Welchen Film zuletzt im Kino gesehen/ welche Serie zuletzt beendet?

      Welchen Film zuletzt im Kino gesehen/ welche Serie zuletzt beendet?

      Welchen Film habt ihr zuletzt im Kino gesehen und wie fandet ihr ihn?

      Oder alternativ: Welche Serie/ Staffel einer Serie habt ihr zuletzt beendet und wie fandet ihr sie?




      Ich habe mir vor ein paar Tagen "Interstellar" im Kino angesehen.
      Mir hat der Film ganz gut gefallen. Ich hatte danach den Film noch mit einem Physik-Studenten durchgesprochen um halbwegs einschätzen zu können, inwieweit an den Naturwissenschaften gedreht wurde. Anscheinend wurde doch recht wenig zurechtgebogen.
      Beeindruckt fand ich die Bildgewalt, in der Hinsicht hat sich der Kinobesuch wirklich gelohnt.
      Gastauftritt:
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      Überrascht war ich vom Auftritt Matt Damons, wusste vorher gar nicht, dass er auch mit von der Partie ist.

      Zu den Charakteren und Plot
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      Vom Sohn des Protagonisten war ich ein bisschen enttäuscht, was seine Charakterentwicklung angeht. Meiner Meinung nach hätte man ihn auch rauslassen können und seine Screentime für die Tochter investieren können. Mit dem Ziel, ihren Charakter etwas stärker zu verdichten.
      Die Story hat mich an einigen Stellen wirklich tief berührt. Als der Protagonist kurz vor Ende des Films in diese fünfte Dimension (?) kommt, also zwischen die Bücherregale und versucht mit seiner Tochter zu kommunizieren, es aber nicht funktioniert... Da war man schon froh, dass es letztlich ein Happy end war ^^

      There are three things all wise men fear: the sea in storm, a night with no moon, and the anger of a gentle man.

      ― Patrick Rothfuss, The Wise Man's Fear

      Der letzte Kinofilm den ich gesehen habe war ebenfalls Interstellar.
      Hat mir echt gut gefallen und durchaus das Potenzial zum Film des Jahres zu werden

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      Ähnlich wie du konnte ich die Haltung des Sohnes im Erwachsenenalter kaum mehr nachvollziehen. Jessica Chastain's Charakter dagegen war 1A! Schön zu sehen wie groß (berechtigterweise) sie in den letzten 3 Jahren geworden ist. Matt Damon hätte es zwar nicht gebraucht, denke etliche kleinere Schauspieler hätten es auch getan, aber die Rolle an sicht war echt gut. Glaube du solltest das aber in Spoilertags setzen, da ich für meinen Teil ziemlich überrascht war, dass er mitspielt. Ich hatte mich im voraus nicht gespoilert und wusste sehr wenig über den Film und war daher von der Bildgewalt regelrecht erschlagen. Kam glaube ich in den letzten Jahren nicht mehr so geflasht aus dem Kino. Hab teilweise den Atem angehalten, weil mich die Geschichte teilweise so in ihren Bann gezogen hat. Nachdem Cooper von diesem Wasserplaneten kommt und rund 27 Jahre vergangen sind musste ich bei den Videos seiner Kinder doch erstmal richtig schlucken. Kann auch nicht leugnen, dass ich gerade gegen Ende hin durchaus das ein oder andere Tränchen verdrückt habe. Umso mehr Kredit muss ich dem Film dafür geben :P


      Serienmäßig hab ich als letztes einen Re-Run von Steins;Gate und Cowboy Bebop gemacht, welche zu meinen absoluten Lieblingsanime gehören. Neben Conan versteht sich :D

      Jeder der Steins;Gate noch nicht gesehen hat und einigermaßen Interesse an Science-Fiction und Zeitreisen hat sollte direkt anfangen zu schauen! Zu Cowboy Bebop muss ich wohl nicht viel sagen :P
      No matter what, my heart will be forever yours and I will fight until the day I see you again.
      Die letzte Serie, die ich fertiggeschaut habe (zum fünften Mal mindestens) ist die englische BBC Serie Sherlock.

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      Die ganze Serie spielt im 21. Jahrhundert, Sherlock Holmes, Dr Watson und alle anderen wurden in diese Zeit versetzt. Die Serie besteht aus drei Staffeln zu je drei eineinhalbstündigen Folgen, die auf den Originalromanen und Kurzgeschichten von sir Arthur Conan Doyle basieren. Ich mag die Charakterdarstellung von Sherlock, John, Jim Moriarty und Mary, die erst in der dritten Staffel auftaucht, sehr gerne, insbesondere die Tatsache, dass sie alle ihre Schwächen und Probleme haben.

      Ganz abgesehen davon sind die Fälle sehr spannend und wer auch immer die Folgen geschnitten hat, verdient einen Orden dafür.
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      Was ist?
      Oh, ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

      Seht ihr?
      Komme grade aus dem letzten Teil der Hobbit Reihe.

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      Also sie haben es nicht vermasselt. Das ist schon mal gut.
      Er reicht aber meines Erachtens nicht an den dritten Teil von Herr der Ringe heran.
      Mir gefiel allgemein das Thema um das Gold und wie die Gier, die "Drachenkrankheit" hier von Thorin Besitz ergriff.
      Der Anfang mit Smaug und wie er besiegt wurde hat mir gut gefallen. Sie war auch die einzige Sequenz wo sich das 3 D meiner Meinung nach gelohnt hat. Schön, wie Smaug dann auf den geldgierigen Bürgermeister fällt..xD
      Der Vater von Legolas spielte gut, denn er war mir wie immer unsympatisch. Nur den Elch, auf den er ritt, fand ich toll, ich bin nunmal ein Elchfreund. xD
      Für Legolas wurde auch eine Alibigeschichte enthüllt, damit man irgendwie sein auftauchen in der Reihe rechtfertigen kann. Konnte ihm deswegen aber immer noch nichts abgewinnen. Ihm gebührten meiner Meinung nach die lächerlichsten Szenen mit. Als er sich z. B. an eine Fledermaus hing, oder sich über die zusammenfallenden Stufen rettete. Kam mir ab und an wie in einem Computerspiel vor und gefiel mir nicht.
      Seltsamerweise konnte mir auch der Tod des netten kleinen Zwerges und die Tränen von Tauriel, bei mir selber keine entlocken. Ich bin sonst schon eher am Wasser gebaut, aber irgendwie hat es mich nicht so erreicht.
      Schön waren die seltenen Worte und Szenen mit Christopher Lee. Wer weiß wann man ihn als Schauspieler denn wiedersehen darf. In seinem Alter ist das alles ja nicht so selbstverständlich.
      Was mich ein wenig enttäuscht hat, war das die Adler wieder zum Schluss kamen. In Herr der Ringe war das ja noch überraschend und eine der tollsten Szenen für mich.
      Deswegen hoffte ich auch, das im Hobbit am Ende sie nicht wieder auftauchen würden, weil es einfach schon mal da war.
      Eindeutiger Gewinner der ganzen Hobbit Reihe ist Martin Freeman, den ich mir in Herr der Ringe auch schon gewünscht hätte, dann wäre mir Frodo erspart geblieben. Aber naja, man kann nicht alles haben.
      Amüsant war auch das Ende, als Bilbo zurück kehrt und man gerade sein Hab und Gut versteigert..xD
      Naja, und dann die angedeutete Problematik mit dem Ring.
      Doch nach der Vorstellung haben meine Mitseher und ich uns noch etwas gefragt:
      Wo ist bitteschön der Arkenstein geblieben? Erst wird ein Aufstand gemacht und dann war er weder gehört noch gesehen. Vielleicht weiß da einer von euch draußen wie das irgendwie zusammenhängt und wir evtl. was übersehen haben.

      Aber alles in allem war der Film sein Geld wert und ich habe mich gut unterhalten. ^^

      The truth is still out there!!!
      Endlich auch mal Interstellar.

      Ich fand ihn wirklich vor allem was die Bilder anging toll, hier und da erinnerte er mich sogar an 2001. Auch Matthew McConaughey und Jessica Chastain haben ihre Rollen großartig gespielt. Insgesamt war mir der Film aber etwas zu pathetisch und die Story war leider doch recht vorhersehbar.

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      Insgesamt haben mich viele Kleinigkeiten gestört, z.B. die klischeehafte Darstellung des amerikanischen Farmers, obwohl es vermutlich gewollt war oder dass der Sohn der Familie so blass blieb, dass er im Prinzip überflüssig war, was ja auch mehrmals erwähnt wurde. Abgesehen davon, ging es mir etwas zu schnell, dass die Menschen plötzlich alle ganz begeistert für die Raumfahrt sind bzw. so schnell in der Kolonie Fuß fassen und dort Raumschiffe im Star Wars Style verkehren, obwohl vor einigen Jahren das Thema Raumfahrt komplett Geschichte war, mal abgesehen davon dass ein Pilot nach all den Jahren einfach so wieder reaktiviert werden kann, aber das ist jetzt natürlich schon sehr spitzfindig, zumal es vermutlich noch Leute gab, die anders dachten (Allerdings hätte ich davon gerne mehr gesehen). :D Liegt wohl auch daran, dass mein Vater als Physiker neben mir saß und mir allerlei nette Kommentare dazwischengeworfen hat, z.B. dass man auf einem Planet mit einer so hohen Gravitation in der 7 Jahre eine Stunde sind nicht einmal seine Muskeln bewegen könnte oder dass man in einem schwarzen Loch im Prinzip unendlich lange stirbt, weil die Zeit unendlich langsam vergeht. Nett.


      Trotz allem hat mir der Film wirklich gut gefallen und wird mir mit vielen beeindruckenden Momenten in Erinnerung bleiben. ^^
      Pathos hatte der Film natürlich, das hat jeder Nolan-Film zu einem gewissen Grad. Insgesamt fand ich die optimistische Stimmung des Films aber sehr angenehm. Aber als vorhersehbar empfand ich eigentlich gar nicht. :O Ich hab zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl gehabt, zu wissen, wo der Film hinsteuert,
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      außer dass ich mir sofort gedacht hab, dass Matt Damon lügt.

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      Ich hab zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl gehabt, zu wissen, wo der Film hinsteuert,


      Naja wirklich sicher war ich nicht, aber ich habe relativ früh vermutet, dass er selbst diese Signale an seine Tochter schickt und hatte dann eine grobe Ahnung, dass es vermutlich an Murph ist, die Lage zu retten. Bei Dr. Mann hatte ich auch so ein Gefühl, dass er lügt, wobei ich die Stelle trotzdem krass fand, als er Coop plötzlich angegriffen hat. So schlimm finde ich das mit dem Pathos auch nicht, allerdings hatte ich (vermutlich unklugerweise) einen Tag vorher 2001 gesehen, wo mich vor allem diese Stille, die über allem liegt, fasziniert hat - an sich bin ich aber wirklich ein großer Fan Nolans Art zu erzählen, weshalb ich es dem Film verzeihe. :D
      War heute auch endlich mal in Mockingjay Teil 1.

      Leider hab ich es nicht mehr geschafft, das Buch nochmal zu lesen, weshalb ich nicht sagen kann, wie treu der Film dem Buch geblieben ist (oder eher dem halben Buch), unangenehme Überraschungen waren aber eigentlich nicht dabei. Ich finde die Panem-Verfilmungen generell sehr gelungen, weshalb es auch hier nicht groß etwas zu meckern gibt. Wie immer war der Film sehr spannend und bildgewaltig inszeniert, obwohl ich finde, dass die ersten beiden Filme mit den Spielen eine bessere Spannungskurve hatten, während hier eher viele kleinere Höhepunkte auf den Film verteilt waren und man so ein bisschen das Gefühl hatte, man hangelt sich ohne größeres Ziel von einem zum nächsten (lag vermutlich auch daran, dass man wusste, dass das eigentliche Finale erst im 2. Teil kommt).

      Besonders loben muss ich wieder die Darstellung von Katniss. Ich finde, Jennifer Lawrence macht immer noch einen sehr guten Job und schafft es sie als eine unfassbar menschliche Heldin darzustellen. Bei ihr habe ich wirklich das Gefühl, sie leidet und zerbricht an dieser Revolution und ist am Ende wahrscheinlich ein völlig traumatisiertes seelisches Wrack - etwas, was natürlich nicht sonderlich schön ist, aber nun mal realistischer als all die Helden, die mit einem hippen Spruch das Schlachtfeld verlassen und ihrem Happy End entgegenstolzieren.

      Mit den anderen Charakteren bin ich eigentlich auch sehr zufrieden, außer dass ich es etwas vermisse, dass der normalen Bevölkerung des Kapitols bzw. der reicheren Distrikte etwas mehr Tiefe verliehen wird, da sie bis auf ein paar Ausnahmen wahnsinnig blass bleiben. Sonst hab ich mich sehr gefreut, alte Bekannte wie Effi oder Haymitch wiederzusehen. :D
      Ich habe gestern die zweite Staffel der englischen Serie "The Fall" zu ende gesehen.
      Gillian Anderson spielt wieder sehr gut, ich halte sie, nicht nur wegen meiner Vorliebe für Akte X, für eine der besten Darstellerinnen, die es z. Z so gibt. Das sieht man hier vor allem in der Verhörszene mit dem Killer. Die ist sehr brilliant gemacht. Wegen ihr werde ich wohl auch Hannibal weiter verfolgen.
      Diese Staffel wäre ein gutes Ende für die Serie gewesen. Man kann den Cliffhänger jetzt deswegen kritisch sehen und wohl anmerken, das aufgrund des Erfolges wahrscheinlich eine dritte Staffel nicht ausbleiben wird. (Wobei ich das ja auch mal von Utopia dachte, und da gehts ja leider nicht weiter.)
      Auch Jamie Dorhan hat seine Rolle als Psychopathischer Frauenkiller gut gemeistert.
      Jedenfalls ist die zweite Staffel noch besser und spannender als die erste.
      Ich persönlich finde jetzt den Cliffhänger deswegen auch nicht so tragisch, frage mich nur wie sie die Geschichte dann wohl weitergehen lassen werden für nochmal 6 Folgen.
      Kann aber für die gesamte Serie nur meine Empfehlung aussprechen.

      The truth is still out there!!!
      So war endlich im Hobbit. Musste etwas warten, damit ich auch in die OV komme :D
      Naja was soll man sagen. Es war kein schlechter Film, aber er kommt an keinen der Herr der Ringe Teile dran.
      Wobei das auch wirklich schwer ist, wenn man bedenkt, dass es sich dabei mit um die beste Filmreihe aller Zeiten handelt.^^
      Fernabdavon war der Film aber mit zu viel CGI vollgestopft. Was bei den vorigen Teilen schon viel war, wird hier eben durch die riesige und lange Schlacht noch mehr.
      Klar kann man eine Schlacht nicht mit 20000 Statisten darstellen, aber wenigsten die "Hauptgegner", namentlich Azog und Bolg, hätte man wohl in die Maske packen können. :/
      Zumal das CGI doch immer noch schweineteuer ist. Hat mich auch schon bei den vorigen Hobbit-Teilen gestört.
      Da der Cast aber wirklich ziemlich stark ist, kann ich über solche und weitere, auch storytechnische Aspekte durchaus hinweg sehen, wobei ich mir einige Dinge im Kinocut gewünscht hätte:
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      Thorins Beerdigung und die Beigaben von Bard und Thranduil (Arkenstone), Balins Reise nach Beutelsend zu Bilbo, Beorn der im Buch die Schlacht rumreist (nicht nur ein 10 Sekunden Schnitt), Bards Krönung zum König von Dale etc.


      Ich kann die Sachen aber verschmerzen, da ja schon ein 30 Minuten längerer Extended Cut angekündigt wurde und ich denke, dass der Großteil dort drin sein wird.

      Mein Highlight:
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      War ganz klar der Kampf in Dol Guldur zwischen den Wraiths und Saruman und Elrond. Es war cool choreographiert und Saruman hat echt alles gegeben. Als Herr der Ringe-Kenner hat man natürlich direkt den Verdacht, dass Saruman hier langsam auf die dunkle Seite überlaufen wird.
      Und Christopher Lees „Leave Sauron to me“ war ein absoluter Gänsehautmoment.


      Legolas und Tauriel sowie die Liebesgeschichte haben mich eigentlich gar nicht gestört.
      Viele werden sich wohl über ein Detail aufregen:

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      Im Buch sterben Kili und Fili an Thorins Seite um ihn zu beschützen, was das starke Band zwischen ihnen zeigt. Im Film wird Fili von Azog exekutier und Kili wird von Blog getötet, weil er Tauriel beschützen will. Hardcore-Fans wird das wohl nicht passen, ich fands nicht schlimm.


      Weiterhin waren die Anspielungen auf „die Gefährten“ ziemlich nett gemacht und verleiten dazu direkt nochmal mit Herr der Ringe anzufangen.^^

      Abschließen möchte ich sagen, dass mir der Film, trotz der Kritik, ziemlich gut gefallen hat und ich auch nochmal ins Kino gehen werde. Ein endgültiges Urteil kann man sich imo aber erst nach der Extended Version machen. Dafür haben meiner Meinung nach doch noch einige Sachen gefehlt.

      Hab dann gestern nochmal "die Gefährten" geschaut und man sieht einfach, wie viel besser der Film wirkt. Dort wird mehr mit echter Landschaft, Kostümen und Masken gearbeitet. Nicht umsonst wurde Neuseeland danach so ein beliebtes Reiseziel. Jetzt sind 90% des Filmes halt nur noch ausm Computer.
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      Ich habe Montag The Hobbit Episode III: The Battle of the Five Green Screens gesehen.
      Endlich ist es vorbei. Nie wieder Hobbit. Und generell nie wieder Mittelerde auf der Leinwand, da das Tolkien-Estate, Ilúvatar sei Dank, keine Rechte mehr hergibt.
      Es gab in diesem Film genau eine zufriedenstellende Szene, nämlich die in Dol Guldur, als Elrond, Saruman und Galadriel Sauron auf die stille Treppe schicken.
      Die Schauspieler waren mal wieder sehr gut, aber können den Film (die Filme) leider nicht herumreißen. Die Spezialeffekte waren bestenfalls beinahe unauffällig, oft hatte ich aber den Eindruck, den neusten Disney/Pixar-Film zu sehen. Aber das würde mich nicht stören, wenn die Geschichte nicht so unnötig in die Länge gezogen würde. Und dann soll es auch noch eine um 30 Minuten längere Fassung geben? Wie wäre es stattdessen mit einer knapp 5 Stunden kürzeren Fassung?
      White Collar - finale 6. Staffel.
      Das Finale habe ich lange hinausgezögert, weil die Serie eine meiner Liebsten ist und ich einfach noch nicht 'Au Revoir' sagen konnte :S
      Schade, dass für die letzte Staffel nur 6 Folgen gedreht wurden, dennoch haben die Produzenten einen guten Job gemacht und ich bin mit dem Finale größtenteils sehr zufrieden.

      Tripple und ich waren gestern in der englischen Sneak Preview. Da wurde der Film "Birdman - oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit" (filmstarts.de/kritiken/216633.html)

      Ich finde den Film nur bedingt sehenswert. Die phantastischen Einschläge, die der Film hat sind zwischendrin sehr verwirrend. Ebenso die Musik. Obwohl die Handlung an sich eigentlich keine schlechte Idee war. Aber die Umsetzung hätte man besser machen können.
      1. Higurashi no Naku Koro ni, auch bekannt als Higurashi When They Cry

      Nach langer Zeit endlich über die Tage alles von Higurashi geschaut. Alle Staffeln + OVAs.
      Ich bereue echt, dass ich es so lange vor mir hergeschoben habe.^^
      Da ich nicht der größte Freund von Visual Novels auf dem PC bin, habe ich diese bisher
      auch immer noch nicht gelesen, wobei das für dieses Jahr auf meinem Plan steht.

      Jedenfalls geht es um um 5 Kinder/Jugendliche, die in der fiktiven Stadt Hinamizawa leben.
      Dort findet im Juni das Watanagashi Festival statt. Seit einigen Jahren stirbt immer eine Person in der Nacht des Festes, eine andere verschwindet spurlos. Hauptsächlich befasst sich die Serie mit diesem Mysterium. Mehr sollte ich nicht sagen.
      Sieht man mal vom Intro ab, wirkt der Anime anfangs sehr wie ein Slice of Life/School Anime, was sich jedoch schon ziemlich schnell ändert.
      Im Grunde handelt es sich bei "Higurashi no Naku Koro ni" um einen Mystery/Drama-Anime, mit Horror/Splatter-Elementen.

      Der Anime (2006) basiert auf der Visual Novel (2002) des gleichen Namens und fast 26 Folgen.
      Dazu muss aber gesagt sein, dass die zweite Staffel "Higurashi no Naku Koro ni Kai"
      eigentlich unabdingbar ist und man daher mit 50 Folgen (24 Folgen für Kai) rechnen sollte, falls man den Anime schauen will. Zusätzlich gibt es noch einige OVAs und eine dritte Staffel „Higurashi no Naku Koro ni Rei“, die aber nicht ganz so stark ist und eher Fanservice bietet.

      Unabdingbar sage ich, weil die erste Staffel im Prinzip den "Question-Arc" bildet und hauptsächlich Fragen aufgeworfen werden.
      Die zweite Staffel bildet den "Answer-Arc" und gibt die Antworten für alle aufgeworfenen Fragen, von denen es eine verdammte Menge gibt.

      Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten wird und war komplett geflasht. Ich weiß nicht, ob das ein Spoiler ist, aber es betrifft die Struktur des Anime. Daher packe ich das Folgende mal in Tags.

      Spoiler anzeigen
      Alle 4-6 Folgen beginnt eine neue Geschichte mit den gleichen Charakteren. Ebenso wie in der VN sind diese separat betitelt. So heißt das erste Kapitel „Versteckt vom Dämon“ und ist in 4 Subkapitel unterteilt. Diese Struktur zieht sich durch beiden Staffeln, wobei es insgesamt 9 Kapitel gibt. In der zweiten Staffel bilden die letzten beiden Kapitel mit 8 und 11 Subkapiteln den größten Handlungsbogen. Leute, die die VN kennen, werden sich wahrscheinlich wundern, da die letzten beiden Kapitel der ersten Staffel strenggenommen schon unter die „Answer-Arcs“ fallen. Ohne die Visual Novel zu kennen, finde ich das aber durchaus gut, da so ein guter Abschluss und Cliffhanger für die erste Staffel geboten wird.


      Umso weniger man weiß, umso besser ist es, daher will ich auf den Inhalt eigentlich nicht weiter eingehen. Für Mysteryfans, denen Splatter (auch brutale Gewalt gegen Kinder) nicht ausmacht, ist hier definitiv sehr gut beraten. Einige der Folgen können graphisch aber durchaus verstörend wirken, wenn man eher zartbesaitet ist.

      Alles in allem ein richtig guter Anime, der bei mir sofort in die „Top 10 All-Time Anime“ Liste aufgestiegen ist.
      Kann ich nur empfehlen.

      9,5-10/10


      2. 35 sai no Kokosei, bzw. No Dropping Out: Back to School at 35 (2013)

      Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommt und ich eine japanische Dramaserie mit echten Schauspielern schaue. Aber die Prämisse hat es mir einfach angetan und ich war interessiert. Die Serie hat 11 Episoden, á 45 Minuten, wobei Folge 3 60 min. und Folge 11 90 min. geht.

      Es geht um die 35-jährige Baba Ayako, die wie der übersetzte Titel sagt, wieder in die Highschool geht. Sie ist das komplette Gegenteil der anderen Schüler, platzt modisch gekleidet in die Jahresansprache des Direktors, kommt mit einer Corvette in die Schule und raucht während der Pause.

      Allerdings passt sie sich schnell an und will als normale Schülerin behandelt werden.
      Sie löst nach und nach Probleme der Schüler und hilft gegen Mobbing vorzugehen. Sie geht gegen das sogenannte „Kastensystem“ der Schule vor, auf welches sowohl Lehrer als auch Schüler sehr viel wert legen. Das „Kastensystem“ bezeichnet die Unterteilung der Schüler in Unter-, Mittel- und Oberklasse, ausgehend vom Beliebtheitsgrad. Die Schüler geben sich selbst und den Lehrern Bewertungen und ordnen sich so in eine Kaste ein. Natürlich hat es die Oberklasse am einfachsten und behandelt die Unterklasse wie Dreck. Auch die Lehrer richten sich nach diesem System, was zu starkem Mobbing in der Klasse führt. Als Beispiel: Ein Schüler der Unterklasse hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und wird gerügt, ein Schüler der Oberklasse hat sie auch nicht, aber der Lehrer gibt ihm mehr Zeit.

      Ayako-sans Gründe für das Wiederholen der Abschlussklasse der Highschool bleiben recht lange im Dunkeln, werden gegen Ende in einer 90-minütigen Folge toll aufgelöst und rühren zu Tränen

      Generell muss ich zugeben, dass ich bei keiner anderen Serie/Anime/Film/Buch etc. so emotional berührt war. In mindesten der Hälfte aller Folgen hatte ich feuchte Augen, gegen Ende liefen mir sogar Tränen die Wange runter. (Männlich, 23 Jahre hier)

      Man kann sagen was man will. Schlechtes Schauspiel, Overacting etc., aber in Sachen Emotionen erzeugen haben es die Japaner einfach drauf. Die Musik wirkt zu jeder Zeit passend, nicht aufgesetzt und begleitet zu jeder Zeit akkurat die Stimmung.

      Da ich vorher noch nie ein japanisches Drama gesehen habe, kann ich schwer beurteilen, wie klischeehaft die Story ist. Mir war schnell klar, wer der „Übeltäter“ist, da dies nicht gerade subtil vermittelt wird. Weiterhin haben einige der Schauspieler ordentlich overacted, wobei ich das ziemlich sympathisch fand. Dennoch gab es auch einige Schauspieler, die mich ziemlich überrascht haben, weil sie einfach sehr gut gespielt haben.

      Zum Einen die Hauptdarstellerin Ryoko Yonekura (während Dreh 38), welche einfach atemberaubend ausschaut und unglaublich gut spielt. Sie passt perfekt in die Rolle der 35-jährigen Schülerin und hat mich komplett überzeugt.

      Fernab davon war da noch Junpei Mizobata, der einigen von euch vielleicht aus der Realserie unseres Lieblingsdetektiv bekannt ist. Dort spielt er nämlich Shinichi Kudo.
      Besonders lustig war die Dynamik mit Ryoko Yonekura. Da sie älter als er ist, spricht er sie immer mal wieder mit -san an, wobei Lehrer ihre Schüler immer dutzen. Dafür ohrfeigt er sich dann selbst, was einfach sehr witzig ist und die teils ernste Stimmung durchaus auflockert. Zudem verlässt er sich aufgrund ihres Alters immer mal wieder auf sie.

      Letztlich möchte ich noch Masaki Suda hervorheben, den ich natürlich auch nicht kannte, ebenso wie die davor. Er spielt einen der Oberklasseschüler und überzeugt in seiner „Arschlochrolle“ einfach ungemein. Ich hab ihm zu jeder Zeit diesen arroganten Bastard abgekauft. Er hat mir mit am besten gefallen.

      8,5-9/10


      Btw, die Serie ist momentan auf Crunchyroll verfügbar. Ich bin noch Premium-Mitglied daher weiß ich nicht, ob sie kostenlos ist, denke aber schon. Falls nicht, habe ich noch 2 x 48 Stunden Trials, die ich gerne hergebe, falls jemand interessiert ist und mal reinschauen will.

      No matter what, my heart will be forever yours and I will fight until the day I see you again.
      Es gibt da eine Szene in Birdman (oder viel herrlicher genannt: "The Unexpected Virtue of Ignorance" / "Die Unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit") da hält Emma Stone (Sam) ihrem Filmpapa Michael Keaton (Riggan Thomson / Birdman) ohne Vorankündigung einen anderthalbminütigen Vortrag um ihm mal deutlich die Meinung zu sagen. Zum Schluss erwartet man eigentlich den erlösenden Gegenschnitt um Keatons Reaktion einzufassen. Doch der bleibt aus. Und dem Publikum fällt wieder ein, dass es in diesem Film ja keine Schnitte gibt. Zumindest keine technischen. Stattdessen sehen wir die wortlose Realisierung Stones was sie da eigentlich ihrem Vater entgegengeschleudert hat und ganz langsam folgt die Kamera Stone aus dem Raum um endlich Keaton einzufangen. Dies ist nur eine der brillianten Ergebnisse die daraus resultieren, dass alles wie ein One-Shot aussieht. One-Shot, dass bedeutet das die nie das Bild nie geschnitten wird, sondern stets von einer Szene zur anderen dynamisch verläuft, egal ob zwischen diesen auch mal Stunden oder ganze Tageszeiten dazwischenliegen. Nein, hier gibt es keine Close-Up- und Gegenschnitte, wofür wurde denn auch Zoom erfunden? So wie Martin Scorsese noch legendärerweise die Restaurauntszene in Goodfellas drehte oder etwa einige Musikvideos manchmal gemacht werden (erwähnenswert ist beispielsweise Tyler, The Creators in Eigenregie gedrehtes Kunstwerk "Yonkers") so ist hier der gesamte Film. Über hundert Minuten lang.

      Riggan Thomson hatte es doch eigentlich geschafft. Er war der erste. Sogar der scheiß Robert Downey Jr. ist mittlerweile ein Superheld! Dabei hat der nicht mal ein echtes Kostüm! Nur ein scheiß Blecheimer ist er! Birdman war nicht so! Alle nach ihm müssen ihm eigentlich den Hintern küssen! Über eine Milliarde hat man mit ihm verdient! Und jetzt? Jetzt ist er Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion eines Broadwaystücks. Endlich kann er zeigen das er ein echter Schauspieler ist. Ein echter Künstler! Dafür hatte er doch Birdman 4 abgelehnt! Leider ist sein Nebendarsteller die Psychopathenversion eines Methodactors. Einer der auch mal die ganze Aufführung abbricht wenn er statt echtem Gin Leitungswasser auf der Bühne trinken muss. Und seine Tochter macht ihm das Leben auch nicht besser, gerade aus dem Entzug ist sie gekommen. Doch das ganze wäre nicht halb so tragisch wenn sein größter Feind nicht allgegenwärtig in seinem Kopf mit ihm spricht... oder ist der Mann im Vogelkostüm doch echt?

      Der ganze Spaß mit dem kontinuierlichen Shot wäre nur halb so gut wenn es nur Mittel zum Zweck wäre und den Film etwa sogar schaden würde. Doch davon ist nichts zu sehen, im Gegenteil der Film erhält hier so einen Sog, so eine Dynamik, dass man ihm kaum Entrinnen kann. Doch neben der Kamera ist der Hauptgrund dafür die Klasse der Schauspieler. Michael Keaton wird für diese Rolle am 22. Februar den Oscar erhalten. Und wenn die Academy nicht so sehr auf Tränendrüse Boyhood stehen würde, dürfte sich Alejandro González Iñárritu für diese Pioniersleistung den Regiepreis gleich mitabholen, eigentlich müsste er diese Trophäe ja ohnehin schon für Babel besitzen.
      Keaton spielt hier essentiel eine fiktive Version von sich selbst. Auch er war mal ein Superheld. Naja gut, er war nur der Darsteller von einem. Auch er hörte dann auf dem Gipfel auf um sich der Kunst zu witmen. Und jetzt? Jeder kennt ihn als Batman, aber andere Rollen? Hier präsentiert er Schauspielklasse, was sich vorallem in den 3 unterschiedlichen Versionen der letzten Theaterszene, die man während des Films präsentiert bekommt, sichtbar macht. Kein Wunder, dass er sich nunmehr nicht mehr über fehlende Rollenangebote beschweren muss und so sich gleich dem neuen King Kong anschließt. Keaton spielt jedoch niemanden an die Wand, denn nicht zu Unrecht befinden sich auch Emma Stone und Edward Norton auf der Leimwand. Hier beweist Stone, dass sie nicht nur das komödiantische Fach beherrscht ("Easy A" / "Einfach zu Haben") oder die Superheldinfreundin sein muss (welch Casting-Zufall!). Für Edward Norton könnte die Leistung hier ein neuer Karrierepush werden, immerhin stagniert diese seit Jahren. Hier zeigt er, wieso man ihn damals für "American History X" so schätzte.

      Regisseur Iñárritu hält der Filmbranche natürlich den Spiegel vor, nicht zufällig, denn allein in der verbleibenden Hälfte dieses Jahrzehnts sind mehr als zwei dutzend Superheldenfilme in Planung. Dennoch verfällt er nie in einseitige Kritik, und mit zunehmender Dauer wird sowieso viel mehr Augenmerk auf die Theaterbranche gelegt. Hier entfaltet das Drama seine ganze Klasse, denn auch wenn es einige Szenen gibt, die brüllend komisch sind, ist dies keinesfalls eine Komödie, anders als die Golden Globes es vielleicht versprechen.
      Hier wurde Filmgeschichte geschrieben, und herausgekommen ist wahre Brillianz, durchgeplant von vorne bis zum perfekten Schluss. Man kann vieles aus diesem Film mitnehmen, und sei es bloß der kindliche Wunsch einmal wie Birdman durch die Schluchten der New Yorker Wolkenkratzer zu fliegen.

      10/10



      Ich habe mich spontan nach Sichtung des Films dazu entschieden ein volles Review zu schreiben, eigentlich dient es mehr meiner Übung in dieser Disziplin und schlicht der Tatsache, dass ich unglaubliche Lust hatte meine Gedanken und Gefühle für den Film in Wortform zu übertragen. Vielleicht kopiere ich ihn irgendwann mal noch in andere Seiten.
      Let the bullets rain.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Heiji“ ()

      Mein letzter Kinofilm war Imitation Game mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley. Er hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil er nicht zu sehr auf Hollywood getrimmt war und ich das Thema wahnsinnig interessant fand. Die Schauspieler waren auch toll ausgesucht. Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass Turings menschliche Seite viel zu kurz kam, ich hätte mir gewünscht, man wäre z.B. stärker auf seine Homosexualität und die dadurch enstehenden Konflikte bzw. generell seine emotionale Seite eingegangen, da es doch sehr auf die Arbeit an seiner Entschlüsselungsmaschine beschränkt war.
      Imitation Game schaue ich mir am Dienstag an, freue mich darauf sehr.

      War vorgestern im 3. Hobbitfilm. Ja, nach Prüfungen heißt es Kino, Kino, Kino :D
      Hatte eigentlich nie vor ihn zu sehen, habe die anderen beiden ja auch nicht im Kino gesehen aber vor ein paar Tagen habe ich ein Gutschein erhalten und ich wäre ja schön blöd den nicht einzulösen...
      Das beste an diesem Gutschein war, dass ich den Film so in überteuertem HFR und unnötigen 3D sehen konnte, vorallem das HFR hat mich ja sehr interessiert, weil ich bislang nur die Berichte aus dem Internet kannte. Am Anfang saß ich da schon mit offenem Mund im Saal, hätte nicht gedacht, dass es so einen Unterschied machen würde, zumal ich ja dutzende Videospiele in 60 fps gespielt habe. Weiß nicht so recht was ich davon halte, mir kam der Anfang wie in Fast Forward vor, aber dann wurde es immer besser, den Film versaut hat mir das ganze jedenfalls nicht, wenn es genauso viel kosten würde wie 24 fps könnten ruhig mehr Filme in HFR kommen.
      3D war aber so unnötig wie in jedem anderen Film auch, war glaube ich der erste 3D Film seit Man of Steel und ich vermisse es Null^^

      Ein Grund wieso ich hier einfach mal ein brainstorm/stichpunktartiges Review schreibe ist das ich einfach auf Teufel komm raus keine Ahnung habe wie ich den Film nun eigentlich finde. Auf der einen Seite habe ich mich durchaus für knapp 135min unterhalten gefühlt. Auf der anderen Seite gibt es mindestens ein dutzend Sachen, die mich massiv störten.
      Da wäre schon der ganze Anfang mit Smaug. Es ist bezeichnend, dass der Titel des Films erst nach Smaugs Tod kam. So wie die Sache inszeniert war, sah einfach alles nach dem Höhepunkt und Schluss eines Films aus. Ich fand den Entschluss den 2. Film mit so einem Cliffhanger enden zu lassen schon nicht so klasse, weil mir bei dem Film der letzte Knall fehlte und dieser Film bestätigte es: Smaug hatte nichts, aber auch gar nichts in diesem Film zu suchen.
      Dann ist da die Sache mit Thorins Wahnsinn, die wurde einfach viel zu schlecht vorbereitet. Mir kam es so vor als das er um des Plots Willen nun batshit insane war. Ein Hauptgrund wieso das so schlecht war ist jedoch die Regie. Dieser Film war die mit Abstand schlechteste Regieleistung, die ich jemals von Peter Jackson gesehen habe, das hätte ich von jemanden seiner Klasse nie erwartet. Es fehlte die richtige Geschwindigkeit, das Pacing war grauenhaft, es gab keine Einfälle wie Thorins Gedanken, seine Gefühle dem Zuschauer näher gebracht werden konnte. Einzig die Szene wo er alleine ist und vor der Läuterung steht überzeugt fast was diesen Punkt angeht, aber dann wird die ganze Szene durch miserable Special Effects gekillt.

      Dann gab es da die Kampfsequenz mit Elrond und Saruman... ich fand das lahm. Es erschien mir so forciert wie Yodas Kampf in SWII... aber gut, dieser Film existiert ja eh nicht, es gibt ja nur 3 SW Filme... Sarumans Kampfstil erinnerte mich stark an die Sequenz in "Krieg der Götter/Immortals" wo die Götter auf einmal kommen und alle töten. Ich jedenfalls hätte diese Szene in dieser Form nicht gebraucht, aber am meisten störte mich da Galadriel. Ich habe keine Ahnung wie sie bei Tolkien war (irgendwann werde ich das ganze auch mal lesen...), aber ihr Verhalten hier war mMn nicht konform mit ihrer Darstellung in den anderen Filmen. Sie war immer die stille, emotionslose Beobachterin, nur ganz kurz in "die Gefährten" schimmerte ihr Zorn heraus und jetzt war sie Kopf über Fuß in Sorge über Gandalf, als wäre sie in ihn verliebt. Dabei empfand ich ihre gemeinsame Szene im ersten Hobbit als die beste Szene im Film... und wahrscheinlich der ganzen Hobbitreihe. Überhaupt war die Szene wo sie Sauron verjagt lächerlich bis zum geht nicht mehr. Sorry Mr. Jackson, du hast mit Cate Blanchett einer der besten Schauspielerin aller Zeiten zur Verfügung und das einzige was du machst ist sie lächerlich in die Kamera starren zu lassen und sie anders zu schminken?

      Achja, wieso heißt der Film eigentlich "Der Hobbit"? Bilbo war ja eigentlich schon in den ersten beiden Filmen nicht die Hauptperson, im dritten ist er es gar nicht mehr.
      Positiv fand ich die Beziehung zwischen Tauriel und dem Zwerg. Vorallem das es unglücklich endete, übrigens ein Punkt der dieser Film wirklich gut macht, dass hier zum ersten Mal in Mittelerde der Krieg nicht als positiv dargestellt werden. Frauen und Kinder werden ermordet, und das wird, wenn nicht direkt aber doch gezeigt. Oder das Thranduil in Angesicht des Todes seiner Elfen einen change of heart hat.
      Klasse ist, dass endlich Zwerge sterben. Juhu! Die Hälfte von denen hätten den ersten Film schon nicht überleben sollen. Ich habe immernoch keine Ahnung wie die heißen. Und Charakter hatte eh nur Balin und der eine, der in die Elfe verliebt war. Himmel, gäbe es nicht die Abschiedszene wüsste ich nichteinmal wieviele Zwerge da eigentlich dabei waren. Von Gefährten mal ganz zu schweigen.

      Nicht gut waren die Special Effects was ich zuvor schon gehört hatte, aber mich bei der Sichtung schon überrascht hatte. Als Smaug die Stadt verwüstete sah das aus wie eine gute Sequenz aus Dragon Age.
      Achja das absurdeste an allem fand ich ja das Ende der Schlacht oder eher gesagt das nicht vorhandene. Da sieht Bilbo die Adler und man sieht sie ankommen, Thorin stirbt uuuuund... Schluss. Keine Erläuterung wie alles zu Ende ging, keine Montage oder ähnliches. Als Eomir bei Hellms Klamm auftauchte war die Schlacht auch recht schnell vorbei, aber da wurde das wengistens gezeigt.

      Als bekannt wurde, dass der Hobbit in 3 statt 2 Filme gesplittet werden sollte und diese immernoch episch lang waren, fand ich das sehr seltsam. Wie hätte das denn in Form von 2 Filmen aussehen sollen? Jetzt sehe ich, dass es möglich war und auch besser wäre. Man schneidetet 3/4 des langen Einstiegs im ersten Hobbit raus, komprimiert die Schlacht und man hätte weitaus bessere 2 Filme.

      Wenigstens hat Jackson es vermieden eine übertrieben lange Schlusssequenz zu machen (Bilbos Rückkehr an sich war aber hart konträr der Stimmung des ganzen Films), jeder weiß das dies eh nicht der letzte Mittelerdefilm sein wird, denn auch wenn Tolkiens Erben die Rechte an Silmarillion nicht rausrücken: Wenn man sich nicht auf diese bezieht kann Warner Bros. feuchtfröhlich weitere Mittelerdefilme nach ein paar Jahren Pause machen. Es kommen ja auch Mittelerde-Videospiele raus.

      PS:

      DevilsClaw1991 schrieb:

      Klar kann man eine Schlacht nicht mit 20000 Statisten darstellen, aber wenigsten die "Hauptgegner", namentlich Azog und Bolg, hätte man wohl in die Maske packen können. :/

      Also Azog wurde von Manu Bennet gespielt, a.k.a. Deathstroke aus Arrow.
      Let the bullets rain.

      Heiji schrieb:

      PS:

      DevilsClaw1991 schrieb:

      Klar kann man eine Schlacht nicht mit 20000 Statisten darstellen, aber wenigsten die "Hauptgegner", namentlich Azog und Bolg, hätte man wohl in die Maske packen können. :/

      Also Azog wurde von Manu Bennet gespielt, a.k.a. Deathstroke aus Arrow.


      Er wurde von Manu Bennet ge-motion captured. Ich meinte nur, dass es besser gewesen wäre ihn in die Maske und ein Kostüm zu packen, damit es echter wirkt.
      No matter what, my heart will be forever yours and I will fight until the day I see you again.