Anokata

      Dann eröffne ich mal feierlich den allerersten Theorie-Thread in unserem Discussion Forum.

      Schreibt eure favorisierte Theorie über die Identität des Bosses der BO auf. Beachtet aber, dass folgende Charaktere von Gosho persönlich ausgeschlossen wurden:
      • Professor Agasa (Interview Jan. 2014)
      • Yusaku Kudo (Interview Apr./Neujahrskarten 2014)
      • Gin (Neujahrskarten 2014)
      • Fusae Campbell (Interview Apr. 2014)
      • Eri Kisaki (SDB50+)
      • Ran Mori (SDB70+)
      • Ninzaburo Shiratori (SDB70+)
      • Vermouth (SDB70+)
      • James Black (Neujahrskarten 2015)
      • Sonoko Suzuki (Neujahrskarten 2015)
      • Detective Boys (Neujahrskarten 2015)
      • Toichi Kuroba (Neujahrskarten 2016)
      Im Manga selbst sind folgende Infos bekannt:
      • Gin zufolge ist Vermouth der Liebling des Bosses (Ch. 429)
      • das Kinderlied "Nanatsu No Ko" ergibt sich aus den Tastentönen beim Tippen der E-Mail-Adresse des Bosses (Ch. 470)
      • Anokata sei laut Vermouth sehr vorsichtig (Ch. 704)
      • RUM stehe dem Boss sehr nahe (Ch. 898)

      Des Weiteren ließ Gosho in Interviews bzgl. Anokatas verlauten:
      • bis Kapitel 551 kam der Boss inkognito vor (Interview Jan. 2006)
      • sein vollständiger Name wurde schon mal erwähnt (Interview Jan. 2006)
      • der Boss hat keinen alkoholischen Namen (Interview Jan. 2013)
      • allerdings würde der Name der Organisation die wahre Identität des Bosses verraten (Interview 2005)
      • Vermouth ist nicht die Ehefrau von Anokata (Neujahrskarten 2015)
      • Magic Kaito und Detektiv Conan leben in Parallelwelten (Magic Kaito Band 1 Treasured Edition) / Die Organisation in DC und in MK sind nicht dieselben (Singapur 2016)
      • Ai wäre über die Identität des Bosses erschrocken = falsche Info
      Sollte ich noch weitere mehr oder weniger wichtige Punkte vergessen haben oder falls wieder neue Infos kommen, werden diese im Startpost ergänzt.

      Theoriensammlung:

      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von „Beechan“ ()

      Hab mal alles von Puzzle ergänzt, außer Conan, wo ich mir nicht sicher war, ob es von Aoyama 'ne eindeutige Aussage gab (auch, wenn es klar ist :D).
      Sonst ist meine aktuelle Topverdächtige Elena, dicht gefolgt von Atsushi und mit Leuten wie Karasuma in weiterer Ferne. Viele sagen ja, dass Gosho zu konservativ für nen weiblichen Boss wäre, aber das halte ich für Quatsch. Wenn das für ihn echt so eine abwegige Idee wäre, würde er in den Interviewfragen nicht ausweichen, wenn es ums Geschlecht. Mal abgesehen davon, dass noch mindestens ein Mutterchsrakter wichtig werden muss, auch wenn das nicht direkt mit dem Boss in Zusammenhang steht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Corab“ ()

      Ich muss sagen, Elena wird für mich auch immer wahrscheinlicher, zumal ich sie noch spannender fände als Atsushi, der für mich momentan der am wenigsten überraschende Boss-Kandidat wäre, weil einfach alles etwas zu gut zusammenpasst. Mit Elena könnte Gosho doch nochmal ein bisschen überraschen, zumal mich diese "Mütter-Verbindung" auch neugierig gemacht hat.
      Bei Gosho und den Frauen ist das so eine Sache. An sich hat er ja schon starke Frauen dargestellt, Eri, Sato, Yui, Shiho (die mit 18 bereits leitende Forschungen übernimmt) sowie natürlich Vermouth und Elena.
      Auf der anderen Seite hingegen haben wir unser Schema F mit Ran, Kazuha, Sonoko und Aoko, die zwar zu Beginn teilweise durch ihre Kampfkünste als starke Frauen dargestellt wurden, im Laufe der Zeit jedoch zunehmend verweichlicht wurden.
      Aufgrund des Rückrunderns der Charakterisierung der zumindest jungen Frauen kann ich sehr wohl verstehen, dass die meisten davon überzeugt sind, dass Gosho eher konservativ bleibt und das Steuer einem Mann überlassen möchte. Dazu kommt natürlich der Favoritenstatus von Vermouth, den sich die meisten mit einer (sexuellen?) Beziehung zwischen den zweien Erklären möchten. Ein wirklich homosexuelles Paar gab es in der Serie ja tatsächlich noch nicht, lediglich das Paar aus der Karaokebar, wo die Frau sehr männlich aussah.

      So, wie sich das ganze im Manga langsam entwickelt, bin ich auch eher dazu geneigt zu glauben, dass es sich bei Anokata um einen Mann handelt. Gosho kommt mir ehrlich gesagt nicht fortschrittlich genug vor, um wirklich starke Frauen darzustellen. Jede starke Frau bei ihm hat einen starken Mann um sich herum; das ist an sich natürlich nicht verkehrt, doch da die Zahl der starken Männer überwiegt, und das deutlich, schmälert es den Gewinn der Frauen.
      Dass er Masumi jetzt auch noch zur Bauchrednerpuppe ihres Bruders gemacht hat, macht das ganze sicherlich nicht besser. Allerdings wird auch durch die neuesten Files klar, dass das kleine Mädchen anscheinend doch eine Frau zu sein scheint (und dazu Mutti Akai), was wenigstens die Möglichkeit einer neuen starken Frau im Manga eröffnet. Anokata ist sie sicherlich nicht, aber es wäre dennoch schön, einen weiblichen Gegenspieler gegen ihn zu haben. Außer natürlich, Mutti wird wieder auf die Ersatzbank gesetzt, sobald Shuichi wieder als er selbst auftreten kann.
      ~Don't assume your dreams are just fantasy.

      If you can imagine a world, believe in it...and dive in.~
      Ich könnte mir eigentlich auch ganz gut vorstellen, dass das der "Clou" von Gosho ist. Atsushi ist ja nicht nur in Deutschland ein Topkandidat und wäre dementsprechend keine Überraschung mehr, wenn diese Theorie dann wirklich der Wahrheit entspricht. Dass Elena nie groß Beachtung bekam liegt wohl auch größtenteils am Zitat, dass Vermi der Liebling des Bosses sei. Liebling muss aber nicht zwangsläufig ein Liebespartner bedeuten sondern könnte z.B. auch ein familiären Hintergrund haben und auf ein Verwandschaftsverhältnis hindeuten.
      Und im Moment erhalten die weiblichen Charaktere wie Sera und das Kind (ich denke es ist nun ziemlich sicher, dass das Kind weiblich ist) mehr Aufmerksamkeit erhält, was durch Goshos Aussage, dass zwei Mütter Schwestern sind noch mal verstärkt wird.

      Was einen weiblichen Boss betrifft, so würde ich diesen aufgrund einer tendenziell konservativen Haltung Goshos auch nicht ausschließen wollen, zumal inzwischen auch nicht mehr wirklich klar ist, wann sich Gosho auf den Boss festgelegt hat, bzw. lässt sein Interview, wo er den Anwesenden einen Band gezeigt hat die Frage bewusst offen. Aufgrund der Aussage, dass zumindest der Name des Bosses bereits vorgekommen ist, kann man aber zumindest davon ausgehen, dass sich Gosho bis Kap 551 festgelegt hat. MEn hat er dies auch schon zum Zeitpunkt von Band 42 getan, denn wenn er über die besondere Beziehung Vermouths informiert, dann muss er im Grunde auch einen Boss vor dem Inneren Auge haben. Was generell aber noch für einen weiblichen Boss sprechen könnte ist RUM, die Nr. 2 der Organisation. Nach der bisherigen Nomenklatur dürfte es sich um einen Mann handeln, bislang war das vielleicht mächtigste bekannte Mitglied mit Vermouth eine Frau.

      Was Elena aber betrifft, so ist ihr Verhalten mit den Kassetten mMn aber ein Punkt, der gegen sie spricht, bzw. auf ein oppositionelles Verhalten gegenüber der Organisation deuten kann. Auch ihr Verhalten gegenüber Bourbon widerspricht mMn dem Image eines Bosses dieser Organisation, kann man natürlich als Tarnung erklären.

      Werde wohl mal meine Version der Atsushinokata Theorie updaten, dann kann die ja hier zerpflückt werden ^^

      Spürnase schrieb:

      Was Elena aber betrifft, so ist ihr Verhalten mit den Kassetten mMn aber ein Punkt, der gegen sie spricht, bzw. auf ein oppositionelles Verhalten gegenüber der Organisation deuten kann. Auch ihr Verhalten gegenüber Bourbon widerspricht mMn dem Image eines Bosses dieser Organisation, kann man natürlich als Tarnung erklären.
      Was Elena so interessant machen würde, ist eben diese eigentlich ziemlich gegensätzliche Charakterisierung. Was man dabei allerdings beachten muss, ist, dass die Kassetten 18 Jahre alt sind und die Rückblende mit Rei sogar über 20 Jahre. In der Zeit kann sich ein Mensch sehr ändern, wir wissen ja nicht, was genau mit Elena passiert ist. Wir haben so wenige Informationen, dass sogar etwas wie eine Gehirnwäsche (durch ihren Mann?) in Frage kommen könnte. Natürlich wäre Tarnung in dem Sinne möglich, allerdings wäre das in meinen Augen doch eine ziemliche psychische Klatsche für Shiho, wenn sie erfahren würde, dass die ganzen Kassetten und die Liebe, die ihre Schwester erfahren hat, nur gespielt waren. Verstehst du, was ich meine?
      Zumal die Liebe einem Kind gegenüber nur schwierig zu spielen ist. Aber gut, Shiho hat ihre Eltern kaum kennengelernt und ob Akemi je groß etwas über sie erzählt hat, ist natürlich unbekannt.

      Dennoch wäre ich weiterhin sehr überrascht darüber, wenn eine Frau an der Spitze einer solchen Organisation stehen würde. Eigentlich wurden bisher nur Männer an der Spitze von wichtigen Unternehmen etc benannt, oder? Ich weiß nicht, ich hätte sehr gerne eine Frau als Anokata, das würde einen wahnsinnig guten Twist ergeben, aber die Zeichnung der Frau bei DC ist halt echt so... erbärmlich teilweise, dass es mir schwer fällt, daran zu glauben.
      ~Don't assume your dreams are just fantasy.

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      Ich bin von beiden möglichen Miyanos als Anokata unbeeindruckt. Beide sind langweilig. Beide vollführen das alte Klischee "totgeglaubtes Familienmitglied lebt doch und ist jetzt ein Villain". Das Problem ist einfach, dass Aoyama uns keine anderen Vorabkandidaten gibt. Bestimmt wird es wenn es auf das Finale zugeht noch andere Kandidaten geben, aber Stand jetzt gibt es keinen. Man kann nur sagen: "Jodies Dad ist auch möglich", oder "Kaneshiro lässt sich auch nicht ausschließen".
      Das mal gesagt gehen wir nun zur Frage über: Wer ist das kleinere Übel? Das ist Stand jetzt definitiv Elena. Das liegt aber auch vorallem an der Tatsache, dass Atsushi noch überhaupt keine Charakterzeichnung erleben durfte. Elena hingegen wurde in der Vergangenheit als nicht überzeugte BOlerin und als liebende Mutter dagestellt, daraus einen knallharten Mafiaboss zu machen kann faszinierend sein.
      Allerdings glaube ich nicht daran. Ich denke zum einen nicht, dass nach Vermouth auch der große Boss eine Frau sein wird, zum anderen erscheint mir Aoyama viel zu konservativ als das er dies zulassen wird, nichteinmal Sera lässt er als klugen Detektiv gelten. Auch bin ich mir nicht sicher, ob Aoyama logisch Elenas Wandlung darstellen kann, die letzten hundert Kapitel haben mich nämlich skeptisch werden lassen.
      Let the bullets rain.

      Heiji schrieb:

      Auch bin ich mir nicht sicher, ob Aoyama logisch Elenas Wandlung darstellen kann, die letzten hundert Kapitel haben mich nämlich skeptisch werden lassen.
      So eine krasse Wandlung braucht sie doch gar nicht, sie kann doch eine liebende Mutter UND knallharte Mafiabössin sein. Würde dem Mafia-Klischee sogar mehr entsprechen, wenn jemand seine Familienmitglieder liebt und gleichzeitig skrupellos ist. Und auf einen eindimensionalen Gin kann Aoyama auch gerne verzichten. Sollte die Rum-sind-drei-Personen-Theorie zutreffen, hätten wir übrigens gleich noch eine hochrangige BO-Frau. Und auch wenn Aoyama bisweilen sehr konservativ ist, entspricht Ai, die zu seinen Lieblingscharakteren zählt, nicht gerade dem Idealbild, dass er mit Ran und Kazuha propagiert. Auch weibliche Villains, die sehr skrupellos sind, hatten wir schon - diese eine Anwältin, die Heiji und Kazuha gefangenhielt zum Beispiel.
      Das Problem ist halt, dass neben den Miyanos - die beinahe schon zu offensichtlich sind, einfach die Kandidaten fehlen. Es gibt viele, die es theoretisch sein könnten, aber mir persönlich fehlt da immer etwas. Ich befürchte, dass es am Ende vielleicht jemand ist, der zwar schon mal in Verkleidung auftrat, aber dann in seiner richtigen Gestalt nochmal komplett neu eingeführt wird - ähnlich wie es bei Amuro war. Bei diesem Arc hat es mich auch etwas geärgert, dass es in diesem Moment beinahe offensichtlich war, dass es sich bei ihm um Bourbon handeln muss.

      Mit Elena Miyano wäre ich einigermaßen zufrieden, sie erfüllt zwar das gleiche Klischee wie Atsushi, wäre aber ein einzigartiger Frauencharakter in der Serie, in dieser Hinsicht würde Gosho also zumindest überraschen (auch was die Beziehung zu Vermi angeht), allerdings könnte es natürlich auch sein, dass sich das mit den Müttern auf etwas anderes bezieht, z.B. auf die Sache mit dem geschrumpften Mädchen bei Sera. Sollte Elena wirklich der Boss sein, würde ich mir schon ein paar versteckte Hinweise dieser Art wünschen, damit es am Ende nicht arg aus dem Hut gezaubert wirkt. Insgesamt tappen wir was Anokata angeht ja schon sehr lange im Dunkeln und kommen nicht wirklich von der Stelle, weil die Hinweise zu viele Personen übriglassen, wie ja auch das Ausschlussverfahren im alten Forum letztendlich gezeigt hat. Deshalb wäre es mal ganz schön, ein paar konkretere Hinweise zu bekommen, damit am Ende nicht mehr mit einer riesen Auswahl an Charakteren dasteht und im Prinzip nicht in der Lage war, sie weiter einzugrenzen.

      Lunell schrieb:

      Es gibt viele, die es theoretisch sein könnten, aber mir persönlich fehlt da immer etwas.


      Bei den Miyanos ist das anders, oder wie? Mal ernsthaft, was wissen wir über Elena? Sie ist vor 30 Jahren mit ihrem Mann verschwunden (zu der BO gegangen) und hat für die Organisation, in der sie unter dem Kosenamen "Hell Angel" bekannt ist, an einem Mittel Silver Bullet gearbeitet, das laut den Kollegen eine Traumdroge ist. Sie hat für ihre Tochter ne Kassette aufgenommen, auf der sie ihr zu ihren Geburtstagen gratuliert und was über ihre Forschung erzählt. Hier kommt auch gleich der erste Widerspruch. Wieso sollte Elena eine Kassette aufnehmen und sie im Haus verstecken, damit Ai diese eines Tages findet, und gleichzeitig die BO dazu beauftragen, im Haus nach solchen Dingen zu suchen?
      Des Weiteren sehe ich kein einziges Indiz, das sie zu einer potentiellen Anokata-Anwärterin macht. Das Einzige, was ich lese, ist, dass es ein guter Twist da es zu ihrem bisherigen Charakter nicht passen würde und dass Gosho Frauen mal mehr Power geben sollte, damit der Gute mal von seiner Konservativen Art abkommt.

      Von Atsushi will ich gar nicht erst anfangen. Keine Ahnung, warum die meisten ihn als Favoriten für den Posten sehen. Bei dem Typ gibt es mindestens so viele Contra Argumente, wie dafür. Nur weil Gosho sagt, Ai wird die Identität des Bosses überraschen, heißt das nicht, dass ihr toter Papa plötzlich Villain Nr. 1 ist. Wir kennen Gosho und seine Stilmittel gut genug. Die offensichtlichsten Verdächtigen sind in 95% der Fälle auszuschließen, weshalb die Aussage imo eher gegen Atsushi spricht.
      Dass es von vielen als offensichtlich erachtet wird, liegt wohl einfach daran, dass es gewissermaßen ein Klassiker ist. Klar ist Atsushi erstmal nur einer von vielen, der die Kriterien erfüllt, allerdings würde es rein dramaturgisch schon Sinn machen für Gosho, ihn einzusetzen. Selbst wenn er bekannt ist, so liefert Atsushi im Finale vermutlich noch mehr Drama als ein Ein-Fall-Charakter, der wieder auftaucht - auch wenn diese Lösung vielleicht um einiges genialer wäre. Bei Elena hätte man immerhin noch den Kontrast zwischen eiskalter Killerin und liebender Mutter, der sie spannend macht, ebenso wie, dass es eben untypisch wäre, eine Frau zum Boss zu machen, zumal Vermouth als Liebling für viele dafür stand, dass sie eine Affäre mit dem Boss hat.

      Richtig wagemutige Twists hat Gosho ja eigentlich nie gebracht, am ehesten wäre vielleicht die Sache mit Doktor Araide vergleichbar, wobei ich befürchte, dass Gosho hier wirklich ein spektakuläres Finale vorzieht und deshalb einen Charakter wählt, der eben einen hohen Wiedererkennungswert hat.

      Corab schrieb:

      Heiji schrieb:

      Auch bin ich mir nicht sicher, ob Aoyama logisch Elenas Wandlung darstellen kann, die letzten hundert Kapitel haben mich nämlich skeptisch werden lassen.
      So eine krasse Wandlung braucht sie doch gar nicht, sie kann doch eine liebende Mutter UND knallharte Mafiabössin sein. Würde dem Mafia-Klischee sogar mehr entsprechen, wenn jemand seine Familienmitglieder liebt und gleichzeitig skrupellos ist. Und auf einen eindimensionalen Gin kann Aoyama auch gerne verzichten.
      Meinte damit eher, dass mir das Vertrauen in Aoyamas Autorenkünste derzeit etwas fehlt, als das er dies gut darstellen kann. Möglich ist es, aber das was er die letzten paar dutzend Kapitel leistet missfällt mir und stimmt mich skeptisch.
      Let the bullets rain.
      So, hier folgt wie angekündigt eine überarbeitete Version meiner Atsushi-Anokata-Theorie. Die ursprüngliche Theorie stammt vom September 2012 und war daher in einigen Punkten veraltet, sei es durch Ereignisse im Manga oder Aussagen Goshos. Dadurch hat sich die Theorie ein Stück weit von ihrer ursprünglichen Version entfernt. Antworten auf häufige Kritikpunkte wurden ebenfalls noch in die Theorie eingefügt, viel Spaß beim Lesen.

      Atsush Miyano=Anokata-Theorie

      Zunächst möchte ich aber noch anmerken, dass die Originaltheorie - soweit mir bekannt - von dem Nutzer spn stammt, dem ich zugleich auch für die Vorlage danke. Warum eine weitere Theorie, wenn es bereits eine gibt? Hier werden argumentativ einige Schwerpunkte etwas anders gelegt und zudem soll die Atsushi-Theorie mit ein paar Überlegungen zur Originalhandlung von Detektiv Conan kombiniert werden. Zunächst möchte ich mich an Hinweisen zum Boss der Organisation abarbeiten, wobei diese sowohl aus dem Manga, als auch aus verschiedenen Interviews mit Gosho stammen.


      1. Der Boss kam bis Kapitel 551 bereits einmal vor:

      Bei diesem Hinweis ist es unklar, ob nur der Name des Bosses vorgekommen ist oder ob dieser auch einen persönlichen Auftritt in Manga hatte. Darüber hinaus ist auch nicht bekannt ob es sich wenn um einen einzigen oder um mehrere Auftritte handelte, bzw. Name und Auftritt zusammenfallen (Auftritt und Tarnnamen).
      Durch ein neues Interview wurde dieser Hinweis etwas präzisiert und es gilt als sicher, dass der vollständige Name Anokatas bereits vorgekommen ist, aber das Geschlecht des Bosses blieb offen. Was Atsushi betrifft, so ist er mit diesem Hinweis kompatibel, denn auch wenn er nicht direkt als Person in einem Fall vorkam, so wurde sein voller Name bis Kapitel 551 bereits genannt. Genauer gesagt in Band 39, Kap 398, Seite 5. Aus dem Kapitel geht zudem hervor, dass sich Atsushi und Professor Agasa kannten und auf mehreren Konferenzen getroffen haben. Merkwürdig ist noch folgendes: Wie in dem Fall mit den Kassetten (Fall 123, Band 41/2) so wird auch hier Elena Miyano erwähnt und der Leser kann beide Male ihre Silhouette sehen, allerdings nicht die von Atsushi. Inzwischen wurde Elena sogar schon fast vollständig in einer Erinnerung Bourbons gezeigt (Kap 889). Doch obwohl dieser explizit angibt beide Miyanos zu kennen, sucht man eine Darstellung Atsushis vergebens.

      2. Der Name der Organisation würde die Identität des Bosses verraten:


      Q.黒の組織について?
      Q. On the Black Syndicate/Organization?
      A.正式名称はある。言うとボスの名前がバレちゃうので言えません。
      A. A formal name exists. If mentioned, the boss' name will be exposed so I can't say.
      Quelle: DCW-Forum

      Da der Name der Organisation nicht bekannt ist, kann dieser Hinweis zur Bewertung von Theorien derzeit noch nicht benutzt werden, d.h. er ist auch kein Widerspruch zur Atsuhsi=Anokata-Theorie.
      Im Grunde gibt es aber nur zwei Möglichkeiten, wie der Name der Organisation zu dem Namen des Bosses führen kann.

      1: Der Name der Organisation und Name des Bosses beruhen auf einem Spiel mit der Japanischen Sprache/Schrift. Dies wäre für nichtjapanische Fans sicherlich ein Problem.

      2: Der Name der Organisation steht für ein Symbol, mit dem zugleich ein bestimmter Charakter in Verbindung gebracht werden kann.

      Um welche der beiden Möglichkeiten es sich handelt, kann man nicht exakt aus der Aussage bestimmen. Da die Aussage aber in einem Zeitungsinterview von 2006 gefallen sein soll, würde dies mEn mehr für Variante 2 sprechen, da sich Gosho zu diesem Zeitpunkt des internationalen Erfolges seiner Serie bewusst sein dürfte. Will heißen, den symbolischen Zusammenhang dürften auch Fans außerhalb Japans erkennen. Aus diesem Grund folgt nun eine Vermutung für den Namen der Organisation

      Der Name der BO lautet „Silver Bullet“:

      Über den Begriff „Silver Bullet“ ist der Leser von DC bereits öfter gestolpert. Bei der ersten Nennung war der „Silver Bullet“ ein Cocktail, der auf der Halloween-Party in Band 42 (zugleich das Finale des Vermouth-Arcs) dazu dient, den Mensch unter den Monstern zu enttarnen. Gleichzeitig wird er einer der entscheidenden Hinweise, die den Werwolf im gleichen Fall des Mordes überführen. Zugleich wird auch genannt, dass eine silberne Kugel das einzige ist, was einen Werwolf töten kann (Kap 432). Am Ende des Falls erfahren wir zudem, dass Shuichi Akai vom Boss der BO als „Silver Bullet“ bezeichnet wird, was Vermouth von da an auch für Conan (Kap 434) übernimmt. Wie man dann später noch im Mystery-Train-Fall (Band 78) erfährt, wurde das Mittel, welches Atsushi und Elena mitentwickelt haben, ebenfalls „Silver Bullet“ genannt.
      Inwiefern hängt dies nun mit Atsushi als möglichem Anokata zusammen?
      Zunächst muss der Begriff „Silver Bullet“ nicht auf das Töten eines Werwolfes beschränkt sein, vielmehr kann er symbolisch dafür stehen, etwas Böses vernichten zu können. So wird der Begriff im Manga auch nicht konsequent im literarischen Sinne benutzt, sondern scheint weiter gefasst zu sein.
      Warum verwendet Atsushi als Anokata dann den Begriff auch für die Organisation?
      Dies kann man mit dem Ziel der Organisation begründen, welches offenbar mit dem ewigen, oder zumindest verlängertem Leben, im Zusammenhang steht. Man erinnere sich an Vermouths Äußerung gegenüber Itakura. Also könnte der Boss ursprünglich mit dem Begriff ,,Silver Bullet“ den Tod gemeint haben, den es zu überwinden gilt, d.h. das seine ursprünglichen Ziele nicht zwangsweise schlecht gewesen sein müssen und die Organisation, die selbst den Tod bringt, als (böses) Mittel zum Zweck betrachtet, und daher „Silver Bullet“ genannt wird. Unter diesen Umständen wäre es also auch logisch, dass Anokata den Begriff benutzt, der mit den Miyanos am weitesten in der Vergangenheit liegend in Verbindung gebracht werden kann.

      3. Die Identität des Bosses wird Ai überraschen:

      Auch wenn dieser Hinweis ziemlich unklar formuliert ist (und eine unklare Herkunft besitzt), ist es doch offensichtlich, dass Atsushi Miyano als Boss eine Überraschung für Ai wäre. Zum einen gelten er und seine Frau Elena als tot, zum anderen hätte er es dann zugelassen, dass seine Tochter Akemi von Gin getötet wird, bzw. wenn es eine eigenmächtige Handlung gewesen wäre, diese ungesühnt blieb.

      4. Laut Aussage von Gosho könnten die Anime-Produzenten aus seinen Notizen zum Finale des Vermouth Arcs die Identität des Bosses herausfinden:


      In einem Interview 2011 gab Gosho auf folgende Frage,♦ During your long serialization, what were the most difficult parts? Die Antwort: Forgetting about plot developments that I foreshadowed previously (laughs). It was a lot of work to reveal the foreshadowed plot about Vermouth (episode #345). It felt like I had to add in this, that and everything. I had passed the pieces of papers on which I wrote the plot developments to the anime staff, but now I want it back (laughs). If you read those, you might even know who the Boss is. Quelle: detectivconanfanclub.com
      Wie man also erkennen kann, hatte Gosho alle Hinweise zu Vermouth, von denen er meinte sie seien für das Finale ihres Arc wichtig, auf einen Notizzettel für die Produzenten geschrieben. Aus allen diesen Informationen könnte man möglicherweise auf die Identität des Bosses kommen. Zwar scheint es so als seien nicht alle Hinweise auch im Anime umgesetzt worden, möglicherweise auch nicht im Manga, aber aufgrund der Tatsache, dass Atsushi im Vermouth-Arc genannt wird, sowie der Hass Vermouths auf die Forschungen der Miyanos (Kap 434) lassen sich mal zumindest Verbindungen zwischen Vermouth und den Miyanos konstruieren, sodass hier kein Widerspruch entsteht.


      5. Vermouth ist der Liebling des Bosses:

      Wenn hier schon von Vermouth die Rede ist, kann man sich natürlich auch fragen warum sie denn der Liebling des Bosses Atsushi Miyano sein könnte. Dies kann man mMn damit beantworten, dass Vermouth für die Forschungen der Miyanos sozusagen das Versuchsobjekt war, daher auch ihr Hass auf eben diese Forschungen. Dadurch dass sie aber das Versuchsobjekt war, könnte sie Atsushis Liebling geworden sein bzw. könnte sie aus wissenschaftlichen Gründen besonders schützenswert sein, weshalb der Boss ihr diese Sonderstellung gibt. Wir wissen ja, dass die Miyanos an einer Wunderdroge namens ,,Silver Bullet“ arbeiteten (Kap 821). Sollte diese Droge, wie schon mal bei dem Namen der BO vermutet, das Ziel haben den Tod zu überwinden, dann würde es auch erklären, warum Vermouth nicht mehr altert. Es scheint ja mittlerweile wahrscheinlicher das Vermouth irgendwann aufgehört hat zu altern, und nicht wie Shinichi und Shiho verjüngt wurde. (siehe ua. Den Dialog zwischen Yukiko und Vermouth in Kap 823)
      Hier ist zudem noch interessant zu erwähnen, dass Vermouth den Boss offenbar auch kennt, was zumindest aus Anokatas SMS an sie in Kap 434 hervorgeht („Wie es scheint habe ich dir zu freie Hand gelassen. Kehre umgehend zu mir zurück, Vermouth“). Für andere Agenten, wie Gin, gibt es keinen Beweis, dass sie die Identität des Bosses kennen.

      6. Vermouth beschreibt den Boss als sehr vorsichtig:

      „Der Boss ist die Vorsicht in Person. Wenn er über eine Brücke geht, dann reißt er sie hinter sich ab.” (Kap 704). Wie aus dieser Beschreibung Vermouths hervorgeht, ist der Boss sehr vorsichtig. Dies passt auch zu Atsushi, wenn man sich mal danach fragt welchen Vorteil denn ein inszenierter Tod für ihn hätte. Zum eine scheint bislang außer Vermouth (bei Rum ist das noch unklar) niemand die Identität des Bosses zu kennen, d.h. auch andere Personen der Unterwelt, die Atsushi gefährlich werden können, wissen nicht wer Anokata ist. Wenn er und seine Frau offiziell tot sind, wird er zudem auch weniger angreifbar, zum Beispiel im Bezug auf seine Töchter, vor allem Shiho. Und wenn man mal bedenkt, dass Atsushi als ,,mad scientist“ verschrien war (Kap 398, 424) , hätte sein Tod zur Folge, dass seine Theorie, die in der Forschungswelt so stark umstritten waren, in Vergessenheit geraten würden und er so wieder ungestört weiterforschen könnte. Um an dazu notwendige Ressourcen - vor allem Geld - zu gelangen, könnte er die Leitung der Organisation übernommen haben. Hier befindet sich aber auch ein zentraler Kritikpunkt der Theorie, denn Atsushi und Elena Miyano gelten als tot. Man muss also annehmen, dass dieser Tod inszeniert wurde. Was spricht dafür?

      1. Da wäre zum einen, dass ein vorgetäuschter Tod ein öfter auftauchendes Motiv in DC ist, als Beispiel sei Kimie und ihre Mutter im Fall auf Bikuni genannt (Fall 80) oder Akais "Tod" in Band 59.
      2. Auch die offene Aussage, dass die Miyanos bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, wirkt verdächtig, gerade bei DC.

      Man kann nun natürlich fragen, warum sie vor ihren Töchtern verborgen haben, dass sie in Wahrheit am Leben sind. Die Vorteile, die ein vorgetäuschter Tod haben kann, habe ich bereits aufgezählt. Es scheint aber auch noch andere, nicht explizit genannte Gründe zu geben. So sagt Elena auch das sie und Atsushi, um das Mittel ,,Silver Bullet“ fertigzustellen, Shiho und ihre Schwester verlassen müssen (Kap 821, Seite 8 ). Was nun genau diese Gründe sind, ist bislang unbekannt.

      7. Die Codenamen der Mitglieder sind nach alkoholischen Getränken benannt, und die Mitglieder tragen schwarze Kleidung. Außerdem wird auf die Mythologie (Silver Bullet, Werwölfe,) sowie die Kriminalliteratur (Sherlock, 4869) angespielt:


      Der Boss vergibt die Codenamen an die Mitglieder, nach welchen Kriterien ist aber nicht bekannt. Inwiefern der Boss an Kleiderordnung und der Verwendung der mythologischen beteiligt ist, ist nicht genau bekannt, allerdings dürfte dies nicht völlig ohne Billigung des Bosses geschehen. Man kann daher zwar nicht sicher aus diesen Punkten schließen, dass der Boss ein Fan von Mythologie und Kriminalliteratur ist, aber zumindest zu zwei Begriffen hat Atsushi einen Bezug. Der Begriff „Silver Bullet“ steht definitiv mit ihm im Bezug, unabhängig davon, ob es sich um den Namen der Organisation handelt oder nicht. Zu Sherlock Holmes hätte er zumindest über seine Frau einen Bezug, da diese Engländerin sein soll. Dieser zweite Bezug ist natürlich spekulativ, aber immerhin plausibel.

      8. Der Boss besitzt keinen Codenamen:

      Es ist kein alkoholischer Codename für Atsushi bekannt, bzw. auch kein Spitzname, wie etwa für seine Frau.

      9. „Nanatsu No Ko“:

      Hier ergeben sich mehrere Fragen. Zum einen hat der Inhalt des Liedes eine Bedeutung für die Identität des Bosses? Ich vermute dies eher nicht, da es bislang noch nicht wirklich gelungen ist den Text des Liedes auf die Organisation zu beziehen, zum Beispiel was die Anzahl der hochrangigen Mitglieder betrifft im Bezug zur Anzahl der Raben.
      Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage, warum niemand die E-Mail-Adresse des Bosses einfach zurückverfolgt. Es ist mir noch nachvollziehbar, dass Ai es zu gefährlich hält Inspektor Takagi dies tun zu lassen (Kap 475, Seite 5), wobei schon hier eine fehlende Kontinuität zu erkennen ist, da Conan bis zum Pisco-Fall Kommissar Megure über die Organisation sehr wohl informiert hat, und es so mehr als nur Takagi sein müsste, der Conan/Shinichi Glauben schenken dürfte. Aber durch Kir und ihren Vater kennt die CIA die Adresse des Bosses, bzw. da Eisuke aufgrund der Tastentöne Rikumichi Kusuada als ,,Kollege“ seines Vaters identifizieren kann, muss die CIA die Adresse schon seit Jahren kennen (Kap. 595). Ähnliches dürfte übrigens auch für das FBI durch Shuichi Akai und die Japanische Geheimpolizei durch Bourbon gelten.
      Meine These: Gosho ist hier schlicht und ergreifend ein Fehler unterlaufen, da die Adresse des Bosses ursprünglich den Zweck hatte ein Finale der Serie bis etwa Band 50 einzuleiten. Meiner Meinung nach kann man im Verlauf der Geschichte immer wieder Punkte (Fälle) finden, die potentiell den Final-Arc hätten einleiten können. Das trifft zumindest auf die BO-Fälle in Band 57-59 und den Mystery-Train Fall, bzw. das Ende des Bourbon-Arcs (falls dieser doch ein Feind gewesen wäre) zu.
      Ich denke dabei, dass Gosho nach dem Finale des Vermouth Arcs auf ein Ende der Serie zusteuerte das folgendermaßen geplant gewesen sein könnte: Am Ende von Band 42 bemerkt Conan wie das Organisationsmitglied Vermouth Kontakt mit dem Boss aufnimmt. Im weiteren Verlauf bemerkt Conan das die Tastentöne der Adresse der Melodie eines Kinderliedes entspricht und erhält so die komplette Adresse (Band 46). Als letzen Schritt hätte Conan dann Kontakt mit dem FBI aufnehmen können, um so an den Boss zu kommen.

      Was spricht dafür, dass das Nanatsu No Ko eigentlich so vorgesehen war und die Handlung zu Band 50 enden sollte?
      Zum einen ist da eben das logische Problem, dass niemand die Adresse zurückverfolgt, weder FBI noch CIA bzw. Geheimpolizei. Gerade dadurch dass Gosho die Handynummer noch zweimal benutzt um BO-Mitglieder zu enttarnen (Kir und Kusuada) verstärkt es diesen Widerspruch noch mehr. Ein weiterer Punkt, der dafür spricht, ist die Entwicklung nach Band 49. Bis dato waren kaum Mitglieder der BO bekannt, nun tauchen mit Korn, Chianti, Kir, Kusuada in recht kurzer Zeit viele Mitglieder auf, auch das Gosho uns in Band 49 eine Übersicht über die Strukturen der BO liefert, die die bisher bekannten Informationen zusammenfasst, sprich mMn dafür das man sich entschieden hatte die Handlung doch länger zu gestalten als ursprünglich geplant. Außerdem habe ich gelesen, dass es in der Shonen Sunday bis DC keinen Manga gab der die Grenze von 50 Bänden überschritten hat. Desweiteren ist es ja auch auffällig, dass in den neueren Fällen mit der BO (dem Kaufhausfall in Band 67 und der MysteryTrain) kein Kontakt mit dem Boss via Handy stattfindet. Möglicherweise ist Gosho das Problem aufgefallen und er versucht es durch das Weglassen zu kaschieren.
      Was hat dies nun mit Atsushi Miyano als möglichem Anokata zu tun? Dies wird deutlich wenn man mal überlegt was ein häufiger Kritikpunkt an der Kaneshiro-Theorie ist, nämlich dass die letztmalige Nennung des Charakters viel zu weit zurückliegt um so einen Überraschungseffekt beim Leser zu erzeugen. Geht man nun von Band 50 etwa als Finale aus, dann ist der Abstand zur Nennung Atsushis (Band 39 und 41/42) deutlich kleiner und er wäre dem Leser noch deutlich präsenter.
      Aber auch unabhängig vom genauen Endpunkt der Serie ist Atsushi ein Charakter, der immer wieder indirekt vorkommt, und sei es nur durch Bourbons Erinnerung an Elena, bei der man sicherlich auch an Atsushi denkt.

      10. Gosho ging ursprünglich von einer deutlich kürzeren Laufzeit von DC aus:

      Ein kurzer Ausschnitt aus einem Interview mit Gosho 2006 in Deutschland (irgendwo im Wiki auch nachlesbar)
      Als Gosho Aoyama mit Conan begonnen hat, hat er da mit diesem überwältigenden Erfolg gerechnet?

      Nein, mit einem so großen Erfolg hat er nicht gerechnet. Er hätte eher geschätzt, dass die Serie vielleicht drei Monate im japanischen Magazin laufen würde.


      Das Gosho mit einer deutlich kürzeren Laufzeit geplant hat, wird an vielen Stellen deutlich. So kommt in Kap 1 noch ein konkretes Datum vor (Zeitung die Shinichi liest) und die folgenden beiden Fälle nehmen zeitlich noch exakten Bezug zum ersten, während es inzwischen mehrfache Wechsel der Jahreszeiten gab, ohne dass wirklich viel Zeit vergangen ist. Wie Gosho später in einem Interview anmerkte, sei die Einführung von Heiji auf Drängen der Animeproduzenten erfolgt, damit die Handlung nach dem Auftritt von Akemi nicht zu schnell voranschreitet, da hier ja im Grunde schon der Auftritt von Shiho/Ai vorbereitet wird. Dies macht zugleich aber auch die Schlüsselstellung der Familie Miyano deutlich.

      Bevor man aber nun konkret über die kürzere Originalhandlung spekulieren kann, muss man noch festlegen, welche Kapitel von DC denn noch der ursprünglichen Handlung entsprechen, und ab wo die Haupthandlung dann hinausgezögert wird. Mindestens zur Originalhandlung gehören mMn die Fälle bis zum Auftritt von Akemi Miyano (Band 2 Kap 13-16). Es gibt in diesem Zusammenhang auch die Theorie, dass Yoko Okino ursprünglich für die Rolle der Vermouth angedacht war, was aber hier nicht weiter diskutiert werden soll.

      Behauptung: Der entscheidende Punkt in der (Original-)Handlung von DC ist die Familie Miyano. Stellt man sich mal vor, dass direkt nach dem Fall mit Akemi Miyano, Shiho aufgetaucht wäre, oder nur wenig später, und sie sozusagen als Schlüssel zur Lösung fungiert, dann wird der dramatische Effekt deutlich den ein Boss Atsushi Miyano für den Leser hätte. Als kleine Anspielung auf den Boss hätte man dann auch verstehen können, dass Akemi Kogoro bat ihren vermeidlichen Vater zu suchen (Kap 13, Seite 5), sie hätte ja auch Onkel oder Großvater, etc. sagen können.

      Problempunkte an der Theorie:

      1. Akemi Miyano:

      Häufig wird eingewandt, dass Atsushi als Boss den Tod seiner Tochter zugelassen hat, bzw. das Gin und Vermouth Sherry verfolgen. Zu Vermouth sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass aus Anokatas E-Mail am Ende von Band 42 gar nicht hervorgeht, ob er Vermouth für die Ereignisse am Hafen oder auf dem Geisterschiff tadelt. Da Gin und Wodka nur von der Aktion auf dem Geisterschiff wissen, bzw. dem Boss auch folglich nur darüber berichten können und Calvados Vermouth als verfallen gilt, scheint der Boss von den Ereignissen am Hafen gar nicht informiert zu sein.
      Im Bezug auf Gin muss man sagen, dass die meisten Mitglieder den Boss nicht zu kennen scheinen, was durchaus zu einem vorsichtigen Boss passt. Von daher wäre es für Atsushi als Boss natürlich sehr auffällig sich zu stark hinter seine Töchter zu stellen, sodass er im Falle von Shihos Verrat an der Organisation da schlicht nichts mehr unternehmen kann.
      Dennoch, und das entkräftet das Gegenargument mEn, wird den Miyano-Töchtern eine gewisse Sonderbehandlung zu Teil. Zumindest Akemi hätte nach Akais Enttarnung als FBI-Agent eigentlich vorsichthalber liquidiert werden müssen, was aber nicht geschehen ist. Grundsätzlich scheint sie sich recht lange weitgehend unbehelligt von der Organisation bewegt zu haben, im Grunde bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich zum Einstieg in die Organisation entschlossen hat. Darüber hinaus ist auch nicht bekannt, warum Atsushi mit Frau und Kind den Architekt Dejima vor 20 Jahren besucht hat, bzw. um welchen Gefallen er diesen bitten wollte. Vielleicht ging es ja darum, dass dieser Akemi bei sich aufnimmt, zumal es auch nicht ganz ausgeschlossen ist, dass Akemi nicht die Tochter von Elena ist, was auch eine Erklärung wäre, warum die Organisation Shiho direkt eine Sonderausbildung zukommen ließ, bei Akemi aber daran kein Interesse zu bestehen schien.

      Lange Rede, kurzer Sinn. Akemi wurde von der BO besser behandelt, als dies unbedingt zu erwarten gewesen wäre, wenn Atsushi aber der Boss ist, konnte er sich vermutlich in Band 2 nicht mehr weiter für seine Tochter einsetzen ohne dabei aufzufliegen.

      2. Atsushis Verhalten in Band 41/42:

      Häufig wird auch kritisiert, dass Atsushi so auffällig oft aus dem Fenster geschaut hat, als er mit Frau und Kind sein ehemaliges Elternhaus besucht hat. Im Falle eines Personenschutzes durch die BO wäre dies in der Tat unnötig auffällig, weshalb man nach einer alternativen Erklärung suchen muss. Im Grunde findet sich diese in der Ähnlichkeit von Atsushis Situation mit der von Ai in Band 40. Dort wird diese auch auf eine schwarze Limousine aufmerksam, die vor dem Gebäude steht. Ähnlich wie in Atsushis Fall drängt sich dabei der Eindruck auf, es könnte sich um die Organisation handeln, doch wie es inzwischen ja sogar bestätigt wurde, handelt es sich um Agenten des FBIs. Gut möglich, dass Atsushi unter Beobachtung des FBIs gestanden hat, immerhin hat Jodies Vater vor 20 Jahren gegen Vermouth ermittelt, die definitiv eine Verbindung zu den Miyanos hat. Von daher wäre dies dann auch ein weiterer Grund für Atsushi seinen Tod vorzutäuschen.

      3. Was wurde aus Elena:

      Wenn man davon ausgeht, dass Atsushi Miyano Anokata ist, Elena zugleich aber nicht Vermouth, dann stellt sich natürlich die Frage nach ihrem Verbleib. MMn kann man aus dem Fall mit den von Elena versteckten Kassetten ein Oppositionsverhalten dieser gegen die Organisation schlussfolgern. Dass würde bedeuten, dass wenn sie wie Atsushi den "Unfall" auch überlebt hat von der Organisation gefangen gehalten wird, oder umgebracht tatsächlich umgebracht wurde, da sie zu viel gefährliches Wissen hatte. Dies würde dann zumindest gut zu dem kultivierten Bild des „gefallenen Engels“ passen.

      Danke fürs Lesen :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Spürnase“ ()

      Hallo

      Ich lese zwar schon länger mit, komme aber aus zeitlichen Gründen nie dazu auch mal was zu posten, möchte nun aber mal das Wort ergreifen.


      Spürnase schrieb:

      2. Der Name der Organisation würde die Identität des Bosses verraten:


      Spürnase schrieb:

      Da die Aussage aber in einem Zeitungsinterview von 2006 gefallen sein soll,


      Spürnase schrieb:

      Wie man dann später noch im Mystery-Train-Fall (Band 78) erfährt, wurde das Mittel, welches Atsushi und Elena mitentwickelt haben, ebenfalls „Silver Bullet“ genannt.


      Das passt doch irgendwie nicht zusammen.

      Die Aussage im Interview war 2006, der Mystery-Train erst 2012.
      Würde dann, wenn der Name wirklich "Silver Bullet" wäre, nicht eher auf Shuichi als Anokata weisen, da bis zu diesem Zeitpunkt nur dieser, Conan und Vermouth mit "Silver Bullet" in Verbindung stehen?
      Die Aussage im Interview war 2006, der Mystery-Train erst 2012.
      Würde dann, wenn der Name wirklich "Silver Bullet" wäre, nicht eher auf Shuichi als Anokata weisen, da bis zu diesem Zeitpunkt nur dieser, Conan und Vermouth mit "Silver Bullet" in Verbindung stehen?


      Es ist richtig, dass das Interview deutlich vor dem Mystery-Train-Fall stattfand. Allerdings muss Goshos Aussage (auf "Silver Bullet" bezogen) nicht zwangsweise bedeuten, dass der Sinnzusammenhang zu diesem Zeitpunkt bereits im Manga angesprochen wurde. Aber selbst wenn dieser Sinnzusammenhang bereits vorgekommen sein sollte, so lässt sich noch die Verbindung zu den Miyanos schlagen. Die Kapitel des Falls um die versteckten Kassetten (Kap 423-425) erschienen nämlich bereits im Februar 2003 bzw. die Szene in der Ai beim Hören der Kassetten aufschreckt, und auf die im MT-Fall Bezug genommen wird, in Kapitel 427, welches im März 2003 erschien. Damit wäre es also auch plausibel anzunehmen, dass Gosho bereits zu diesem Zeitpunkt die entsprechende Szene aus dem MT-Fall (zumindest in ihrem Inhalt) in seinem Konzept hatte.
      Da mich dieser Gedanke schon länger beschäftig, habe ich mich jetzt mal aufgerafft und versucht ihn in einen anständigen Text zu fassen. Gemeint ist eine an sich bereits bekannte Anokata-Theorie, nämlich Sonokos Vater Shiro Suzuki. Zugegeben, ähnlich wie bei den meisten Bosstheorien müssen hier einige Punkte schlichtweg vermutet werden, dennoch gibt es ein paar Stellen, die mEn auffällig sind und eine Diskussion verdienen.

      Zu den Punkten, die relativ klar beantwortet werden können, zählt der Auftritt von Shiro Suzuki im Manga. Er tritt sowohl in Kapitel 156 als auch in Kapitel 157 (beide Band 16) auf und liegt damit innerhalb der vielzitierten Grenze der ersten 551 Kapitel. Das er als Boss Ai überraschen würde ist mEn auch noch relativ naheliegend. Klar wären wohl die meisten Hauptcharaktere überrascht, allerdings begegnet Ai gerade Sonoko doch mit deutlicher Geringschätzung und würde es wohl kaum erwarten, dass ausgerechnet deren Vater der Boss ist. Zudem ist auch dieser Tipp von Gosho unpräzise formuliert, sodass gar nicht klar ist, ob Ais Überraschung herausragend ist.

      Ein interessanter, aber nicht unproblematischer Punkt ist der Name der Organisation. Es ist nach wie vor offen, ob dieser durch ein Spiel mit den Kanjis zur Identität des Bosses führt oder symbolisch zu verstehen ist. Gesetzt zweites ist der Fall, dann wäre ein Name nach dem Black Star naheliegend. Dieser wurde von Shiros Großvater erworben und gilt als Zeichen der Familie. Gleichzeitig liegt die Gründung des Suzuki-Konzerns 60 Jahre zurück, was zumindest in etwa mit dem halben Jahrhundert korreliert, seit dem die Organisation laut Ai an ihrem Projekt forscht. Gerade wegen dieser langen Zeit und der Tatsache, dass erst die von den Miyanos entwickelter Silver Bullet ein wirklicher Durchbruch gewesen zu sein scheint, dürfte der aktuelle Boss wohl nicht mehr der Gründer der Organisation sein. Dies könnte man auch auf Shiro übertragen, dessen Großvater dann als Gründer der Organisation anzusehen wäre. Eine in diesem Zusammenhang interessant Stelle findet sich in Kapitel 653 (Band 63), dem Mordfall auf der Autobahn, der von Shinichi und Heiji gemeinsam aufgeklärt wird. Zunächst mag diese Szene gegen die Theorie sprechen, da die Black Stars hier als Rasergang erwähnt werden, deren Konkurrenten aber passenderweise die Red Comets sind. MEn sind diese Anspielungen auf den Clash of red and black doch wirklich so deutlich, dass sie auch eine über den Fall hinausgehende Bedeutung haben könnten, das es sich nebenbei auch noch um einen Fall mit Shinichi handelt, macht die Sache noch prägnanter.

      Was Vermouths Rolle betrifft, so kann man an dieser Stelle nur raten, mir scheint es aber auch zu diesem Kandidaten zu passen, wenn Vermouth quasi als Versuchsobjekt der Forschungen der Miyanos einen besonderen Schutz des Bosses genießt. Das Vermouth wohl nicht mit dem Boss verheiratet ist, was auch die Variante einen Beziehung als Grund für die Bevorzugung mMn im Allgemeinen unwahrscheinlicher macht, lässt diese Spekulation zumindest etwas wahrscheinlicher werden.

      Die Vorsicht des Bosses lässt sich schwerer auf Shiro übertragen, als beispielsweise auf Atsushi. Hier könnte man aber einen anderen Punkt anführen und das sind die wenigen bisherigen Auftritte. Es ist zum einen ohnehin bemerkenswert, dass Shiro erst in Band 82 seinen zweiten Auftritt erhielt. Solche Aktionen Jirokichis gegen Kid, bei denen Shiro zumindest als Zaungast hätte teilnehmen können, gab es seit Band 44 schließlich schon mehrfach und gerade Tomoko hat es auch auf Kid abgesehen. Möglicherweise wollte Gosho es also vermeiden ihn zu oft in den Manga einzubinden. Zum anderen ist auch das Hinzufügen von Jirokichi Suzuki an sich auffällig, nachdem zunächst durch Band 16 und Film 3 Shiro zum Gegenspieler von Kid zu werden schien. Ein Prinzip, das Gosho dann im Manga aber trotz mehrerer Kid-Fälle nach Band 16, bis Band 44 nicht weiter verfolgt hat und ab dann mit Jirokichi Suzuki neu aufgelegt wurde.

      Was den Codenamen angeht, so ist dies im Grunde kein Hinweis, wir wissen aber zumindest bislang nicht, dass Shiro ein Mitglied der Organisation ist, welches einen Codenamen besitzt. Von daher handelt es sich zumindest um keinen Widerspruch, was auch für die Verweise auf Mythologie und Kriminalliteratur gilt. Hier ist bislang nur bekannt, dass sich Shiro für Kampfsport interessiert, aber mehr auch nicht. Leider findet sich in der deutschen Übersetzung auch nicht die Phrase „I may not look like it, but …“ wieder, als Shiro Makoto über seine Leidenschaft für Kampfkünste berichtet. Diese Übersetzung würde zumindest Interpretationsspielraum geben.

      Noch ein paar Bemerkungen zum Nanatsu No Ko. Eine direkte Verbindung lässt sich natürlich auch hier nicht herstellen, doch zumindest zwei Punkte könnten sich im Sinne der Theorie anführen lassen. Das die Mailadresse des Bosses eine bekannte Melodie abbildet lässt darauf schließen, dass der Boss sich die Adresse selbst ausgesucht hat, bzw. aussuchen konnte. Mir ist nicht bekannt inwiefern das in Japan möglich ist, aber sollte das ähnlich sein wie hierzulande, dann dürfte das nicht so einfach gehen und für einen gewissen gesellschaftlichen Einfluss sprechen. Ein weiterer Punkt wäre noch, dass sich das Kanji für Ko (子) sowohl in Tomokos, als auch in Ayakos und Sonokos Namen findet. Sicherlich nicht unbedingt eine Seltenheit, aber mit dem Zufall ist das ja so eine Sache.
      Ach ja, die lieben Theorien um den Boss: Meiner Ansicht nach Chris Vineyard als Boss ideal gewesen.

      Für diese Theorie müssen wir ein bisschen tiefer in die Materie und die Figuren Chris Vineyard, Sharon Vineyard und Vermouth voneinander lösen. Sharon und Chris sind zwei verschiedene Personen. Sharon ist die Mutter von Chris. Sharon und Chris leben beide. Die Figur Vermouth innerhalb der Schwarzen Organisation füllt vor allem Sharon aus. Chris als Anokata hingegen schlüpft aus Spaß am Nervenkitzel nur hin und wieder in die Rolle Vermouth. Damit ist Chris vor der magischen Grenze schon einmal auf der Bildfläche erschienen.

      Wieso aber so? Während Sharons Mann die Organisation leitete, hatte sie sich weitgehend, aber nicht ausschließlich um das Showbiz gekümmert. Als Chris dann eiskalt ihren Vater umgebracht hatte, sah Sharon keinen anderen Ausweg, als sich ermorden wollen, mit der doppelten Dosis. Stattdessen hat sie die Statur und das Aussehen ihrer Tochter erhalten. Chris, die schon länger in die Machenschaften der Organisation verstrickt war, riss den Sitz des Anokata an sich. Ahnung davon hat sonst nur Sharon. Chris hat jedoch Sharon fest im Griff, dass sie nicht ein zweites Mal den Freitod wählt. Allerdings lässt sie in einem inszenierten Tod, ihre Mutter sieht nicht mehr so wie zuvor aus, Sharon von der öffentlichen Bildfläche verschwinden.

      Zu den Wesenszügen: Während Sharon Reue und Verständnis gegenüber Conan zeigt, ist ihre Tochter Chris, Anokata, nicht so freundlich und um weiten skrupelloser. Und möglicherweise hatte Chris inkognito (ohne dass die BO wusste, dass es der Boss ist) sich als Sharon ausgegeben (Martini-Geschichte). Das könnte auch erklären warum Sharon (Vermouth) das Vertrauen des Bosses genießt (Tochter lässt in dem Fall der Mutter die Freiräume).

      Jedenfalls hofft Sharon inständig, dass ihre Tochter durch Silver Bullet "Conan" ausgeschaltet, nicht unbedingt ermordet wird. Selbst Hand anlegen will sie nicht, ist es doch ihre Tochter. Jedoch ist sie hin und hergerissen. Mehrmals hatte Conan gelegenheit, den Anokata zu ermitteln wenn sie nicht dazwischen gefunkt hätte. Auf der anderen Seite schützt sie Conan.

      Der Schlafende Detektiv


      Beechan schrieb:

      Beachtet aber, dass folgende Charaktere von Gosho persönlich ausgeschlossen wurden:
      [...]
      Vermouth (SDB70+)
      [...]

      Wobei... Wie eindeutig hat er Vermouth ausgeschlossen? Und wer ist nach seiner Aussage Vermouth? Sharon oder Chris oder beide? In meinem Falle wäre Sharon Vermouth, wobei Chris als Anokata sich einfach nur diese Figur dreist ausleiht und Vermouth auch nur eine Kunstfigur ist, da wir ja die Personen dahinter schließlich schon kennen (anders als bei Gin...). Nach meiner Theorie ginge es konform, vorausgesetzt, er setzt Chris nicht mit Vermouth gleich...

      Der Schlafende Detektiv
      Naja, egal ob einmal oder mehrfach, nach deiner Theorie verkörpert Chris dann ebenfalls Vermouth und damit wäre sie als Anokata ausgeschlossen. Das ist genauso, als würde Kaito Kid ausgeschlossen werden, sowohl Toichi als auch Kaito Kuroba wären dann auf einen Schlag weg.

      Allerdings gibt es auch das Problem, dass Gosho in einem Interview sagte, der Boss trägt keinen alkoholischen Decknamen. Auch hier wäre das einmal als Vermouth Auftreten unmöglich.
      Und die Frage ist doch: Wieso das Ganze und woran macht man es fast? Wo ist deiner Meinung nach denn Chris als Vermouth im Manga aufgetreten und wo Sharon? Das kann ja nur in sehr unwichtigen Fällen gewesen sein, da sonst Chris und Sharon die Gedanken der jeweils anderen immer teilen und einander mitteilen müssten, was doch sehr unwahrscheinlich ist (so wie es bei Vermouth allgemein ist). Ein Nervenkitzel für Chris wäre es aber eben nur in den "großen" Fällen, wo verdammt viel schief gehen kann, da haben wir bisher aber immer nur die Person gesehen, die das Hintergrundwissen von Sharon haben MUSS, insofern bin ich von dieser Theorie nicht sehr überzeugt.
      ~Don't assume your dreams are just fantasy.

      If you can imagine a world, believe in it...and dive in.~