Reale Vorbilder für Orte in Goshos Werken

      Reale Vorbilder für Orte in Goshos Werken

      Ich hab zwischendurch immer mal Gosho Aoyamas Referenzen für Orte und Gebäude, sowie Indizien für die ungefähre Lage der (fiktiven und fiktionalisierten) Schauplätze aus Detektiv Conan, Kaito Kid und Yaiba gesammelt und wollte meinen Zwischenstand hier abladen. Bei der Eingrenzung der jeweiligen Lage handelt es sich natürlich um eine Theorie (oder mehrere zusammenhängende Theorien) - mehr ist es bisher nicht - aber da hierbei mehrere Serien von Gosho Aoyama einbezogen werden, erschien es mir im Theorieforum zu Detektiv Conan deplatziert.

      Betrachtet das Ganze als stetiges Work in progress - ich wollte es nur einmal irgendwo gesammelt an einer Stelle ablegen.

      Detektiv Conan

      Reale Orte und Gebäude als Vorlage

      Manga

      MangazeichnungRealitätAnmerkungen
      Das Shogi Kaikan in den Rückblenden aus File 901 (Band 85, Fall 7) ist das reale, gleichnamige Gebäude für Shogi-Wettbewerbe im Sendagaya-Viertel von Shibuya-ku.
      Bei dem"Hotel Haido Pride", in dem Masumi Sera und die Schwester von außerhalb des Territoriums sich aufhalten (File 899 - 905 / Band 85, Fall 6 - Band 86, Fall 1), handelt es sich samt Umgebung im wirklichen Leben um das Hotel Nikko Fukuoka im Stadtteil Hakata-ku von Fukuoka (lustigerweise über 700 Kilometer von Tokyo entfernt).
      Die Polizeiwache 5. Block Baker-Viertel (米花町五丁目交番, Beika-chō go-chōme kōban, File 977 oder Band 92, Fall 7) beruht auf der Polizeiwache 5. Block Sendagaya-Viertel (千駄ヶ谷五丁目交番, Sendagaya go-chōme kōban) in Shibuya-ku.
      Das Tōto-Gymnasium aus File 990 - 993 (Band 93, Fall 9 - Band 94, Fall 1) basiert auf dem realen Nakano-Gymnasium im gleichnamigen Stadtteil, in dem auch Gosho Aoyama selbst früher lebte.
      Das "Danny's", das Conan, Amuro und die Detective Boys in File 998 (Band 94, Fall 6) aufsuchen, ist in Realität das "Denny's" in Naban-chō, einem Viertel des Stadtteils Chiyoda-ku.


      Anime

      ScreenshotRealitätAnmerkungen
      Der Bahnhof Beika beruht im Anime und den Filmen von Detektiv Conan, sowie in der OVA Play it again (basiert auf Goshos One Shot Noch einmal jung) auf dem Bahnhof Shin-Okubo im Viertel Hyakunin-chō des Stadtteils Shinjuku.
      Der Der Abfahrtsort des unglückseligen Busses im Busentführungsfall (Episode 130 - 131, Episode 249 - 250 im deutschsprachigen Raum) ist das Shinjuku Central Office (新宿支所庁舎). Auch der Bus ist von Farbgebung und Aussehen her eines der Modelle der Linie Shinjuku.



      Ungefährer Schauplatz der Geschichte (Manga)

      Beika City (米花市, Beika-shi) ist der fiktive Stadtteil von Tokyo, in dem im Manga von Detektiv Conan sowohl das gleichnamige Stadtviertel Beika (米花町, Beika-chō, manchmal auch als seine Transkription "Baker" bezeichnet), als auch das Viertel Haido (杯戸町, Haido-chō, auch als "Hyde" bekannt) liegen. Geht man ausschließlich nach den Indizien im Manga, liegt Beika City grob im/auf dem Treffpunkt der drei Stadtteile Minato, Shibuya und Shinagawa. Diese Eingrenzung basiert auf folgenden Indizien:
      • Der Tokyo Tower (manchmal auch Tōto Tower genannt) befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Beika und Haido (siehe unter anderem File 36 und 37 (Band 4, Fall 7 und 8), File 156 und 157 (Band 16, Fall 6 und 7)), der sich selbst im Viertel Shiba des bereits erwähnten Stadtteils Minato befindet. In File 985 und 986 (Band 93, Fall 4 und 5) wird diese Nähe präzisiert, indem klar wird, dass sich in der Nachbarschaft der Detektei Mori eine Kirche befindet, deren Glockenklang in einem Kilometer Entfernung noch von Eri Kisaki in ihrem Versteck gehört werden kann. Conan, Kogoro und Ran begeben sich anschließend zum Tempel Zōjō-ji direkt neben dem Tower, an dem Conan einen Fußball gegen die Glocke des Shorodo (der kleine Pavillon vor dem Tempel) tritt, deren Klang Eri in einer Entfernung von etwa 340 Metern noch hören kann. Durch die Schnittpunkte der beiden gedachten Kreise um Kirche und Shorodo kann das Trio den Aufenthaltsort von Eri auf zwei Stadtviertel begrenzen.



        Der Erkenntnisgewinn hier ist, dass sich die Kirche und somit vermutlich auch die Detektei Mori innerhalb eines großzügigen Radius von 1,34 Kilometern um das Shorodo herum befinden müssten (siehe grüner Kreis auf der Karte). Nimmt man die schematischen Darstellungen der Relationen von Tokyo Tower, Zōjō-ji, Kirche und Detektei innerhalb der Gedanken der Charaktere genau, wären Kirche samt Detektei (und somit Beika) irgendwo vage im Westen, Süden oder Südwesten zu verorten, was sich mit den folgenden Indizien deckt.



      • In File 876 bis 878 lädt Masumi Sera nach der Schule ihre Freunde Ran Mori, Sonoko Suzuki und Conan Edogawa in das 50-stöckige Hotel ein, in dem sie gerade lebt. Rans Blick aus dem Fenster mit der gut erkennbaren Szenerie der Wolkenkratzer von Shibuya mit dem Yoyogi-Park und Nishi-Shinjuku im Hintergrund legen durch Entfernung und Perspektive zusammen mit der Natur des Hotels nahe, dass Masumi und die Schwester von außerhalb des Territoriums eines der Luxus-Wolkenkratzerhotels im Yebisu Garden Place in Ebisu bewohnen. Bezeichnenderweise bestellt Hiura Keigo, der ebenfalls in dem Gebäude übernachtet, Essen bei „Beika Sushi“.


        Die größeren Gebäude von links sind das Shibuya Mark City (der Block); der Wolkenkratzer daneben, direkt links von Rans Kopf, ist das Cerulean Tower Tokyu Hotel; das Bauwerk mit dem schrägen Dach unten rechts davor, ebenfalls noch links von Ran, ist die Sonderschule Shibuya; rechts neben Rans Kinn erkennt man Shinjuku-kôen (der Park, samt den Nishi-Shinjuku-Wolkenkratzern hinter diesem - teilweise ist sogar der dreistufige Wolkenkratzerkomplex der Verwaltungsgebäude zu erkennen, sieht man genau hin) und zwischen Ran und ihrer Sprechblase befindet sich der Tower beim Hauptbahnhof Shibuya.


      • In File 879 bis 881 begeben sich Conan und die Detective Boys offenbar von Beika aus direkt zu Fuß zur - auch in Wirklichkeit existierenden - Ebisu-Brücke, die im gleichnamigen Viertel Ebisu über den ebenso gleichnamigen Ebisu-Fluss des Stadtteils Shibuya führt. Die Implikation ist, dass die Ebisu-Brücke sich in der Nähe Beikas zu befinden scheint. Die Brücke befindet sich unmittelbar östlich des Bahnhofs Ebisu (der auf der obigen Karte zu erkennen ist).



      • Bei der Bahnstrecke, auf welcher (unter anderem) auch der Bahnhof Ebisu liegt, handelt es sich wiederum um einen Abschnitt der realen Shōnan-Shinjuku-Linie (auch Teil der Yamanote-Linie). Laut File 998 (Band 94, Kapitel 6) befindet sich der Bahnhof Beika auf der Shōnan-Shinjuku-Linie zwischen Bahnhof Shinjuku und Bahnhof Yokohama. Zwischen diesen beiden Stationen befinden sich in der Wirklichkeit die Bahnhöfe Shibuya, Ebisu, Ōsaki, Nishi-Ōi, Musashi-Kosugi und Shin-Kawasaki. Nimmt man nun die letzten beiden Bahnhöfe aus der Abfolge heraus (der Tokyoter Streckenabschnitt endet ab Nishi-Ōi im Stadtteil Shinagawa), müsste sich der Bahnhof Beika irgendwo auf der violett markierten Linie auf der Karte weiter unten (siehe "Karte") befinden.



      • In File 994 (Band 94, Fall 2) begibt Ran Mori sich in den „Beika-Buchladen“, der dem markanten Logo mit dem Kanji „本“ nach zu urteilen zur (realen) japanischen Ladenkette Keibundō Shoten gehört, um einen Reiseführer für Kyoto zu kaufen. Tatsächlich gibt es in der Gegend der westlichen Tokyo Bay, in der Detektiv Conan zu spielen scheint, eine Filiale von Keibundō - im ersten Block des Viertels Dogenzaka in Shibuya, nicht weit von Ebisu und Sendagaya entfernt.

      • Das Beika-Aquarium beruht von seinem äußeren wie inneren Aussehen, sowie seiner Umgebung her praktisch 1:1 auf dem realen Epson Aqua Park Shinagawa. Dieser wurde auf der Karte weiter unten als "Beika-Aquarium" vermerkt.

        Eigenes Fazit

        Alle diese Punkte und Bezüge setzen Beika immer wieder in ein geographisches Dreieck, das in etwa zwischen den Punkten Minato (speziell der Shiba-Park und dessen Umgebung), Shibuya (vor allem das Viertel Ebisu) und dem nördlichen Ausläufer Shinagawas liegt. Interessenhalber habe ich zwischendurch die Karte der Stadtteile der westlichen Bucht von Tokyo, bei der ich teilweise bestätigte Orte aus Detektiv Conan eingesetzt hatte, der Karte von Beika, die Gosho Aoyama für die Super Digest Books gezeichnet hatte, gegenübergestellt (es gibt zwar noch weitere, aber die sind, soweit ich weiß, nicht direkt von ihm und widersprechen sich teilweise mit dieser Karte).



        Die Karte aus dem Digest Book hab ich um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht... Obwohl die Karte natürlich stark abstrahiert und stilisiert ist und viele Orte wie das Haus der Familie Kudo und Professor Agasas Labor sehr wahrscheinlich komplett erfunden (oder Kombinationen von Elementen verschiedener realer Gebäude) sind, glaube ich, kann man nun doch relativ sicher sagen, auf welcher Gegend Beika vom Grundriss her beruht. :D

        Der Stadtteil entspräche damit einer Gegend, die im Norden vom Tokyo Tower, im Westen von der Tokyo Bay, im Süden vom Meguro-Fluss und im Westen von der Shōnan-Shinjuku-Linie begrenzt wird.

        Ungefährer Schauplatz der Geschichte (Animeserie & Filme)

        Beika

        Beika City (米花市, Beika-shi) ist der fiktive Stadtteil von Tokyo, in dem in der Animeversion von Detektiv Conan sowohl das gleichnamige Stadtviertel Beika (manchmal auch "Baker" genannt), als auch das Viertel Haido (auch als "Hyde" bekannt) liegen. Geht man ausschließlich nach den Indizien in den Anime-Episoden-, -Specials und -Filmen, liegt Beika City ziemlich zentral innerhalb des Stadtteils Shinjuku-ku und ist wahrscheinlich mindestens grob deckungsgleich mit den Stadtvierteln Hyakunin und/oder Okubo. Diese Eingrenzung basiert auf folgenden Indizien:
        • Die sogenannte "Tōto-Linie" aus den Filmen beruht beinahe 1:1 auf der realen Yamanote-Linie. Erstere soll Beika praktisch vollständig umschließen, was in der Realität unter anderem auch Shinjuku entsprechen würde. Auf der Tōto-Linie liegt der Bahnhof Beika in etwa an der Position, an welcher im wirklichen Leben der Bahnhof Shin-Okubo des gleichnamigen Stadtviertels Okubo (der selber allerdings im benachbarten Viertel Hyakunin steht) zu finden ist. Dies wird dadurch bekräftigt, dass der Folgebahnhof von Beika die Shimodababa Station (下田馬場駅) ist, bei welcher es sich um eine Verballhornung der Takadanobaba Station (高田馬場駅) handelt, die tatsächlich dem Bahnhof Shin-Okubo folgt. Zusätzlich gestützt wird diese Analogie durch das fast identische Aussehen beider Bahnhöfe.
        • Das Anime-exklusive Aussehen des Beika-Park (siehe u.a. Episode 631) scheint sich stark am realen Shinjuku Central Park mit seiner markanten Blumenuhr und dem Spielplatz zu orientieren und der Bus im Entführungsfall ist ein Modell der Shinjuku-Linie, der im zentralen Busbahnhof des Stadtteils seine Route startet.
        • Laut einem Beitrag, den ich fand, sind die Autokennzeichen im Anime von Detektiv Conan fiktionalisierte Kennzeichen von Shinjuku-ku. Leider folgte keinerlei weitere Erklärung oder Bildmaterial - hier muss ich noch Materialrecherche betreiben. Allerdings könnte es auch auf die Kennzeichen der Busse aus dem vorherigen Punkt bezogen gewesen sein.

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      Kaito Kid

      Reale Orte und Gebäude als Vorlage

      Manga

      MangazeichnungRealitätAnmerkungen
      Die Kreuzung aus Kapitel 1, über welche sich die Polizei-Helikopter hinwegbewegen, ist die Kreuzung im 4. Block von Ginza mit Blickrichtung Südosten, am deutlichsten erkennbar am Fujiya Store auf der linken Seite.

      Foto-Quelle: Panoramio - Photo of Fujiya and Sony Buildings - Ginza - Tokyo
      Der markante Turm des Ekoda-Museums in Kapitel 16 beruht auf dem realen Turm des Honcho im Stadtteil Naka-ku von Yokohama, der sogenannte "Jack's Tower".


      Noch zu identifizieren:
      • Akako Koizumis Haus (vermutlich selbe Vorlage wie das Haus der Familie Kudo (siehe Omake aus Band 5); Kapitel 6, 10, 17 und 36)
      • Aoko Nakamoris Haus (Kapitel 12)
      • Hotel Minato (der Name ist unzweifelhaft; aber dort gibt es kein solches Gebäude - wo steht also das Original?; Kapitel 22)
      • Hotel Ocean (laut Kommissar Nakamori "abgelegen zwischen Tokyo und Chiba"?; Kapitel 25 - 26)
      • Kaito Kurobas Haus, erstes Design (Kapitel 19)
      • Kaito Kurobas Haus, zweites Design (übernimmt das Design aus Magic Kaito 1412, daher sicherlich selbe Vorlage; Kapitel 30+)
      • ...


      Magic Kaito: Kid the Phantom Thief

      ScreenshotRealitätAnmerkungen

      "Studio AITA" ist eine Verballhornung des realen Studio ALTA in Shinjuku.

      Das "Tokyo City Museum", welches die Ono Bank aus dem Manga ersetzt, orientiert sich bei seiner Architektur offenbar grob am Aussehen des Mori Art Museum im Viertel Roppongi des Stadtteils Minato.


      Noch zu identifizieren:
      • Ekoda-Oberschule
      • ...


      Magic Kaito 1412

      ScreenshotRealitätAnmerkungen

      Die Ekoda-Oberschule beruht in dieser Adaption samt ihrer Nachbarschaft und der Straßenführung nahezu 1:1 auf der realen Tokyo Metropolitan Senior High School of Fine Arts, Performing Arts and Classical Music (東京都立総合芸術高等学校, Tōkyō Metropolitan Sōgō Geijutsu High School) im Viertel Tomihisa-chō des Stadtteils Shinjuku in Tokyo, nicht weit von Okubo entfernt. Möglicherweise hat hier einer der Setting
      Designer seine ehemalige Kunstschule verewigt.

      Noch einmal die Ekoda-Oberschuler und die Sōgō Geijutsu-Oberschule im Vergleich - dieses Mal der Haupteingang beider.


      Ungefährer Schauplatz der Geschichte (Manga)

      Ekoda

      Bei dem "Ekoda" in Kaito Kid - das auch genauso geschrieben wird wie das reale Ekoda (江古田) im Stadtteil Nakano von Tokyo (samt seinen Randgebieten in Nerima), in denen Gosho Aoyama lange Zeit lebte - scheint es sich tatsächlich um ein und dasselbe Stadtviertel und seine Umgebung zu handeln wie in Realität. Die Lösung wäre damit einfacher gewesen als gedacht. Ich bin durch ein zweiseitiges Panel in Yaiba darübergestolpert, in dem Yaiba Kurogane und Sayaka Mine von der Ekoda-Oberschule aus, die sie mittlerweile besucht, gen Himmel starten und man einen ziemlich guten Blick auf die Stadtlandschaft unter ihnen erhaschen kann:



      Er muss verflucht lange an diesem Bild gearbeitet haben. Das ist nur die rechte Hälfte. XD

      Auffallend war für mich - wie an den Markierungen ersichtlich - dass man hier einen Teil der tatsächlichen Umgebung von Ekoda sieht und weiter oben im Bild zweifelsfrei die reale Ekoda Station erkennen kann (die markante Architektur mit den "Rampen", der Grundriss und, wenn man ganz genau hinsieht, der kleine Nordeingang mit dem Satteldach sind unverkennbar), in deren unmittelbarer Nähe Gosho in den Achtzigern laut eigener Aussage lebte und die außerdem nahe an seiner Universität war (dem Fachbereich für Kunst auf dem Ekoda-Campus - lustigerweise wäre der direkt oben rechts auf der anderen Seite der Gleise, ist aber von den Wolken verdeckt).

      Anhand des Nordeinganges und des Grundrisses des Bahnhofes lässt sich schnell schlussfolgern, dass der Blick auf die Szenerie von Norden erfolgt; links kann man teilweise die Hauptstraße von Asahigaoka erkennen und auch der Gleisverlauf der Seibu Ikebukuro-Linie ist ganz gut zu deuten. Die Ekoda-Oberschule läge demnach irgendwo in einem der Blöcke nahe der Gleise des Stadtviertels Sakae-chō. Lustigerweise befinden sich an genau der Stelle, wo sie im Panel steht, in Realität aber nichts weiter als ein paar kleinere Läden. Ich vermute mal, dass Gosho ein Referenzbild mit einer Luftaufnahme der Gegend hatte und die Schule dort eingesetzt hat, wo sie gerade als Startpunkt für die Flugroute der Charaktere kompositorisch am ehesten Sinn machte.

      Zu guter Letzt gebe ich zu, dass man darüber streiten kann, ob das auch für die Ekoda-Oberschule aus Kaito Kid gilt, da das Bild nicht einmal aus dieser Serie ist - selbe Schule hin oder her. Allerdings ist es nunmal die präziseste Eingrenzung ihres Standortes in allen Manga von Gosho Aoyama.

      Ono

      Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

      Die erste ist, dass die Antwort vermutlich weit einfacher als bisher gedacht sein könnte: Es ist wahrscheinlich garkein fiktiver Stadtteil, sondern einfach ein Platzhalterbegriff für Orts-, Einrichtungs- und Firmenbezeichnungen aus Tokyo in Kaito Kid - womit es in etwa die gleiche Funktion erfüllt wie das "Tôto" in Detektiv Conan. Ich hatte ja schon einmal angesprochen, wie arg generisch Ono (小野 = wohl etwa "kleines Feld") wirkt - es ist ein extrem häufiger Ortsname in Japan, exakt mit diesen Kanji (noch häufiger, wenn man weitere Schreibweisen dazunimmt), ähnlich generisch wie "Springfield" in Die Simpsons.

      Dazu fiel mir auf, dass immer absolut generische Einrichtungen, wie sie gerade für den Plot benötigt wurden, diesen Namen trugen. Vor allem scheint die "Ono Bank" im allerersten Kapitel eine fiktionalisierte Version der "Tokyo Bank" (bzw. Bank of Tokyo) zu sein, die damals noch einen sehr ähnlichen Wolkenkratzer in Chûô besaßen (also genau dem Stadtteil, über dem die Helikopter auf dem Weg zur Bank hinwegfliegen) und Kaito Kuroba liest regelmäßig die ebenso generische Zeitung "Ono Shimbun", das offenbar eine pauschale Parodie auf die großen Zeitungen Mainichi Shimbun, Yomiuri Shimbun, etc. sein könnte, die natürlich alle in Tokyo ihren Hauptsitz haben und Regionalausgaben verlegen.

      Interessanterweise kam der Begriff "Ono" ewig nicht mehr vor, dafür hatten wir in den jüngsten Kaito Kid-Kapiteln die "Tôto Buddha Exhibition", was bedeuten könnte, dass Gosho Aoyama es mittlerweile durch das Tôto aus Detektiv Conan ersetzt hat.

      Die zweite Möglichkeit:

      Ono (小野, "kleines Feld") ist eine Verballhornung von Nakano (中野, "mittleres Feld") und entspricht einem fiktiven Stadtteil Tokyos auf dem Grenzbereich der Stadtteile Nakano und Nerima beim Viertel Ekoda, ähnlich wie Beika offenbar grob ein Gebiet auf dem Treffpunkt von Minato, Shibuya und Shinagawa einnimmt (Näheres dort). Dazu gibt es im Manga bisher jedoch keinerlei weitere Indizien, außer dass Ekoda eben in Nakano und direkt an der Grenze zu Nerima liegt, in dem sich der dazugehörige Bahnhof Ekoda befindet.

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      Neu

      Yaiba

      Ungefährer Schauplatz der Geschichte (Manga)

      Eventuelle Spoiler für alle, die Yaiba noch nicht gelesen haben.

      Spoiler anzeigen
      Yaoya (八百八町, Yaoya-chō, „Stadtviertel 808“) ist ein erneut fiktiver Stadtteil, der eine große Rolle in Yaiba spielt und in welchem sich das Anwesen der Familie Mine befindet, das auch in Kaito Kid, Kapitel 18 (Band 3, Kapitel 5) und Detektiv Conan Original Video Animation 1 vorkam.

      • Yaoya ist die von Gosho Aoyama als Furigana angegebene Lesung, allerdings spricht es sich wohl eigentlich Yakuya und war ein Spitzname für das historische Edo im Sinne von "808 Blöcke". Yaoya in Yaiba ist ein sehr traditionelles Viertel mit einer Architektur, die direkt an jene des alten Edo angelehnt ist, was zu dem Stil der Serie mit Kendōkämpfen, traditionellen Kleidungsstücken und gelebter japanischer Mythologie passt. Das frühere Edo entspricht heute dem Stadtteil Chiyoda, speziell dem Bereich, der sich innerhalb und rings um die Burg Edo befindet. Auch der Kaiserpalast steht in der Realität in diesem Bereich und im Manga unweit des Anwesens.

      • Das japanische Parlament (Kokkai), das in Nagata-chō (ebenfalls in Chiyoda) steht, scheint sich in unmittelbarer Nähe des Viertels und unweit des Anwesens der Familie Mine zu befinden. Takeshi Onimaru unterzieht die japanische Regierung einer Gehirnwäsche und lässt das Kokkai nach seinem Gutdünken umrenovieren. Yaiba Kurogane blickt im Laufe des Onimaru Arcs zweimal zum Kokkai herüber, dessen Hauptportal nach Nordosten zeigt (siehe Totenschädel links) - zusammen mit der ungefähren Entfernung befände sich das Anwesen der Familie Mine damit irgendwo in West-Chiyoda, zwischen Kaiserpalast im Osten und der Grenze zu Shinjuku im Westen. Passenderweise sind auch die Wolkenkratzer von Nishi-Shinjuku desöfteren im Hintergrund des Manga zu sehen, die tatsächlich von West-Chiyoda aus sichtbar sind.



      • Ebenso wird im Zuge der schulischen Kendō-Wettkämpfe mindestens einmal das Tokyo Budōkan aufgesucht, das sich ebenfalls in Chiyoda befindet.

      • Sayaka, Namako-Otoko und Gerozaimon Geroda steigen in Kapitel 42 (Band 5, Kapitel 3) am Bahnhof Tokyo aus und schleichen innerhalb kürzester Zeit von dort aus, an Onimarus Untergebenen vorbei, zu Fuß bis zum Anwesen der Mine. Der Bahnof befindet sich im Stadtviertel Marunouchi in... richtig, Chiyoda. Auch Marunouchi liegt nahe am Kaiserpalast.



      • Minato, speziell der Tokyo Tower, spielt ebenfalls eine häufigere Rolle im Manga und scheint sich unweit von Yaoya zu befinden. Auch Minato grenzt direkt südlich an Chiyoda und der Turm befindet sich in der Nähe der Grenze beider Stadtteile.

      • In einer Geschichte stolpert Yaiba Kurogane versehentlich durch ein Zeitportal in einem Wandschrank des Anwesens der Mine (ja, Yaiba ist so eine Art Manga. :D) und landet dadurch mitten im alten Edo, von wo aus er am Ende wieder nach Yaoya zurückkehrt, was erneut für eine Überschneidung zwischen dem Yaoya in Yaiba und dem ehemaligen Edo (also dem Kern des heutigen Chiyoda) sprechen könnte.



      Updates

      • 14. Januar 2018: Lauter neue Sachen ergänzt (vor allem Gebäudereferenzen für Goshos Zeichnungen und der Vergleich mit der Karte aus den Super Digest Books); Aufteilung in drei Beiträge, der Übersichtlichkeit und leichteren Bearbeitung wegen