Anokata

      Ich bin ebenso wenig von deiner Chris Vineyard=Anokata-Theorie überzeugt. Das Ganze scheint mir alles sehr spekulativ zu sein. Natürlich ist eine Theorie immer teilweise Spekulation, aber an einigen Stellen sehe ich da schon Lücken in der Theorie. Alja hat ja bereits einige Punkte genannt.
      Hinzu kommt für mich die Frage, wie genau Chris ihre Mutter Sharon im Griff haben soll, dass diese sich nicht erneut umbringt. Das bleibt doch sehr unerklärlich. Du sagst ja, dass sich Sharon nach dem Tod ihres Mannes das Leben nehmen wollte, aber durch das APTX bzw. Silver Bullet verjüngt wurde. Meiner Meinung nach könnte sie sich immer noch aus Verzweiflung umbringen. Wie genau soll denn Chris da ihre Hände im Spiel haben und einen Selbstmord verhinden, wenn Sharon einen durchführen möchte? Im Prinzip kann sich Sharon jederzeit umbringen, wenn Chris nicht anwesend ist. Eine plausible Erklärung wäre hilfreich.
      Außerdem finde ich dieses "Sie ist hin- und hergerissen" sehr ungünstig, fast als sollte es eine Erklärung für alle Handlungen von Sharon geben, die aber keinen Sinn machen. Einerseits will sie, dass Conan die BO zerschlägt und Chris besiegt und sie schützt Conan, andererseits arbeitet sie aber so gegen Conan, dass er das Ganze gar nicht erreichen kann. Entweder sie will das eine ODER das andere, so ist jedenfalls meine Meinung, anders macht es für mich wenig Sinn. Daher wirkt dieses "Hin- und Her"-Argument doch sehr erzwungen. Dass sie selbst nicht Hand anlegen will, ist evtl. noch nachvollziehbar, der Rest allerdings nicht.
      Dann heißt es doch immer, Anokata wäre sehr vorsichtig. Das widerspricht deiner Annahme, Chris=Anokata würde aus Spaß und Nervenkitzel sich gerne mal in größte Gefahr begeben. Wenn der Boss also so extrem vorsichtig ist, würde er wohl kaum aus Lust und Laune mal solche Risiken eingehen.

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      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Zwar bin ich nicht sicher, ob man Sharon und Chris mit Goshos Aussage ausschließen könnte, wenn sie sich beide als real existierende Personen herausstellen würden, aber es gibt trotzdem einige problematische Stellen:
      Während Sharons Mann die Organisation leitete, hatte sie sich weitgehend, aber nicht ausschließlich um das Showbiz gekümmert.
      Sie war in der BO immerhin tief genug involviert, um eine Akte bei Jodies Vater zu verdienen und ihn und seine Tochter anschließend höchstpersönlich deswegen umzubringen (bzw. umbringen zu wollen in Jodies Fall). Und das war auf jeden Fall Sharon, denn Chris ist gerade mal ein Jahr älter als Jodie und wäre somit noch ein Kind gewesen.

      Chris als Anokata hingegen schlüpft aus Spaß am Nervenkitzel nur hin und wieder in die Rolle Vermouth. Damit ist Chris vor der magischen Grenze schon einmal auf der Bildfläche erschienen.
      Hier stimme ich Alja und BOM zu. Eine Festlegung zu treffen, nur, um damit die Kapitelgrenze zu erfüllen, ist nicht so zielführend. Hier müsstest du wenigstens einen Vermouth-Fall nennen, wo Vermouth sich im Vergleich zu ihrer sonstigen Person komplett atypisch verhält und man als Leser feststellen könnte, dass es andere Personen sind. Nervenkitzel als Motivation wirkt da nach allem, was man über Ano Kata weiß (und egal wie man die Vorsicht interpretiert) auch nicht sehr überzeugend.

      Außerdem finde ich es merkwürdig, dass Sharon ihre eigene Tochter in Gedanken "Boss" nennen würde, als sie die SMS bekommt.
      [Repost vom 10. April 2015]

      Diesen Beitrag kann man teilweise als Ergänzung zu Spürnases Atsushi-Theorie sehen. Diese Idee ist ziemlich spekulativ und damit weder ein wirklicher Beweis für oder gegen irgendwas, aber möglicherweise ist es ein ganz interessantes Addendum. Ich muss dazu sagen, dass ich selber keinen Favoriten unter den Bosskandidaten habe. Meiner Ansicht nach gibt es bei jeder bekannteren Theorie an gewissen Punkten Probleme logischer Natur und an konkreten Hinweisen (zumindest jenen, von denen wir wissen), mangelt es. Ganz davon ab, dass zwei der beliebtesten Indizien, die von vielen für den Theorienbau herangezogen werden, alles andere als sicher sind.

      Vor einiger Zeit hatte ich eine Unterhaltung mit jemandem im Chat, ob Gosho tatsächlich so abgedroschene Tropes nutzen würde wie "Der Vater ist der Oberschuft" und man kam zu dem Schluss, dass Gosho desöfteren schon auf klischeetypische Elemente zurückgegriffen hat. Zusätzlich dazu fiel mir ein, wie oft Gosho ebenfalls bereits Plotelemente bis hin zu ganzen Handlungen aus früheren Werken recyclete oder bestimmte Dinge in jedem seiner Werke immer wieder auftauchen (siehe das Thema der Unsterblichkeit, geheime Untergrundorganisationen, extrem ähnliche bis gleiche Charakterkonstellationen und -designs, Kendo, Baseball, Detektive, Kapitel um angeblichen Spuk in der Schule verknüpft mit einer neuen Lehrkraft für die Protagonisten, etc. pp.)
      Dabei fiel mir ein, dass wir ja bald Aoyamas Kurzgeschichten auf Deutsch erhalten, aus denen Gosho so manches auch schon für Detektiv Conan "geborgt" hat und hierbei kam mir "Detective George" in den Sinn. Achtung, Spoiler für diese Geschichte:

      Spoiler anzeigen
      Die Protagonistin Asami (die frisurentechnisch Shiho garnicht so unähnlich ist) sucht dort Zuflucht beim Privatdetektiv George/Jooji Kirishima, weil sie auf der Flucht vor einer Organisation schwarzgekleider Männer ist. Das klingt nicht nur äußerst vertraut; die Auflösung der Geschichte macht klar, dass ihr eigener Vater der Boss dieser Vereinigung ist.

      Das hat alles natürlich nur bedingt Hand und Fuß, aber hat Gosho hier eventuell wieder einmal einen Plot für Detektiv Conan (in komplexerer Form) recycled; in dem Sinne, dass Asamis Geschichte als Grundlage für jene von Shiho/Ai diente? Sollte dem so sein, könnte man das mit etwas Fantasie natürlich als zusätzlichen Verweis auf Professor Miyano sehen.


      Vielleicht bringt das ja so manchen auf neue Ideen.
      Weniger eine Theorie, vielmehr ein Punkt (Charakter), der mir mal aufgefallen ist. In Fall 50 (Die erste Liebe vergisst man nie) bekommt Asami Uchida ein Fax von ihrem Literaturprofessor Masao Takamura zugeschickt. Ich besitze keine Originalseiten, aber gehe mal davon aus, dass die Kanjis im Anime (Folge 106) korrekt sind. Diese Kanjis passen mEn relativ gut zu denen, die im Meerjungfrauen-Fall in Heijis Gästebuch ganz rechts zu sehen sind, auch wenn dort die Reihenfolge dann falsch herum wäre. Was neben diesem Punkt den Charakter interessant macht, ist sein Auftreten unmittelbar vor Ais Debüt. Gosho hat dieses Schema auch später noch verwendet, in dem ein Charakter aus dem Fall vor dem Debüt eines neuen Hauptcharakters wichtig wird (z.B. Dr. Araide und Vermouth (Band 24),die Mitarbeiter von Ramen Ogura und Masumi Sera (Band 73)). Darüber hinaus passt ein Literaturprofessor natürlich auch gut zu den literarischen Bezügen, wie Silver Bullet oder 4869 für Sherlock Holmes.

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      Die Tatsache, dass Charaktere aus den Fällen vor den Debüts wichtiger Charaktere später nochmal wichtig werden (könnten), ist sicher interessant, aber ich kann hierbei auch keine Ähnlichkeit erkennen, vor allem, weil Heijis Daumen und die Sprechblase die rechte Spalte ziemlich verdecken und die Schriftzeichen schwer zu erkennen sind auf dem Panel. Dennoch: Selbst das, was ich erkennen kann, hat keine Ähnlichkeit zum Namen des Professors aus dem Shinichis erste Liebe-Fall. Ich habe auch mal die Anime-Version von dem Meerjungfrauen-Fall raugesucht, die entsprechende Szene ist hier bei 28:29 : youtube.com/watch?v=5c8kVynvPsQ
      Ich habe mal bei dem Bikuni-Fall Manga und Anime verglichen und die Kanji müssten so übereinstimmen, aber eine Ähnlichkeit sehe ich wirklich nicht bei der rechten Spalte mit dem Fax aus Fall 50.

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      by Beechan & Black organization member
      Ich habe zwar keine Theorie wär Anokata sein könnte, aber dennoch glaube ich nicht, dass Atsushi der Boss ist. Es wäre mir zu offensichtlich, dass der für tot gehaltene Vater von Ai der Boss sein kann. Und wieso würde Atsushi auch den Mord an seinen Töchter genehmigen?

      Eigentlich wollte ich nur Fragen zum Boss stellen: Ist im Manga bekannt, wer aller über die Identität des Bosses Bescheid weiß? Man kann ja davon ausgehen, dass Rum, Gin und Vermouth Bescheid wissen. Kennen aber Vodka, Chianti und Korn den Boss? Pisco kannte Ais Eltern und war schon lange in der Organisation dabei, also ist es nachvollziehbar, wenn er den Boss auch gekannt habe.
      Es wäre auch interessant zu erfahren, ob Atsushi und Elena den Boss kannten. Denkt ihr, dass Ais Eltern die Identität kannten? Ist es nicht auch möglich, dass Ai Anokata kennt und sie Conan dahingehend angelogen hat?

      Kir kennt die E-Mail Adresse des Bosses, aber nicht seine Identität, oder? Kennt man auch einen Grund, warum die CIA die Adresse nicht ausforscht.
      Und was meint ihr, wie viel eigentlich Bourbon weiß?
      Es ist sogar recht wahrscheinlich, dass Ai Anokatas Identität kennt. In Band 46 wird das zumindest angedeutet, wobei es Ai auf Nachfrage nicht einmal abstreitet. Sie hätte Conan dann also tatsächlich nicht einmal angelogen.

      Es ist aber bei keiner Person mit Sicherheit bestätigt, dass sie den Boss kennt. Bourbon sollte ihn eigentlich nicht kennen, wenn doch frage ich mich, wozu er dann noch undercover ist.

      Was Atsushi und Elena angeht, würde ich sagen, dass es eher unwahrscheinlich ist. Sie standen ja unter Beobachtung, was für wenig Vertrauen spricht. Von Pisco sehen wir zu wenig für eine Einschätzung. Zur CIA: es gibt keinen kanonischen Grund. Entweder Plot Hole oder die CIA hat ulterior motives. In letzterem Fall wäre nicht undenkbar, dass Kir die Identität kennt, aber ich bezweifle es.

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      GinVodka schrieb:

      aber dennoch glaube ich nicht, dass Atsushi der Boss ist. Es wäre mir zu offensichtlich, dass der für tot gehaltene Vater von Ai der Boss sein kann. Und wieso würde Atsushi auch den Mord an seinen Töchter genehmigen?

      Ich denke eigentlich auch, dass Atsushi Miyano zu offensichtlich ist, um der Boss der Organisation zu sein, aber bin dennoch der Meinung, dass er mit der wahrscheinlichste Boss-Kandidat ist. Jedenfalls halte ich ihn für geeigneter als so manch andere Namen, die irgendwann mal in die Runde geworfen wurden, und sehe darin ein gewisses Potential, wenn sich Atsushi als Anokata herausstellt, auch wenn es offensichtlich ist und etwas Klischeehaftes hätte, wenn ausgerechnet Ais Vater der Boss wäre.
      Warum er seine beiden Töchter umbringen lassen will bzw. Akemi durch Gin bereits töten ließ, kann verschiedene Gründe haben, so abwegig fände ich das nicht, es schließt Atsushi zumindest nicht aus. Möglicherweise fürchtet er durch den Ausstieg von Akemi (das war schließlich ihr Vorhaben und der Grund für den Milliardenraub) und Shiho (die auf der Flucht vor der BO ist) Gefahr für die Organisation - sollte er der Boss sein, "seine Organisation". Und da der Boss, von Vermouth als vorsichtig beschrieben ("Er dreht jeden Stein 2mal um") jegliches Risiko ausschließen möchte, will er lieber seine Töchter tot sehen, um zu vermeiden, dass die Öffentlichkeit von der Existenz der BO erfährt und dabei ist es ihm egal, ob es seine Töchter sind. Das würde auch auf andere Bosskandidaten zutreffen, aber wäre eine beispielhafte Erklärung für Atsushis Vorgehen, sollte er Anokata sein. Schließlich haben in DC auch schon Familienmitglieder sich gegenseitig umgebracht, Motive kann es immer geben, vlt. gibt es auch noch etwas, was wir noch gar nicht wissen. Atsuhi war auch als "Mad Scientist" bekannt, evtl. schreckt er auch als Boss vor nix zurück, zumal der Boss einer kriminellen Organisation auch einfach nur eiskalt und skrupellos sein kann.

      GinVodka schrieb:

      Ist im Manga bekannt, wer aller über die Identität des Bosses Bescheid weiß?

      Tatsächlich ist mMn nicht direkt bekannt, welche Charaktere den Boss persönlich kennen, aber bei einigen kann man stark davon ausgehen. Rum ist die rechte Hand des Bosses, er sollte ihn schon kennen (und würde demnach auch Sinn machen, wenn nach dem Rum-Arc Gosho auf die Zielgerade einfährt, nach der Nr. 2 kann eigtl. nur noch Anokata kommen). Vermouth ist der Liebling des Bosses, da liegt der Schluss ebenfalls nah, dass sie sich kannten. Bei Gin bin ich mir sogar etwas unsicher, aber ich würde ihn mit Vermouth auf eine Stufe stellen in der BO-Hierarchie, daher würde dies Sinn machen, aber er kennt auf jeden Fall seine Nummer. Pisco kann sein aufgrund seiner langen BO-Zugehörigkeit, aber sicher sagen kann man das nicht. Wodka, Chianti und Korn sind eher unwahrscheinlich, sie stehen schließlich alle unter Gins Kommando und Gin erhält die Befehle, die er entsprechend an die anderen weitergibt. Gin ist quasi der Mittler und ich bezweifle, dass die nicht ganz so hochrangigen Mitglieder alle den Boss kennen. Schließlich würden mehr Mitwisser auch mehr potentielle Risiken bedeuten, was nicht für den Boss spricht. Daher gut vorstellbar, dass es sich auf Rum, Vermouth und Gin begrenzt.
      Bourbon würde keinen Sinn ergeben, wie Corab richtig sagte: Warum noch undercover bleiben, wenn er schon den Boss kennen würde? Und kennt Kir wirklich die E-Mail-Adresse des Bosses? Sie telefoniert doch auch immer mit Gin (wieder die Mittler-Funktion) soweit ich mich erinnere, aber nie direkt mit dem Boss. Ich würde es toll finden, wenn ihr mich da über die genaue Stelle aufklären könntet, wo ersichtlich wird, dass Kir Anokatas E-Mail kennt.

      GinVodka schrieb:

      Denkt ihr, dass Ais Eltern die Identität kannten?

      Das kommt darauf an, wer der Boss ist. Wenn es tatsächlich Atsushi sein sollte, könnte es sein, dass seine Frau miteingeweiht war (oder noch ist?), aber er könnte es auch vor Elena geheimhalten. Wenn wir aber von einem anderen Boss ausgehen, glaube ich eher nicht dran, Corab hat das Argument dazu bereits geliefert.
      Ich zweifle sogar eher daran, dass Ai von Anokatas Identität weiß. Immerhin war ihr Labor auch in einem externen Gebäude, das nach ihrer Flucht niedergebrannt wurde. Ob da der Kontakt zum Boss so stark gegeben ist, wage ich zu bezweifeln. Und wenn ihre Eltern trotz jahrelanger Mitgliedschaft womöglich nichts von Anokatas Identität wussten, dann wohl auch nicht Sherry/Shiho, die in der Hierarchie auch nicht zu den hohen Tieren gehört. In Band 46 wird zwar angedeutet, dass sie Anokata kennen könnte, sie dementiert es nichtmal, aber sie bestätigt es auch nicht. Das könnte genausogut auch einfach eine Szene von Ai gewesen sein, wo sie mysteriös rüberkommen soll. (Und auch wenn dieses Argument schlecht ist, deshalb setze ich es in Klammern: Dieses bescheuerte "Ai wäre überrascht" ist zwar glaube ich nicht bestätigt oder zumindest verschieden auslegbar, aber wenn sie überrascht wäre, müsste das ja heißen, dass sie den (aktuellen) Boss nicht kennen würde, selbst wenn sie ihn mal traf, denn das würde ja heißen, es hätte einen Bosswechsel gegeben).

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      by Beechan & Black organization member

      Black organization member schrieb:

      Und kennt Kir wirklich die E-Mail-Adresse des Bosses? Sie telefoniert doch auch immer mit Gin (wieder die Mittler-Funktion) soweit ich mich erinnere, aber nie direkt mit dem Boss. Ich würde es toll finden, wenn ihr mich da über die genaue Stelle aufklären könntet, wo ersichtlich wird, dass Kir Anokatas E-Mail kennt.

      Naja, Conan erkennt sie ja zuerst als BO-Mitglied, weil er über die Kaugummi-Wanze hört, dass Kir auf ihrem Handy eine E-Mail an die Nummer des Bosses addressiert (Kapitel 499) und ihn über die Situation informiert.

      Gut, dass wird dann einen kurzen Moment später in Kapitel 500 überflüssig, weil Kir einen Anruf von Gin bekommt und ihn dabei beim Namen nennt, was Conan ebenfalls hört, aber naja, sie kennt auf jeden Fall die Nummer von Anokata, zweifellos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Serinox“ ()

      Da Kir die E-Mail Adresse kennt, würde es für die CIA leicht sein, die Adresse des Bosses auszuforschen.
      Jetzt stellt sich halt die Frage, ob das Nicht-Tätigwerden der CIA ein Plot Hole von Gosho ist oder ob das darauf hindeutet, dass die CIA genau dies aus bis jetzt unbekannten Gründen nicht tut. Es könnte ja sein, dass die CIA nach demselben hinterher ist wie die BO. Also was auch immer der Boss mit dem APTX bzw. Itakura-Software vorhat zu erschaffen, interessiert auch die CIA.

      Das würde einen interessanten Handlungsstrang ergeben, wenn sich die CIA als ein "Feind" herausstellt, oder zumindest nicht auf Conans Seite steht. Ich würde mir wünschen, wenn Kir wieder eine größere Rolle im Manga spielen würde.
      Aber ich befürchte, dass das ein Plot Hole ist.

      Black organization member schrieb:

      In Band 46 wird zwar angedeutet, dass sie Anokata kennen könnte, sie dementiert es nichtmal, aber sie bestätigt es auch nicht. Das könnte genausogut auch einfach eine Szene von Ai gewesen sein, wo sie mysteriös rüberkommen soll.
      Mag sein, aber so unhilfreich Ai auch manchmal ist, hat sie auf konkrete Fragen von Conan doch meist präzise geantwortet. Z.B. in Band 38, wo Conan sie auf das "can be both God and the Devil" anspricht und sie direkt sagt dass ihre Forschungen damit nichts zu tun hatten.

      GinVodka schrieb:

      Da Kir die E-Mail Adresse kennt, würde es für die CIA leicht sein, die Adresse des Bosses auszuforschen.
      Jetzt stellt sich halt die Frage, ob das Nicht-Tätigwerden der CIA ein Plot Hole von Gosho ist oder ob das darauf hindeutet, dass die CIA genau dies aus bis jetzt unbekannten Gründen nicht tut. Es könnte ja sein, dass die CIA nach demselben hinterher ist wie die BO. Also was auch immer der Boss mit dem APTX bzw. Itakura-Software vorhat zu erschaffen, interessiert auch die CIA.
      Du nimmst mir die Worte aus dem Mund... :D

      Corab schrieb:

      Mag sein, aber so unhilfreich Ai auch manchmal ist, hat sie auf konkrete Fragen von Conan doch meist präzise geantwortet. Z.B. in Band 38, wo Conan sie auf das "can be both God and the Devil" anspricht und sie direkt sagt dass ihre Forschungen damit nichts zu tun hatten.


      So präzise war die Antwort gar nicht, da sie a) gelogen ist - Ihre Forschung muss sehr wohl etwas mit dem Zitat zu tun haben, da Ai andernfalls wohl kaum von so einem zusammenhanglosen Zitat auf die BO hätte schließen können - und b) sagt sie im Anschluss auch nicht, womit sich ihre Forschung denn nun konkret beschäftigt haben soll, sondern lässt nur ein kryptisches "Es ist etwas, womit nur wenige etwas anzufangen wissen" in den Raum.

      Nichtsdestotrotz könnte ich mir vorstellen, dass Ai eine Vermutung hat, wer Anokata ist. Dass sie es sicher weiß, bezweile ich irgendwie, einfach aus dem Grund, dass sie dies Conan und dem FBI sagen könnte und die BO so um einiges schneller besiegt wäre. Auch wenn die Gute bekannt für ihre irrationalen Aktionen ist, greift hier selbst das Argument um die Pandorabüchse, sie wolle ihr Umfeld nicht in Gefahr bringen, nicht. Schließlich könnte sie die Info einfach dem FBI geben, welches ohnehin unabhängig von ihrem Umfeld die BO jagd.
      Es ist aber trotzdem ein konkretes Dementi. Nichts würde sie daran hindern, auch in diesem Fall mit einem klaren "Nein" zu antworten, wenn es denn stimmen würde. In einem rationalen Universum würde die von ihr gewählte Art zu antworten ja erst recht Nachfragen von Conan provozieren.

      Aber klar, es ist durchaus auch möglich, dass sie nur eine Ahnung hat. Dass sie irgendeine kritische Infotmation über ano kata hat, sollte jedenfalls als Fakt angesehen werden.
      Kurz etwas zu Ais Wissen um Anokatas Identität. Ich denke eher weniger, dass sie die Identität des Bosses kennt, da sich ihre Äußerungen in Band 46 in verschiedene Richtungen interpretieren lassen, bzw. das "Und wenn schon." der deutschen Übersetzung zu unpräzise ist. Die in den englischen Scans auftauchenden "unbelievable characters" müsse mEn ebenfalls nichts mit dem Boss zu tun haben. Vorausgesetzt der Plural in der Übersetzung ist korrekt, so wären ohnehin mehr Leute als nur der Boss gemeint, deren Identität publik würde. Darüber hinaus war in Ais Debütfall ja auch davon die Rede, dass auf der Diskette mit der Formel des APTX auch eine Liste mit den Namen der Organisationsmitglieder und deren Sponsoren zu finden ist. MEn beziehen sich die "unbelievable characters" auf diese Liste, auf der der Boss aufgrund seiner berühmten Vorsicht wohl nicht stehen dürfte. Wie dem auch sei, Ai verschweigt definitiv Wissen, dass für die Identität des Bosses relevant ist, auch wenn es womöglich nur die Perspektive des Lesers und nicht die Conans betrifft, nämlich den Namen der Organisation, der ja die Identität des Bosses preisgeben soll.

      Zum eigentlichen Kandidaten, auf den ich zu sprechen kommen wollte. Es handelt sich bei dem Besitzer des Café Poirots zwar um einen schon länger in der Diskussion befindlichen Kandidaten, allerdings ist mir in einem der mMn langweiligsten Fälle des Mangas mal etwas aufgefallen, bei dem sich mir schon die Frage stellt, ob es eine versteckte Andeutung sein könnte. Konkret meine ich den Katzenfall in Band 82, Kap. 865. Zu Beginn des Kapitels ist von einem Artikel über das Café Poirot die Rede, in dem ein Foto Azusas zu sehen ist. Auf Bourbons Ausreden, warum es von ihm kein Foto in dem Artikel gibt, denkt sich Conan, dass er sich dies als BO-Mitglied auch kaum leisten könnte. Gleichzeitig ist der Artikel zu sehen, und ein Bild vom Besitzer des Cafés ist ebenfalls nicht vorhanden. (siehe Bilder)

      Meiner Meinung nach wäre der Besitzer des Café Poirots erzählerisch gesehen ein guter Kandidat, gerade wenn man den Manga so bis zum Ende des Vermouth-Arcs betrachtet. Bis dahin taucht das Café in vielen Fällen immer kurz in einer Außenansicht auf, ist also präsent, ohne eigentlicher Ort der Handlung zu sein. Bis zu Azusas Debütfall in Band 43, ist nur ein- oder zweimal der Innenbereich des Cafés zu sehen und auch Conan scheint bis dahin kaum mit dem Besitzer interagiert zu haben, da er Azusa nach dem Grund befragt, warum das Café den Namen Poirot trägt. Seitdem spielt die Handlung wesentlich öfter im Café, ohne das der Besitzer vorgekommen ist. Wir wissen aber inzwischen indirekt, dass Conan auch mit dem Besitzer Kontakt hat. Das würde alles soweit noch passen, aber zwei Punkte sprechen mEn inzwischen gegen den Besitzer. Zum einen würde Anokata in dem Fall die Präsenz eines anderen Organisationsmitgliedes, dem er seine Identität bisher nicht offenbart hat, in seinem unmittelbaren Umfeld dulden. Zum anderen ist Ai inzwischen auch ein paar Mal in dem Café gewesen, was wohl dann mit der Aura-Geschichte kollidieren dürfte. Zum ersten Einwand könnte man entgegenhalten, dass Vermouths Bemühen in Kap 827 Amuro vom Abbruch seiner Tätigkeit in Kogoros Umfeld zu überzeugen, neben dem Schutz von Cool Guy und Angel auch dem Schutz der Geheimidentität des Bosses dienen soll. Diese Interpretation ist mEn nicht völlig abwegig und auch der Grund dafür, diesen Kandidat hier nochmal aufzugreifen.^^

      Edit: Ich hoffe man kann die Bilder sehen, bei mir klappt das nur mit "Grafik anzeigen". (Hab's gefixt. TD)
      Edit 2: Danke :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Spürnase“ ()

      Spürnase schrieb:

      Zum ersten Einwand könnte man entgegenhalten, dass Vermouths Bemühen in Kap 827 Amuro vom Abbruch seiner Tätigkeit in Kogoros Umfeld zu überzeugen, neben dem Schutz von Cool Guy und Angel auch dem Schutz der Geheimidentität des Bosses dienen soll. Diese Interpretation ist mEn nicht völlig abwegig und auch der Grund dafür, diesen Kandidat hier nochmal aufzugreifen.^^

      Dass Vermouth Amuro zum Abbruch seiner Arbeit im Poirot bewegen wollte, könnte in der Tat eine tiefere Bedeutung haben als bloß Ran und Shinichi schützen zu wollen (zumal sich diese beiden immer noch verhältnismäßig selten im Poirot aufhalten) und der Cafébesitzer als Bosskandidat hätte durchaus was sehr originelles.

      Es gibt nur zwei Dinge, die mich dann doch etwas skeptisch stimmen:
      1. Laut Gosho soll der Boss in den ersten 551 Kapiteln schon in irgendeiner Form vorgekommen sein. Haben wir den Besitzer irgendwann zu Gesicht bekommen oder wurde er namentlich mal erwähnt (einfach nur "der Cafébesitzer" finde ich als Hint etwas mau...)?
      2. Mal davon abgesehen, dass Amuro in dem Café arbeitet und Vermouth sich mal als Azusa verkleidet hat, sehe ich keinerlei Bezug zur BO - weder in Richtung IT noch Pharmazie noch als großer Geldbunker. Mir fehlt einfach so ein triftiges Motiv, weshalb ausgerechnet dieser einfache Cafébesitzer der Boss einer so großen kriminellen Organisation seien soll.

      THE DEFENDING CHAMP IS READY
      GANBARE YUZURU!! :thumbsup:

      Henni147 schrieb:

      2. Mal davon abgesehen, dass Amuro in dem Café arbeitet und Vermouth sich mal als Azusa verkleidet hat, sehe ich keinerlei Bezug zur BO - weder in Richtung IT noch Pharmazie noch als großer Geldbunker. Mir fehlt einfach so ein triftiges Motiv, weshalb ausgerechnet dieser einfache Cafébesitzer der Boss einer so großen kriminellen Organisation seien soll.

      Bezug gibt es zunächst einmal nur in der Benennung des APTX 4869, wo Sherlock Holmes enthalten ist, bzw. Shelling Ford als Bezeichnung für den Prototy des APTX. Dies kann auf einen an Kriminalliteratur interessierten Charakter deuten, was bei dem Besitzer des Cafés auf jeden Fall gegeben wäre. Darüber hinaus gehört er zu den Personen, die kaum bis gar nicht direkt auftreten, dennoch irgendwie ständig präsent sind. Diese Personengruppe ist mEn erzählerisch besonders naheliegend.

      Henni147 schrieb:

      1. Laut Gosho soll der Boss in den ersten 551 Kapiteln schon in irgendeiner Form vorgekommen sein. Haben wir den Besitzer irgendwann zu Gesicht bekommen oder wurde er namentlich mal erwähnt (einfach nur "der Cafébesitzer" finde ich als Hint etwas mau...)?

      Der Hinweis ist von Gosho nie völlig konkretisiert worden, nur das der Name des Bosses schon vorgekommen ist scheint klar. Das bedeutet der Boss kann bislang nur indirekt durch Nennung des Namens, bzw. das dieser irgendwo zu lesen war, vorgekommen sein (dies müsste man nach gegenwärtigem Erkenntnisstand ja auch für Atsushi Miyano annehmen). Der Einwand würde also nicht direkt den Besitzer des Cafés ausschließen. Allerdings bringt er mich doch zu einer Überlegung, die ich bislang so nicht auf dem Plan hatte. Im Grunde könnte Gosho es sich ja leicht machen und einem beliebigen Fallcharakter „zufällig“ den gleichen Namen wie dem Boss geben. Mal davon ausgegangen, dass Gosho diese billige Variante nicht nutzen wird, müsste der Name des Bosses also irgendwo mal erwähnt oder geschrieben worden sein. Darüber hinaus dürfte Conan das der Logik halber nicht mitbekommen/gelesen haben, da er ja sonst an den Besitzer des Poirots denken müsste, ähnlich der Situation als er Shihos Namen im Gästebuch des Meerjungfrauen-Falls liest.
      Ohne es jetzt vollständig zu wissen (Ergänzungen sind also willkommen^^), scheint mir mal zumindest kein Charakter, oder wenigstens kein Fallcharakter, in Abwesenheit Conans nur erwähnt worden zu sein. Demzufolge blieben die geschriebene Namen übrig. In diesem Fall kommen mir drei Situationen in den Sinn, wo Conan geschriebene Namen vermutlich nicht gelesen hat. Das eine ist die Liste mit den Namen der APTX-Opfer in Shihos Debütfall. Diese Namen kannte Conan bis Kap 551 definitiv nicht, aber der Name des Bosses auf dieser Liste ergibt ohnehin keinen Sinn. Der nächste Fall wäre das Gästebuch in dem Heiji im Meerjungfrauen-Fall liest. Da es sich nach Heijis Aussage aber vor allem um führende Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik zu handeln scheint, wäre ein „einfacher“ Cafébesitzer in diesem Kreis wohl auffällig, zumal Shiho ja auch nach Bikuni geschickt wird, wodurch ein Besuch des Bosses überflüssig wäre. Die dritte Szene ist nicht ganz eindeutig. In dem ○×△□ –Fall gibt es eine Liste mit 58 Namen. Im Manga wird nicht gezeigt das Conan diese Namen liest, von daher könnte sich auch hier der Name des Bosses verbergen. Aber auch hier ist der Besitzer des Poirots nicht der plausibelste Kandidat, da er mit dem Café bereits eine Tarnidentität hätte und dabei nicht noch bei einer Handelsgesellschaft arbeiten müsste, zumal das gerade in Gegenwart von Bourbon wohl auffällig wäre. Also zumindest nach Plausibilität würde der Besitzer des Poirots damit für mich herausfallen.

      Spürnase schrieb:

      Vorausgesetzt der Plural in der Übersetzung ist korrekt, so wären ohnehin mehr Leute als nur der Boss gemeint, deren Identität publik würde. Darüber hinaus war in Ais Debütfall ja auch davon die Rede, dass auf der Diskette mit der Formel des APTX auch eine Liste mit den Namen der Organisationsmitglieder und deren Sponsoren zu finden ist. MEn beziehen sich die "unbelievable characters" auf diese Liste, auf der der Boss aufgrund seiner berühmten Vorsicht wohl nicht stehen dürfte.
      Na ja, das Japanische kennt keinen grammatikalischen Numerus, weshalb man in den meisten Fällen aus dem Kontext schließen muss, ob Einzahl oder Mehrzahl gemeint ist. Meiner Meinung nach spricht hier der Kontext klar für Einzahl - es geht explizit darum, was passieren würde, wenn Takagi in Bezug auf die Telefonnummer ermittelt (die ja mutmaßlich einer konkreten Person zuzuordnen sein sollte) und Conan interpretiert die Aussage direkt so, dass Ai vielleicht wissen könnte, wer der Boss ist. Meiner Meinung nach gibt es also keinen Grund, bei der Übersetzung den Plural zu wählen.

      Der Besitzer des Cafés wäre zwar ganz interessant, weil Conan dann immer in der Nähe seine Erzfeindes gelebt hätte. Außerdem wäre erklärt, warum Gin nichts mehr gegen Kogoro unternimmt, was ja für Manche eine Plothole darstellt. Aber da Gosho in mindestens einem Interview explizit gesagt hat, dass der Boss mit seinem vollen Namen aufgetreten ist, fällt schon einmal die von dir erwähnte "billige Variante" flach. Sonst würde ich die von dir erwähnten Argumente auch größtenteils so unterschreiben. Man könnte noch diskutieren, ob Conan den Namen des Cafébesitzers zwingend kennen muss?