APTX4869, Silver Bullet und Co.

      APTX4869, Silver Bullet und Co.

      Dies ist der Thread für alle Diskussionen über die biochemischen Projekte der Organisation - dem APTX 4869, der Silver Bullet und potentiellen anderen Substanzen, an denen gearbeitet wurde oder wird. Welchem Zweck dienen sie oder dienten sie ursprünglich? Hat das Ganze bewusst etwas mit Verjüngung und Unsterblichkeit zu tun? Ist dies alles Teil des großen Ziels der Organisation? Inwiefern stehen das APTX und die Silver Bullet miteinander in Verbindung - sofern sie es tun? Wer hat überhaupt mit der Arbeit an den frühesten Formen dieser Mittelchen begonnen? etc. pp.

      Den Anfang mache ich einmal mit einer älteren Theorie meinerseits - ähnlich wie bei der Theorie zum "Mystery Girl" ein Repost, von dem ich nur eine sehr alte Version gefunden habe; auch wenn es hier nicht so gravierend ist, da später keine größeren Edits vorgenommen wurden. Trotzdem fehlen ein paar Argumente für und dagegen (vor allem von anderen vorgebrachte), die beim Wechsel auf dieses Forum ergänzt wurden. Wie zuvor betrachte ich diese Theorie als verwaist und stelle sie primär für Referenzzwecke wieder online.

      Eine kleine Anmerkung aber noch dazu - etwas, das mir später auffiel: Der zweite Teil der Thriller-Reihe Die purpurnen Flüsse nutzt etwas Ähnliches wie die unten geschilderte Theorie; allerdings ist es bei Weitem nicht das erste Werk, das auf dieses Thema zurückgreift, schlussendlich fand es seine Inspiration durchaus in der Realität des letzten Jahrhunderts.

      Theorie zum Begriff "Silver Bullet"


      Stand: 11. Mai 2014


      Hier habe ich seit einiger Zeit eine Theorie, auf die ich nach dem Lesen dieses Blogs kam.

      Zwar ist dieses Gedankenspiel höchst spekulativ, aber eine, wie ich finde, reizvolle Idee:
      Möglicherweise könnte die Silver Bullet eine Art "Wunderdroge" sein (immerhin wurde sie auch von Elena so bezeichnet), welche in der Lage ist, die körperliche Stärke, Reflexe, sowie die eigene Schmerzresistentz stark zu erhöhen. Ähnliche "Supersoldatenseren" (ohne einen Bezug zu anderen, fantastischeren Comicserien :D ) hat es tatsächlich auch in der Realität bereits gegeben - so wurden einige heutzutage handelsübliche, aber damals noch recht neuartige Drogen wie Pervitin (einigen vielleicht begrifflich als die "Panzerschokolade" aus dem Dritten Reich bekannt) und, so glaube ich, Speed (aber da müsste ich nachschlagen) bereits im zweiten Weltkrieg auf diversen Seiten eingesetzt, um das Adrenalin hochzupeitschen, die Durchhaltefähigkeit und Leistungsbereitschaft zu steigern, (emotionale als auch moralische) Hemmschwellen zu senken und die eigene Schmerzresistenz zu erhöhen.

      Die Silver Bullet könnte eventuell eine fiktive Variante solcher kampftauglichen Drogen sein; zumindest wäre eine Assoziation (neben der Allegorie mit den Werwölfen) durch ein mit Geschossen/Waffen assoziiertes Wort denkbar und es wäre eine nette Interpretation dafür, wieso am Anfang alle hellauf begeistert von dieser Errungenschaft waren, sie später jedoch von Ai (und ihrer Mutter?) als etwas eingestuft wurde, das niemals hätte entstehen dürfen (nicht zuletzt dadurch, dass es in den falschen Händen landen könnte und exakt da ist es ja gerade).

      Spinnt man diese Idee weiter, könnte man vermuten, dass einige hochrangige Mitglieder diese Droge (die in diesem Falle (noch) nichts mit Verjüngung in irgendeiner Form zu tun hätte, wohlgemerkt) eingenommen haben. Gin, Vermouth und Sherry sind drei hochrangige Mitglieder, die alle eine außergewöhnliche Resilienz an den Tag legten. Man bedenke, dass Conan Gin im "Wiedersehen mit den Männern in Schwarz" eine Narkosenadel verpasst hat, die ihn nicht nur nicht sofort betäubte, sondern er sich selbst in den Arm schoss, um zu verhindern, dass dies geschieht. Conan sinniert anschließend sogar noch über exakt diesen Umstand:

      Conan Edogawa (Band 24, Fall 10, Kapitel 241) schrieb:

      „Sehr merkwürdig... Warum hatte der Betäubungspfeil keine Wirkung auf ihn? Und ich war mir so sicher, dass ein schlafender Hüne wie er mühelos von der Polizei gefunden und einkassiert werden würde...“

      Im selben Gesamtfall wird Shiho mehrmals von Gin angeschossen und zeigt nur begrenzt Schmerz, während sie weiter mit ihm spricht, sich anschließend einen Lüftungsschacht hinabwirft und durch das Ausklingen der Wirkung des chinesischen Schnaps wieder zurückverwandelt, wobei es sich um eine ziemlich schmerzhafte Prozedur zu handeln scheint. Auch Vermouths Aktionen, wie in New York City im letzten Moment das Geländer zu ergreifen (auch wenn es anschließend wegbrach, was eher mit Pech zu tun hatte), nachdem sie angeschossen wurde und erneut im "Rotten Apple" ein zweites Mal angeschossen zu werden und dann eine so waghalsige Flucht an den Tag zu legen, ist für einen normalen Menschen unter diesen Umständen, selbst in der Realität von Detektiv Conan, wohl nur schwerlichst möglich. Letzteres wurde erneut von einem Charakter, in diesem Falle Shuuichi Akai, der Vermouth angeschossen hatte, kommentiert:

      Shuuichi Akai (Band 42, Fall 10, Kapitel 434) schrieb:

      „Wow! In der körperlichen Verfassung den Benzintank aus einem fahrenden Auto gezielt zu treffen, alle Achtung! Drauf hat sie's ja schon!“

      In Geheimbünden - und die Organisation agiert eindeutig auf sehr extreme Weise geheimbündlerisch (ihre Existenz zu verschleiern hat Vorrang vor allen möglichen Zielen) - und Kulten ist es auch früher nicht unüblich gewesen, die höheren Kreise durch Eintrittriten zu betreten. Gosho hat sich mehrmals offen auf mafiöse Netzwerke (wie eben auch die Yakuza) als Inspirationsquellen berufen, wo bei derlei Riten und Loyalitätsbezeugungen Drogen im Spiel waren. Wäre es möglich, dass es sich hierbei um das Einnehmen einer solchen körperlich aufputschenden Droge handelt? Und jetzt wird es wieder vollkommen spekulativ: Falls ja, ist Shuuichi durch solch einen Initiationsritus gegangen?

      Theoretische Indizien dafür ließen sich einerseits in seinen eigenen Fähigkeiten, Reflexen und seiner körperlichen Widerstandskraft finden; immerhin schießt er wesentlich präziser als die besten Schützen der Organisation und er war lange genug in diese Gruppe involviert, dass er einen alkoholischen Codenamen erhielt (was im Umkehrschluss jedoch nicht bedeuten soll, dass jedes Mitglied mit einem Codenamen eine solche Droge eingenommen hat; dies würde auch der eben gemachten Aussage widersprechen). Möglicherweise ist der "Geruch der Organisation", den Ai wahrnimmt, ein typisches Anzeichen solcher Mitglieder, unterbewusste olfaktorische Reize wären eine realistisch(e) (klingende) Möglichkeit der Erklärung dieser und es würde begründen, wieso Ai desöfteren eindeutig Gin, Vermouth und auch Akai (in Momenten, in denen dieser wohlgemerkt Adrenalin freisetzte, wie u.a. auf dem Ikkaku-Felsen während der Konfrontation mit dem Täter) "wahrgenommen" hat, Kiichiro Numabuchi zu ihrem eigenen Entsetzen aber nicht - an einem Mitglied, an dem bemerkenswerterweise erst noch mit zumindest dem APTX experimentiert werden sollte.

      Auch möglich wäre damit die Erklärung des dem der Droge gleichklingenden Spitznamens "Silver Bullet" für Akai, der aus irgendeinem Grund extrem von der Organisation gefürchtet wird - Rikumichi Kusuda beging immerhin gleich einmal Suizid, als er merkte, dass Shuuichi Akai hinter ihm her ist. Es lässt sich natürlich mutmaßen, dass er mit seinem Tod die Organisation auf das Hospital aufmerksam machen wollte, aber hätte es da keine andere Möglichkeit gegeben?
      Gin hingegen fürchtet Akai laut eigener Aussage nicht, weil "eine silberne Kugel" nichts gegen eine "schwarze Kanone" ausrichten könne, was im Kontext dieser Theorie als Hinweis auf mehrere derlei aufgeputschte Mitglieder in der Organisation hinweisen könnte, die ebenso fähig sind wie er.

      An dem Punkt brech' ich das erstmal ab. 100%ig zufrieden bin ich mit der Theorie auch noch nicht; unter anderem, da es merkwürdig wäre, wenn Akai die Silver Bullet im Zuge der Organisation eingenommen hat (demnach von dieser weiß), aber über Vermouths Leistungen überrascht ist - eventuell wusste er aber einfach nur nicht, dass sie sich tatsächlich dieser ausgesetzt hat, keine Ahnung. Letzten Endes fehlen wie bei vielen solcher Plotelemente weitere Hinweise.
      Sollte diese Theorie totaler Humbug sein, sei's drum - es war ein, wie ich finde, interessanter Gedanke, den zu verfolgen es sich lohnt und vielleicht ist er ja, wenngleich nicht richtig, doch auf einer immerhin richtigen Spur. :)

      EDIT:
      Möglicherweise dazu passend auch Zitate zu/aus einem der jüngeren Interviews mit Gosho, das mir im Zuge dessen auffiel, da Ziele und Funktion der Organisation und des APTX angesprochen wurden (Übersetzung von TheBlackDemon und ALAKTORN):

      http://www.detectiveconanworld.com/forum/topic/1555-translating-interviews/?p=316495 schrieb:

      The BO's goal and APTX's purpose may not simply be eternal life and youth.

      http://www.detectiveconanworld.com/forum/topic/1555-translating-interviews/?p=316639 schrieb:

      どうか! どうか、あと二つ質問させてください! 黒ずくめの組織の目的とはナニ? APTX4869の作用から考えると、不老不死が怪しいのでは……。
      Please! Please, let me ask 2 more questions! What is the BO’s goal? Going by the APTX4869, I would think immortality…

      【青山】「違います。確かにそう思っちゃうよね。今ね、組織の中では大変なことが起こっていますよ」
      That’s wrong. It’s true that you’d think that, isn’t it? You see, right now, something really big is happening within the organization.

      Keine Garantie auf Authentizität der original japanischen Quellen - man kann sich vorerst nur auf diese Übersetzungen verlassen, denke ich...
      Bin gerade beim Lesen von Ais Debütfall, genauer gesagt den Hirota-Fall um die Diskette mit den Daten zum APTX, auf ein eventuell interessantes Detail gestoßen, das vielen vielleicht so nicht bewusst war (mir zumindest nicht). Als Ai und Conan gerade dabei sind die Diskette zu öffnen, sagt Ai folgendes:

      "Und dabei wird es sich nicht nur um die Daten dieses Giftes handeln! Auf der Diskette sind auch noch die echten Namen und Adressen all derer, die vor mir in die Organisation eingetreten sind, zusammen mit ihren Codenamen! Und auch die Namen derer, die die Forschung an diesem Gift finanziert haben."

      Insbesondere der letzte Teil ändert für meine Begriffe ein bisschen die Sichtweise bezüglich der ganzen Forschungsarbeiten. Wie es aussieht scheint es sich dabei nicht wie ich bislang immer angenommen hatte, um etwas zu handeln, was ausschließlich die BO (also in erster Linie Anokata) für irgendwelche spezielle, individuelle Ziele haben möchte. Nein, anscheinend sind noch weitere Parteien von den Forschungsarbeiten betroffen und unterstützen die BO sogar bei dieser. Inwieweit das jetzt die Ziele der BO betrifft, ist noch nicht ganz klar, aber wie es aussieht sind auch noch weitere Parteien in den Plänen zu den Forschungsarbeiten involviert oder haben zumindest Kenntnisse darüber.
      Nunja, dass andere Parteien ebenfalls eigene Ziele und Pläne mit dem APTX 4869 haben könnten, wird mMn nicht ganz aus dem letzten Satz ersichtlich. Für mich klingt das Ende von Ais Zitat immer noch danach, als würde das Gift nur für Anokatas spezielle Zwecke verwendet werden, zumindest wird nichts davon gesagt, dass andere Parteien das Gift auch benutzen, sondern es finanziert haben. Was aber auch aus diesem letzten Satz hervorgeht, ist, wie du schon richtig gesagt hast, dass auch andere Parteien an der Herstellung des Giftes beteiligt sind und damit Kenntnisse haben müssten und das ist wiederum äußerst interessant.
      Ich habe für einen kurzen Moment gedacht, ob mit diesen Leuten, "die die Forschung an diesem Gift finanziert haben" nicht auch BO-Mitglieder gemeint sein könnten, denn z.B. Gin und Wodka haben in Fall 1 bei ihrem Deal mit diesem Firmenboss wegen Waffenschmuggels auch jede Menge Geld für die BO bekommen, das in die APTX-Forschung geflossen sein könnte. Aber das macht keinen Sinn, denn Ai würde bestimmt nicht diese zweite Erwähnung machen, um extra BOler hervorzuheben, die eigentlich schon mit dem ersten Satz mitinbegriffen sind.
      Jedenfalls könnte diese Finanzierung der APTX-Forschung erklären, warum wichtige Wissenschaftler, die für die BO gearbeitet haben, wie Atsushi und Elena Miyano offensichtlich keine alkoholischen Codennamen hatten. Wir wissen, dass Elena den Namen "Hell Angel" und Atsushi den Namen "Mad Scientist" trug (oder hatte Atsushi keinen Namen, von dem wir wissen und das mit "Mad Scientist" war von Kollegen aus der Wissenschafts-Branche?). Ich könnte mir vorstellen, dass das Labor, für das Atsushi und Elena gearbeitet haben, ein externes Labor/Unternehmen war und kein direktes BO-Labor. Damit waren die beiden auch nur indirekt Mitglieder der BO und deshalb keine Codenamen. Andererseits hat Shiho als Wissenschaftlerin einen BO-Codenamen gehabt, Sherry. Evtl. hat die BO sich durch Finanzierungen bald eine eigene Forschungseinrichtung für ihre Zwecke gebaut (also kein externes Labor) und damit war Shiho ein direktes BO-Mitglied mit Codenamen. In diesem Zug halte ich es ebenfalls für vorstellbar, dass die BO den Tod von Shihos Eltern (und vlt. anderen Forschern) verursacht und als Unfall verschleiert hat, weil diese externen Wissenschaftler Kenntnisse über die BO haben und aus dem Weg geräumt werden mussten.
      Dann bleibt nur noch die Frage nach denen, die die Forschung finanziert haben. Das könnten gewisse Unternehmen sein, die nicht genau wissen, was sie finanzieren, sie wissen lediglich, dass es um wissenschaftliche Zwecke geht und dafür spülen sie Geld in die Kassen. Dass sich so etwas auf der Diskette befindet, würde ins Bild passen, immerhin sind das auch Geschäftspartner, selbst wenn sie keine genauen Kenntnisse haben sollten. Möglich wäre auch, dass ihnen vorgegaukelt wird, es würde an etwas anderem geforscht werden bzw. die BO vertuscht eben genauere Details, wie die Tatsache, dass es sich um ein Gift handelt.

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      Mein Fanfiction-Thread: BOMs BOMbastische Fanfictions
      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Keine echte Theorie, sondern mal wieder mehr eine fixe Idee:

      Gestern Abend war ich zum Essen bei meinen Eltern und die haben parallel dazu Galileo Big Pictures geguckt, wobei dort in einem Beitrag diese "unsterbliche Qualle" - Turritopsis dohrnii - aufgegriffen wurde, von der so mancher sicherlich schonmal gehört oder gelesen hat. Ich fand das eigentlich ganz interessant, da die Qualle ja dadurch de facto unsterblich wird, weil sie sich beliebig oft wieder in eine Art Kindesform zurückentwickelt, was schon leichte Assoziationen mit dem Metaplot von Detektiv Conan weckt.
      Zudem ist es primär ein japanischer Forscher - Shin Kubota - der dafür bekannt geworden ist, sich wohl bereits seit 1979 mit den Tierchen und ihrer Fähigkeit zu befassen, sowie sie zu entschlüsseln und für Menschen nutzbar zu machen, was möglicherweise nahelegt, dass Gosho (oder explizit sein als Mediziner arbeitender Bruder, der ihm mit seinen biologischen Kenntnissen beim Entwerfen der Story um das APTX behilflich war) durchaus von diesen echten Forschungen weiß und sich daran orientiert hat, um eine fantastisch überhöhte und ausgeschmückte Variante für DC zu schaffen.

      Mich überrascht ein wenig, dass bisher offenbar kaum jemand diese Verbindung gezogen hat; zumindest fand ich lediglich einen tumblr-Post mit einer derartigen Theorie. Vielleicht habe ich auch nur nicht richtig gesucht.

      Kleiner Gedankenbrei: Ich war immer irritiert davon, dass die sonst eher wissenschaftlich agierende Organisation auf der Meerjungfraueninsel Interesse an diesen pseudo-magischen Pfeilen gehabt haben soll. Was, wenn es garnicht die Pfeile waren, wegen denen sich Shiho (und eventuell weitere Mitglieder) dort aufhielten, sondern wegen (einer eventuell fiktionalisierten Variante von) Turritopsis dohrnii, die um Bikuni lebt? Das würde auch erklären, wieso eben eine Biochemikerin wie Shiho dorthin reiste, was für irgendeine random Legende ziemliche Ressourcenverschwendung gewesen wäre.

      /Edit: Achja, noch eine kleine Idee: Sehr viele Quallenarten haben ja auch sehr potente Nervengifte. Vielleicht fällt hier also auch der Effekt der Verjüngung/Unsterblichkeit mit einem nicht nachweisbaren Gift zusammen? Eventuell wurde beides aus der selben Spezies gewonnen.

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      Puzzle schrieb:

      Mich überrascht ein wenig, dass bisher offenbar kaum jemand diese Verbindung gezogen hat; zumindest fand ich lediglich einen tumblr-Post mit einer derartigen Theorie. Vielleicht habe ich auch nur nicht richtig gesucht.
      Mir ist so, als wenn das im alten Forum auch irgendwann einmal angesprochen worden wäre, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sich in meinem Kopf da nicht was vermischt. Jedenfalls gut möglich, dass das Gosho inspiriert hat.

      Die Überlegung mit der Sireneninsel ist mir allerdings auf jeden Fall bisher unbekannt gewesen (bzw. habe ich auch selbst nicht dran gedacht) und würde meiner Meinung nach echt gut passen. Zwar demonstriert die BO immer mal wieder einen gewissen Hang zu Symbolismus und Aberglaube - z.B. das ganze Zeug mit den Silberkugeln - aber dass ausgerechnet eine wissenschaftlich orientierte Person wie Shiho sich für so etwas interessieren soll, ist schon etwas fragwürdig. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass Quallen im Sireneninselfall erwähnt werden. Dadurch denkt man als Leser natürlich automatisch, dass es um die Meerjunfrauenlegende gehen muss und es ist nur schwer möglich, auf die Quallen zu kommen. Vom Foreshadowing her wäre es also nicht ganz optimal, obwohl es trotzdem eine schöne Lösung wäre, um Gift und Wundermittel zu verknüpfen.
      Das mit der Meerjungfraueninsel und dem "Aberglauben" dahinter hätte ich mir aber ehrlich gesagt auch einfacher erklärt (auch wenn die Sache mit der Qualle interessant klingt und sicherlich nichts dagegen spricht bisher!). Ich mein, die BO sucht irgendwo nach ewigem Leben, in irgendeiner Weise, da ist es schon naheliegend, dass man eben auch mal Gerüchten folgt und bei der ehrwürdigen Alten landet, die angeblich Meerjungfrauenfleisch isst und ihr Haar um die Pfeile wickelt.

      Dass die BO an Meerjungfrauen glaubt, denke ich weniger, aber ich stelle mir schon vor, dass ein solcher Pfeil dazu genutzt werden sollte, vielleicht eine Analyse des Haars der Alten vorzunehmen, DNA oder auf sonstige aufgenommene Stoffe, die eben ihr langes Leben erklären könnten. Ich sag mal, wenn es "nur" um eine Qualle ginge bleibt halt fragwürdig, wieso sie sich ausgerechnet für den Pfeil da registrieren lassen. Eine Spur zu hinterlassen ist ja nicht unbedingt der Stil der BO, wenn sie es verhindern können, und wenn der Pfeil nicht das Ziel war, ist es vielleicht auch etwas fahrlässig. Ob es sich lohnen würde, falsche Fährten zu setzen... weiß ich nicht.
      Allerdings ist es schon einer der wenigen Wege, Shinichi einen Hint über die BO zu geben, ohne dass Ai von sich aus sagt "Jo ich war auf Bikuni, Details gibts aber in Band 100".
      ~Don't assume your dreams are just fantasy.

      If you can imagine a world, believe in it...and dive in.~
      Mal eine Art Fortsetzung meiner ursprünglichen Theorie aus dem Anfangsbeitrag.

      In einem der Digest Books (60+) hat Gosho angedeutet, dass die Drogen aus Akira eine Inspiration für das APTX 4869 (oder wenigstens dessen Kapselform) waren. Ich hab dann mal ein wenig weitergelesen und herausgefunden, dass diese offenbar vorhandene Stärke erhöhen, die Sinne verschärfen, und, wenn ich das richtig verstehe, bis zu einem gewissen Grad auch psychische Kräfte/ESP antreiben.

      Während ich ESP in Detektiv Conan sehr stark anzweifele, versuche ich einmal, die Idee mit dem "Aurensinn" zu präzisieren - das Ganze ist unabhängig von Akira, aber mir kam dadurch eine andere/spezifischere Idee:
      In dem vorherigen Beitrag habe ich schon einmal in ähnlicher Form nahegelegt, dass das biochemische Projekt der Organisation eine Art "Supersoldatenserum" sein könnte, dass die Leistungsfähigkeit steigert, die Sinne schärft, etc. pp. Vielleicht ist es ja sogar noch simpler und das APTX sollte (erstmal?) nur auf genau das - reine (übermenschliche) Sinnesschärfung - hinauslaufen. Wie ich darauf komme, möchte ich im Folgenden anhand einiger möglicher Indizien aus dem Manga erklären:

      Laut Gosho Aoyama sei Unsterblichkeit nicht das Ziel der Organisation (das Zitat brachte ich vorher schon; hier ist es noch einmal, der Vollständigkeit halber):

      Da Vinci Interview, Übersetzt von ALAKTORN schrieb:

      どうか! どうか、あと二つ質問させてください! 黒ずくめの組織の目的とはナニ? APTX4869の作用から考えると、不老不死が怪しいのでは……。
      Please! Please, let me ask 2 more questions! What is the BO’s goal? Going by the APTX4869, I would think immortality…

      【青山】「違います。確かにそう思っちゃうよね。今ね、組織の中では大変なことが起こっていますよ」
      That’s wrong. It’s true that you’d think that, isn’t it? You see, right now, something really big is happening within the organization.

      Einerseits bezeichnete Elena Miyano bereits die "Silver Bullet" auf den Tonbändern als "Wunderdroge", was für manchen sicherlich bereits eine Assoziation mit Akira wecken könnte; und es wäre auch durchaus eine passende Assoziation für ein "schreckliches Mittel", beziehungsweise eines, das nie hergestellt werden darf, da es natürlich zweckentfremdet werden könnte (wie allerdings zugegebenermaßen fast alles auf der Welt XD). Das APTX war eine direkte Rekonstruktion der Silver Bullet auf Basis der (nicht verbrannten) Unterlagen ihrer Eltern:

      File 948, Seite 4, Ai Haibara, bezüglich Silver Bullet schrieb:

      Das Mittel haben wahrscheinlich meine Eltern entwickelt. Und ich habe ihre Unterlagen eingesammelt, die, die nicht verbrannt waren, und das Mittel lediglich nachgestellt.

      Es wäre auch ein Mittel, das nicht unbedingt jedem erstmal völlig zweckmäßig erscheint:
      Ai meint nach der offenbar scherzhaften Aussage „Es ist ein Mittel, mit dem man Tote wieder beleben kann! Möchtest du etwas in der Richtung hören?“, dass Conan unbesorgt bleiben soll, da ihre Forschung kein „Hirngespinst“ gewesen sei, sondern „ein albernes Erzeugnis, das kaum jemand auf der Welt wertzuschätzen weiß [...] So wie diese Puppen, die auch nur für die Mädchen dieses kleinen Landes... von Bedeutung sind“. Das klingt wie etwas, das zuerst von vielen als banal oder wenig nützlich eingeschätzt werden könnte; aber doch extrem viel (kriminelles?) Potential birgt. Und es ist ein stark zellbezogenes Mittel - so wie auch die Sinne sich auf Zellfunktionen berufen (Sinneszellen):

      File 241, Seite 9, Ai Haibara schrieb:

      Shinichi, du musst mir jetzt gut zuhören... Das Gift, das unsere Körper hat schrumpfen lassen, heißt doch APTX 4869. Das APTX steht für "Apoptoxin" und das "Apop" darin wiederum für Apoptose. Apoptose ist der Fachbegriff für den programmierten Zelltod... Zellen können sich selbst abtöten. Das ist ein lebenswichtiger Mechanismus für unseren Organismus. Wenn das Signal dazu unterdrückt wird, bleiben die Zellen am Leben... [...] Es ist nun aber so, dass das Gift die Apoptose nicht nur induziert, sondern es bewirkt auch eine Telomerase-Aktivierung, was einen Anstieg der Vermehrungsfähigkeit der Zellen zur Folge hat...

      Shiho sollte auch offenbar weder ein Verjüngungsmittel, noch ein Gift herstellen:

      File 179, Seite 9, Ai Haibara schrieb:

      Ich wollte... eigentlich... gar kein Gift entwickeln.

      Demnach wird die (versehentliche) "Vergiftungsfunktion" eher eine tödliche Kettenreaktion innerhalb der Zellen sein (die dadurch spurenlos bleibt), die nicht bei jedem einsetzt - aus welchem Grund auch immer (und ich habe auch keinerlei Idee, wieso dem so ist, falls wir je eine Erklärung dafür bekommen). Aber weiter im Text: Nach der Unterhaltung über die Nutzung des Mittels vor 17 Jahren im Mordfall Haneda/Hughes in den USA, nachdem Conan sie fragte, ob sie wirklich 18 ist (dass das Mittel bereits vor so langer Zeit eingesetzt wurde) und darüber, dass das APTX auf der Silver Bullet beruht:

      File 179, Seite 9, Ai Haibara schrieb:

      Nun, aber in Wirklichkeit ließ man mich... ein anderes Mittel herstellen...

      Allerdings meint Pisco in Band 24, als er Shiho dabei beobachtet, wie sie sich wieder in ihre kindliche Form verjüngt:

      File 242, Seite 9, Pisco schrieb:

      Wirklich sehr beeindruckend! Du wirst dich wohl nicht an mich erinnern, immerhin warst du noch ein kleines Baby damals, aber ich war gut mit diesen Wissenschaftlern, deinen Eltern, befreundet... Damals habe ich auch so einiges über das Mittel gehört, das sich zu der Zeit in der Entwicklung befand [...] Aber wer hätte gedacht, dass du es so weit bringen würdest... Deine bei einem Unfall verstorbenen Eltern hätte das bestimmt überaus stolz gemacht...

      ... womit er zu implizieren scheint, dass Verjüngung doch in irgendeiner Form in die richtige Richtung ging.

      Die Idee ist nun, dass es hier gezielt um die "Verjüngung" von Sinneszellen geht, die mit dem Alter nun einmal auf sehr natürliche Weise verfallen - das heißt, Verjüngung ging also gewissermaßen schon in die richtige Richtung, sie war nur, genaugenommen, "zu vollständig", was das Mittel selbst wiederum "unvollständig" macht (Gin in Band 24: „der Detektiv in Kinderschuhen“, oder im Englischen: „the incomplete detective“). Im Fall mit Kirins Horn (File 712 - 715), bei dem Jirokichi Suzuki gezielt die Detective Boys dabei haben wollte, wurde solch ein Effekt sogar sehr anschaulich eingebracht durch Geräusche auf einer Frequenz, die nur Kinder/Jugendliche, so eben auch die 6- bis 7-jährigen Detective Boys (darunter auch Conan und Ai, die nur dank APTX diesen Zustand eingenommen haben), wahrnehmen können, nach dem Prinzip von „The Mosquito“ (der in diesem Fall auch erwähnt wurde).

      Nun haben wir damit eine mögliche, noch präzisere Erklärung für Ais "Aurensinn", den ich bereits in dem alten Beitrag ansprach: Eine verjüngte, extrem geschärfte Sinneswahrnehmung (eben vielleicht auch mit der fast tierischen Gabe, unterbewusst olfaktorische, visuelle und akustische Reize wahrzunehmen, welche die andere Person auslöst (sei es über Geräusche auf normalerweise nicht wahrnehmbarer Frequenz, Puls, Schweiß, Mikrobewegungen, etc.) und daher mindestens einzugrenzen, dass einem gerade instinktiv jemand etwas Übles will oder dergleichen vorhat - oder das Unterbewusstsein es zumindest dafür hält); das würde auch ganz gut erklären, warum Ais Sinn in der Tat nicht wirklich selektiv ist (also kein reiner "BO-Sinn", wie man mehrmals an bspw. Shuichi/Subaru sah) und auch nicht immer ausschlägt (bspw. Kiichiro Numabuchi).
      Jetzt könnte man einwenden: Moment, aber warum hat Conan keine solche "Gabe"? Aber das ist der Punkt: Die hat er. Man erinnere sich an verschiedene Szenen (hier müsste ich gerade konkrete Stellen heraussuchen), wo er die "mörderische Intention" eines Killers spürte bzw. diesen unter einer Gruppe von Menschen wahrnahm; ebenso wie er mindestens mehr als nur einmal Kids Präsenz wahrgenommen hat (gleich im "Black Star"-Fall auf der Queen Sallybeth ebenso wie erst jüngst in der Bibliothek (noch nicht auf Deutsch erschienen), als Kid - verkleidet - ihn heimlich anstarrt). Mir ist klar, dass Conan hier nicht gleich ganz aus der Haut fährt wie Ai; aber sie hat vermutlich so manches Trauma hinter sich und assoziiert jeden Schock immer gleich mit der Organisation (siehe u.a. einen früheren Post von mir für Assoziationen durch Sinne die Déja vùs auslösen und sowas) - deswegen vermutlich ihre ständige (Über?)Reaktion. Dass diese nachlässt, oder gar ganz "abgeschaltet" ist, merkte man gut an der paradoxen Szene, in der sie offenbar Bourbon und Vermouth im Doppelpack nicht wahrnahm, was auch Conan ins Grübeln bringt.

      @Sephiroth hat hierzu in einer Konversation noch eine interessante Sache angemerkt:
      Wen würde man denn mit einem scharfen Sinn assoziieren? Natürlich einen Detektiv und der bekannteste ist sicherlich Sherlock Holmes, der ja eine tragende (Meta-)Rolle in Detektiv Conan spielt. Und interessanterweise ist das APTX 4869 nach Sherlock benannt, dann die „4869“ kann man im Japanischen, wie einigen hier sicherlich bekannt, auch als „Shiyaroku“ lesen, der phonetischen Schreibweise für „Sherlock“. Dasselbe gilt natürlich auch für die Bezeichnung als „Detektiv in Kinderschuhen“, beziehungsweise den „unvollständigen Detektiv“.

      Offen bleibt für mich letzten Endes - im Rahmen dieser Theorie - inwiefern Itakuras Programm mit all dem zusammenhängt (falls es das tut) und wozu die Organisation soetwas braucht. Ist es das endgültige Ziel, dieses Mittel zu entwickeln und wenn ja, wozu? Oder ist es nur Teil zu einem größeren Plan, der genau genommen übermenschlich geschärfte Sinne benötigt? Dass ein stark sinnesschärfendes Mittel natürlich eine Menge kriminelles Potential in sich birgt ist, wie vorhin bereits angedeutet, durchaus denkbar. Aber hat die Organisation für all den Aufwand und all die Jahre etwas ganz Spezifisches im Sinn, falls dem so sein sollte?

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