Die US-Präsidentschaftswahl 2016

      Die US-Präsidentschaftswahl 2016

      Joa, Amerika hat gewählt und die Entscheidung für den ersten orangenen Präsidenten hat hier im Forum für einigen Diskussionsstoff gesorgt.

      Fragen, die sich jetzt stellen, sind unter anderem:
      • Wie konnte Donald Trump das schaffen?
      • Was für eine Politik wird er verfolgen?
      • Welche Auswirkungen wird sein Wahlsieg für Amerika haben?
      • Welche Auswirkungen wird sein Wahlsieg für Europa haben?
      • ...

      Discuss.

      Meine persönliche Meinung poste ich vielleicht nachher.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Corab“ ()

      Ich hätte Sanders ja auch bevorzugt, aber diese ganze Gelaber von wegen "Bernie hätte das sicher gewonnen" ist einfach albern. Er führte in den Umfragen? Was ist denn das für ein Argument? Hillary führte auch in den Umfragen und gegen sie gab es eine extreme Schlammschlacht. Wieso glauben alle, dass Bernie Sanders das einfach unbeschadet überlebt hätte? "Socialist" ist in manchen Teilen der USA ein Schimpfwort. Und dass er sich mit FDR hätte verteidigen können spielt auch keine Rolle, es wäre trotzdem ein beliebtes Soundbite für Dutzende von Wahlwerbespots geworden. Kontext spielt bei so was keine Rolle, eine hinreichend oft wiederholte Lüge bleibt trotzdem im Kopf hängen. Sieht man ja daran, dass die Hälfte der Kritikpunkte gegen Hillary unbewiesener Bullshit und ein weiteres Viertel massiv übertrieben war. Und Sanders hatte keine Skandale? No shit, es hat ja auch noch keiner danach gesucht.

      Ich meine, ich will nicht behaupten, dass Sanders garantiert verloren hätte. Aber die Leute die behaupten, dass er garantiert gewonnen hätte, übertreiben. Man kann es einfach nicht wissen.

      Corab schrieb:

      Wieso glauben alle, dass Bernie Sanders das einfach unbeschadet überlebt hätte?
      Weil kein Argument gegen ihn gezogen hätte. Wieso konnte Trump die ganzen nördlichen Mitte West-Staaten von Obama zurückgewinnen? Weil die Leute ihre Jobs verloren hatten und verdammt wütend waren. Und wen geben ihnen dann die Demokraten zum Wählen? Eine establishment Politikerin wie sie es im Buche steht. Der Typ im Video sagt es ganz richtig: Was hat Trump wieder und wieder gegen Clinton verwendet? NAFTA, TPP und das sie korrupt ist. Nichts davon greift gegen Sanders! Die Leute wollten Veränderung! Sie wollten das Extremum! Sie wollten die Protestwahl! Und was gibt man ihnen? Die Establishmentlösung!

      Und das er wegen dem Socialist-Image nicht gewählt werden würde von all denen, die Veränderungen wollen, weil es ihnen scheiße geht, ist doch ein blankes Totschlagargument. Trump ist ein Arschloch. Ein Schwein. Ein Rassist. Und dennoch wurde er gewählt! Wieso? Weil er nicht more-of-the-same ist! Wie viele von den Wählen wussten sehr wohl, dass Trump eine Katastrophe von einem Menschen ist, aber wenigstens den Kurs verändert hätte?
      All die Wähler die wegen "Pest oder Cholera" am Ende eine dritte Option oder gar Trump gewählt haben, weil er die Dinge wenigstens verändert hätte, wären zu Sanders in Stömen gelaufen! Undzwar genau in diesen nördlichen Staaten wie Pennsylvania oder Wisconsin.

      Ja, wir können nie beweisen ob Sanders Trump geschlagen hätte... aber gottverdammt nochmal hätte Sanders Trump geschlagen! Per Kantersieg.
      Let the bullets rain.
      Na ja, man darf nicht vergessen, dass Hillary Clinton in den Primaries gewählt wurde. Mit Millionen Stimmen Vorsprung. Was immer man an Kritik an low-key-Manipulation und Superdelegierten haben mag - es waren nicht einfach irgendwelche Eliten, die Clinton gegen Sanders zur Nominierung verholfen haben.

      Der ganze Anti-Establishment-Müll war sowieso zu großen Teilen Propaganda - und Material für Propaganda gab es bei Sanders auch, nur eben anderes.

      Heiji schrieb:

      Trump ist ein Arschloch. Ein Schwein. Ein Rassist.
      Und die Leute, die das direkt betrifft, haben zu größeren Teilen gegen ihn entschieden. Trumps Verhalten hat ihm also durchaus geschadet. Aber das waren Minderheiten. "Socialist" ist für eine Mehrheit von Amerikanern ein Ausschlusskriterium.