Band 73

      Wächter der Zeit:
      • Das Problem des Falls ist sein miefiger Filler-Geruch, weil halt wirklich nichts von Substanz in irgendeiner Plotline passiert.
      • Klammert man dies jedoch aus, ist das ein überdurchschnittlich guter Fall. Die Mordmethode ist cool, das Gimmick mit den Uhren was besonderes.
      • Nungut, so ganz kauf ich den Trick mit der Mordmethode Gosho nicht ab, aber sei's drum. Nach den ganzen langweiligen Fällen bin ich ganz froh hierüber.
      • Dieser Band ist auch eine fette Rückkehr des berüchtigsten Serienkillers des Mangas: Die Angelschnur. Ich greife ein wenig voraus, aber im Sera-Fall spielt sie ja auch eine wichtige Rolle. Zwar gab's die Angelschnur auch im Baskerville-Fall, aber gleich 2 in einem Band hat schon Seltenheitscharakter.
      • Es gibt so gesehen sogar 4 Verdächtige statt Dreien. Nur weil der eine dann die Mordrekonstruktion mitvorbereitet, verschwindet er ja aus dem Verdächtigenkreis.
      • Kogoros Betäubungszeit ist schon sehr plot-convenient flexibel. Im Kaufhausfall wacht er noch sekundengenau auf um Amuros Schlussfolgerungen vorzulesen und so gesehen sogar vor der Auflösung des Falles, hier hat Conan sogar noch schön lange Zeit um den Mord zu rekonstruieren.
      • Natürlich hält Ran einen Geist für den Killer und fürchtet sich. Seufz. #SeraXShinichi.
      Höllenfürst Ramen
      • Wieder riecht's nach Filler. Wieder finde ich den Fall aber davon ab ganz ordentlich. Jedenfalls besser als die ganzen anderen Zyankalifälle, die es zu dieser Zeit gab.
      • Das Mordopfer prägt sich schon mehr im Kopf ein, als die meisten anderen.
      • Ich als Brillenträger mag es zu warten bis die Brillengläser nicht mehr beschlagen sind. Mich bringt man also so nicht um!
      • Dieses *Seite 40 ist ja völlig absurd. Wenn ihr schon in jedem Panel eine Übersetzung anbieten wollt, dann tut das, aber *Seite 40 bringt niemandem was. Insb. weil es einfach unmöglich ist in einem Manga die korrekte Seitenzahl zu finden. Frage mich deshalb auch wieso trotzdem jeder Manga jeder Serie immer eine Seitenzahl angibt im Inhaltsverzeichnis.
      Jeet Kune Do
      • Ich muss mir als Leser eines Re-Reads die Frage stellen: Wie lese ich Sera? Lese ich sie als die coole Detektivin, die so viel frischen Wind in den Manga brachte? Oder lese ich sie als die unfähige Figur, zu der sie Aoyama degradiert hat? Als jemanden, der nunmal kein Detektiv ist, sondern alles dem Bruder nachplappert und vom Handy abliest?
      • Ich entscheide mich zunächst bewusst für Variante 1. Ich mochte Sera extrem bis Aoyama sie völlig ruiniert hat und das lass ich mir jetzt nicht nehmen. Zum einen weil mir Sera Spaß macht, zum anderen weil ich die ganzen "Aoyama-ruiniert-alles-Kapitel" nur höchstens halb gelesen habe.
      • Der Hauptgrund ist jedoch weil Aoyamas zukünftige Begründung einfach ein offensichtlicher Asspull ist. Nirgends blickt Sera in diesem Fall (und falls mich meine Erinnerung nicht täuscht, auch nicht in den zukünftigen Fällen) auf's Handy. Und Conan achtet ja auf sie, dem fällt alles auf und dann soll er nicht bemerken, wie Sera ständig auf ihr Handy schielt?
      • Zum eigentlichen Fall: Hatte nicht auf dem Schirm wie Aoyama Sera von Anfang an als Rivalin Rans aufbaut. Sonoko meint Shinichi könnte auf falsche Gedanken kommen und eine andere kriegen und just dann wird Sonoko sexuell belästigt und Sera bekommt ihr Intro. Sie zwinkert Conan auch gleich zu; das fügt sich schon in ein Bild zusammen. Wird natürlich nicht passieren, aber Shinichi x Sera würde ich ja schon feiern. Passen intellektuell auch viel besser zusammen.
      • Also der Bus ist so voll, dass Sonoko sexuell belästigt werden kann, aber dann ist doch genug Platz für 'nen komplexen Fight Karate vs Jeet Kune Do?
      • Aoyamas Stilmittel verschiedenen Figuren jeweils verschiedene Kampfsportfähigkeiten zu geben, ist auch mit Sera immernoch großartig. Jeet Kune Do ist auch eine nicht ganz offensichtliche Variante. Ich hätte noch gerne einen Taekwondo-Fighter.
      • Sonoko findet Sera voll heiß um dann am Ende vom Geschlecht erstaunt zu sein, ist doch nichts dabei, versuch's ruhig, Sonoko ;)
      • Der Fall an sich ist weird: Da gibt es eigentlich 2 andere Verdächtige, aber sie bekommen keine Namen oder Textboxen und sind somit auch keine echten Verdächtigen. Wieso sind sie dann überhaupt da? Wahrscheinlich hat Aoyama ursprünglich einen 1-Verdächtigen-Fall gewollt, aber es hat nicht geklappt also hat er einfach einen schlechten Mittelweg genommen.
      • Die Angelschnur habe ich ja bereits angesprochen, hier ist sie nochmal krasser. Irgendwie will ich es ja mögen, weil's kreativ ist, aber glaubwürdig sieht anders aus...
      • Schon clever wie Sera Shinichi hervorlocken will, vor allem ja mit ihrem absichtlichen Fehler.
      • Schon dumm wie Shinichi sich darauf einlässt.
      • Den nächsten Fall bespreche ich eigentlich erst in Band 74 damit es bei beiden Bänden jeweils 3 Fälle gibt, aber eins will ich hier schonmal vorgreifen: Die deutsche Übersetzung wollte (trotz meiner 2. Auflage!) mal wieder klüger sein als die Polizei erlaubt.
        Durch die (falsche) Entscheidung Sera von Conan Masumi zu nennen im Deutschen, hört es sich so an, als wenn Conan Ai von einem Mädchen namens Masumi Sera erzählt hat. Nur weiß er zu dem Zeitpunkt weder vom eigentlichen Geschlecht Seras, noch wie sie mit Vornamen heißt. Und das dies der Fall ist, wird gleich auf der selben Seite (!) widerlegt. Wieso sonst reagiert Conan so eifersüchtig als er hört, Ran wäre mit einem Typen unterwegs gewesen? Eben weil er Sera beim Nachnamen nennt und sich am Ende des Falls wundert, dass diese Person einen Rock trägt.
      PS: Schön, dass Aoyama auch Frauenfußball verfolgt und sich das Finale so oft angeschaut hat.
      PPS: Wieder einer bekannten westlicher Detektiv! Dachte Monk war schon, aber er hat ihn tatsächlich erst nach obskureren Figuren wie House gebracht. Vllt war Houses Holmes-Parallele ausschlaggebend.
      Let the bullets rain.
      Ein kleines Trivia zu Katsumasa Ogura, dem Besitzer des Ramen-Restaurants: scheinbar ist der Name mal wieder eine Hommage an eine echte Person aus Goshos Umfeld, wie schon seine Assistenten früher mal als Täter herhalten durften. Ist mir aufgefallen, als ich in den Credits eines anderen Sunday-Manga eben jenen Namen erblickt habe:

      Hat vermutlich auch irgendwann mal mit Gosho gearbeitet (oder es ist kompletter Zufall, aber iwie glaube ich daran nicht).

      Heiji schrieb:

      Der Hauptgrund ist jedoch weil Aoyamas zukünftige Begründung einfach ein offensichtlicher Asspull ist. Nirgends blickt Sera in diesem Fall (und falls mich meine Erinnerung nicht täuscht, auch nicht in den zukünftigen Fällen) auf's Handy. Und Conan achtet ja auf sie, dem fällt alles auf und dann soll er nicht bemerken, wie Sera ständig auf ihr Handy schielt?

      Naja, Gosho hat ja Masumi nie irgendwie komplett diskreditiert, oder mit irgendeiner "Begründung" irgendwann gesagt, dass sie eigentlich nichts kann. Nach dem Mystery Train konsultiert sie ab und zu mal Shukichi, weil sie "in letzter Zeit irgendwie wenig Vertrauen in ihre Schlussfolgerungen hat", aber das heißt ja nicht, dass sie schon immer plötzlich nie selbst was konnte. In normalen Fällen heutzutage ist sie ja oftmals gleichschnell mit Conan.

      Heiji schrieb:

      Oder lese ich sie als die unfähige Figur, zu der sie Aoyama degradiert hat? Als jemanden, der nunmal kein Detektiv ist, sondern alles dem Bruder nachplappert und vom Handy abliest?

      Das macht sie genau 0 Mal, wenn ich mich recht entsinne.

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      Echt voll einfach mordsgutes Ramen (wtf)
      • Ich mochte diesen Fall, weil der Besitzer und die Kellnerin mir sympathisch waren.
      • Von den Fällen, in denen nur Kogoro und Conan zusammen unterwegs sind, könnte es ruhig öfters geben.
      • Die "siehe Seite 40" fand ich auch völlig bescheuert. Hätten genauso gut direkt die Übersetzung schreiben können. Gefühlt ist DC auch der einzig mir bekannte Manga, der keine Seitenzahlen enthält. Das Original hat welche und auch meine ausländischen Ausgaben haben Seitenzahlen. Also warum auch nicht die deutschen Bände, liebes Egmont?
      Seras Debüt
      • Der Grund warum ich mir diesen Band geschnappt und gelesen habe. An Seras Debüt kann ich mich kaum noch erinnern, da ich mir nur vor einigen Jahren mal die Folgen angeschaut habe.
      • Heiji schrieb:

        Oder lese ich sie als die unfähige Figur, zu der sie Aoyama degradiert hat? Als jemanden, der nunmal kein Detektiv ist, sondern alles dem Bruder nachplappert und vom Handy abliest?
        Dass Sera sich Rat von ihrem Bruder holt, finde ich mittlerweile gar nicht mehr so schlimm. Passiert ja eigentlich auch nicht sooft. Er ist halt der ältere, erfahrende Bruder, dem sie vertraut. Man kann sich einen Charakter über die Zeit auch schlecht reden, was sie aber gar nicht ist in meinen Augen. Was halt nur nicht wirklich in mein Kopf reingeht, ist die Tatsache, dass ausgerechnet Shuukichi dieser Bruder ist.
      • In den ersten Seiten merkt man eigentlich wieder, dass Sonoko für Ran eine gute Freundin ist und sie regelrecht zu ihrem Glück zwingen will
      • Wieso fragt keiner wie Sera heißt? Wäre eigentlich das erste, was man so macht, wenn man eine fremde Person kennenlernt und beschließt mit ihr Kuchen essen zu gehen
      • Der Fall ist ziemlich langweilig. Wie die Tat sich ereignet hat, hat mich auch nicht sonderlich viel interessiert.
      • Interessanter fand ich Seras Präsenz, wodurch eine besondere Atmosphäre entstand.
      • Man merkt hier schon gut, dass mit ihrem Erscheinen einiges in DC durcheinander gewirbelt wird und sie mehr ist als nur Conans Rivale, der zufällig auch gut deduzieren kann.
      The Call
      • Eine Geiselnahme in der Detektei mit einem Geiselnehmer, der auf mich sehr verrückt wirkte und infolgedessen zwei Spezialeinheiten anrückten - die Atmosphäre hat mir sehr gefallen.
      • Cool, wie Sera und Ran wenigstens versuchen den Geiselnehmer zu überwältigen.
      • Heiji schrieb:

        Die deutsche Übersetzung wollte (trotz meiner 2. Auflage!) mal wieder klüger sein als die Polizei erlaubt.
        Das hat mich beim Lesen sehr genervt. Ich verstehe nicht, warum man es nicht beim Original belassen hat, in dem Ai von "Detektiv Sera" sprach und nicht von "Detektivin Masumi". Und überhaupt wird auf der Doppelseite nur von "sie" gesprochen. Wtf Egmont?