Kapitel 972 - 974

      Corab schrieb:

      Ich hab das schonmal im alten Forum geschrieben, aber es besteht mindestens die Möglichkeit, dass die CIA am Ende nicht bei den Good Guys stehen wird. Dafür sprächen:
      - Kirs Aussage, dass sie die Missionsziele ihrer Organisation priorisieren wird, wenn sie sich mit denen des FBI kreuzen sollten.
      - Dass sie die Telefonnummer des Bosses besitzen, aber augenscheinlich keine Ressourcen darauf verwendet haben, ihn damit aufzuspüren.
      - Die generell im Vergleich zum FBI skrupellose Vorgehensweise. So wollte Kir Domon zwar nicht sterben lassen, aber hätte es ohne Conans Eingreifen wohl getan. Außerdem töten sich Agenten wie Billy und Ethan Hondo auch kurzerhand selbst, um die Mission nicht zu gefährden.
      - Conans gedanklicher Kommentar gegenüber Eisuke, dass die CIA die Interessen der USA vertreten und nicht etwa Verbrecher jagen.

      Ich würde vielleicht nicht sofort von Kir als Einzelperson Rückschlüsse auf die gesamte CIA ziehen, insbesondere in Bezug auf die Skrupellosigkeit mit Domon. Wäre Conan die Idee mit den Sprinkleranlagen nicht gekommen, hätte es ganz schön eng werden können und Kir stand die ganze Zeit unter Beobachtung. Aber selbst wenn Kir eine gewisse Skrupellosigkeit hätte, heißt das nicht, dass jeder CIA-Agent so denkt.

      Zur Handynummer des Bosses: ich bin mir nicht ganz sicher, aber hat Conan Jodie nicht erzählt, woher er wusste, dass Kir zur BO gehört? Schließlich hat er es an den Tastentönen durch die Wanze erkannt. Ergo müsste auch Jodie die Nummer kennen und es stellt sich die Frage, warum das FBI die Nummer nicht benutzt, um den Boss aufzuspüren...

      Corab schrieb:

      Als weiterer Gegenspieler würde die CIA dem Plot nicht nur das Ungleichgewicht nehmen, sondern sie auch von dem FBI differenzieren, was ziemlich interessant werden könnte.

      Hier bin ich ganz bei dir. CIA Vs FBI würde dem anfänglichen Duell 'Conan Vs BO' nochmal eine völlig neue und weitreichendere Dimension geben. Einerseits wäre die BO nicht mehr eine paradigmatische Verbrecherbande, eben weil die CIA auf ihrer Seite operieren würde. Gleichzeitig würde der zwielichtige Status der CIA bekräftigt und 'Case Closed' sofort in den USA zensiert werden :D :D :D

      THE DEFENDING CHAMP IS READY
      GANBARE YUZURU!! :thumbsup:
      Mensch, wenn ich jetzt den gesamten Fall als Bilder sehen kann, kommt meine gesamte Verärgerung, nein stärker, mein ganzer Hass auf den Fall nochmals hoch. Dabei habe ich erst heute woanders gesagt, ich bin es eigentlich Leid, immer zu ranten.
      Dennoch eine Frage: Wieso ist Conan in diesem Flashback? Wieso konnte man nicht einfach einen Flashback über Seras und Akais erstes Treffen machen? Wieso muss einer der coolsten Beziehungen des Mangas -die zwischen Conan und Akai- ohne jeden Grund so devauliert werden?

      Und was geht eigentlich mit Haneda? Der chillt 3 Kapitel lang in der Ecke und macht GAR NICHTS.

      Zur CIA-Sache: Please, als ob Aoyama so cool ist und die CIA zu einer Villain-Truppe macht. Never. Ever.
      Let the bullets rain.

      Henni147 schrieb:

      Wäre Conan die Idee mit den Sprinkleranlagen nicht gekommen, hätte es ganz schön eng werden können und Kir stand die ganze Zeit unter Beobachtung. Aber selbst wenn Kir eine gewisse Skrupellosigkeit hätte, heißt das nicht, dass jeder CIA-Agent so denkt.
      Das stimmt natürlich, aber es ist schon bezeichnend, dass die hauptsächliche Aktivität der CIA im Manga sich während ihrer kurzen Screentime doch in einer moralischen Grauzone bewegte. Zumal die Tatsache, dass Jodie und Conan das Attentat vereiteln konnten zeigt, dass es für Kir mithilfe eines Kontaktmanns auch einen anderen Ausweg gegeben hätte.

      Henni147 schrieb:

      Zur Handynummer des Bosses: ich bin mir nicht ganz sicher, aber hat Conan Jodie nicht erzählt, woher er wusste, dass Kir zur BO gehört? Schließlich hat er es an den Tastentönen durch die Wanze erkannt. Ergo müsste auch Jodie die Nummer kennen und es stellt sich die Frage, warum das FBI die Nummer nicht benutzt, um den Boss aufzuspüren...
      Nein, das FBI hatte Kir bereits im Visier, weil sie Araide häufiger mal besucht hat. Conan erklärt zwar, dass er mit der Wanze die Attentatspläne gehört hat, erwähnt aber nicht die Nummer des Bosses. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass er sie dem FBI offscreen gegeben hat, aber wir wissen doch alle, dass Charaktere bei Conan grundsätzlich keine hilfreichen Informationen teilen.

      Henni147 schrieb:

      Einerseits wäre die BO nicht mehr eine paradigmatische Verbrecherbande, eben weil die CIA auf ihrer Seite operieren würde.
      Eigentlich meinte ich eher, dass die CIA die Rolle einer unabhängigen dritten Partei mit eigenen Zielen einnehmen würde. Da sie die BO infiltriert haben, ist für mich eigentlich ausgeschlossen, dass sie auf derselben Seite stehen. Aber bloß weil sie Gegner der BO sind, sind sie ja nicht automatisch Verbündete von Conan. Möglicherweise sind sie interessiert an was auch immer die BO mithilfe von Biochemikern und Programmierern erschaffen will?

      Henni147 schrieb:

      Gleichzeitig würde der zwielichtige Status der CIA bekräftigt und 'Case Closed' sofort in den USA zensiert werden
      Ach, gar nicht. Die CIA sind gefühlt in jedem dritten Hollywood-Agententhriller die Bad Guys, und zwar besonders dann, wenn das FBI die Rolle der Guten einnimmt. Die Amis nehmen ihr Freedom of Speech schon ernst.

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      Corab schrieb:

      Eigentlich meinte ich eher, dass die CIA die Rolle einer unabhängigen dritten Partei mit eigenen Zielen einnehmen würde. Da sie die BO infiltriert haben, ist für mich eigentlich ausgeschlossen, dass sie auf derselben Seite stehen. Aber bloß weil sie Gegner der BO sind, sind sie ja nicht automatisch Verbündete von Conan. Möglicherweise sind sie interessiert an was auch immer die BO mithilfe von Biochemikern und Programmierern erschaffen will?

      Interessanter Gedanke, den ich gar nicht mal für soo unwahrscheinlich halte. Zwar finde ich auch, dass die Sache mit der Skrupellosigkeit nicht unbedingt ein Indiz in diese Richtung sein muss, da beispielsweise die Japanische Geheimpolizei ähnlich krass agiert (siehe Scotch), jedoch wäre es gar nicht so untypisch, dass die Amis mithilfe der CIA sich lediglich die Forschungsarbeiten der BO zu Nutze machen wollen. Würde auch zum allgemeinen (negativen) Weltbild der egoistischen USA passen.


      Ansonsten ist der komplette nun auch auf englisch raus. Schon cool, wie der Fall gelöst wird. Vor allem, da Akai und Yusaku anscheinend völlig unterschiedliche Anhaltspunkte zur Lösung heranziehen und dennoch aufs selbe Ergebnis rauskommen. Die Kirsche auf der Torte kommt dann noch in Form von Shinichi, der den Täter ebenfalls wie sein Vater aufgrund der Uhrzeiger identifiziert und das einfach mal nonchalant raushaut :D
      Zu den Plotrelevanten Sachen: Schön mal Akai Senior gezeichnet zu bekommen. Ich finde schon, dass er Akai ziemlich ähnlich sieht, auch wenn der Strich unter den Augen wohl fehlt. Bleibt offenbar dabei, dass "Ähnlichkeit" in DC zu 90% an den Augen festgemacht wird. Naja gut, interessanter finde ich die Aussage Masumis, Conan sei noch nicht auf den wahren Grund weshalb sie ihn "Wizard" nennt gekommen. Bin mal gespannt, was damit gemeint ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „pinki“ ()

      pinki schrieb:

      Zwar finde ich auch, dass die Sache mit der Skrupellosigkeit nicht unbedingt ein Indiz in diese Richtung sein muss, da beispielsweise die Japanische Geheimpolizei ähnlich krass agiert (siehe Scotch)
      Na ja, ein Attentat haben wir sie für die Undercover-Arbeit bisher nicht durchziehen sehen. Aber davon abgesehen war die Geheimpolizei bisher ja einer antagonistischen Rolle verhaftet. Amuro wollte Akais Tarnung aufdecken, Sherry fangen und Akai der BO ausliefern, was alles Dinge waren, die Conans Interessen widersprachen. Durch die eher langweilige Entscheidung, Amuros Groll um Scotchs Tod auf ein Missverständnis zu schieben, werden sich die beiden zwar schnell versöhnen können, aber aktuell sind das nicht unbedingt Verbündete.

      Außerdem fehlt der CIA ja bisher das Motiv, gegen die BO vorzugehen. Die Geheimpolizei bekämpft nachvollziehbarerweise eine japanische Verbrecherorganisation und das FBI dürfte durch die Ermittlungen gegen Vermouth darauf gekommen sein, aber der CIA fehlt so ein Auslöser bisher.

      pinki schrieb:

      Bleibt offenbar dabei, dass "Ähnlichkeit" in DC zu 90% an den Augen festgemacht wird
      Das Problem ist halt, dass Gosho - wie viele Mangaka - nur eine Handvoll Gesichtstypen zeichnen kann. Bei den random Fallverdächtigen kann er ein bisschen mehr variieren, weil die auch mal hässlich sein können (und selbst da wiederholt sich genug), aber bei den Hauptcharakteren ist er dann eben darauf angewiesen, die Unterscheidung durch Oberflächlichkeiten wie z.B. die Augen vorzunehmen.




      Ich grab das Thema hier mal wieder aus.

      yunnie hat die offiziell von der Shônen Sunday auf ihrer Webseite gezeigten "neemu" (bzw. "name" (englisch ausgesprochen), gewissermaßen die Storyboards der jeweiligen Mangakapitel, die der Planung der Seitenaufteilung und des Panellayouts dienen) von File 972 auf ihrem Blog geposted. Vielleicht ist das manchen egal, aber ich finde solche Hintergrundinformationen und Arbeitsprozesse u.a. in der Comicindustrie immer enorm interessant und ich kann mir vorstellen, dass Nachwuchs-Comiczeichner wie @Henni147 auch von solchen Einblicken profitieren - viel Spaß damit:

      Storyboards zu File 972


      Das neemu des Kapitelcovers, das Gosho Aoyama einem Fan per Postkarte geschenkt hat (Gosho scheint auf Q&As und per Postkarten sehr viele seiner neemu zu verschenken, wie man desöfterten per Twitter und Blogs sieht...).



      Gosho scheint für jeden neuen Fall ein extra Skizzenheftchen in seinem persönlichen Design zu führen, wie man auch bereits beim Fall um das Beika-Aquarium sah...



      Die Sonnenbrille ist der Hammer. XD



      Mary sieht aus wie eine Schaufensterpuppe und Akai von hinten wie Fix-it Felix. :D













      Und das dazugehörige Character sheet: