14. Türchen

      Hey liebe DCDP-User,
      weiter geht es mit dem 14. Türchen des diesjährigen Adventskalenders und dem zweiten Teil meiner FanFiction zu Bourbon/Toru Amuro. Natürlich wünsche ich euch weiterhin viel Spaß und Freude mit der Story in der Weihnachtszeit. Und nicht vergessen: Ihr dürft bei der FF weiter fleißig miträtseln, wer den Mord begangen hat und wie der Täter vorgegangen ist? In diesem Teil ermitteln die Detektive weiter und es gibt neue Hinweise und Indizien. Also lest das Türchen und postet eure Feedbacks zur FF und Theorien zum Mordfall.

      MfG
      Black organization member

      Du hast den ersten Teil meiner Adventskalender 2015-FF zu Bourbon/Toru Amuro verpasst? Oder du möchtest deine Erinnerungen vor dem zweiten Teil nochmal auffrischen und den Anfang der Story noch einmal lesen? Dann ist hier der Link zu Teil 1 "Bloody Christmas - Mörderisches Fest" (7. Türchen): 7. Türchen


      White Christmas – Fest der Ermittlungen und Schlussfolgerungen

      Laute Schritte trampeln die Treppe in den zweiten Stock der Villa Tatsumoto hinauf, sodass man vom Geräuschpegel denken könnte, eine Horde Kinder jage durch das Anwesen. Doch es ist vielmehr eine kleinere Horde Gäste, die schnellen Schrittes die Stufen nach oben hetzt und dann durch den Flur eilt, wo der Butler Kanabe immer noch am Boden kauert und vor Schock wie gelähmt scheint. Das einzige Kind im Haus ist bereits am Tatort und sein Blick wandert zwischen der Leiche von Rika Tatsumoto und den Augen von Toru Amuro, der ihm vor einem Augenblick seine erste Schlussfolgerung präsentierte: „Mord in einem verschlossenen Raum.“
      „Das kann nicht sein. Unmöglich!“, denkt sich Conan, doch er weiß, wer da vor ihm steht: Der Detektiv Toru Amuro, auch bekannt als das Organisationsmitglied Bourbon. So groß seine Abscheu vor der Schwarzen Organisation auch sein mag, so groß ist auch sein Respekt vor dem Mann in Schwarz, dem er nun in die Augen blickt. Bourbon ist sehr intelligent und verfügt über einen messerscharfen Verstand, eine gute Beobachtungsgabe sowie hervorragende Schlussfolgerungen, was er zuletzt bei einem Fall im Haido-Krankenhaus mal wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte. Daher konnte Conan dem blonden Detektiv zumindest in solchen Situationen vertrauen.
      „Verdammt! Nicht einmal an Weihnachten ruht das Verbrechen. Ein Mord an einem so fröhlichen Fest.“, schwirrt es dem kleinen Jungen weiter durch den Kopf. Selbst an diesem eigentlich so friedvollen Termin lässt ihn die Kriminalität nicht einfach mal die Feierlichkeiten genießen. Dieser Junge scheint das Verbrechen scheinbar magisch anzuziehen – oder die Verbrechen ziehen ihn an, den trotz Schrumpfung durch die Organisation immer noch mit dem Intellekt eines Erwachsenen ausgestattete Oberschülerdetektiv Shinichi Kudo, wie man es eben interpretieren möchte.
      „Was ist passiert? Ist mit Ihnen alles in Ordnung?“, ruft Ran leicht aus der Puste dem Diener von Frau Tatsumoto zu, während sich die Partygesellschaft der offenstehenden Tür nähert. Herr Kanabe erwacht allmählich aus seiner Schockstarre, hebt langsam den rechten Arm und deutet mit dem Zeigefinger in das Zimmer, während sein ganzer Körper immer noch zittert. Die Gäste kommen nun am Tatort an und werfen einen Blick in den Raum, der Anblick, der sich ihnen nun bietet, kommt den Anwesenden wie ein Albtraum oder eine Szene aus einem Horrorfilm vor. Die Gastgeberin Rika Tatsumoto liegt leblos in einer Blutlache auf dem Boden, eine klaffende Wunde in der Brust und es gibt nichts, was sie jetzt noch für das Model tun können: Sie ist tot!
      „Oh mein Gott!“ - „Rika-san!“ - „Schwesterherz!“ Der Koch des Anwesens, Minoru Ishida, der Sänger Jinpei Furizawa und die Schwester des Opfers, Aya Tatsumoto stehen geschockt im Türrahmen und starren auf die Leiche von Rika, die die Rufe der drei nicht mehr hören kann. Stattdessen hören die trauernden Gäste die Weihnachts-CD von Furizawa, die die Gastgebeberin hören wollte und die nun vom CD-Player abgespielt wird. Die Musik sorgt für leichte Irritationen, denn größer könnte der Kontrast, unpassender könnten die Lieder nicht sein: Ein Dutzend wunderschöner Weihnachtssongs und gleichzeitig der Anblick einer Leiche, der gar nicht so recht ins Bild einer friedlichen Feier passt.
      Auch Kogoro und Ran können kaum fassen, dass schon wieder ein Mord in ihrer Gegenwart passiert sein soll und obwohl die Moris bereits mehrfach in solchen Situationen waren, reagieren sie wie die anderen Gäste, die Augen und den Mund weit aufgerissen, um Fassung ringend und doch leise hoffend, dass es sich hierbei nur um einen Albtraum handelt. Doch das ist kein Traum, das ist die Realität und mal wieder hat sich ein Mord ereignet.
      „Rika, nein!“, kommt es nun lautstark aus Aya heraus und sie lässt ihren Tränen freien Lauf, die nun über ihre Wangen laufen. Gedankenverloren stürmt sie in das Zimmer ihrer verstorbenen Schwester, vorbei am im Raum stehenden Conan, und sie geht auf den leblosen Körper von Rika zu. Als sie nur noch einen Schritt von der Leiche entfernt steht, hält eine eindringliche Stimme sie auf. „Keinen Schritt weiter!“, ruft ihr Toru Amuro entgegen. „Das ist ein Tatort, die Leiche darf nicht berührt werden. Es geht hier schließlich um Mord.“ - „M...M...Mo..Mord?“, stammelt Rikas Schwester ungläubig. „Aber wer würde ihr nur so etwas Schreckliches antun?“ - „Das gilt es herauszufinden.“, entgegnet Amuro schlicht.
      Aya kann es nicht fassen, der anfänglich so schöne Weihnachtstag ist zu einem grausamen Ende gekommen. Plötzlich sackt sie in sich zusammen und fällt auf die Knie, die Tränen laufen ihr wie ein Wasserfall übers Gesicht und tropfen auf den Boden, ein lautes, unaufhörliches Schluchzen und das ständige, leise Stammeln vom Namen ihrer Schwester wechseln sich ab. „R...Rika.... Ri...ka.... Ri...Rika...“ Ishida und Furizawa kommen nun auch in den Raum, während Conan immer noch an der gleichen Stelle steht und das Geschehen beobachtet. Die beiden Männer eilen der Schwester des Opfers zu Hilfe und wollen ihr wieder auf die Beine helfen und sie aus dem Zimmer bringen. „Na komm schon, beruhige dich erstmal.“, versucht der Koch, sie zu trösten.
      „Alles wird gut.“, redet der Sänger auf sie ein, als ihm ein Gedanke kommt. „Ähm, Verzeihung...“, wendet er sich an den blonden Detektiv. „Dürfte ich bitte den CD-Player ausschalten, wäre das okay? Wenn ich nur daran denke, dass die schönen Lieder dieses Albums, dass ich und meine Bandkollegen mit Freude aufgenommen haben, nun dieses furchtbare Erlebnis untermalen... Ich wünschte, diese CD wäre nie entstanden.“ Toru Amuros Antwort ist nur ein leichtes Nicken, sodass sich Furizawa zu dem CD-Player begibt, um ihn auszuschalten. Auf einmal ertönt ein langanhaltendes, zischendes Geräusch und direkt im Anschluss ein lauter Knall, fast so wie...
      „Ein Feuerwerk!?“, ist Ran gleichermaßen erstaunt wie irritiert, denn aus dem Balkon heraus kann man sehen, wie nach und nach weitere Raketen in den Himmel emporsteigen und mit einer Explosion farbige Funken versprühen. Amuro dreht sich wieder um und läuft auf den Balkon des Zimmers, wo er erblicken kann, dass die Raketen vom Ende des hinteren Gartens des Anwesens abgeschossen werden. „Was hat das zu bedeuten?“ - „Entschuldigen Sie bitte...“, meldet sich nun der Butler Kanabe zu Wort, der sich langsam wieder aufrappelt und erklärt: „Dieses Feuerwerk war als Überraschung der Hausherrin gedacht, von der sie gesprochen hat. Es ist nun genau 23 Uhr und ursprünglich sah sie vor, das Feuerwerk mit ihren Gästen gemeinsam zu bestaunen und das Fest in den nächsten Tag hineinzufeiern. Leider wird daraus nichts... Die Raketen sind mit einem Zeitzünder versehen, das bedeutet man kann die Show auch nicht anhalten. Es tut mir Leid.“ - „Dafür können Sie doch nichts.“, muntert Ran den Diener wieder auf, der immer noch sichtlich mitgenommen ist.
      Toru Amuro lehnt sich mit verschränkten Armen auf das Geländer des Balkons und schaut nachdenklich in den vom Feuerwerk erleuchteten Abendhimmel, während der kalte Wind ihm durchs Gesicht und die blonden Haare weht. Das Licht der Explosionen erhellt auch den Garten und die Umgebung und auf einmal bemerken die geschulten Augen des Detektivs ein Detail und ein Lächeln macht sich auf seinem Gesicht breit. „So ist das also.“, denkt sich das Mitglied der Schwarzen Organisation. „Na wenigstens ein Mysterium weniger.“
      In diesem Moment öffnet sich eine Tür im Flur der zweiten Etage und Koji Tatsumoto kommt laut gähnend aus dem Zimmer. „Was soll denn dieser Auflauf hier? Und dann noch dieses Feuerwerk... Das nenne ich aber ziemlich unsanft aufgeweckt.“, beschwert sich der Sohn von Rika mit müder Stimme und schiebt einen weiteren Gähner hinterher. Langsam trottet er zum offenstehenden Zimmer seiner Mutter, wo sich die anderen versammelt haben und als er in den Raum schaut, traut er seinen Augen nicht. Er fragt sich, ob er immer noch träume und dies ein ganz schlechter Traum sei, deshalb reibt er sich die Augen, doch das Bild verändert sich nicht: Vor ihm liegt seine Mutter in ihrem Blut.
      „Mutter!“, poltert es aus ihm heraus und seine Augen werden feucht, dann kullern einige Tränen und er möchte ebenso in das Zimmer stürmen, doch eine Hand auf seiner Schulter hält ihn davon ab. „Sie können nichts mehr für sie tun. Ihre Mutter ist tot.“, überbringt ihm Kogoro die schlechte Botschaft. „Nein, das darf nicht sein. Mutter...“, kann Koji es immer noch kaum fassen, doch es ist kein böser Traum, der Tod seiner Mutter wird nun auch für ihn Gewissheit. Amuro hat das Feuerwerk nun genug beobachtet, er holt sein Handy aus der Westentasche und tippt darauf herum, dann wendet sich wieder den anwesenden Personen zu. „Jeder verlässt nun den Tatort. Wir haben es hier mit einem Mord zu tun. Rufen Sie die Polizei!“



      ***



      Einige Minuten später trifft die Polizei am Tatort ein und das Leuchten des Blaulichts erhellt den Parkplatz vor der Villa Tatsumoto. Im Inneren der Villa untersucht die Spurensicherung den Tatort, das Zimmer von Rika Tatsumoto, während zwei Polizisten um die Leiche herum stehen. „Und? Wie ist der Name des Opfers, Takagi-kun?“, fragt der kräftige Polizist mit orange-braunem Mantel und Hut seinen schmächtigen Kollegen im grauen Anzug. „Beim Opfer handelt es sich um die Besitzerin dieser Villa, Rika Tatsumoto. Sie war 42 Jahre alt und arbeitete als Model.“, erklärt Takagi. „Das Opfer wurde erstochen, der Wunde zu urteilen vermutlich mit einem Messer, doch von der Tatwaffe fehlt bislang jede Spur. Der Täter traf sie direkt ins Herz, sie war sofort tot. Sie war heute die Gastgeberin einer Weihnachtsfeier.“
      „Ganz genau. Und wer war natürlich mal wieder rein zufällig Gast bei dieser Feier und damit am Tatort?“, sagt Megure mit jeder Menge Sarkasmus. „Unser hochgeschätzter Kollege und Todesgott, Detektiv Kogoro Mori.“ Sein genervter Blick richtet sich auf den Eingang des Zimmers, wo sich alle Gäste der Weihnachtsfeier versammelt haben, und er gibt zu verstehen, wie wenig erfreut er über das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen ist. „Aber, aber, Megure-keibu. Sie verwechseln da etwas. Ich bringe die Menschen nicht um, ich bin derjenige, der die Fälle löst.“, entgegnet Kogoro freundlich und versöhnlich mit zugekniffenen Augen und einem Lächeln, während er auf sich selbst deutet. „Mit mir am Tatort ist dieser Mord doch schon wieder im Handumdrehen aufgeklärt. Das Gesetz schläft nie und deshalb bin ich selbst an Weihnachten zur Stelle, um jeden noch so schwierigen Fall zu lösen. Ich, der großartige Meisterdetektiv, Kogoro Mori. Hahahahaha.“ posaunt er mit einem sehr lauten Lachen.
      „Grundgütiger, womit habe ich das verdient?“, denkt sich Megure kopfschüttelnd und mit einer Hand vorm Gesicht. „Eigentlich wollte ich mit meiner Frau in Ruhe das Weihnachtsfest feiern, wir hatten schon gegessen und wollten den Abend ausklingen lassen. Und dann kommt dieser Notruf rein und ich muss zum Dienst.... Selbst an Weihnachten ist man vor Mori und seiner Familie mit ihren todbringenden Fähigkeiten nicht sicher. Na, frohes Fest.“, sind seine sarkastischen Gedanken, als plötzlich eine mysteriöse Äußerung die Aufmerksamkeit der Ermittler und der Gäste auf sich zieht: „Der Weihnachtsengel der Rache hat zugeschlagen.“
      Verwundert richten sich nun alle Blicke auf Toru Amuro, der diese Worte ausgesprochen hat. „Der Café-Detektiv ist ja auch da.“, denkt sich Megure mit einem Seufzer, dann will er eindringlich wissen: „Was... Was hat das zu bedeuten? Der Weihnachtsengel der Rache... Raus mit der Sprache!“ - „Ich bin auch Gast auf dieser Feier gewesen, doch nicht einfach nur, weil mich Frau Tatsumoto dazu eingeladen hat. Sie war meine Klientin.“, erläutert der blonde Detektiv. „Und was hat es mit diesem Racheengel auf sich?“ - „Frau Tatsumoto wurde bedroht, sie hat seit Anfang Dezember mysteriöse Briefe erhalten. Auf diesen stand sowas wie: `Am 24. Dezember werde ich zu dir kommen und dir dein Weihnachtsgeschenk geben: Den Tod. Gezeichnet, der Weihnachtsengel der Rache.´“
      Amuro holt nun einen weißen Umschlag aus seiner schwarzen Weste hervor und zeigt eine Kopie von einem der Drohbriefe. „Nun, als der erste Brief kam, hat die Herrin die Drohung noch nicht ernst genommen, immerhin gab es in der Vergangenheit auch schon zahlreiche Stalker, die man mit der Zeit leicht abwimmeln konnte, wenn man ihnen mit einem Prozess drohte. Nur einmal ließ einer der Stalker nicht locker und wir mussten wirklich vor Gericht gehen, doch Frau Kisaki konnte erreichen, dass er sich Frau Tatsumoto nicht mehr nähern durfte.“, erklärt der Diener Kanabe. „Doch nachdem sich die Drohbriefe häuften und es teilweise anonyme Anrufe gab, hat sie einen Detektiv eingeschaltet, denn Frau Kisaki ist selbst aufgrund eines Falles leider zeitlich verhindert.“ - „Warten Sie mal!“, mischt sich nun auch Kogoro ein. „Hat meine Frau mich denn nicht als Detektiv empfohlen?“ - „Nein, sie hat kein Wort über Sie verloren, als wir sie um Rat gefragt haben.“, entgegnet der Butler. „Dieses Biest....“, denkt sich Kogoro verärgert und seine Tochter versucht, den drohenden Wutausbruch ihres Vaters zu verhindern und ihn zu beruhigen.
      Auf einmal kommt Ran ein Gedanke, der zum Fall beitragen könnte und zögerlich äußert sie ihre Vermutung: „Aber... könnte es nicht sein... dieser Stalker, der sich Frau Tatsumoto nicht mehr nähern darf... Ich habe doch vorhin eine Gestalt im Wald gesehen. Könnte es nicht sein, dass es dieser Stalker war, der sie nun aus Wut über das Urteil umgebracht hat?“ - „Möglich wäre es schon. Er war damals ziemlich wüt...“, möchte Kanabe entgegnen, als eine helle Kinderstimme ihn unterbricht: „Ich glaube nicht, dass es ein Stalker oder eine Person von außerhalb war.“ - „Und der zweite Todesgott... Ich habe mich schon gewundert, wo dieser Zwischenruf bleibt.“, denkt sich Megure erneut mit einer Portion Sarkasmus, doch er wird von einem lauten Schrei aus seinen Gedanken geholt: „Aua!“ Conan hält sich den Kopf, auf den ihn Kogoro soeben geschlagen hat. „Das hast du nun davon, du Nervensäge.“, schimpft er mit dem kleinen Jungen. „Man spricht nicht einfach dazwischen, wenn andere Leute reden. Und außerdem, was weißt du schon?“
      „Aber Conan-kun hat Recht.“, nimmt Amuro den geschrumpften Detektiv in Schutz. „Schauen Sie doch mal, wie die Leiche von Frau Tatsumoto liegt.“ - „Äh, nunja... sie liegt mit dem Kopf in Richtung Balkon und die Füße zeigen zur Tür.“, antwortet Takagi. „Exakt. Das bedeutet, der Mörder kam zur Tür herein und hat sie dann erstochen, deshalb befindet sich die Leiche in dieser Position. Wäre eine Person von außerhalb durch den Balkon ins Zimmer eingestiegen und von Frau Tatsumoto überrascht worden, wäre sie bei der Tat mit dem Kopf zur Tür hin gefallen. Und es gibt keine Hinweise, dass der Körper nach der Tat bewegt worden wäre.“, zieht der blonde Kellner seine Schlüsse.
      „Aber... wäre es denn nicht denkbar, dass so ein Stalker an einer anderen Stelle ins Haus einsteigt und dann durch die Tür ins Zimmer des Opfers kommt?“, fragt Ran und erhält sogleich eine Antwort von Amuro: „Das bezweifle ich. Von meinen bisherigen Besuchen in dieser Villa weiß ich, dass Frau Tatsumoto ihre Zimmertür immer abschließt, um ungestört zu sein. Wenn sie die Tür geöffnet hätte, dann bestimmt keinem Fremden, der ins Haus eingestiegen ist. Das bedeutet, sie muss den Täter gekannt und ins Zimmer gelassen haben. Nicht wahr, Kanabe-san?“ Der Diener nickt zustimmend und ergänzt: „Die Herrin mochte gerne ihre Ruhe, daher schloss Sie wirklich immer zu, wenn Sie sich zurückziehen wollte. Und einen Einbruch eines Fremden kann es nicht gegeben haben, sonst wäre die Alarmanlage angesprungen. Die Polizei kann die Villa auch gerne nach Einbruchspuren absuchen.“
      Megure gibt Takagi sofort den Befehl, dieser Möglichkeit nachzugehen und gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Spurensicherung macht sich Takagi auf der Suche nach Hinweisen. „Wenn Frau Tatsumoto aber ihren Mörder gekannt haben muss... dann heißt das...“, traut sich Ran nicht, ihre Befürchtungen auszusprechen. „Genau. Der Mörder ist einer der Gäste der Weihnachtsfeier.“, spricht Toru Amuro Rans Gedanken aus und sofort macht sich Unverständnis unter den Anwesenden breit. „Was?!?! Wie können Sie nur so etwas behaupten?“, empört sich Aya. „Ich bin zutiefst geschockt vom Tod meiner Schwester und Sie werfen mir einen Mord zu?“ - „Warum sollte ich Sie denn umgebracht haben?“, regt sich Ishida fürchterlich auf. „Ich habe mit ihrem Tod nichts zu tun.“, verteidigt sich Koji und Furizawa streitet ebenfalls ab: „Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!“
      „Nun beruhigen Sie sich doch, es wird sich schon alles aufklären.“, beschwichtigt Megure, doch Amuro ist mit seinen Schlussfolgerungen noch nicht am Ende: „Es gibt allerdings ein Problem bei dieser Tat.“ - „Ein Problem?“, wundert sich sein Lehrmeister Mori. „Ja, wir haben es hier nämlich... mit einem Mord im verschlossenen Raum zu tun.“ - „Was? Entschuldige bitte, Amuro-kun, aber ich glaube, du liegst dieses Mal leider falsch.“, widerspricht Kogoro. „Die Balkontür stand doch offen, als du den Raum betreten hast, nicht wahr? Also kann das hier kein verschlossenes Zimmer sein.“
      „Es ist richtig, dass die Tür zum Balkon geöffnet war. Aber trotzdem liegt uns in diesem Fall ein verschlossener Raum vor. Soweit ich weiß gibt es zwei Schlüssel zum Zimmer des Opfers. Einen hat Kanabe-san, der andere...“ Der blonde Detektiv deutet hinter den Schreibtisch des Opfers. „... liegt dort. Hinter dem Schreibtisch befindet sich eine Kommode und darauf befindet sich eine Keramikschüssel vor dem CD-Player, in der Schüssel befindet sich der Schlüssel.“ Der Diener meldet sich nun zu Wort, um die Schlussfolgerungen zu bestätigen: „Alles ist so, wie er gesagt hat. Die Herrin legte ihren Schlüssel immer dort drüben ab und ich habe den Ersatzschlüssel hier.“ Er holt aus seinem Frack den besagten Gegenstand und zeigt ihn den Ermittlern, ein breiter Schlüssel aus Eisen, an dem ein kleines Schild mit der Aufschrift „Rika Tatsumoto“ hängt.
      „Das bedeutet, der Täter konnte nach dem Mord nicht aus der Tür fliehen, es bleibt also nur noch der Weg über den Balkon. Nun kommen Sie mit.“, bittet Amuro Megure und Kogoro auf den Balkon, während Conan den Ermittlern folgt. „Schauen Sie nach unten.“, setzt der blonde Kellner seine Schlussfolgerungen fort. „Der Garten ist mit Schnee bedeckt und keine Fußspuren, das ist einerseits ein weiteres Indiz gegen die Einbrecher-Theorie und zeigt andererseits, dass der Täter nicht mit einem Seil vom Balkon heruntergestiegen sein kann. Außerdem befindet sich direkt unter diesem Raum das Wohnzimmer und durchs Fenster hätten wir gesehen, wenn da jemand runtergekommen wäre. Und oben aufs Dach kann der Täter auch nicht gestiegen sein, denn dort sind auch keine Spuren, der Schnee liegt unberührt dort oben.“
      Megure und Kogoro vergewissern sich, ob Amuros Äußerungen stimmen, doch kein Zweifel: Die Schneedecke ist völlig unangetastet und bislang kombiniert Amuro einwandfrei, doch er ist noch nicht am Ende: „Dann gäbe es theoretisch die Möglichkeit, dass der Täter in ein anderes Zimmer geflohen ist. Doch zur rechten Seite gibt es im Nachbarzimmer keinen Balkon, denn dort ist ein Badezimmer und der Balkon des nächsten Zimmers ist viel zu weit weg. Auf der linken Seite könnte der Mörder zwar auf den Balkon geklettert sein, doch aus dem Zimmer käme er ebenfalls nicht mehr hinaus. Denn danach gibt es keinen Balkon mehr, um weiterzuklettern und der Raum links ist das Zimmer vom Butler Kanabe. Wie sie sehen, ein Mord in einem verschlossenen Raum.“
      Kogoro scheint von seinem Lehrling übertrumpft zu sein, doch wie aus dem Nichts beginnt der Meisterdetektiv zunächst leise vor sich hin und anschließend immer lauter zu lachen, bis wieder sein typisches Lachen lauthals in alle Ohren klingt. „Hahahahaha. Dieser Fall ist ja so einfach, dass er meiner gar nicht würdig ist. Es liegt doch alles auf der Hand. Der Täter....“, Kogoro holt mit dem Arm weit aus, sodass er Megure fast mit dem Ellenbogen im Gesicht trifft, dann deutet er auf den vermeintlichen Mörder. „... sind Sie! Tatsuro Kanabe!“ - I...i...ich?!?“, ist der Butler ebenso verdutzt wie Amuro, Conan und seine Tochter Ran, die sogleich die abwegige Theorie ihres Vaters widerlegt: „Aber Paps... er war doch die ganze Zeit mit uns im Wohnzimmer. Du hast dich sogar mit ihm unterhalten. Hast du vorhin wieder zu viel getrunken?“
      Kogoro ist sein Scheitern derart peinlich, dass er leicht errötet, mit dieser Schlussfolgerung hat er sich mal wieder zu sehr aus dem Fenster gelehnt und sich vor den versammelten Personen blamiert. „Ähm... ja... okay... das war wohl... nicht ganz richtig. Hehehe. Bei dieser ganzen Aufregung habe ich das wohl völlig vergessen. Tut mir wirklich Leid, Kanabe-san.“, entschuldigt er sich versöhnlich und versucht, sich herauszureden. „Aufregung? Wohl eher Alkohol.“, denkt sich Conan spöttisch, dann zeigt der Butler seinen eigenen Schlüssel, an dem ebenso ein Schildchen hängt, mit der Aufschrift „Tatsuro Kanabe“ und sagt: „Diesen Schlüssel habe ich die ganze Zeit bei mir, kein anderer kann ihn benutzt haben.“
      „Was hat es eigentlich mit diesem ganzen Geschenkpapier auf sich, das dort in der Ecke liegt?“, fragt Conan und deutet auf die aufgerissenen, mit Verzierungen und Weihnachtsmotiven versehenen Fetzen. Kogoro bemerkt erst jetzt, dass Conan ihnen auf den Balkon gefolgt war und würden den Nervenzwerg am liebsten hochkant aus dem Zimmer werfen, doch Kanabe erklärt bereits: „Ach das. Ich denke, die Herrin wird hier noch ihre restlichen Geschenke ausgepackt haben. Frau Tatsumoto hatte viele Bekannte, insbesondere aus der Modelbranche, aber viele konnten heute Abend nicht kommen. Dennoch hat sie natürlich viele Geschenke geschickt bekommen.“ Er deutet dabei auch auf einen Tisch, auf dem die Präsente der Gastgeberin abgestellt wurden.
      „Wie dem auch sei. Wir sollten uns jetzt den offenen Fragen in diesem Fall zuwenden.“, schlägt Toru Amuro vor und wirft die Mysterien dieses Mordes sogleich in den Raum: „Erstens: Wer ist der Täter von Frau Tatsumoto? Dafür kommen die folgenden Personen in Betracht: Der Koch Minoru Ishida, der Sänger Jinpei Furizawa, die Schwester des Opfers Aya Tatsumoto sowie Rikas Sohn Koji.“ Die Verdächtigen sind immer noch verärgert, an den Pranger gestellt und des Mordes beschuldigt zu werden, doch eine weitere Diskussion scheint zwecklos, denn die Ermittler haben sie bereits auf dem Kieker. „Zweite Frage: Wie hat der Mörder den verschlossenen Raum hergestellt und ist aus dem Zimmer gekommen?“
      Dann nähert sich der blonde Detektiv der Leiche von Rika Tatsumoto, um fortzufahren: „Als Drittes: Wo ist die Tatwaffe? Sie wurde erstochen, doch von der Waffe fehlt jede Spur. Das heißt irgendwo muss ein Messer oder Ähnliches sein, mit dem die Tat begangen wurde. Und zu guter Letzt: Wie hat der Täter es geschafft, scheinbar keinen Tropfen Blut abzubekommen?“ Megure und Kogoro stutzen, denn diese Tatsache ist ihnen noch gar nicht in den Sinn gekommen. „Worauf möchten Sie hinaus, Amuro-san?“ - „Na schauen Sie doch mal: Das Opfer wurde mit einem Stich ins Herz getötet und hat viel Blut verloren, bei der Tat muss ebenso Blut gespritzt sein. Doch unsere vier Hauptverdächtigen weisen keine Spuren von Blut auf, ihre Kleidung ist unbefleckt.“ - „Vielleicht weil wir es nicht waren?“, erwidert Aya gereizt und versucht, sich und die anderen zu verteidigen, doch damit beißt sie bei dem Kellner auf Granit: „Ich bin mir sicher, dass der Täter unter uns weilt.“
      Plötzlich verspürt Amuro eine Berührung und als er sich umdreht, sieht er Kogoro auf seine Schulter klopfend. „Bravo, bravo Amuro-kun! Großes Kompliment, das waren hervorragende Schlussfolgerungen.“, beglückwünscht ihn der Privatdetektiv. „Ich habe das alles natürlich ebenso kombiniert, doch ich wollte Sie mal etwas testen und Ihnen den Vortritt lassen, damit Sie zeigen können, was Sie auf dem Kasten haben. Und Sie haben mich nicht enttäuscht, Amuro-kun, sie machen große Fortschritte als Detektiv. Aber das ist ja auch kein Wunder, schließlich haben Sie den besten Lehrmeister, den Sie kriegen können: Mich, den großen Meisterdetektiv, Kogoro Mori. Hahahahahaha.“ - „Ähh, v...vielen Dank, Mori-sensei. Es ist mir eine Ehre, sie als Meister zu haben.“, zeigt sich Amuro überrascht, doch er spielt mit. Megure hat inzwischen die Spurensicherung mit der Durchsuchung der Villa nach der Tatwaffe beauftragt und eine Leibesvisitation der Tatverdächtigen angeordnet, dann begibt er sich mit Kogoro, Amuro, Ran und Conan in einen Raum für die Verhöre.



      ***



      „Nun, Kanabe-san, was können Sie uns über die möglichen Motive der Tatverdächtigen erzählen?“, möchte Megure von dem Diener wissen, dessen Zimmer zur Befragung der Zeugen und Verdächtigen herhalten muss. „Ähm... nunja... ich weiß nicht so recht, was ich Ihnen da sagen soll. Also... ich...“, stammelt der Butler und erntet dafür von Megure nur einen strengen Blick. „Nun rücken Sie doch raus mit der Sprache! Ich sehe Ihnen doch an, dass Sie etwas auf dem Herzen haben, Sie wissen doch etwas.“, setzt der Mann mit dem orange-braunen Hut seinen Gegenüber noch mehr unter Druck. „Aber... aber was ist, wenn ich... Ich möchte doch niemanden falsch belasten. Wir reden hier immerhin über Mord. Von meiner Aussage hängt womöglich das Leben von einem der Vier ab.“, wird Kanabe zunehmend nervös, vor Aufregung und aus Angst, etwas Falsches zu sagen beginnt er wieder, zu zittern.
      „Bleiben Sie ganz ruhig, es wird Ihnen nichts passieren.“, versucht Megure, beruhigend auf ihn einzureden. „Sie sind nicht tatverdächtig und ihre Aussage wird nicht dafür sorgen, dass wir sofort jemanden festnehmen. Ohne Beweise können wir ohnehin nicht viel tun. Wenn Sie uns aber wichtige Informationen geben würden, so könnte das der Polizei immens helfen, den Täter von Frau Tatsumoto ausfindig zu machen. Das ist doch auch in Ihrem Interesse, nicht wahr?“ Der Körper des Dienstboten wird wieder ruhiger, sein Puls kommt etwas herunter, dennoch ist er weiterhin sehr aufgeregt, ein Verhör hat auch der ältere Herr in seinem ganzen Leben noch nicht erlebt. „G...gut, ich werde aussagen. Ich möchte selbstverständlich, dass der Mörder der Herrin seine gerechte Strafe erhält und wenn ich dazu beitragen kann... dann werde ich Ihnen alles sagen, was ich weiß.“
      Megure räuspert sich und setzt dann wieder seinen strengen Blick auf, es verwundert kaum, dass ein Zeuge bei diesem Anblick nervös werden kann, schließlich beginnt er das Verhör von Neuem: „Also nochmal... wir möchten etwas über die Motive der vier Verdächtigen erfahren. Was können Sie uns darüber berichten?“ Kanabe zögert erneut einen Moment, dann traut er sich, seine Aussage zu machen, während auch Kogoro, Ran, Conan sowie Toru Amuro im Raum gespannt zuhören: „Naja... also ich möchte niemanden in etwas hineinreiten... aber Detektiv Mori und seine Familie wurden heute Abend auch Zeuge, welche Verhältnisse in diesem Anwesen herrschen.“ - „Sie meinen den Streit zwischen Koji und seiner Mutter, habe ich Recht?“, wirft Ran ein, was Kanabe nur mit einem leichten Nicken bestätigt, dann sagt er mit gesenktem Blick, um nicht in Megures stechende Augen schauen zu müssen: „Koji hat wahrscheinlich das größte Tatmotiv.... Es würde mich nicht wundern,... wenn ihm nach all diesen Qualen... kein anderer Ausweg mehr blieb.“
      In der Tat, die Moris und Amuro konnten an diesem Abend miterleben, wie angespannt das Mutter-Sohn-Verhältnis war, wobei dies noch eine Untertreibung ist. Doch das Szenario beim Abendessen hat ihnen einen guten Eindruck vermittelt. Der Gedanke, dass dies nur ein Vorgeschmack war... sie wollen sich gar nicht ausmalen, wie es sonst noch in der Villa Tatsumoto zuging. „Was meinen Sie mit Qualen?“, hakt Megure nach und der Butler erzählt die Geschichte: „Dazu müsste ich zunächst etwas ausholen... Vor 21 Jahren... da war Frau Tatsumoto am Anfang ihrer Modelkarriere, sie hat schon früh von diesem Beruf geträumt... Und gerade mal 21 Jahre alt, sie war ein Stern am Himmel der Modelbranche, man sagte ihr eine Weltkarriere voraus und sie ist schon für einige namhafte Marken gelaufen.“
      Kanabe stockt in seiner Aussage und verstummt für einen Moment, weshalb Megure ihn anstoßen möchte. „Und was ist dann passiert?“ - „Dann... dann kam der Aufenthalt in den USA.“, fährt Kanabe mit zitternder Stimme fort, man merkt ihm an, dass es ihm unangenehm ist, den Ermittlern davon zu berichten. „Frau Tatsumoto sollte in Amerika an einer Modenschau teilnehmen, außerdem wollte sie ohnehin länger dort bleiben, um sich weiterzuentwickeln. D...doch... doch es kam alles anders. Anstatt ihre Karriere anzukurbeln, musste sie den Traum vom Modeln erstmal auf Eis legen.“
      Ran hält sich fassungslos die Hand vor den vor Schock aufgerissenen Mund, denn sie ahnt schon, welches Ereignis den Traum von Frau Tatsumoto platzen ließ. „Frau Tatsumoto hat sich während ihres Aufenthalts in den USA in einen jungen Amerikaner verliebt, der ebenfalls modelte. Und dann... und dann...“ In Kanabes Augenwinkeln bilden sich kleine Tränen. „Dann ist sie ungeplant schwanger geworden, nicht wahr?“, spricht Amuro auf einmal das für den Butler scheinbar Unaussprechliche aus. „J...ja. Mit Koji. Sie stellte ihren Liebhaber zur Rede... d...doch der wollte von dem Kind nichts wissen... er wollte die Verantwortung nicht übernehmen. Er... er ließ... sie einfach mit dem Kind sitzen und verschwand.“ - „Wie furchtbar.“, zeigt Ran ihr Mitleid und ihre Augen werden ebenfalls allmählich feucht, dann kullern Tränchen über ihre Wangen.
      „Frau Tatsumoto war am Boden zerstört, ihr Traum in Scherben. Und die Frage, wie es weitergehen solle. Sie kehrte nach Japan zurück und hat Koji aufgezogen, ganz alleine. Als Koji dann in die Schule ging, hat sie mich engagiert, um auf ihn und den Haushalt aufzupassen, sie hatte ja noch Erspartes von ihren Anfängen als Model.“, berichtet Kanabe. „Frau Tatsumoto wollte dann wieder in das Geschäft einsteigen und ihren Traum weiterleben, aber sie war Ende 20, näherte sich den 30 Jahren und es war schwer, als Model wieder Fuß zu fassen... und das, obwohl sie mal als Nachwuchsstar galt. Schließlich hat sie sich durchgebissen und war wieder erfolgreich, sie kaufte sich diese Villa und hatte ein Vermögen verdient. Mittlerweile ist sie 42 Jahre alt gewesen, irgendwann wechselte sie vom Laufsteg in die Werbung und war bis zuletzt ein bekanntes Werbegesicht und Gast in Fernsehsendungen.“ „Aber wo liegt dann das Problem?“, versteht Kogoro immer noch nicht, wie ihm die Erzählung weiterhelfen solle, denn er wollte mehr Informationen zum Mordfall und keine Insiderstory für die Klatschpresse. „Frau Tatsumoto hat doch ihr Ziel erreicht, sie hatte Erfolg als Model und jede Menge Kohle verdient, dazu dieses Anwesen. Warum erzählen Sie uns diese Geschichte?“ - „Sie haben ja Recht, Mori-san, auf den ersten Blick könnte man sagen, dass ihr Leben trotz allem ein Erfolg war. Doch das sah die Herrin selbst nicht so.“, widerspricht der Butler. „Ihr wurde eine Weltkarriere vorausgesagt... doch letztlich kam sie nicht mehr über die Grenzen Japans hinaus. Und das hat sie schwer getroffen. Die Schuld dafür hat sie Koji gegeben.“
      „Aber er konnte doch gar nichts dafür.“, versucht Ran, den Sohn von Rika zu verteidigen, doch anscheinend war diese anderer Ansicht, wie Kanabe berichtet: „Sie hat mir als engstem Vertrauten von ihrer Geschichte erzählt und ich habe mehrfach versucht, sie von Kojis Unschuld zu überzeugen. Aber da stieß man bei Frau Tatsumoto auf taube Ohren. Für sie gab es da nichts zu diskutieren: Entweder wurde sie wütend und untermauerte lautstark, wie sehr Koji Schuld an allem trägt. Oder sie ließ sich gar nicht erst auf ein Gespräch ein.“
      „Es ist aber sicherlich nicht nur bei der Schuldzuweisung geblieben, habe ich Recht?“, wirft Toru Amuro nun ein und ergänzt: „Damit meine ich die Gewalt gegenüber ihrem Sohn.“ - „Wie bitte?!? Frau Tatsumoto hat ihren Sohn geschlagen.“, ist Megure sichtlich entsetzt. Bei Kanabe gibt es nun kein Halten mehr, so sehr er sich auch bemühte, doch er kann seine Tränen nicht mehr zurückzuhalten und wie Wasserfälle fließen sie über sein Gesicht. Schluchzend berichtet er weiter: „J...ja, es war... furchtbar. Und... und das... ging jeden Tag so. Täglich fand sie ein Haar in der Suppe und wegen einer Kleinigkeit rastete sie aus, dann schlug sie ihn, beleidigte ihn. Sie hat mir mal erzählt, wie sehr Koji seinem Vater ähneln würde, das hat ihren Hass nur noch verstärkt. Frau Tatsumoto zerstörte Kojis Leben, jeder Tag war wirklich die Hölle. Er ist eigentlich ein sehr fröhlicher, humorvoller Typ, aber... ich habe... ich habe abends schon oft... gehört, wie er in seinem Zimmer... weinte.“
      Kanabe kann nun kaum mehr sprechen, von seinen Tränen übermannt ist es jetzt nur noch ein undeutliches Schluchzen und Weinen. „Ich glaube, eine weitere Vernehmung von ihm ist nicht mehr möglich.“, meint Megure zu den anderen. „Er sollte sich besser beruhigen, wir wissen zumindest etwas über das Motiv ihres Sohnes.“ - „Dann reden wir doch gleich mit Koji, der ist sehr tatverdächtig.“, schlägt Kogoro voller Tatendrang vor.



      ***



      „Was soll ich Ihnen denn noch erzählen? Sie wissen doch eh schonalles.“, blafft Koji Tatsumoto Megure in einem unhöflichen Ton an, während er genervt und stur auf dem Stuhl gegenüber des Polizisten sitzt und seine Arme verschränkt hält. „Außerdem halten Sie mich sowieso für den Täter, ist mir schon klar. Ich bin doch ein geeigneter Sündenbock für Sie. Also können wir uns den Quatsch hier auch sparen. Am besten Sie nehmen mich gleich fest.“ - „Nun mal langsam mit den jungen Pferden, wir nehmen hier niemanden fest ohne stichhaltige Beweise.“, versucht Megure, den Sohn des Opfers mit einem freundlichen Gesichtsausdruck zu besänftigen. „Wir möchten von Ihnen nur einige Fragen beantwortet haben.
      „Nagut.“, stimmt Koji widerwillig zu und verdreht dabei die Augen. „Aber Sie können sich schonmal die erste Frage sparen. Ja, ich habe ein Motiv, meine Mutter umzubringen. Diese hinterhältige Schlange... mein Leben war der reinste Horror!“ Koji spingt nun von seinem Stuhl auf und schlägt mit einem lauten Knall auf den Tisch, er wird lauter und lauter, er redet sich so sehr in Rage, dass er nun die Ermittler anbrüllt. „Sie können sich gar nicht vorstellen, was ich für Qualen erleiden musste. Tag ein, Tag aus... immer die gleiche Scheiße. Dabei ist es doch meine Mutter gewesen, die in Amerika rumgehurt hat!“
      „Jetzt beruhigen Sie sich doch mal!“, will Megure auf ihn einreden und wird ebenso etwas lauter, doch ohne Erfolg. „Beruhigen? Das kann auch nur aus dem Mund von so einem Nichtswisser wie Ihnen kommen. Sie haben ja keine Ahnung... Und soll ich Ihnen was sagen: Ich habe meine Mutter nicht umgebracht. Aber ich bin froh, dass sie endlich tot ist, jetzt kann sie in der Hölle schmoren, wo sie hingehört.“ Koji kehrt zu Zimmerlautstärke zurück und nimmt wieder Platz, dann sagt er in einem herablassenden Ton mit einem fiesen Grinsen. „Hmpf, vielleicht sollte ich den Mörder meiner Mutter reichlich belohnen.“
      „Hören Sie auf!“, schreit auf einmal eine Mädchenstimme den aufgebrachten 20-Jährigen an. Es ist Ran, mit verweinten Augen, aber einem ernsten Gesichtausdruck, sie kann es nicht mehr ertragen. „Hören Sie auf, so über ihre Mutter zu sprechen! Das hat sie nicht verdient.“ - „Ach, was weißt du schon. Ich hätte den Rest meines Lebens so verbringen müssen, das wäre der Albtraum. Meine Freundin hat mit mir Schluss gemacht. Meiner Mutter war sie nicht gut genug, sie hat ständig gegen sie gehetzt. Jetzt ist sie tot und ich habe endlich ein Leben.“
      Ran ist immer noch empört, entsetzt, fassungslos, sie kann den jungen Mann einerseits zwar verstehen, doch trotzdem nicht nachvollziehen, wie er so abwertend über seine Mutter reden kann. Megure möchte aber nicht mehr abschweifen und befragt Koji weiter: „Wo waren Sie eigentlich zur Tatzeit?“ - „Ich war in meinem Zimmer und habe Musik gehört, dann bin ich eingeschlafen. Nach der Szene meiner Mutter habe ich mich eben zurückgezogen. Und nein, keiner kann das bezeugen, weil ich natürlich alleine war, ich habe kein Alibi.“ - „Aber der Mord fand in der Nähe Ihres Zimmers statt. Und Sie wollen davon nichts mitbekommen haben?“, will Kogoro wissen, eindringlich hakt er bei dem jungen Mann nach. „Ich habe Kopfhörer getragen und einen festen Schlaf. Was soll denn diese Frage? Wenn Sie schon mich verdächtigen, dann können Sie auch gleich mal meine Tante befragen. Immerhin hat meine Mutter Ayas Mann umgebracht.“



      ***



      „Was?!? So ein Unsinn! Der Junge redet mal wieder nur Mist.“, wehrt sich Aya Tatsumoto gegen die Vorwürfe ihres Neffen. Die Schwester des Opfers wurde ins Verhörzimmer gebeten, denn Kojis schwerwiegende Aussage hat das Interesse der Ermittler geweckt. Ungläubig haben sie die Anschuldigung zu Kenntnis genommen, sie konnten ihren Ohren kaum trauen, doch außer Acht lassen konnten und wollten sie diese Information nicht: Es könnte ein mögliches Tatmotiv von Aya Tatumoto sein.
      „Aber wie kommt er denn dann darauf, dass ihre Schwester ihren Mann getötet haben soll? Können Sie uns das nicht erklären?“ Megure ist sich sicher, dass an der Aussage Kojis etwas dran ist, auch wenn man dem jungen Mann zutrauen könnte, so eine Geschichte nur erfunden zu haben, um sich selbst zu schützen. Doch seine jahrelange Erfahrung als Polizist sagt ihm, dass sich dahinter ein Funken Wahrheit verbirgt und mit seinem Blick und seinem ernsten Tonfall bohrt er bei der Tatverdächtigen nach.
      „Woher soll ich denn wissen, was in Kojis Kopf vorgeht? Vielleicht ist der Junge traumatisiert von den Schlägen meiner Schwester.“, möchte Aya nicht mehr weiter darauf eingehen, doch dann meldet sich Kanabe, der mittlerweile nach der Einnahme eines Beruhigungsmittels wieder in den Raum zurückgekehrt ist, aus dem Hintergrund zu Wort: „Ähm... also wenn ich mich einmischen dürfte...“ - „Nur zu!“, wendet sich Megure an den Butler, der daraufhin erzählt: „Koji hat es vielleicht falsch ausgedrückt, aber er hat nicht Unrecht. Frau Tatsumoto hat den Mann ihres Schwester nicht wirklich umgebracht, aber ihn in den Tod getrieben.“
      „Wie bitte?!?“, schreien Kogoro und Megure beinahe synchron auf und ihr Blick wandert nun wieder zu Aya, der es offensichtlich nicht Recht ist, dass diese Geschichte nun herausgekommen ist. In ihrem Gesicht bildet sich ein wütender Ausdruck, denn eine Erinnerung kommt wieder in ihr hoch. „Was soll das heißen? Raus mit der Sprache!“, fordert Megure sichtlich erzürnt darüber, dass Aya diese Information zurückgehalten hat.
      Es ist zwecklos, die Geschichte noch abzustreiten, weshalb die Schwester des Opfers nun, wenn auch ungern, zugibt: „Ja schön, es stimmt schon halbwegs, mein Mann ist tot... und es ist Rikas Schuld. Wir waren pleite, weil mein Ehemann sich auf dem Aktienmarkt verspekuliert hat. Wir saßen bis zum Hals in Schulden, konnten unser Haus nicht mehr bezahlen, wir haben alles verloren... Und darum... darum haben wir Rika gebeten, uns finanziell unter die Arme zu greifen. Schließlich hat sie sehr viel Geld und hätte uns locker helfen können.... Aber von wegen Blut ist dicker als Wasser! Sie hat uns einfach abgewimmelt. Sie hätte sich ihr Vermögen hart aufgebaut und wir wären ja selbst Schuld.... Mein Mann hat es dann nicht mehr ausgehalten und als ich eines Tages nach Hause kam, hatte er sich erhängt und in einem Abschiedsbrief seine Beweggründe niedergeschrieben.“
      „Hahaha, das heißt Sie müssen einen ziemlichen Groll gegen ihre Schwester gehabt haben, habe ich Recht?“, meint Kogoro mit siegessicherer Stimme und fährt fort: „Tja, es war ein Fehler, ihr Motiv zurückgehalten zu haben, sie haben sich nur noch mehr verdächtig gemacht. Geben Sie es zu: Sie sind die Mörderin!“ Der Detektiv deutet mit einem triumphierenden Lächeln auf Aya Tatsumoto, die wiederum empört darüber ist, als Täterin dargestellt zu werden. „Wie bitte? Ich glaube, Sie ticken nicht ganz richtig. Ich war auf der Toilette und bin dann ins Wohnzimmer zurückgekehrt.“ - „Sie waren aber ziemlich lange auf dem stillen Örtchen. Und Sie hätten die Chance gehabt, unbemerkt von der Toilette im Erdgeschoss die Treppe hinauf zu gehen, denn die Wohnzimmertür stand zu, wir konnten Sie nicht sehen.“ - „So eine Unverschämtheit! Und Sie nennen sich Meisterdetektiv? Es kann Ihnen doch egal sein, wie lange ich auf dem Klo brauche. Außerdem hätte der Koch ebenfalls ins Obergeschoss gelangen können, ohne von Ihnen gesehen zu werden, schließlich befindet sich die Küche direkt an der Treppe.“



      ***



      „Ja, das ist wahr, theoretisch hätte ich die Küche nur verlassen müssen und dann die Treppe nach oben. Aber ich bin es nicht gewesen, ich bringe doch niemanden um.“, sagt Minoru Ishida, der jetzt auf dem „heißen Stuhl“ Platz genommen hat. „Mir kommt da aber ein interessanter Gedanke.“, mischt sich Kogoro wieder in die Befragung ein. Megure fasst sich schon verzweifelt ins Gesicht, denn so sehr er den Privatdetektiv nach seinem Aufstieg zum Schlafenden Kogoro schätzt, er weiß auch, dass sein ehemaliger Kollege hin und wieder zu abstrusen Theorien und merkwürdigen Schlussfolgerungen neigt, insbesondere im wachen Zustand. Doch in ihm ist dennoch die leise Hoffnung, dass Kogoro nun einen Volltreffer landet.
      „Wir haben uns doch gefragt, warum der Täter beim Mord kein Blut abbekommen hat. Nun, vielleicht hat er das ja doch, sich dann aber auf die Schnelle umgezogen. Aya und Furizawa-san haben heute Abend aber schicke Abendkleidung an und es wäre wohl aufgefallen, wenn sie ein zweites Exemplar davon dabei gehabt hätten. Bei Koji bin ich mir nicht so sicher, aber... sie haben doch bestimmt mehrere Kochuniformen im Haus, nicht wahr?“ - „Ähh... ja schon, aber...“, setzt der Koch an, doch Kogoro sieht sich bestätigt und legt wieder los: „Das heißt, sie hätten die Möglichkeit gehabt, sich eins zu eins umzuziehen, ohne dass es jemandem auffällt. Ich bin überzeugt, Sie sind...“ - „Mori-kun, meinen Sie nicht, dass Sie etwas vorschnell sind mit ihren Schlussfolgerungen?“, fährt Megure dem Detektiv in die Parade, der für sein Verhalten nur einen genervten Blick erntet. „Aber Megure-keibu, es liegt doch auf der Hand, dass...“
      „Ich weiß nicht, ob das zählt, aber ich habe ein Alibi. Zumindest mehr oder weniger.“, meldet sich Ishida zu Wort und umgehend gilt alle Aufmerksamkeit wieder dem Koch. „Das müssen Sie uns aber genauer erklären.“ - „Naja, ich war nach dem Abendessen in der Küche und habe das Mittagessen für morgen vorbereitet. Das hätte ich aber niemals fertig bekommen, wenn ich die Tat begangen hätte. Ergo kann ich es doch nicht gewesen sein, oder?“ - „Hmm, darüber lassen Sie doch besser uns urteilen.“, erwidert Megure und spricht den Koch auf seine Verletzung an, die dicke Bandage um seine Finger.
      „Achso, das war ein Missgeschick meinerseits, ich habe mich beim Kochen geschnitten, aber alles halb so wild.“, erklärt Ishida und ergänzt: „Bevor ich es vergesse... in der Küche werden Ihre Leute bei einem Messer Blut nachweisen können, das kommt aber von meiner Schnittverletzung, ich habe den Mord nicht begangen. Ich hätte auch gar keinen Grund dazu.“ - „Achja? Was ist denn mit der harschen Kritik des Opfers an Ihren Kochkünsten? Das muss Sie doch gekränkt haben. Und scheinbar kam das heute nicht zum ersten Mal vor.“, lässt Kogoro den Koch nicht so einfach davon kommen. „Das mag schon sein, aber ich bringe die Herrin doch nicht um, weil ihr mein Essen nicht schmeckt. Was ist das denn für eine groteske Unterstellung?“, empört sich Ishida, während Conan in diesem Moment mit einem Hauch Sarkasmus denkt: „Dann hätte Eri Kogoro schon längst um die Ecke gebracht.“




      ***



      „Nun zu Ihnen, Herr Furizawa... Wo waren Sie denn zur Tatzeit?“, befragt Megure den Sänger, der als letzter Tatverdächtiger zum Verhör gebeten wird. „Ich war im zweiten Stock im Raucherzimmer. Frau Tatsumoto mochte es nicht, wenn jemand in der Villa in einem beliebigen Raum raucht, deshalb bin ich dafür auf Anraten von Kanabe-san in das extra dafür eingerichtete Zimmer gegangen.“, erläutert Furizawa. „Und Sie haben nichts mitbekommen, immerhin befindet sich der Tatort nicht allzu weit von ihrem Aufenthaltsort weg.“, ist Kogoro mal wieder neugierig. „Nein, tut mir Leid. Ich habe nebenbei meinen Manager angerufen, wir haben uns über anstehende Konzerte und ein neues Album unterhalten. Ich war in das Gespräch vertieft und habe nichts von außerhalb des Zimmers bemerkt.“
      „Welches Verhältnis hatten Sie denn zum Opfer?“, setzt Megure das Verhör fort, woraufhin der Sänger antwortet: „Ich würde sagen, wir hatten ein gutes Verhältnis. Wir haben uns vor einigen Jahren auf einer Veranstaltung kennengelernt und sind seitdem gut befreundet. Deshalb hat sie mich heute Abend auch auf ihre Weihnachtsfeier eingeladen. Ich habe jedenfalls keinen Groll gegen Frau Tatsumoto gehegt, wenn Sie auf ein mögliches Motiv anspielen möchten.“ - „Da habe ich vorhin aber einen anderen Eindruck gehabt.“, mischt sich plötzlich Conan in das Verhör ein. „Du kleiner Brillenbalg, wie oft habe ich dir gesagt: Halt dich aus den Ermittlungen raus!“, schimpft Kogoro wieder mit dem kleinen Jungen und holt schon mit der Faust aus, um dem Nervenzwerg eine überzubraten, doch bevor er das tun kann, möchte Megure diesem Hinweise nachgehen.
      „Sehr interessant, Conan-kun. Was meinst du denn damit?“ - „Naja, als ich von der Toilette zurückgekommen bin, habe ich noch vor dem Abendessen gesehen, wie Frau Tatsumoto und Herr Furizawa gestritten haben.“ - „Gestritten sagst du?“, wundert sich der Polizist und mit seinem strengen Blick starrt er nun auf den Tatverdächtigen. „Können Sie uns das erklären, Furizawa-san?“ - „Ach, der Junge hat da bestimmt etwas falsch verstanden. Das war mehr eine angeregte Diskussion als ein Streit.“, versucht Furizawa die Situation zu verharmlosen, doch Conan lässt nicht locker: „Es ging aber um eine Menge Geld, 2 Millionen Yen wollte das Opfer haben.“ - „2 Millionen Yen?!?“, sind die Ermittler so verwundert, dass ihnen die Kinnlade nach unten geht.
      „Ja, und sie hat mit Konsequenzen gedroht, wenn er ihr das Geld nicht gibt.“, ergänzt der geschrumpfte Shinichi. „Mir reicht es jetzt mit ihrer Schönrederei! Worum ging es bei diesem Gespräch?“, fordert Megure mit lauter, erboster Stimme von Furizawa. „Na schön, na schön, es tut mir sehr Leid, dass ich das nicht früher erzählt habe. Aber mir ist das auch unangenehm.... Frau Tatsumoto hat einen Teil der Kosten für die Produktion meines Albums übernommen... Und sie wollte das Geld zurück, ansonsten wollte sie mich verklagen.“
      „Also haben Sie doch ein Motiv für die Tat gehabt und wollten uns das verheimlichen. Sind Sie vielleicht der Mörder?“, fragt Kogoro nach, doch Furizawa entgegnet: „Um Gottes Willen nein. Ich hätte das Geld in den nächsten Tagen aufbringen können, wenn auch mit einem Kredit. Und den Kredit hätte ich mit den Einnahmen des Albums schnell wieder abbezahlen können. Ich habe Frau Tatsumoto nicht getötet, das müssen Sie mir glauben.“ - „Finden Sie nicht, dass Sie immer übers Ziel hinausschießen, Mori-kun?“, hält Megure die übereilten Reaktionen des Privatdetektivs für unangebracht und straft ihn mit einem Blick der Verachtung ab.



      ***



      „Megure-keibu! Megure-keibu!“, ruft Takagi, als er in den Raum des Butlers, das Aushilfs-Verhörzimmer, stürmt. Mittlerweile haben Megure und Kogoro alle Tatverdächtigen und Zeugen vernommen und grübelnd sitzen die beiden ehemaligen Kollegen am Tisch. Das Rätsel um die Identität des Mörders ist nach wie nicht gelöst und auch die Frage nach dem Trick mit dem verschlossenen Raum bleibt ein Mysterium. Gleichzeitig überlegen ebenso Toru Amuro und Conan, wie der Mörder es angestellt haben könnte, doch auch die beiden Detektive sind mit ihrem Latein am Ende, all ihre Schlussfolgerungen führen ins Nichts.
      „Was ist denn los, Takagi-kun? Haben Sie etwas herausgefunden?“, fragt Megure mit einem genervten Unterton, denn es ärgert ihn, dass er mit seinen Überlegungen in einer Sackgasse gelandet ist und bei den Ermittlungen des Mordfalls weiterhin keine Fortschritte macht. „Ja, wir sind Ihren Befehlen nachgegangen und konnten Folgendes zur Kenntnis bringen: Es gibt keinerlei Einbruchspuren rund um die Villa, das untermauert Amuro-sans These, dass der Täter wahrscheinlich einer der vier Verdächtigen ist. Dann haben wir keine blutverschmierte Kleidung gefunden, die der Täter während der Tat getragen haben könnte. Es bleibt daher unklar, wie der Mörder die Tat begangen hat, ohne Blut abzubekommen. Und zu guter Letzt, die Suche nach der Tatwaffe blieb erfolglos, auch bei der Leibesvisitation. Wir haben kein Messer oder Ähnliches mit Blutspuren des Opfers gefunden, lediglich ein Messer der Küche wies nach der Luminol-Probe Blutspuren auf, doch wie Ishida-san aussagte, handelt es sich hierbei zweifellos um sein Blut und nicht um das des Opfers.“
      Megure hat für diese Hinweise nur ein lautes Seufzen übrig, denn sie bestätigen nur, was ohnehin schon mehr oder weniger bekannt war. Wirklich hilfreich sind diese aber nicht, sie bringen ihn keinen Schritt weiter auf der Suche nach des Rätsels Lösung. „Das ist doch zum Verzweifeln, so kriegen wir den Fall nie gelöst. Mannomann, dieser ganze Stress, und das noch an Weihnachten.“, meckert Megure, der sich sehnlichst zurück in sein kuscheliges Zuhause, zurück zu seiner Frau wünscht, doch dieser mysteriöse Fall hat ihm das Weihnachtsfest ohnehin schon verdorben.
      Langsam erhebt sich der Polizist mit dem Hut mit einem zweiten ratlosen Seufzer und schlägt vor: „Wir begeben uns am besten ins Wohnzimmer zu den Tatverdächtigen, die werden bestimmt schon ungeduldig warten. Wir setzen sie in Kenntnis, dass die Ermittlungen noch eine Weile andauern werden und bitten sie um weitere Geduld.“ „Ein sehr guter Vorschlag, Megure-keibu. Vielleicht kommen wir ja bei Tee und Keksen auf die Lösung für den Fall.“, stimmt Kogoro seinem früheren Vorgesetzten zu, doch dieser ist gar nicht für Knabbereien zu begeistern und wirft ihm erneut einen verärgerten Blick zu. „Als ob ich mit diesem Dilettanten jetzt Plätzchen futtern würde, während der Fall noch ungelöst ist. Der hat ja Nerven.“
      Gemeinsam verlassen die beiden Polizisten, die Moris mit Conan sowie Toru Amuro das Zimmer des Butlers und schlendern den Flur im zweiten Stock entlang, immer noch nachdenklich und auf der Suche nach der verdeckten Wahrheit. Es ist so, als wäre der Schlüssel zur Lösung unter einer riesigen Schneedecke vergraben und sie bräuchten eine große Schneeschaufel, den Beweis, um den Schnee zu beseitigen und die Wahrheit zu offenbaren. „Wenn doch Shinichi nur hier wäre... er hätte den Fall bestimmt schnell gelöst...“, flüstert Ran vor sich her, im selben Moment mit den Gedanken: „Ach, Shinichi, ich vermisse dich so. Wo steckst du bloß? Nicht mal an Weihnachten kommst du zu Besuch...“
      Plötzlich ertönt ein lautes Klingeln, dass alle Beteiligten aus ihren Gedanken reißt und intuitiv suchen sie ihre Taschen nach ihren Mobiltelefonen ab, doch das Geräusch kommt aus Rans Tasche. „Mensch, Mausebein. Stell dein Handy doch mal leiser! Wie soll ich denn bei diesem Lärm den Fall lösen?“, nörgelt Kogoro, in seinem Gesicht aber die Verzweiflung, denn er kommt der Lösung nicht näher. Der Privatdetektiv hegt die Hoffnung, zeitnah seinen typischen narkoleptischen Anfall zu bekommen, müder und müder zu werden und dann wieder in einen Schlaf zu verfallen, der ihn wie von Geisterhand die Fälle lösen lässt. Er trägt schließlich nicht umsonst den Namen: Der Schlafende Kogoro.
      „Jaja, ist ja schon gut.“, beruhigt Ran ihren Vater und kramt ihr Handy heraus, um den von ihr schon erwarteten Anruf entgegenzunehmen. „Hey Sonoko, es wurde auch Zeit, dass du anrufst. Und, wie ist das Weihnachtsfest für dich... oder für euch gelaufen?“ - „Hör mir nur auf, noch in der Wunde zu bohren. Das ist das schrecklichste Weihnachten aller Zeiten!“, meckert ihre Freundin unzufrieden, aber Ran ist das Temperament von Sonoko ja gewohnt. „Von wegen große Überraschung! Meine Eltern erzählen mir erst von einem angeblich besonderen Geschenk und zwinkern mir noch so geheimnisvoll zu und dann sowas. Ich habe mich so gefreut, meinen Makoto zu Weihnachten zu sehen und hab gedacht, dass meine Eltern ihn für mich einfliegen lassen. Und was war? Sie schenken mir nur ein Bild von ihm vorm Eiffelturm, weil er wegen einem Turnier zuletzt in Paris war. Dabei habe ich schon so viele Fotos von ihm, ich will meinen Makoto aber bei mir haben!“, lässt sich Sonoko bei Ran über ihr misslungenes Fest aus.
      „Kopf hoch, Sonoko, das wird schon wieder.“, versucht Ran ihre Freundin zu trösten, doch diese hat für die aufmunternden Worte nur ein müdes Lächeln übrig. „Haha, wer´s glaubt. Wahrscheinlich endet das genauso wie bei dir und Shinichi. Ich bin hier und er ist sonstwo auf der Welt. So stelle ich mir die Zukunft jedenfalls nicht vor.“ Dann legt Sonoko auf einmal verärgert auf, ohne Ran zu Wort kommen zu lassen. „Menno, jetzt beendet sie einfach den Anruf.“ - „Was ist denn los, Ran-neechan?“, möchte Conan neugierig wie immer wissen, während die Gruppe gerade die Treppe hinuntergeht. „Ach, nichts Besonderes. Für Sonoko ist das Weihnachtsfest ins Wasser gefallen, das ist alles.“
      Plötzlich haben Toru Amuro und Conan einen Geistesblitz und für einen Augenblick bleiben die beiden Detektive wie versteinert auf der Treppe stehen, dann rennen sie wie von der Tarantel gestochen wieder in die zweite Etage und den Flur entlang. „Halt, wartet!“, ruft Ran ihnen noch hinterher, doch in Windeseile sind Amuro und Conan schon die Stufen nach oben gehetzt und Kogoro misst dem Verhalten der Detektive wenig Bedeutung zu: „Ach lass sie doch! Wahrscheinlich haben sie im Verhörzimmer nur etwas vergessen. Jetzt komm schon, Mausebein.“ Gemeinsam begeben sich die Moris mit den beiden Polizisten ins Wohnzimmer, wo die Tatverdächtigen am Tisch sitzend warten.



      ***



      Toru Amuro und Conan sprinten währenddessen durch den Gang des Obergeschosses, hastig begeben sie sich zu ihrem Ziel und ebenso schnell wie ihre Schritte schießen ihnen auch die Gedanken durch den Kopf: „Kann es sein...? Ist es denn möglich...? Das würde bedeuten...?“ Dann kommen die beiden Detektive an dem Zimmer an, wo sie hinwollen, doch es ist nicht der Raum des Dieners Kanabe, wo die Verhör stattfanden, und auch nicht der Tatort. Es ist das Badezimmer der zweiten Etage, das direkt rechts neben dem Raum des Opfers liegt.
      Doch Conan ist einen Schritt schneller an der Tür als das Organisationsmitglied, blitzschnell betätigt er die Klinke und huscht ins Badezimmer, dann schließt er den Raum von innen ab und lässt dem blonden Detektiv keine Chance, das womöglich zielführende Zimmer zu betreten. „Hey, was soll das? Mach doch die Tür auf, Conan-kun!“, ruft Bourbon und klopft mehrfach heftig mit der Faust ans Badezimmer, sodass seine Hand leicht zu schmerzen beginnt. „Verdammt!“, ruft er noch und tritt gegen die Tür, doch Conan zeigt sich wenig kooperativ und untersucht das Badezimmer alleine.
      Conan schaut sich vorher noch um, doch dann begibt er sich schnurstracks zum Fenster des Badezimmers und öffnet es, um in den hinteren Garten der Villa schauen zu können. Der geschrumpfte Detektiv betätigt die Zoomfunktion seiner Radarbrille und wie er erwartet hat, wird er bei seiner Suche fündig, seine Schlussfolgerung stellt sich als richtig heraus. Conan hat wieder sein Grinsen aufgesetzt, der typische Gesichtsausdruck, wenn er sich der Wahrheit mehr und mehr nähert: „Wie ich es mir gedacht habe... Dorthin ist die Tatwaffe also verschwunden.“
      Toru Amuro geht im Flur in der Zwischenzeit auf und ab, ungeduldig wartend, bis Conan die Badezimmertür öffnet und er sich schließlich selbst vergewissern kann, ob er die Puzzleteile richtig zusammengesetzt hat. „Dieser Junge... ständig funkt er mir dazwischen. Er geht mir langsam auf die Nerven.“ Doch die Zeit verrinnt, immer noch macht Conan keine Anstalten, aus dem Zimmer zu kommen und der Kellner versucht es nochmals mit einem Klopfen: „Conan-kun, bist du endlich fertig da drin. Jetzt komm schon raus.“
      Keine Antwort, nur Stille. Nun platzt dem Mitglied der Männer in Schwarz der Geduldsfaden und er stapft wütend durch den Flur, bis er schließlich einen Papiereimer umtritt, der neben dem Zimmer des Opfers steht. Papierkugeln, Papierfetzen, sonstiger Abfall... alles liegt nun im Flur verstreut und hinterlässt eine richtige Unordnung. Doch unter all dem Müll fällt dem blonden Detektiv mit seinem geschulten Blick ein anderes Detail auf. „Was ist das denn? … Eine lange Angelschnur... am einen Ende eine kleine Schlaufe... und an ihrem anderen Ende... ein Stück Klebeband. Und das ist doch...“
      Plötzlich fällt es Toru Amuro wie Schuppen von den Augen, blitzschnell rasen die Schlussfolgerungen durch seinen Kopf und mit seiner Kombinationsgabe fällt es dem Detektiv nicht schwer, das Mysterium um den Mord an Rika Tatsumoto zu lösen. Toru Amuro setzt sein selbstbewusstes, siegessicheres Grinsen auf, für einen Detektiv ist das Entschlüsseln der Rätsel wie ein Glücksgefühl: „Blut... Blut an der Angelschnur... Jetzt ist mir klar, wie der Täter den Tatort als verschlossenen Raum hinterlassen konnte, ich habe den Trick durchschaut. Und ich bin mir sicher, wo er die Tatwaffe versteckt hat. Ebenso bin ich hinter die Frage gekommen, wie der Mörder keine Blutspritzer bei der Tat abbekommen hat... Am Wichtigsten ist aber: Ich weiß, wer Frau Tatsumoto umgebracht hat und ich kann es beweisen... Es kann nur diese Person gewesen sein... Ich habe den Fall gelöst.“


      Schwarzes Duell an Weihnachten. Zwischen Toru Amuro/Bourbon und Conan ist ein Detektiv-Wettstreit ausgebrochen... Der rätselhafte Mord an Rika Tatsumoto... Wie lautet des Rätsels Lösung? Wer hat die Tat begangen? Wie wird das Weihnachtsfest enden?... Die Auflösung nähert sich unaufhaltsam wie ein schwarzer Schatten.

      Nächster Teil: 21. Dezember


      Ich hoffe, euch hat auch der zweite Teil meiner FanFiction gefallen und ihr habt viel Freude daran und fühlt euch gut unterhalten. Jetzt seid ihr noch ein letztes Mal an der Reihe, liebe DCDP-User, bevor kommenden Montag im dritten und letzten Teil die große Auflösung des Mordes erscheint und die Wahrheit offenbart wird: Ihr könnt euch an der FanFiction beteiligen und eure Theorien posten, ich bin gespannt auf eure Schlussfolgerungen zu Toru Amuros Fragen. Wer hat den Mord begangen? Wie hat der Täter den verschlossenen Raum erschaffen und es geschafft, bei der Tat kein Blut abzubekommen? Und wo genau befindet sich die Tatwaffe?
      Rückmeldungen zu meiner FanFiction sowie Schlussfolgerungen und Theorien zum Mordfall können gerne und sollen im besten Fall gepostet werden. Es würde mich sehr freuen, eure Kommentare zu lesen. Nächste Woche, am 21. Dezember 2015, kommt der Auflösungsteil, dann wird der Fall gelöst, daher habt ihr in dieser Woche noch die Möglichkeit, fleißig mitzuraten, der zweite Teil hat doch nicht nur für Conan und Amuro, sondern auch für euch viele neue Erkenntnisse gebracht.
      Viel Spaß beim Raten, ihr Detektive des DCDP-Forums.


      MfG
      Black organization member

      :thumbup: Vielen Dank an Spürnase für den Banner!!! :thumbup:

      Mein Fanfiction-Thread: BOMs BOMbastische Fanfictions
      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Wie angekündigt habe ich mir nun nach dem zweiten Teil mal ein paar Gedanken zu dem Fall gemacht und möchte diese auch kurz ausführen. Zunächst aber noch eine kurze Rückmeldung zum Text an sich.

      Zunächst freut es mich, dass du auf meine Anregung mit den Doppelungen eingegangen bist, mir ist in diesem Teil der Geschichte nichts dergleichen mehr aufgefallen, wodurch der Lesefluss erleichtert wurde. Insgesamt liegt über dem Fall nun eine gewisse Spannung, die wie schon ausgeführt in dem einleitenden Kapitel so nicht möglich war. Die Hintergrundstorys der einzelnen Charaktere waren mEn überzeugend, auch wenn es natürlich ein großer „Zufall“ ist, wenn sich so viele Leute mit Motiv versammeln. Das ist jetzt übrigens nicht als Kritik gemeint, schließlich bedingt das Strukturprinzip der Manga-Vorlage ja solche Zufälle. Insgesamt finde ich kann sich die Charakterzeichnung und das Setting des Falls durchaus mit Goshos Fällen vergleichen lassen.

      Also mir hat das Türchen sehr gut gefallen, und jetzt nach dem zweiten Teil bin ich natürlich gespannt, inwiefern meine bisherigen Schlussfolgerungen zutreffen sind.
      Um niemanden in seinen eigenen Überlegungen zu beeinflussen setzte ich meine Überlegungen mal in Spoiler-Tags.

      Spoiler anzeigen
      Insgesamt gilt es ja vier Fragen zu lösen und zumindest bei zwei davon bin ich mir ziemlich sicher die Antwort gefunden zu haben. Zum einen scheint mir der Sänger Jinpei Furizawa der Mörder zu sein. Er hat einerseits die Gelegenheit zur Tat gehabt, da er sich über einen längeren Zeitraum in dem Raucherzimmer aufgehalten haben soll. Andererseits will er ja mit seinem Manager telefoniert haben, bietet der Polizei aber nicht an mit diesem Entlastungszeugen zu sprechen, was verdächtig ist. Vor allem macht ihn aber verdächtig, dass er die Illusion des verschlossenen Raumes am leichtesten herstellen konnte. Angenommen Furizawa hat das Opfer ermordet, so kann er diesem den Schlüssel abgenommen und die Tür vom Gang aus verschlossen haben. Nachdem er dann zum Tatort zurückgekehrt ist mit den anderen zusammen, konnte er den Schlüssel unter dem Vorwand die Musik ausschalten zu wollen, unbemerkt in die danebenliegende Schale legen, durch das Feuerwerk waren die anderen ohnehin abgelenkt.

      Weniger sicher bin ich mir bei der Tatwaffe, von der ich mir aber vorstellen könnte, dass sie aus Eis bestand und vielleicht an der Angelschnurr befestigt gewesen ist. So könnte Furizawa diese aus dem Badezimmerfenster hinaushängen gelassen haben um sie vor der Tat wieder ins Haus zu ziehen, wo er sie nicht aufbewahren konnte. Als Schutz vor dem Blut könnte etwas von dem Geschenkpapier gedient haben, das er dann anschließend die Toilete hinunter gespült haben könnte. Die Tatwaffe hat er dann entweder mit warmen Wasser aufgelöst oder in den nicht gefrorenen Weiher geworfen.

      Soweit mal meine Gedanken, ich hoffe nicht ganz daneben zu liegen xD
      Also ich muss sagen, ich fühle mich sehr gut unterhalten. Ein wirklich guter typischer Conan Fall. Sowas fehlt mir aktuell im Anime. Wäre mal wieder ein Super Filler Fall. Zu Weihnachten machen die ja immer Pause mit Conan. Ich glaube du solltest da mal deine Story anbieten. ;)
      Gefällt mir einfach das, wie in allen Conan Fällen, der unsympatischte Mensch darin umkommt. Wirklich unerträglich dieses Modell.xD Hast du sehr gut geschrieben.
      Amüsiert habe ich mich auch oft, die Stellen mit Kogoro und vor allem der genervte Inspektor Megure sind wirklich gelungene Treffer. Ist schon so wie du geschrieben hast, armer Megure, nichtmal an Weihnachten bleibt er von den Todesbringern verschont. :D
      Und natürlich darf die gute alte Angelschnur nicht fehlen. Wie ich die in letzter Zeit im Anime vermißt habe.
      Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil. :)

      The truth is still out there!!!