Sword Art Online

      Sword Art Online

      Hey liebe DCDP-User,
      ich habe seit einiger Zeit die 2. Staffel von Sword Art Online beendet, nachdem ich Staffel 1 schon länger geschaut habe. Ich habe mir meine Gedanken zu dem Anime gemacht und mich dazu entschlossen, hier ein Review zu der Serie zu veröffentlichen. Ich werde hier keine Spoilerkästen verwenden, aber die beiden Staffeln und die verschiedenen Arcs werde ich beitragsweise voneinander abtrennen, weil dies für das Review unvermeidbar ist und sodass ihr abwägen könnt, welchen Beitrag ihr lesen möchtet, falls ihr gerade ebenfalls die Serie schaut, aber noch nicht abgeschlossen habt. Weiterlesen, wenn ihr noch nicht bei einem bestimmten Arc angekommen seid, erfolgt für euch also auf eigene (Spoiler-)Gefahr. ^^
      Mich würde natürlich auch eure Meinung zu Sword Art Online interessieren, gerne auch nur zu einem Arc oder einer Staffel, wenn ihr SAO noch nicht komplett geschaut habt. Was haltet ihr von SAO, den einzelnen Staffeln und Arcs? Wie findet ihr die Charaktere und die Handlung? Was hat euch besonders gut und was hat euch gar nicht gefallen? Welche Verbesserungsvorschläge habt ihr, was hätte anders sein müssen?

      In diesem ersten Beitrag beschränke ich mich nun auf den ersten Arc der ersten Staffel, Aincrad. Die weiteren Arcs und die zweite Staffel werden in weiteren Beiträgen noch folgen, dadurch ist alles etwas dosierter. ^^


      Sword Art Online, Staffel 1, Episoden 1-14: Sword Art Online/Aincrad
      Der erste Arc der ersten Staffel hat mir mit Abstand am besten gefallen. Mir gefällt die Idee, dass Menschen in einem Videospiel gefangen sind und es durchspielen müssen, um wieder in die reale Welt zurückkehren zu können, auch wenn dieses Konzept nicht gänzlich neu ist. Bei Digimon zum Beispiel gibt es ja auch das "Virtuelle und reale Welt"-Konzept und in einem anderen Werk von SAO-Zeichner Reki Kawahara, nämlich Accel World, wird die selbe Thematik aufgegriffen. Dennoch gefällt mir das Konzept, da es im Vergleich zu Digimon bedrohlicher rüberkommt. Wenn die Spieler im Spiel sterben, sterben sie ebenso in der realen Welt. Das mag bei Digimon zwar auch sein, wird aber in SAO mehr thematisiert, die Gefahr vom drohenden Tod ist allgegenwärtig. Obwohl es evtl. zu viel ist, wenn es in fast jeder Folge erwähnt wird. Dennoch ist dieser Plot mMn interessant und das erkennt man auch an der Angst, die Kirito immer wieder hat.
      Apropos Kirito, da möchte ich auf die Charaktere zu sprechen kommen: Kirito gefällt mit als Charakter sehr gut und wird auch mMn toll dargestellt. Was mir aber nicht gefällt, ist dass er zu overpowered ist, und das von Anfang an. Ich weiß, dass er im Level sehr viel höher steht als seine Mitspieler und dies macht seine Stärke aus und ebenso bin ich dem bewusst, dass er sich als Beta-Tester auskennt und dadurch schon zu Beginn sein Level stark erhöhen konnte. Trotzdem wirkt er in den meisten Situationen als Mr. Unbesiegbar, der alle Gegner niederschlagen kann. Wenn er mal gegen einen Boss für einen kurzen Moment festhängt, dann sammelt er seine Kräfte, schreit laut herum und metzelt den Boss doch um. Auch ein Beispiel: Der Kampf gegen diese rothaarige Killerin und ihre Truppe, als er mit Silica unterwegs ist. Alle prügeln auf ihn ein, aber seine Anzeige bliebt gleich, weil sein Heilungsskill so hoch ist. Es ist ja typisch für solche Serien, dass der Held am Ende immer gewinnt, aber immer sofort? Ruffy hat in One Piece auch nicht jeden Bossfight gleich gewonnen, sondern es gab einen Prozess, er hat sich Skill antrainiert und dann die Oberpiraten vermöbelt. Das vermisse ich bei Kirito, er ist schon gleich auf hohem Level und kann sich nicht groß entwickeln. Aber trotzdem ist mir der Charakter Kirito sehr sympathisch und ein geeigneter Held, insgesamt würde ich sogar sagen, er ist mein Lieblingscharakter, kann aber auch daran liegen, weil sich wenige Alternativen auftun.
      Ähnliches gilt für Asuna, auch sie ist ein Charakter, der gut dargestellt wird und mir gefällt. Auch sie ist im Vergleich zu anderen Spielern stark, aber das hält sich im Vergleich zu Kirito noch in Grenzen. Ihre Beziehung zu Kirito und wie diese inszeniert wird, finde ich gut, die beiden geben ein tolles Pairing ab, aber es ist schon recht klischeehaft. Ja, am Anfang haben sie kleine Meinungsverschiedenheiten (Folge 5), aber schon eine Folge später sind sie sehr gute Freunde (Folge 6/7) und wiederum drei Folgen später gestehen sie sich ihre Liebe (Folge 10), die ja eigentlich schon von Anfang an mehr als deutlich angeteast wurde und mMn schon leicht vorhanden war. Und dann in Folge 11 folgt die InGame-Heirat, die zwar nicht mit einer RealLife-Heirat vergleichbar ist, aber es ist ja die Geste, das Symbol dahinter, das zählt. Meiner Meinung nach ist das sehr kitschig, die Beziehung hat ja keine Zeit, sich anzubahnen oder zu entwickeln, sondern sie macht ja riesige Sprünge.
      Dazu zählt ja noch, dass die mit Yui ein Kind aufnehmen, zwar kein richtiges Kind in dem Sinne, aber wieder mal ist es ja die Symbolik dahinter und sie sind zusammen "Eltern". Yui ist gleichzeitig aber ein System und mMn ist der ganze Plot mit Yui ziemlich strange. Es ist zwar nett gemacht und komplett schlecht ist die Sache mit Yui nicht, aber es ist... naja, merkwürdig. Außerdem ist die Einleitung von Yui als Charakter mehr als unlogisch. Kirito und Asuna finden ein junges Kind mitten im Wald: "Hey, schau mal, da ist ein junges Mädchen. Nehmen wir sie doch einfach mit zu uns ins Haus und behandeln wir sie wie unsere Tochter!" Achja, das Haus am See des Pairings, wieder so eine Sache, dass die Beziehung so schnell voranschreitet, sie ziehen im übertragenen Sinne gleich zusammen.
      Zu den anderen Charakteren des Aincrad-Arcs von SAO kann man eigentlich nicht wirklich viel sagen und genau das ist der Kritikpunkt: Der Zuschauer erfährt fast gar nichts über die anderen. Silica: Eine Spielerin mit einem Drachen als Begleiter. Ihr Drache stirbt, wird aber dank Kiritos Hilfe wiederbelebt. An sich ist die Idee, dass ein Spieler noch einen Begleiter hat, super, wird aber nicht umgsetzt, weil Silica nach der einen Folge nicht mehr auftaucht in der 1. Staffel. Liz: Eine Schmiedin, die den Spielern Waffen bereitstellt. Ebenso ein schöner Einfall, aber sie hat auch nur 1. Folge Screentime. Dafür, dass sie Asunas beste Freundin ist, sehen die sich fast nie. Klein: Er kommt in der ersten Folge als verpeilter und cooler Typ rüber, man könnte denken, der könnte für Unterhaltung in der Serie sorgen. Aber er hat auch nur kleine Auftritte. Aus Agil hätte man auch etwas mehr herausholen können. Zusammengefasst: Es werden Charaktere eingeführt, die interessant sein könnten, mit teilweise guten Ideen, aber daraus wird gar nichts gemacht, weil diese Charaktere nur kleine Auftritte haben und dann in der Versenkung verschwinden. Dadurch haben die Charaktere auch keine wirkliche Persönlichkeit, weil man sie ja kaum kennenlernt und daraus folgt: Sie sind austauschbar. Da ist es egal, wer Liz oder Silica sind, könnte auch ein anderer x-beliebiger Chara sein.
      Eine Sache, die mich aber bei Silica und Liz richtig gestört hat: Bei beiden Mädchen wird sowas romancemäßiges mit Kirito angedeutet, durch Szenen bzw. wird mehr oder weniger deutlich, dass sie sich in Kirito verguckt haben. So ist zumindest mein Eindruck. Ich frage mich: Warum der Mist? Es ist doch von Beginn an klar, dass Kirito und Asuna zusammenkommen werden. Da ist es mMn unnötig, dass noch zwei andere für ihn schwärmen, die dann sowieso nicht mehr auftreten. Was wollte der Zeichner damit bezwecken? Sollten sich die Mädchen um Kirito streiten? Wenn sowas gekommen wäre, hätte ich gedacht: Wir sind doch nicht in einer Daily Soap! Zudem ist es auch etwas übertrieben, dass alle weiblichen Charaktere Kirito anhimmeln, setzt sich ja in den weiteren Arcs fort, dazu aber beim jeweiligen Beitrag. "Kirito ist ja so toll, er ist so nett und stark und wasweißichnoch...!" Ja, ist er, aber man kann es auch übertreiben.
      Akihiko Kayaba, Entwickler von Sword Art Online und des NerveGear, ist der Antagonist der Serie und wie ich finde, ein guter Antagonist mit einer tiefergehenden Hintergrundgeschichte. Es ist auch interessant, Kayaba als den Spieler Heathcliff auftreten zu lassen, der den Spielern sogar noch beim Durchspielen hilft, der aber ein doppeltes Spiel spielt. Könnte man auch als unlogisch betrachten, ich sehe das aber eher noch positiv. Die Wende, als sich Hetahcliff als Kayaba herausstellt, hat damit einen schönen Effekt. Und dann kommt der letzte Kampf zwischen Kirito und Heathcliff/Kayaba und ich denk mir nur: OMG, was ein Bullshit! Der Kampf geht ja erstmal recht gut los, aber dann wird alles nur unlogisch und die Handlung widerspricht ihren eigenen Regeln. Erstens: Kayaba hat als Admin alle anderen Spieler außer Kirito gelähmt. Dann wir Kirito fast tödlich getroffen, aber Asuna wirft sich trotz eigentlicher Lähmung(!) in den Schlag und wird selbst getötet. Zweitens: Asuna wird getötet, löst sich auf. Gemäß SAO müsste sie auch im Real Life sterben, war bei allen anderen vorher auch so, aber Asuna überlebt, weil es ja gut ausgehen muss. Drittens: Später wird Kirito von Kayaba besiegt und getötet. Seine Anzeige ist schon auf Null, sprich: Tot, vorbei, Ende. Trotzdem kann er mit letzter Kraft (die Anzeige ist auf NULL!!!) noch Kayaba das Schwert in den Körper rammen und ihn besiegen. Und natürlich überlebt auch er, wie zuvor Asuna, obwohl er doch schon tot war. Ich verstehe schon: Die Guten müssen überleben und gewinnen, der böse Kayaba muss verlieren. Auf sowas läuft der Plot schon hinaus. Aber hätte man das nicht besser lösen können, ohne gleich alles über den Haufen zu werfen, wofür die Serie vorher bekannt war. Mein Vorschlag: Asuna bekommt den Schlag ab, hat aber noch einen Millimeter Anzeige, genau das Gleiche mit Kirito und dann besiegt er mit letzter Kraft Kayaba. Dann sterben beide auch nicht und es bleibt realistisch im Rahmen der Serie. So ist dieser Kampf gegen Kayaba unlogischer Mist, da schlage ich mir mit der Hand ins Gesicht.
      Das Ende mit Kirito und Asuna auf der unsichtbaren Plattform im Himmel ist kitschig, aber in Ordnung. Gut finde ich, dass hier nochmal mehr über Kayabas Beweggründe gesagt wird. Und dann verschwindet er im Wind, mystisch. Obwohl es schon komisch ist, dass er erst noch die Zeit hat, sich mit den beiden da zu unterhalten, bevor er "stirbt". Dann werden Kirito und Asuna ausgeloggt und Kirito wacht im Krankenhaus auf und damit endet der Aincrad-Arc.
      Ich habe jetzt schon einiges kritisiert, aber bitte nicht falsch verstehen, ich bin ein Fan des Aincrad-Arcs in Sword Art Online. Wie eingangs gesagt, ist es mein Lieblingsarc in den beiden Sword Art Online-Staffeln und es wäre besser gewesen, wenn man an Sword Art Online festgehalten hätte, anstatt dann Alfheim einzuführen. Darauf möchte ich aber in meinem nächsten Post eingehen, wenn ich mich mit dem Alfheim-Arc befasse. Der Aincrad-Arc jedenfalls hat eine tolle Story und die Charaktere (zumindest die, die näher beleuchtet werden, anstatt 1-Folgen-Chars zu sein) gefallen mir meist sehr. Es gibt aber an einigen Stellen Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben und die man anders hätte lösen können, was ich bereits angesprochen habe, aber ich denke, es gibt bei jeder Serie etwas, was nicht ganz so gut gelungen ist. Insgesamt bin ich mit diesem Arc in SAO zufrieden und würde ihn mir, trotz seiner Makel, auch wieder anschauen.



      Das war der erste Teil meines Reviews zu Sword Art Online, der sich mit dem Aincrad-Arc befasst hat. In den nächsten Tagen werde ich das Review fortsetzen, dann mit einem Beitrag über den Alfheim-Arc. Die zweite Staffel wird natürlich auch noch behandelt.
      Wie bereits anfangs erwähnt, mich würde auch eure Meinung zu SAO interessieren. Zu den Arcs, Staffeln, Charakteren, der Handlung usw. Ihr könnt euch auch gerne schon zur zweiten Staffel posten, ihr müsst euch da nicht an meiner Review orientieren, sondern seid frei in dem, was ihr postet. :D Und lasst euch nicht von meiner Wall of Text abschrecken, ihr könnt euch auch kürzer fassen, keine Sorge. Und ich versuche, meine weiteren Review-Beiträge etwas kürzer zu fassen. :D

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      Mein Fanfiction-Thread: BOMs BOMbastische Fanfictions
      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Ich setze mein Review zu Sword Art Online mal fort und gehe nun auf den zweiten Arc der ersten Staffel ein, Fairy Dance bzw. Alfheim Online.


      Sword Art Online, Staffel 1, Episoden 15-25: Alfheim Online/Fairy Dance
      Ich habe in meinem vorherigen Beitrag ja bereits erwähnt, dass mir der Aincrad-Arc von allen Arcs in Sword Art Online und SAO II am besten gefallen hat und dennoch ziemlich kritische Worte gefunden. Daraus lässt sich schon schließen, wie mein Urteil zum Alfheim-Arc in etwa ausfallen wird. Aber das soll natürlich kein Hate-Beitrag zu diesem Arc darstellen, sondern einfach eine konstruktive Kritik, denn dieser Arc hat meiner Meinung nach leider viel falsch gemacht.
      Der erste Fehler besteht meines Erachtens nach schon darin, dass man die Spielewelt komplett geändert hat. Der Aincrad-Arc hatte wie ich finde eine schöne virtuelle Welt, es war recht mittelalterlich gehalten, sehr geeignet für das Schwertkampf-Konzept und auch dieses Bild von den 100 Ebenen, die die Spieler erreichen und meistern müssen wirkte auf mich sehr ansprechend. Aus welchem Grund auch immer hat man sich dann aber bedauerlicherweise dazu entschieden, das Geschehen in einer virtuellen Welt stattfinden lassen, die Elfen als Hauptthema hat. Ja, Elfen! Es gibt sicherlich auch Menschen, die diese Veränderung gut fanden, aber ich fand sie ehrlich gesagt misslungen. Das Elfen/Fantasy-Welt-Thema hat mir gar nicht gefallen und ich finde es schade, dass man sich dadurch vom ursprünglichen Konzept Sword Art Online komplett entfernt hat.
      Alfheim Online heißt nun also das Game, die Spielewelt. Und diese Welt wird dargestellt als eine Welt mit unterschiedlichen Terrotorien und verschiedenen Gruppierungen. Als Kirito seinen Avatar noch auswählen muss, hat er die Wahl zwischen zig Arten, denen er sich anschließen kann und er entscheidet sich dafür, ein Spriggan zu sein. Letztendlich muss man aber nach dem Schauen des Alfheim-Arcs feststellen, dass diese ganzen verschiedenen Arten - man könnte am Anfang ja denken: "Woah, so viele Gruppierungen, da könnte ja was abgehen. Die Story könnte sich mit diesen ganzen Clans interessant entwickeln." - im Laufe der Story fast nicht auftauchen. Weitere Spirggans tauchen gar nicht auf, man könnte also meinen, Kirito wäre der einzige von diesem Clan. Und ansonsten spielen vielleicht 2-3 andere Gruppierungen eine Rolle, das war´s dann aber auch schon.
      Die Story an sich klingt fürs Erste interessant: Einige Spieler aus Sword Art Online sind trotz des Besiegens von Kayaba noch immer nicht erwacht und liegen im Koma, eine davon ist Asuna. Wie sich herausstellt, hat Nobuyuki Sugo, ein Abteilungsleiter in der Firma von Asunas Vater, die SAO-Server übernommen und betreibt Alfheim Online, das er selbst als König Oberon regiert. Er hält Asuna in ALO gefangen und will ihre Emotionen so verändern, dass Asuna seine liebende Ehefrau wird, zudem soll sie mit ihm zwangsverheiratet werden. Kirito muss sie nun schnellsmöglich im Spiel befreien, um dies zu verhindern, weil er ja in Asuna verliebt ist. Die Grundidee ist gut, der Held Kirito rettet seine Asuna aus den Fängen des bösen Sugo, zwar klischeemäßig, aber auf den ersten Blick okay. Doch was nicht gelungen ist, ist die Tatsache, dass Asuna dadurch als Charakter langweilig wird. Eigentlich ist sie doch eine der beiden Hauptfiguren des Anime, aber in ALO wird sie quasi nebensächlich, was ich nicht verstehen kann. Sie ist halt die, die gerettet werden muss, mehr nicht. Da hätte man schon etwas mehr aus ihr rausholen können, stattdessen verkümmert sie zu einem Nebenchar. Für eine tragende Rolle nicht angemessen.
      Und apropos, Nebencharakter. Die Nebencharaktere aus dem Aincrad Arc, wie Silica, Liz oder Klein, kommen in ALO gar nicht mehr vor, d.h. man erfährt auch in diesem Arc nicht mehr über sie und dadurch wird mein Kritikpunkt bestätigt, sie sind austauschbare Charaktere ohne Story und Persönlichkeit. Und um das Ganze zu toppen, werden auch in ALO wieder einige Charaktere ins Leben gerufen, die auf den ersten Blick interessant sind und aus denen man viel rausholen könnte, die dann aber nur 1-2mal auftauchen und schließlich egal werden. Wie ich schon gesagt habe, finden nur 2-3 Gruppierungen statt, bei denen gibt es dann ein paar Charaktere, die 2 Folgen mal dabei sind und das war´s. Der einzige Charakter, der dann doch etwas wiederkehrender ist, ist Recon, ein Freund von Leafa und den Sylphen zugehörig. Man erfährt nicht viel über ihn, aber immerhin mehr als man über Silica und Co in SAO erfahren hat, immerhin. Und aus der Screentime, die er hat, kann man sagen, er ist der Eisuke Hondo von Sword Art Online. Man hätte schon mehr aus ihm machen können, aber das kann man wohl nicht erwarten.
      Und wo ich sie schon erwähnt habe, kann ich nun zu Leafa kommen. Kiritos neue Begleiterin in ALO, quasi ein Ersatz für Asuna, weil die ja nur im Käfig gefangen ist. Und wie ich finde hat man das mit dem Ersatz von Asuna zu stark rüberkommen lassen. Denn obwohl ja Kirito von Anfang an nur in Asuna verliebt ist und eigentlich schon von Anfang an klar ist, dass Kirito als Held die gefangene Asuna schon retten wird - wegen Happy End eben - fängt der Autor an, Kirito und Leafa zu shippen. Warum zum Teufel macht er das? Vor allem, weil doch sowieso klar ist, dass dieses Pairing nicht zustande kommen wird. Das Gleiche hat er ja auch schon in SAO gemacht, indem er Kirito auch mal mit Liz und Silica geshippt hat, aber ich verstehe den Sinn dahinter gar nicht. Und natürlich haben wir es wieder, das Bild der ach so tollen Kirito, den alle toll finden, der megasuperstark ist, der keinen Fehler hat, sondern der perfekte Held. Da er ja auch noch seine Skills aus SAO rübertransferiert bekommt, ist er hier auch so overpowered wie in SAO, obwohl er ALO ja zum ersten Mal spielt. Nur beim Fliegen hat er anfangs Probleme, die aber einige Minuten später behoben sind und er kann sofort perfekt fliegen. Nur zum Vergleich: Ruffy aus OP oder Son Goku aus DB konnten auch nicht von jetzt auf gleich alles, sondern es gab immer Momente, in denen sie nach und nach stärker wurden, eine Entwicklung durchgmeacht haben. Das fehlt hier eben ganz.
      Wie sich ja herausstellt bzw. für den Zuschauer sowieso von Anfang an sichtbar ist, ist Leafa Kiritos "Schwester" Sugu (wie ich finde auch komiche Namensgebung, wenn sie fast den gleichen Namen hat wie der Bösewicht, aber wahrscheinlich bin ich der einzige, der das komisch findet). Und Sugu verliebt sich tatsächlich in den Charakter Kirito, von dem sie erst nicht weiß, dass es ihr Bruder ist. Also hier sogar offensichtliches, aber sinnfreies Shipping vom Autor. Es kommt ja sogar der Eindruck von Geschwister-Liebe usw. auf, da nützt es auch nichts, dass Sugu letztlich doch "nur" die Cousine von Kirito ist. Nachdem sie herausfindet, dass sie sich in ihren "Bruder"/Cousin verliebt hat, erstmal der Schock, Tränen, Trauer, Enttäuschung, das ist alles gut so und verständlich. Wie sie dann aber wieder die Sache beilegen, ist Blödsinn. Und auch unlogisch, von jetzt auf gleich auf Normalität wieder umzuschalten. Letztlich ist diese Idee "Kiriro wird mit seiner "Schwester" geshippt" meiner Meinung nach der größte Fehler des Alfheim-Arcs.
      Am Ende kommt Kirito jedenfalls am Weltenbaum an und erreicht die Spitze, er kommt zu Asuna und will sie befreien, doch dann kommt Oberon/Sugo dazwischen und hält ihn auf. Dann kommen einige Szenen zwischen Sugo/Oberon und Asuna, die ich für etwas fragwürdig halte. Wer es gesehen hat, wird wissen, was ich meine, es hat aber schon übertrieben perverse Züge, ich halte mich da mal wortlos zurück. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Jedenfalls folgt bei diesem Endbosskampf wieder ein ebenso großer Fehler wie bei dem Kampf gegen Kayaba/Heathcliff in SAO. Denn Oberon ist der Master Administrator hat alles unter Kontrolle und hat Kirito gelähmt. Doch wie aus dem Nichts taucht der Geist von Kayaba vor Kirito auf, der noch irgendwo im Server ist oder so, verleiht ihm noch höhere Administrationsrechte und Kirito kann Oberon besiegen. Wo zum Teufel ist da bitte die Logik? Nur nicht falsch verstehen, ich erwarte von keinem Anime Logik, kein Anime ist logisch. Aber der Anime SAO bricht immer wieder Regeln, die er selbst aufgestellt hat. Kayaba ist tot, aber dann sein Geist? Kirito ist an sich schon besiegt. Die Story hat wie beim Bosskmapf am Ende von SAO wieder grobe Lücken und das ist schon ärgerlich.
      Durch den Weltensamen, den Kirito auch von Kayabas Geist erhält, kann er allen Spielern eine virtuelle Welt zur Verfügung stellen, außerdem kann er Asuna befreien, sie erwacht aus dem Koma, und alles ist gut, das Ende ist okay, nur die Art, wie das Ende zustandegekommen ist, ist fraglich.
      Als Fazit zum Alfheim-Arc kann ich sagen, dass er leider sehr viel schlechter ausgefallen ist als der Aincrad-Arc. Er kann überhaupt nicht an das gute SAO anknüpfen. Der SAO-Arc hat auch seine Fehler und Makel, aber ist wie schonmal erwähnt, schauenswert und doch trotz allem sehr gelungen. Doch ALO macht es leider schlimmer, weil es nicht mehr die Welt von SAO beibehält, sondern auf eine fragwürdige Elfenwelt zurückgreift und es kann qualitativ erst recht nicht an SAO anknüpfen. Stattdessen werden hier noch viel schlimmere Fehler gemacht, aus den Fehlern des Aincrad-Arcs wurde also nicht gelernt. Meiner Meinung nach kann man sich den Alfheim-Arc schon anschauen, aber er lohnt sich weniger als der SAO-Arc.



      Das war mein Review zum Alfheim-Arc in Sword art Online. Die zweite Staffel und den GGO-Arc werde ich in einem weiteren Beitrag noch beleuchten.
      Ich würde mich auch freuen, wenn noch mehr User, die auch Sword Art Online gesehen haben, ihre Meinung kundtun und hier mitdiskutieren würden. Mich würde euer Feedback zu diesem Anime auch sehr interessieren. :D

      :thumbup: Vielen Dank an Spürnase für den Banner!!! :thumbup:

      Mein Fanfiction-Thread: BOMs BOMbastische Fanfictions
      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Yo!

      Dank ausreichender Freizeit die letzten fünf Wochen kam ich endlich dazu beide Staffeln SAO an so ziemlich einem Stück zu schauen, kann also noch mit ausreichend guter Erinnerung auch meine Meinung in den Ring werfen, wenn auch minimal verspätet :D Mein aktueller Stand ist allerdings "nur" Folge 18 von Staffel zwei, was für GGO allerdings unerheblich sein dürfte. Achja, BOM, du wirst es mir sicher nicht übel nehmen, wenn ich ein paar Einwürfe in Richtung deiner Reviews mache :P

      Black organization member schrieb:

      Sword Art Online, Staffel 1, Episoden 1-14: Sword Art Online/Aincrad
      Dazu zählt ja noch, dass die mit Yui ein Kind aufnehmen, zwar kein richtiges Kind in dem Sinne, aber wieder mal ist es ja die Symbolik dahinter und sie sind zusammen "Eltern". Yui ist gleichzeitig aber ein System und mMn ist der ganze Plot mit Yui ziemlich strange. Es ist zwar nett gemacht und komplett schlecht ist die Sache mit Yui nicht, aber es ist... naja, merkwürdig. Außerdem ist die Einleitung von Yui als Charakter mehr als unlogisch. Kirito und Asuna finden ein junges Kind mitten im Wald: "Hey, schau mal, da ist ein junges Mädchen. Nehmen wir sie doch einfach mit zu uns ins Haus und behandeln wir sie wie unsere Tochter!"

      Immer noch besser als "Hey, lassen wir das Mädchen allein im Wald!"; Yui wurde immerhin ohnmächtig und sowohl von Kirito als auch Asuna für einen Menschen gehalten. Dass die beiden helfen wollen leuchtet mir ein, die entführen Yui ja nicht, sondern suchen nach Verwandten, Bekannten etc. nachdem es ihr wieder besser geht. Natürlich dient Yui vor allem dazu, die Beziehung zwischen Kirito und Asuna zu vertiefen und dem Zuschauer zu illustrieren weil die Beiden in ihrer Rolle als Zieheltern aufgehen, aber das fand ich sogar ziemlich niedlich anzusehen und schlecht würd ichs auf keinen Fall nennen. War mal ne angenehm ruhige Abwechslung zu den ganzen HYAAAA-Bosskämpfen, abgesehen von der "Immortal-Object"-Angelegenheit am Ende des Yui-MiniArcs.

      Black organization member schrieb:

      Und dann kommt der letzte Kampf zwischen Kirito und Heathcliff/Kayaba und ich denk mir nur: OMG, was ein Bullshit! Der Kampf geht ja erstmal recht gut los, aber dann wird alles nur unlogisch und die Handlung widerspricht ihren eigenen Regeln. Erstens: Kayaba hat als Admin alle anderen Spieler außer Kirito gelähmt. Dann wir Kirito fast tödlich getroffen, aber Asuna wirft sich trotz eigentlicher Lähmung(!) in den Schlag und wird selbst getötet. Zweitens: Asuna wird getötet, löst sich auf. Gemäß SAO müsste sie auch im Real Life sterben, war bei allen anderen vorher auch so, aber Asuna überlebt, weil es ja gut ausgehen muss. Drittens: Später wird Kirito von Kayaba besiegt und getötet. Seine Anzeige ist schon auf Null, sprich: Tot, vorbei, Ende. Trotzdem kann er mit letzter Kraft (die Anzeige ist auf NULL!!!) noch Kayaba das Schwert in den Körper rammen und ihn besiegen. Und natürlich überlebt auch er, wie zuvor Asuna, obwohl er doch schon tot war. Ich verstehe schon: Die Guten müssen überleben und gewinnen, der böse Kayaba muss verlieren. Auf sowas läuft der Plot schon hinaus. Aber hätte man das nicht besser lösen können, ohne gleich alles über den Haufen zu werfen, wofür die Serie vorher bekannt war [...] So ist dieser Kampf gegen Kayaba unlogischer Mist, da schlage ich mir mit der Hand ins Gesicht.

      Dass Kirito und Asuna nicht sterben, also im RL, hat einen ganz einfachen Grund. Ich kann als konkrete Quelle nur die Light Novel anführen, meine aber, dass das auch im Anime mit zumindest einem Satz Kayabas geklärt wird. Kayaba hatte beabsichtigt, nach seinem Duell nochmals alleine mit Asuna und Kirito zu reden, ergo hatte er zu dieser Zeit den Frittiermechanismus des Nervegear deaktiviert - so genau wird das nicht erläutert, im Anime heißt es "ihr seid mir aufgefallen, also wollte ich mit euch alleine reden" oder so ähnlich. In die Spate dürfte auch fallen, dass sich Asuna aus reiner Willenskraft gegen die Lähmung wehrt und Kirito aus reiner Willenskraft sich dem System widersetzt und Kayaba noch besiegen kann. Hach, die Kraft der Liebe :D Dass sich Kirito dem System widersetzt ist für den Kampf gegen Sugu wichtig, da geh ich ein andermal drauf ein.

      Und natürlich, die dreisteste, falscheste, und schlimmste deiner Aussagen:

      Black organization member schrieb:

      Klein: Er kommt in der ersten Folge als verpeilter und cooler Typ rüber, man könnte denken, der könnte für Unterhaltung in der Serie sorgen. Aber er hat auch nur kleine Auftritte.

      Klein sorgt für Unterhaltung. Er polarisiert (mich). Er ist der Beste der Besten, unser aller Senpai! *---* Naja nicht ganz, aber Klein ist und bleibt der beste Charakter der jemals in SAO existiert hat. Punkt :D

      Ne, ich hab den Aincrad-Arc auch extrem genossen. Sicher einer der besten Arcs, wobei das eine subjektive Einschätzung ist und früher immer alles besser war :D Am Kitsch in der Serie hab ich mich nicht gestört, im Gegenteil. Ich feier das so dermaßen. Eigentlich sagt mir Kitsch und Romance kein bisschen zu, aber bei SAO werd ich so schwach und weich dass ichs selbst nicht mehr glaube. Ehem :D Ansonsten, berechtigte Kritikpunkte deinerseits. Der Autor der Light Novel hat ebenfalls gemerkt dass Aincrad zu gerusht war und schreibt momentan an "SAO Progressive", wo pro Band Light Novel ein Floor aus Aincrad behandelt wird. Dürfte noch eine Weile dauern bis zum Kampf gegen Heathcliff, aber das Vorhaben sagt mir zu.

      Ich elender alter Fanboy. Meinung zu ALO kommt auch bald, hoffe ich mal :D

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