Steins;Gate



      Steins;Gate


      Nachdem ich mir eine Signatur für das Forum bastelte, dachte ich mir: Wenn wie hier schon so einen tollen Bereich haben, kann ich ja Steins;Gate einen Therad widmen.

      Episoden-Anzahl: 24 + ein Film + ein OVA
      Deutscher Dub? Von peppermint in Arbeit, erscheint 2015. Ich habe mit die Serie allerdings mit englischem Sub angesehen.

      Grobe Plotübersicht:
      Okabe Rintaro bezeichnet sich selber als „verrückter Wissenschaftlicher“ mit den Namen Hooin Kyoma und betreibt ein kleines Labor überhalb eines Technikladens, dessen Besitzer auch sein Vermieter ist, Mr. Braun. Dort anzutreffen sind meistens Mayuri, Okabes Kindheitsfreundin und sein Freund, der Computerexperte Daru. Okabe hat bisher schon erfolglos mehrere technische Geräte entwickelt, die entweder vollkommen nutzlos sind oder nicht so funktionieren, wie sie sollen, unter anderem die Telefon-Mikrowelle, eine gwöhnliche Mikrowelle, an die man ein Handy anschließen kann. Als er mit Mayuri eine Pressekonferenz über Zeitreisen besucht, findet er im obersten Stock des Gebäudes auf einmal die Wissenschaftlierin Kurisu Makise tot vor. Als er fassungslos nach Verlassen des Tatorts Daru eine E-Mail schreibt, dessen Handy an die Mikrowelle angeschlossen ist und welche gerade läuft, spürt er auf einmal ein seltsames Gefühl im Kopf. Tags darauf läuft er einer quicklebendigen Kurisu über den Weg und versteht die Welt nicht mehr...

      Links:

      de.anisearch.com/anime/6332,steins-gate
      anidb.net/perl-bin/animedb.pl?show=anime&aid=7729

      Kugawas Geschwafel (nicht spoilerfrei)

      Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich weiß nicht, was ich an den Anime zu Beginn für Erwartungen hatte. Ich hatte ihn einfach angefangen, weil er mir indirekt empfohlen und ich auch sonst nur Gutes mitbekommen habe. Aber war es wirklich nicht nur ein Überhype? Definitiv nicht.
      Ich war so gefesselt, dass ich mir sogar Folgen auf mein Handy lud, um während der täglichen Zugfahrten weiterschauen zu können.
      Zeitreisen oder -sprünge an sich finde ich so schon ein verdammt interessantes, aber auch kompliziertes Thema. Bis Folge acht hatte ich auch überhaupt keine Ahnung, was überhaupt loswar, denn ich hatte mir davor keinerlei Beschreibung durchgelesen, war also vollkommen spoiler- und infofrei an die Sache herangegangen.

      Die ganze Aufmachung des Animes bzw. dessen Vorlage ist wirklich gut durchdacht und zeigt im Gesamtpaket sehr gut aus, wieso der Wunsch der Menschen, etwas in der Vergangenheit zu verändern, so gravierende Auswirkungen auf die Zukunft haben kann. Natürlich tun sich dadurch große Möglichkeiten auf, aber nie ist dann bewusst, wann es genug ist.
      Steins;Gate wies für mich alle Facetten auf, die mich wirklich sehr überzeugten: Guter Plot und nicht zu oberflächliche Charaktere. Man kann immer mehr mit ihnen mitfühlen und die Reaktionen und Handlungen nachvollziehen.
      Okabe wirkt für andere seltsam sowie manchmal gekünstelt witzig und an anderen desinteressiert, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr bekommen wir von seinem Innenleben Schicht für Schicht zu sehen. Das Erkennen des Respekts für Kurisu. Am Ende seine Verzweiflung, dass er Mayuri unbedingt retten will. Immer und immer und immer wieder.
      Durch die immer neuen Zeitlinen lernt man auch Kurisu immer wieder neu kennen, auch wenn sie am Ende immer gleich reagiert – als Partner für Okabe.
      Irgendwie überraschend aber auch nicht, war dann, dass aus der Hassliebe von Okabe und Kurisu schlussendlich doch Liebe wurde. Es war zwar irgendwie klar, aber dann doch nicht ganz definitiv.

      Auch gut empfand ich die ganzen scheinbaren Nebenhandlungen, die dann noch essentiell für den Hauptplot waren: Moeka, Ruka und Faris.
      All sie veränderten die Vergangenheit und mussten überzeugt werden, es wieder rückgänig zu machen.

      In das Opening, Hacking to the Gate, über welches ich schon früher bei osu! stolperte, hab ich mich erst beim Schauen des Animes verliebt. Da es extra für ihn geschrieben wurde, passen auch die Lyrics perfekt.
      Des Weiteren war ich überrascht, dass eine weiterführende OVA und ein Film mal wirklich einen Anime gut ergänzen und nicht einfach zu überspringendes oder schmückendes Beiwerk waren. Sie führen einfach die Story weiter, und das fand ich eine erfrischende Abwechslung.

      Alles in allem macht der Anime vor allem Lust auf mehr, sich mit Zeittheorien wie den angesprochenen Butterfly Effect und Paralleluniversen zu beschäftigen, aber vielleicht stehe ich damit ja auch allein da~

      Also dann: Fandet ihr den Anime zu unrealistisch, futuristisch, unwirklich oder die Darstellung, dass eine Utopie gar nicht so weit von der Wirklichung weg ist? War die Story zu lang, zu unergiebig? Fandet ihr einen Charakter ganz schrecklich oder besonders bemerkenswert?

      Mfg,
      Kugawa

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