit, während Heiji mit der Zeit eine eigene Jugendliebe und Eltern dazugeschrieben bekam. Teilweise wurden zusätzlich sogar originale Charaktere aus dem Anime übernommen - wie der Inspektor Wataru Takagi, der nach seinem Synchronsprecher benannt wurde. Die Fans wollten immer mehr und der Versuch der Überbrückung bis zu Shihos Auftritt ging auf.

      1997 - 2003: Ais Ankunft und der Vermouth-Arc

      Goshos Geduld ging zu Ende und in Band 18 war es dann endlich soweit: Ai Haibara, die verjüngte Variante der bereits erwähnten Shiho Miyano, zieht in das Haus von Professor Agasa ein und die Hinweise auf das innere Wirken der Organisation, als auch auf die wissenschaftliche Komponente des APTX 4869 wurden konkreter. Goshos als Arzt arbeitender Bruder half ihm laut eigener Aussage hierbei, die Funktionsweise des Mittels zu verfassen, die Ai in Band 24 wiedergibt.

      Auch anderweitig wurden seine Recherchemethoden immer effizienter. Zu solch einem Zweck besuchte Gosho einmal das Hauptpräsidium von Tokyo, wo er sehr freundlich empfangen wurde und Kontakte schloss, die ihm fortan unter anderem bei Polizeijargon halfen (abgesehen von einigen geheimen Codes). Außerdem wurde er reich mit Souveniers überschüttet - vor allem Mützen - die er fortan als Referenz für die Polizeiuniformen innerhalb der Serie nutzte. Mit dem verbreiteten Aufkommen des Internets bediente er sich auch dieser Möglichkeit, um vor allem Fotos zu recherchieren. So gab er als Beispiel an, dass er Bilder von Explosionen suche, um in Erfahrung zu bringen, wie eine derartig verursachte Explosion in jenem Moment aussehen würde. Für Fall 62 ("Mord im Speisewagen") fuhr Gosho 1998 im realen Hokutosei-Express mit (der auch als Hintergrund des Cover-Artworks diente) und schoss zahlreiche Fotos, woraufhin er nach der halben Strecke hinausgeworfen wurde. Seine verdutzte Reaktion war: „Wie, ich muss in der Mitte aussteigen?“


      Polizeiaccessoires, die Gosho vom Hauptpräsidium in Tokyo geschenkt bekam.

      Mit der Zeit etabliert sich bei Gosho ein persönlicher, für viele sicherlich nur wenig nachvollziehbarer Wochenrhythmus, welcher eine logische Entwicklung aus den Gewohnheiten ist, die er bei Yaiba annahm. Man darf nicht vergessen dass Detektiv Conan ein ungemein textlastiger und detailreicher Manga ist, der sehr viel Rechercheaufwand erfordert und trotzdem den selben harten Deadlines anderer Manga unterliegt. Weiterhin beteiligt sich Gosho - wie ebenfalls bereits erwähnt - wie kaum ein anderer Mangaka an den Ablegern seines Werkes - Dinge, die Unmengen an Zeit verschlingen.

      Während er bei Yaiba laut eigener Aussage die "Na-me" (die Skizzen, siehe Seitenentstehungsprozess weiter oben) an einem Tag hinbekommen hatte, wenn er sich beeilte und die Reinzeichnungen (das "Manuskript") in 5 bis 6 Tagen fertig bekam, benötigt er bei Detektiv Conan mittlerweile drei Tage für die Na-me und vier Tage für die Reinzeichnungen. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass Conan mehr Planung erfordert; allerdings brauchten die Reinzeichnungen bei Yaiba etwas länger, da die Geschichte sehr an Action und Slapstick orientiert und deswegen schwieriger zu zeichnen war. Nach Yaiba hatte er unter dem Schnitt immer noch genügend Zeit, mit seinen Assistenten irgendwo hinzugehen oder Baseball zu spielen; heutzutage kann er sich dies nicht mehr leisten. Um sich mit seinem übrigen Zeitplan nicht zu verzetteln, besitzt Gosho - wie jeder professionelle Comiczeichner, der an einer Serie arbeitet, im Übrigen - einen sogenannten "Puffer" mit bereits fertigen Kapiteln, um zeitlich immer entsprechend voraus zu sein. Bei Gosho beträgt dieser Puffer schätzungsweise (von den Spoilerbildern und dem gesamtheitlichen Ausplanen ganzer Fälle ausgegangen) drei bis vier Wochen, was also 3 bis 4 Kapiteln entsprechen würde. Es ist anzunehmen, dass er die bekannten "Recherchepausen" unter anderem auch zum Wiederauffüllen seines Kapitelpuffers nutzen könnte.

      Laut eigener Beschreibung geht Gosho gegen 10 Uhr Morgens zu Bett und steht in der Regel gegen 13 Uhr auf, da er von seinen Assistenten geweckt wird, denen er an der Tür eine Notiz wie "Weckt mich auf, wenn ihr da seid. -Aoyama" hinterlässt. Er isst dann meist zuerst einmal ein wenig Udon oder Soba. Danach geht es bis 19 Uhr an die Arbeit, worauf er Essen bestellt. Ist das erledigt, geht es erneut ans Zeichenbrett bis etwa Mitternacht, wo Gosho meistens in einen Konbini (ein 24/7-Laden), um sich ein letztes Mal für diesen Arbeitstag etwas zu Essen zu besorgen. Früher war es wohl üblich, dass seine Assistenten ab und zu etwas zubereitet haben; dies scheint mittlerweile wohl nicht mehr so zu sein. Gosho arbeitet nach dieser Mahlzeit und einem eventuellen kurzen halbstündigen Schlaf (falls notwendig) bis 10 Uhr Morgens und das Spiel beginnt von vorne. Im Übrigen hat Gosho die Angewohnheit, seinen Schreibtischstuhl jedesmal um eine Runde zu drehen, bevor er sich auf ihn setzt. Dies hat keine besondere Bewandtnis und stecke einfach so bei ihm drin. Weiterhin ist sein absolutes Lieblingsgetränk wohl Oolong-Tee der Marke Suntory, von dem er laut eigener Aussage pro Tag bis zu 10 Flaschen verdrückt. Dies alles läuft nun seit 22 Jahren so (Stand 2016).

      Doch zurück zur Handlung:
      Als größte Bedrohung neben der Organisation selbst führte Gosho speziell für Ai im Jahre 1999 das Mitglied Vermouth in die Handlung ein. Mit ihrem Debüt wurden auch zum ersten Mal die Hinweise auf eine einzelne, oberste Instanz der mysteriösen Gruppe konkreter: Anokata, dessen "Favorit" oder "Liebling" (je nach Übersetzung) Vermouth zu sein scheint. Laut Gosho verkörpert Vermouth "die böse Seite" Fujiko Mines aus Lupin III, während Yukiko Kudo, Shinichis Mutter, so etwas wie die "gute" sei. Außerdem sei der Mittelscheitel beider an Fujikos Frisur inspiriert; Yukiko bekam zudem auch ihre einzelne Strähne/Locke, die ihr ständig im Gesicht hängt. Er hatte speziell Fujiko ausgewählt, weil sie "sexy" und aufgrund dessen sein Lieblingscharakter aus Lupin III sei.


      Fujiko Mine, die Vorlage für Yukiko Kudo und Vermouth.

      Während des sogenannten "Vermouth-Arcs", der in den folgenden Jahren publiziert wurde, hatte Gosho wohl einmal versehentlich seine Dokumente/Notizen zur Haupthandlung von Detektiv Conan den Animeproduzenten überlassen. Als er sie zurückbekam, war er außerordentlich froh, da man anhand dieser Papiere wohl auch herausfinden könne, wer Anokata ist, wenn man sie genau studiere. Wie viel an dieser Aussage dran ist, sofern es sich nicht nur um einen Scherz handelte, ist unklar.

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      2003 - 2007: Das FBI gegen die Organisation

      Vom 5. Mai 2005 bis zum 10. Dezember 2007 war Gosho Aoyama mit Minami Takayama, der Stimme von Conan Edogawa und Yaiba Kurogane, verheiratet. Laut ihm war es manchmal regelrecht merkwürdig, die Stimme von Conan durch die Wohnung tönen zu hören.

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      2007 - 2014: Das Rätseln um Bourbon

      Während jener Jahre führte Gosho drei prägnante neue Charaktere ein, um die sich ein lange währendes Mysterium entspinnen sollte. Wer von ihnen ist "Bourbon" von der Organisation, vor dem Kir gewarnt hat, sofern es einer von den Dreien sein sollte? Wer sind die übrigen Beiden, welche Rollen haben sie in der Handlung? Der Erste dieses rätselhaften Trios war Subaru Okiya, von Gosho frisurentechnisch konzeptioniert als "eine Mischung aus Char Aznable aus Gundam und Chaki aus Nodame Cantabile"; Letzteres eine Serie, die Gosho zu jener Zeit sehr gerne verfolgt hat.


      Char Aznable und Chaki, welche Gosho die Referenz für Okiyas Gestalt lieferten.

      Die zweite im Bunde war Masumi Sera, konzeptionell ebenfalls eine Mischung aus einem Gundam-Charakter (Sayla Mass = Seira Masu, die Schwester von Char) und aus Natsuki Koshimizu, der Schülerdetektivin aus dem Wettstreit der Jungdetektive, die bei den Lesern äußerst gut ankam und um deren Rückkehr von den Fans gebeten wurde, worauf Gosho diesen Kompromiss schuf. Ihr Aussehen sollte seiner Idee nach etwas "vollkommen anderes" als bei den bekannten 17-jährigen Mädchen werden, da Sera eben auch charakterlich völlig anders - ein Tomboy - sein sollte.


      Seira Masu, die in ihrem Fall vor allem plottechnisch als Vorlage für Sera Masumi diente.

      Zu guter Letzt wurde der Charakter des Amuro Tôru eingeführt, ebenfalls seines Zeichens Detektiv und einerseits in seiner Funktion her erneut inspiriert von einem Gundam-Charakter: Amuro Ray (synchronisiert von Tôru Furuya :D), andererseits äußerlich entfernt basierend auf einem Charakter aus Goshos eigenem früheren Schaffen: Ein Widersacher aus Yaiba namens Jewel. Amuros dunkler Teint bereitet Gosho oft Schwierigkeiten, da die Rasterfolie sich an den Bereichen, wo die Haut in den Haarbereich übergeht, nur schwierig schneiden lässt; allerdings sei dieser Punkt durch die digitale Nachbearbeitung einfacher geworden.


      Amuro Ray und Jewel (samt Yaiba), aus denen Amuros Konzept sich bildete.

      Während jener Zeit bekam Gosho im Jahre 2011 eine kleine Gastrolle als Mitarbeiter der Spurensicherung in einer japanischen Krimiserie namens Thief. In diesem Jahr verfolge er wohl sehr gerne die beiden Animeserien Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai (AnoHana) und Hanasaku Iroha. Außerdem begann er im Folgejahr - ab der letzten Seite von File 760 und allen folgenden Kapiteln - damit, seine Seiten nicht mehr per Hand, sondern digital über ein Touchpad mit Stylus zu inken, was den ganzen Prozess laut ihm wesentlich schneller und Fehlerkorrekturen eindeutig leichter machte. Behilflich war ihm hierbei sein ebenfalls bei der "Shônen Sunday" publizierender Kollege Kenjirou Hata, dessen bekanntestes Werk wohl Hayate the Combat Butler sein dürfte und der beinahe immer auf Digital Ink setzt.

      Der ebenfalls 2012 veröffentlichte Fall um das augenscheinlich von einem Vampir bewohnte Herrenhaus hatte zwei Inspirationsquellen - eine recht eindeutige, Bram Stoker's Dracula, was man neben dem Familiennamen der Fallcharaktere auch an einigen kleineren Anspielungen festmachen konnte, sowie eine weniger eindeutige in Umineko no Naku Koro ni, dem geistigen Nachfolgeprojekt der Mystery-Franchise Higurashi no Naku Koro ni. So ist das Herrenhaus beinahe identisch mit jenem aus Umineko und auch der Grundplot um einem den Tode nahen, ältlichen Familienoberhaupt mit exzentrischen Zügen und seinen Nachkommen sowie deren Partnern, die um das Erbe buhlen, sowie einer übernatürlich anmutenden Mordreihe, die nach dem Dinner beginnt, wecken starke Assoziationen mit dieser Geschichte. Conan greift hier Uminekos Handlung bezüglich der Aufklärung, ob die Morde übernatürlicher Natur sind oder nicht, in ähnlicher Weise auf, mit dem Unterschied, dass es sich hier um das Werk eines Vampirs statt einer Hexe zu handeln scheint.

      Zwischenzeitlich tauchten erneut mysteriöse Charaktere auf, die wiederholt in der Story mitmischen:
      Einmal der einst mit der Polizistin Yumi liierte, professionelle Shogispieler Shuukichi Haneda, dessen Name sich auf den Feldherr Toyotomo Hideyoshi und Yoshiharu Habu, einen realen Shogispieler, der bereits alle sieben Titel gewinnen konnte, bezieht und weiterhin ein bisher nicht offiziell benanntes Mädchen im Mittelschulalter, das von Masumi Sera in ihrem Hotelzimmer versteckt gehalten wird und deren Inspiration für Gosho wohl unter anderem Motoko Kusanagi aus Ghost in the Shell war, deren Synchronsprecherin Atsuko Tanaka auch die Rolle jenes Mädchens im Anime zu Detektiv Conan übernahm. Gosho nannte das Mädchen aus diesem Grunde in Interviews und dergleichen auch bereits scherzhaft "Major", in Anlehnung an Major Kusanagi. Diese Charaktere scheinen bedeutende Rollen im Plot um die Familie Akai zu spielen.

      Ab 2013 fing er an, mit seinen Assistenten regelmäßig Kantai Collection (kurz "KanColle") zu spielen, ein Kartenspiel, bei dem - soweit ich das verstand - japanische (?) Kriegsschiffe als junge Mädchen personifiziert werden.

      Im Zuge des Falles um Kawanakajima - wozu, wie bereits erwähnt, Gosho bereits als Schüler eine prämierte Zeichnung anfertigte, die als Inspiration diente - fuhren er und seine Assistenten gegen Ende 2014 mit dem Shinkansen nach Nagano, um Informationen zu sammeln und Referenzfotos zu schießen. Sein Assistent Ohshima war wohl sehr überrascht davon, dass der bereits angeschlagene Aoyama diesen Entschluss ziemlich kurzfristig traf und den ganzen Tag mit ihnen dort daran arbeitete, Daten für den Fall zu sammeln. Im Anschluss gönnten sie sich eine Portion Shinshuu Soba bei "Abura-ya-san" vor dem Bahnhof Nagano.

      Mit diesem Abschnitt geht es bald weiter. XD


      2015 - heute:

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      Pläne für die Zukunft

      Ab hier eventuelle Spoiler für Detektiv Conan.

      Goshos bisherige Aussagen zum Ende
      Für Detektiv Conan kündigte Gosho Aoyama bereits an, dass Anokata auf jeden Fall noch enttarnt werden wird und die Serie mit einem Happy End enden würde, "da es mein Werk ist". Außerdem würde es "definitiv" eine Kuss-Szene zwischen Shinichi und Ran geben - nur ob ihre Hochzeit noch innerhalb der Serie thematisiert wird, ließ er offen. Ebenso wich er der Frage aus, ob Shinichi Ran am Ende offenbaren wird, dass er die gesamte Zeit über Conan war.

      Danach möchte er Magic Kaito sehr gerne weiterführen und zu einem eigenen Abschluss bringen. Weiterhin hat er eine Kurzgeschichte in Planung, die (ebenso wie Dragon Ball, lose) auf dem chinesischen Roman Die Reise nach Westen beruht und für welche er bereits Konzeptzeichnungen angefertigt hat. Allerdings ist er sich unsicher, ob und wann er dieses Projekt fortführen kann, da es sehr aufwendig sei, chinesische Architektur zu zeichnen und ihm Detektiv Conan derzeit einfach keine Zeit für dieses Projekt lässt.

      Anhang: Tabellarische Übersicht

      Jahr
      Ereignis
      1963Gosho Aoyama wird am 21. Juni geboren
      1987Die Arbeit an Magic Kaito beginnt
      1988Die Arbeit an Yaiba beginnt
      1993Die Arbeit an Yaiba endet, jene an Detektiv Conan beginnt

      Tabelle wird bald noch erweitert, ich wollte sie wenigstens erst einmal drin haben, damit ich's nicht vergesse...

      Letztes Update am 17. März 2016.

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