James Black – Mastermind im Hintergrund oder überbewertet?

      James Black – Mastermind im Hintergrund oder überbewertet?

      Hallo zusammen, mMn wird es auch mal Zeit für einen Charakter-Thread in diesem Bereich, der sich ganz bewusst mit einem eher selten vorkommenden Charakter und einer etwas provokanten Fragestellung befasst. Ist James Black ein Mastermind im Hintergrund oder wird er aufgrund seiner zurückhaltenden Art und den wenigen Informationen bzw. den Spekulationsmöglichkeiten überbewertet?

      Wie wir neuerdings von Gosho bestätigt bekommen haben, soll es sich bei James Black nicht um den Boss der Organisation handeln. Offenbar ist er also Conan Assoziation mit Professor Moriarty zum Trotz, einer der guten. Auch bekannt ist mittlerweile die lange vermutete Mitwisserschaft von Akais vorgetäuschtem Tod und auch eine nähere Verbindung zur Familie Akai steht noch im Raum, sprich ist James Black Masumis unbekannter Geldgeber?

      Was ist eure Meinung zu diesem eher ruhigen Vertreter?
      Als Mastermind würde ich ihn nicht bezeichnen, denn das hieße für mich, dass er sich z.B. auch für die Pläne des FBI verantwortlich zeichnet. Im Krankenhausfall hat er allerdings erst im Nachhinein von Akais Plan zu Kirs gezielter Einschleusung erfahren und in seinen vorgetäuschten Tod hat ihn Akai auch nur aus Notwendigkeit eingeweiht, weil Black den Plan sonst vereitelt hätte. Generell reagiert er eigentlich meistens auf das was andere tun und wirkt nicht wie der insgeheime Herr der Lage. Das Moriarty-Foreshadowing verwundert schon etwas (Nicht, dass die Stelle nicht eh alber gewesen wäre, als würde Conan bei einem so bekannten Namen wie James paranoid werden). Überbewertet würde ich ihn allerdings auch nicht nennen, da ihn ja durchaus interessante Mysterien umgeben, wie z.B. dass er Sera kennt. Bei dem mysteriösen Geldgeber sehe ich ihn wie viele andere als nicht unwahrscheinlichen Kandidaten. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich nicht als Papa Akai herausstellt...
      Als Mastermind würde ich ihn auch nicht (mehr) ansehen, Potential war allerdings da. Nicht nur durch Backs mysteriösen 1. Auftritt, auch durch die Enthüllung am Ende des Vermouth-Arcs, dass er sich für den Fall des Scheiterns der Mission bereits eine Ausrede zurecht gelegt hatte, hätte in Richtung Mastermind weitergeführt werden können. Vor allem aber in zwei Szenen, Blacks Passivität im Krankenhausfall und seiner zufälligen Kenntnis von Akais Plan, haben ein solches Bild aber zunichte gemacht. Gerade zweites ist mEn auch etwas unverständlich, da Gosho im Krankenhausfall sogar zwei Szenen gezeichnet hat, in denen Black und Akai alleine im Raum sind.
      Die Akai-Familie ist für Black nochmal eine interessante Spekulation, von allen bisher bekannten Charakteren ist James Black in der Tat der wahrscheinlichste als der anonyme Gönner. Hier wäre natürlich zu fragen, woher Black das Geld hat und außerdem dürfte er sich, wenn wie ebenfalls sehr wahrscheinlich das Kind die geschrumpfte Akai-Mutter ist, seinen Teil bei Conan und Ai denken. Ob er der Vater ist, glaube/hoffe ich nicht, allerdings hat Gosho die Frage nach dem Verbleib von Akais Vater in seinen Neujahresgrüßen wieder geöffnet. Dennoch, auch hier scheint Black nur zu reagieren, bislang scheint es nicht so, als ob Masumis Rückkehr nach Japan geplant gewesen ist, ansonsten hätte er Jodie wohl kaum verschwiegen, dass er sie kennt.
      Insgesamt erscheint mir Blacks Charakterisierung widersprüchlich, es gibt keinen Charakter, der über so viele Informationen verfügt und zugleich so wenig Gewinn daraus ziehen kann.