PEGIDA vs. Islamisten - Was ist gefährlicher?

      PEGIDA vs. Islamisten - Was ist gefährlicher?

      Zur Zeit überschlagen sich die Ereignisse in Bezug auf diese beiden Gruppierungen etwas.
      In Deutschland gibt es die PEGIDA-Bewegung, die sich gegen die "Islamisierung des Abendlandes" wehrt und Frankreich steht noch immer unter Schock nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdon" und die gestrigen Geiselnahmen.
      Mich würde mal sehr interessieren, was ihr davon haltet.

      Zuerst muss ich sagen: Auch ich stehe dem Islam als Religion etwas skeptisch gegenüber. Das heißt aber nicht, dass ich grundsätzlich etwas Moslems habe. Ich kann es nämlich auch schlecht beurteilen, da ich bisher noch keinen Moslem persönlich kennengelernt habe. Ich finde es wichtig, dass man als Christ, (der ich nun mal bin) jeden Menschen gleich behandelt, egal welcher Religion er angehört, egal ob er nun Atheist, Moslem, Hindu oder so ist.
      Was ich aber nicht gut heißen kann ist, wenn mein Mitmensch seine sich so in seine Überzeugung hinein steigert, dass es schon fanatisch wird und er meint für sie Gewalttaten begehen zu müssen. Da ist es egal, ob er rechts bzw. links populistisch orientiert, Moslem oder so ist. Es sind ja nicht nur diese Gruppierungen, die Anschläge begehen oder andere umbringen, es gibt ja durchaus auch "christliche Sekten" die so etwas tun. Leider kann das Bild der gefährlichen Moslems durch die Ereignisse der letzten Tage in Frankreich noch verstärkt werden.
      Deswegen finde ich es einfach unmöglich, das PEGIDA alle muslimischen Flüchtlinge bzw. dt. Staatsbürger über einen Kamm zu scheren scheint und in ihnen eine Gefahr sieht. Die Gefahr besteht nicht in den normalen Moslems, sondern eher in denen, die sich in die fanatischen Bereich entwickeln. Soweit ich das weiß ist die Anzahl dieser Personen sehr gering. Da ist wohl die Anzahl der gewaltbereiten deutschen Rocker, Neonazis und Linken in Deutschland größer. Da sehe ich die Gefahr, dass sich PEGIDA zu einer gefährlichen Bewegung, in deren Umfeld es zu Gewalt kommt entwickelt wesentlich größer.
      Deshalb finde ich es gut, dass es nun auch endlich in Dresden zu einem zahlreichen Protest (immerhin ca. 35000 Personen) gegen PEGIDA gekommen ist. Ich hoffe sehr, dass sich dieser Widerstand auch noch am Montag fortsetzt. Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich mich dem Gegenprotest anschließen.
      Mitglied der berühmt-berüchtigten Akirai-Foundation 8)


      Vielen lieben Dank Miya
      Extreme sind eigentlich immer schlecht, egal in welche Richtung.

      Es ist unfair eine ganze Religion zu verdammen, weil es einige Menschen gibt, die die Religion meiner Meinung nach grundlegend falsch verstehen und sie auch als Vorwand für andere Zwecke missbrauchen.

      Man sollte allerdings Pegida ernst nehmen. Also die Menschen, die dahinter stehen. Hinter solchen Aktionen stecken Ängste. Bei vielen vielleicht sogar tiefgehende Existenzängste. Es ist nur sehr schde, dass diese Menschen ihre Ängste auf eine Gruppe projezieren, die gar nichts mit der Ursache dieser Ängste zu tun hat, anstatt sie an diejenigen zu richten, die dafür verantwortlich sind: die Politik.

      Die Politiker, die ihre Politik in den letzten Jahrzehnten immer mehr Politik für die Oberschicht gemacht hat und damit quasi die Mittelschicht abgeschfft hat. Als "Mittelschicht" zählt in der offiziellen Statitik jeder, der ein monatliches Nettoeinkommen von 800-1000€ zur Verfügung hat. Und das ist verdammt wenig, wenn man davon vielleicht noch 2-3 Kinder zu versorgen und/oder die kranken/alten Eltern pflegen muss.
      Wenn die Politik eindlich mal Politik für die Menschen statt Politik für Großunternehmer machen würde, dann würden sich solche Ängste nicht so stark ausgeprägt manifestieren.
      Ich will Pegida damit auf keinen Fall verteidigen! Die Schuld auf Muslime im allgemeinen zu schieben ist schlichtweg falsch! Aber Menschen (vor allem ungebildete) haben schon immer dazu tendiert Ängste auf Minderheiten zu projezieren. Und diese Ängste sind nicht immer rein aus der Luft gegriffen. Ich möchte auch leiber nicht daran denken wie es wohl wird, wenn ich mal das Rentenalter erreiche....
      Aber die Politik MUSS erkennen woher diese Ängste kommen und die dahinter stehenden Probleme lösen. Ein paar Vorträge darüber, dass wir tolerant sein müssen und eine heile Welt vorgaukeln sollen helfen dal nicht.
      Nunja ersteinmal hat das in Frankreich mit dem Islam in etwa nichts zu tun. Nirgends im Koran steht "wenn jemand Karikaturen von Mohammed malt, töte diese Leute und acht weitere mit einem Sturmgewehr". Diese Leute sind einfach krank im Kopf und bedauerlicherweise sind die Muslime dann diejenigen, die, nach den Angehörigen der gestorbenen, am meisten darunter leiden. Kein Muslim würde gutheißen, was dort passiert ist und dennoch sind sie jetzt für die engstirnigen Leute, die meinen, dies seie Teil ihrer Religion, die Sündenböcke. Ich bedauere eigentlich zutiefst, dass die beiden Täter bei einem Schusswechsel gestorben sind und damit aus ihrer Sicht ihr Märtyrerziel erreicht haben. Wäre ich ein angehöriger, hätte ich einen Prozess wohl viel befriedigender gefunden, aber naja, kann man nicht ändern.

      Und joa Pegida, Idioten halt. Wenn man da hört, dass 15000 Menschen öffentlich gegen etwas protestieren, was 90% von denen nicht verstehen oder sich damit auseinander gesetzt haben. Das ist halt peinlich und dumm, und hat meiner Meinung nach nicht viel mit Meinungsfreiheit zu tun, weil man sich um seine freie Meinung zu äußern, erstmal eine Meinung bilden muss. Um sich eine Meinung zu bilden, muss man sich mit etwas beschäftigen und ich möchte wetten, dass das kaum ein Pegida-Protestant getan hat, denn dann würden sie verstehen, dass vom 0815-Muslim keine Gefahr ausgeht.

      BlueSky schrieb:

      Auch ich stehe dem Islam als Religion etwas skeptisch gegenüber.
      So ganz verstehe ich es nicht. Aus deinem Text geht zwar deutlich hervor, dass du zwischen dem Glauben und dem Fanatismus unterscheidest, dennoch stehst du dem Islam skeptisch gegenüber. Nur, warum?

      Die Ereignisse in Paris sind natürlich ein gefundenes Fressen für die Islamgegner und diese Menschen tun mir einfach nur leid. Weil sie es nicht besser wissen oder gar wissen wollen, wie friedvoll die Muslime leben, wie sie sich in die Gesellschaft integrieren und teilweise den Gedanken der Nächstenliebe stärker ausleben als so manche Christen, die ich kenne.
      Ich möchte Pegida nicht verharmlosen aber ich empfinde diese Bewegung als einen Witz, denn die meisten Anhänger sind größtenteils einfach nur unzufrieden mit ihrem Leben und suchten sich nur einen Sündenbock, den sie verantwortlich machen können. Umso erschreckender finde ich es, dass so viele unwissende Bürger sich zusammenschlossen.

      Eines vorweg: Islamisten sind KEINE Moslems. Diese Gruppe besteht aus kranken Menschen, die u.a. meine Religion als Rechtfertigung sehen, um ihre Ideologie durch Gewalt durchzusetzen. Im Koran steht nicht, dass das Töten von unschuldigen Menschen erlaubt ist, um die Weltanschauung von irgendwelchen Personen zu ändern. Die Pegida-Anhänger haben sich mit dem Islam nicht richtig auseinander gesetzt. Ich kann es ihnen nicht übel nehmen, dass sie die Religion fürchten.

      Mich ärgert die ganze Sache, weil irgendwelche Idioten unter diesem Vorwand Menschen töten und verletzen. Wir missbilligen die Taten der Islamisten. Die Religion hat damit nichts zu tun.
      Ganz arme Leute sind das diese Pegida Fritzen. Mit Rechtsradikalen zusammen auf die Straße gehen. Wie tief muss man denn sinken.
      Das es in der deutschen und Weltpolitik schon die ganze Zeit brennt, das ist ja nix neues.
      Ich frage mich auch, wenn sie so an ihrem "Deutschen Volk" interessiert sind, warum engagieren sie sich nicht anderweitig, z. B. ehrenamtlich für eine gute Sache. Nein, da geht man lieber mit rechtem Gesindel auf die Straße. Traurig. Hatten die mal Geschichtsunterricht in der Schule? Oder waren die da immer krank?
      Außerdem, sie demonstrieren gegen die, ihrer Meinung nach, ach so große Bedrohung durch den Islam.
      Der Islam ist schon lange in Deutschland. Mein Vater kam 1965 als Gastarbeiter hier in dieses Land es war danach 47 Jahre lang seine Heimat, hat meine Mutter hier gefunden und geheiratet. Deren Eltern waren übrigens auch Flüchtlinge aus Schlesien im 2ten Weltkrieg. Die hatten es damals auch sehr schwer am Anfang. Lauter intolerante Katholiken da in Bayern und meine Oma damals auch noch evangelisch. Das war hier fast ne Todsünde zu der Zeit..xD
      Genauso wie mein Vater sind sehr viele Muslime seit über 50 Jahren hier. Bis vor dem 11. September 2001 war das auch alles o.k.
      Ab dann begann meiner Meinung nach die Panikmache. Pegida macht da Panik, wo keine sein sollte.
      Sie vergessen, das die Flüchtlinge, die jetzt z. B. aus Syrien kommen und auch Muslime sind, selber vor diesen Terrorgruppen in ihrem Land flüchten und dies bestimmt nicht auch noch unterstützen. Also brauchen sie sich schon mal in der Hinsicht nicht vor ihnen fürchten.
      Auch das sie uns was wegnehmen finde ich ein ziemliches Luxusproblem das diese Pegida Anhänger haben. Mir hat bis jetzt noch niemand was genommen.
      Keine Frage, in Deutschland läuft sehr vieles Schief. Aber wir müssen hier nicht um Leib und Leben fürchten. Die meisten von uns haben ein Dach überm Kopf, können auch wenn sie wenig Geld haben immer noch zur Tafel gehen und andere Hilfen in Anspruch nehmen.
      Wenn diese Pegida Leute bitte sauer sein wollen, dann doch auf die Politik, die das ganze zu verantworten hat, das die Altersarmut z. B. wirklich wächst. Einer der vielen Punkte für die man keinen Flüchtling, Moslems oder sonst wen verantwortlich machen kann.
      Jedenfalls finde ich das alles sehr bedenklich was da einige Leute gerade so vom Stapel lassen.

      Und zu den Terroristen muss ich sagen, sie nehmen den Islam halt als Mittel zum Zweck. Gläubige Menschen sind das nicht. Mein Opa war ein gläubiger Mensch. Er ruhte in sich, ging in seine kath. Kirche und lebte seine Religion so wie sie ihm gut tat. Er drängte sie keinem in der Familie auf. Bis heute war mein Opa der gläubigste in der ganzen Familie. Weder mein Vater als Moslem, noch ich als am Papier stehende Katholikin, haben was von den ganzen Religionskram gehalten.
      Heisst aber auch nicht, das ich glaube, das nach dem Tod nichts kommt. Gerade, weil ich schon einige Leute beruflicherweise habe sterben sehen und da einige Erfahrungen gemacht habe damit, glaube ich schon, das es irgendwas geben muss. Nur was, dass kann keiner wissen meiner Meinung nach. Kein Papst oder sonst irgendwer. Wobei der jetzige Papst ja mir doch nicht ganz unsympatisch ist. Ich hoffe er darf noch eine Weile leben bleiben, nach dem was er letztens so alles gesagt hat..xD Aber das ist ein anderes Thema.

      Ja und die aktuellen Anschläge sind natürlich schockierend.
      Doch mal ehrlich, es gab in der Vergangenheit auch in anderen muslimischen Ländern Anschläge. Waren wir in Europa da auch so schockiert? Meistens war das doch nur eine Nachricht unter vielen. Waren aber genauso unschuldige Menschen, wie die Leute, die da in Frankreich ums Leben gekommen sind. Ich finde da misst man wie immer mit zweierlei Maß.

      The truth is still out there!!!
      Das Thema PEGIDA ist auf jeden Fall problematisch, weil hier die Ängste von Menschen ausgenutzt werden und dazu benutzt werden, Rassismus zu verbreiten. Dass Ausländer sich hier breit machen und uns die Arbeit wegnehmen ist völliger Quatsch, allein schon, wenn man sich anschaut, wie viele Ausbildungsplätze jährlich ungenutzt werden und wie viele ausländische Fachkräfte wir in manchen Bereichen sogar bräuchten. Zumal es natürlich immer schön ist, wenn andere Kulturen ein Land bereichern. Die meisten Leute, die PEGIDA unterstützen haben vermutlich nicht mal etwas gegen Ausländer, sondern projizieren eben ihre Existenzängste leider auf einen Sündenbock, was von einem harten Kern aus Extremisten und Neonazis, die bei der Verteilung des Gehirns wohl gerade auf dem Klo waren, missbraucht wird. Hier müsste man einfach bessere Aufklärungsarbeit betreiben und dafür sorgen, dass Ausländer nicht isoliert sind, sondern die Möglichkeit haben, sich richtig in die Gesellschaft einzufinden, wenn sie das wollen, unterstützt werden und so den Menschen diese absurde Angst vor dem "Unbekannten" nehmen, die leider immer Raum für Vorurteile und eben solche Fanatiker lässt.

      Islamisten haben für mich auch nichts mit Islam zu tun, das sind einfach psychisch kranke Menschen, die versuchen, ihr Handeln irgendwie zu rechtfertigen und andere Menschen so für ihr Vorhaben zu ködern. Es ist wirklich eine Schande, dass ein Glaube so missbraucht und schlimmer noch, andere Anhänger dieses Glaubens so schlimmen Vorurteilen ausgesetzt sind und als Terroristen beleidigt werden. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass man den Leuten das immer wieder vor Augen führt, denn Fanatiker gibt es leider überall, allerdings passiert es vor allem beim Islam immer wieder, dass man die Ansichten schnell verallgemeinert und auf die ganze Religion bezieht, was schlichtweg falsch ist.

      Ja und die aktuellen Anschläge sind natürlich schockierend.
      Doch mal ehrlich, es gab in der Vergangenheit auch in anderen muslimischen Ländern Anschläge. Waren wir in Europa da auch so schockiert? Meistens war das doch nur eine Nachricht unter vielen. Waren aber genauso unschuldige Menschen, wie die Leute, die da in Frankreich ums Leben gekommen sind. Ich finde da misst man wie immer mit zweierlei Maß.


      Das ist leider auch ein Problem, allein wenn man vergleicht wie es beispielsweise aussieht, wenn in den USA etwas passiert, man bekommt ein Gefühl vermittelt, als wäre gerade die Welt untergangen, während vergleichsweise größere Katastrophen oder Anschläge in ärmeren Ländern nicht mehr als eine Randnotiz sind. Es ist natürlich ein Stück weit verständlich, dass wir uns eher für Fälle interessieren, die uns direkt betreffen (in den anderne Ländern sieht es dann vll schon wieder anders aus), aber für mich hat es auch immer einen leichten Beigeschmack einer unterschiedlichen Wertigkeit, was wirklich nicht schön ist.

      Was ich aber nicht gut heißen kann ist, wenn mein Mitmensch seine sich so in seine Überzeugung hinein steigert, dass es schon fanatisch wird und er meint für sie Gewalttaten begehen zu müssen.


      Fanatismus oder Dogmen gibt es ja leider überall und eigentlich sind sie nie gut, weil sie immer bedeuten, dass man nicht mehr offen ist für Alternativen oder Kritik. Ich persönlich glaube an gar nichts, verstehe aber, dass einem Menschen ein Glaube als feste Größe im Leben wichtig ist. Dennoch muss man sich vor Augen führen, dass der Glaube nun mal nicht für alle gleich ist, also tolerant sein und ihn auch hin und wieder hinterfragen, um nicht einer evtl. veralteten und fehlerhaften Moral zum Opfer zu fallen. Beim Islam ist eben das Problem, dass man immer nur von Anschlägen und Fanatikern hört, was natürlich das Bild von der Religion prägt. Hier ist es wichtig, zu differenzieren, da der Islam ja nicht pauschal zum Fanatismus einlädt oder seine Anhänger besonders gefährdet sind - man hört einfach nur viel davon, weil es in besagten Gebieten eben gerade ordentlich kriselt und das leider oft machthungrige Idioten auf den Plan ruft, die allerdings nichts mehr mit der Religion an sich zu tun haben. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lunell“ ()

      Die Politiker definieren Meinungsfreiheit, sowie es ihnen passt. Wenn man z.b den Holocaust verharmlosen würde, hört da die Meinungsfreiheit auf und man wird bestraft. Wenn es aber darum geht, eine Überzeugung wie den Islam ins lächerliche zu ziehen und zu beleidigen und die Muslime schlecht zu machen, dann ist es wieder Meinungsfreiheit. Es ist keine Meinungsfreiheit, sondern Beleidigungsfreiheit. Und der Westen spricht ganzezeit von ''Toleranz'', aber gleichzeitig werden die Überzeugungen anderer Menschen, ins lächerliche gezogen und beleidigt.Ist schon paradox. Mal davon abgesehen, wird das nur zu Unheil und Streit führen. Und nicht zu einem friedlichen Zusammenleben. Es sollten nicht, die Überzeugungen der Menschen beleidigt werden sondern man sollte sachlich,rational diskutieren können. Was man gerade auch heutzutage oft hört ist sowas wie ''Die Bösen Muslime, dass was die verursachen ist nur Terror''. Und Überall geht die Post ab, wenn es um Muslime geht und man dramatisiert sowas dann auf eine lächerlichen Weise.Wenn es aber um andere Dinge geht ist es kein Thema, worüber man ganzezeit berichten muss.Und das ganze, dann auch nicht so hochgespielt wird. Es gibt 27 Einträge ''terroristischer Anschläge'', die der Verfassungschutz erwähnt. Die RADIKALE ISLAMISTEN,JIHADISTEN,EXTREMISTEN,SALAFISTEN.und was es noch so gibt, begangen haben sollten.Wo man ja nicht mal weiß, was in Wahrheit abgelaufen ist.Was aber auch jetzt irrelevant ist.Laut dem Verfassungschutz gibt es 27 Einträge ''terroristischer Anschläge'',die insgesamt über 4000 und unter 5000 Tote mit sich gebracht haben.Was im Islam klar verboten ist und nicht befürwortet wird.Nun sehr paradox ist aber, dass der Westen Begriffe, wie ''Terroristen''und ''Terrorismus'' benutzt. Da der Westen selbst soetwas getan hat und tut. Man kann viele Beispielen nennen. Sei es die Kolonialsierung Algeriens, als die Franzosen über 1,5 Millionen Algerier,umgebracht,vergewaltigt,ausgebeutet haben. Sei es der Massenmord an den Indianern. Ich möchte aber ein anderes Beispiel nennen. Die Usa im Jahr 1996, indem 500.000 Irakische Kinder ums Leben gekommen sind. (In der Fernsehshow '60 Minuten' am 12. Mai 1996 fragte Lesley Stahl die US-Außenministerin Madeleine Albright: "Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder gestorben sind (wegen der Sanktionen gegen den Irak). "Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und - sagen Sie, ist es den Preis wert?" Albright: "Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis - wir glauben, es ist den Preis wert.") (Das Video dazu: youtube.com/watch?v=MwXA1j9hqG ). Man maschiert in den muslimischen ländern,tötet,vergewaltigt,beutet die Menschen aus.Und einen Massenmord, nachdem anderen wird begangen.Dann ist es auch nicht fragwürdig, wenn Menschen die in so einer Situation sind, dann auch paar einzelne Personen gibt in denen sich einen Hass entwickelt und austicken.Da gibt es auch noch so einige aussagen, wie :''Wir werden sie so lange jagen, bis ihre Töchter ihre Kopftücher abnehmen und nackt auf amerikanische Tische tanzen."-Paul Wolfowitz. Soviel dazu.
      Wenn man z.b den Holocaust verharmlosen würde, hört da die Meinungsfreiheit auf und man wird bestraft
      Abgesehen davon, dass das auch nicht in allen Ländern gilt (USA und Großbritannien z.B. schränken ihre Meinungsfreiheit nicht in der Hinsicht ein) ist es auch kein guter Vergleich. Satire soll auf humoristischer Ebene zum Nachdenken anregen und bricht zu diesem Zweck auch mal Tabus. Ein Holocaustleugner ist jedoch, unabhängig davon, ob er seine Meinung äußern darf, ein absoluter Vollidiot der irgendwelchen Verschwörungstheorien nachhängt um seine eigenen Feindbilder zu legitimieren. Ein besserer Vergleich wäre, ob es satirische Äußerungen über andere Religionen geben darf und das ist definitiv der Fall. Ich weiß nicht, wie oft ich den Papst oder sogar Gott selbst schon karikiert gesehen habe, aber das war sicher tausendmal so oft wie ich ein Bild von Mohammed gesehen hätte.

      Es sollten nicht, die Überzeugungen der Menschen beleidigt werden sondern man sollte sachlich,rational diskutieren können.
      Diskutieren kann man nur, wenn man weiß, dass man für seine Meinungen nicht mit einer Kalaschnikow über den Haufen geschossen werden wird, sogar wenn das Gegenüber sie unsachlich/beleidigend findet. Wenn ich eine Papst-Karrikatur zeichne, weiß ich, dass mich keiner dafür umbringen wird. Wenn ich mir bei einer von Mohammed dessen nicht sicher sein kann, ist das definitiv ein Problem. Genau das hat Charlie Hebdo parodiert und ich bin froh, dass sie so mutig sind und trotz des Anschlags damit weitermachen.

      Außerdem nervt mich an deinem Post ehrlich gesagt das pauschalisierte "der Westen". Nach einigen Posts, in denen sich im Prinzip jeder (zu recht) einig war, dass die Attentäter Einzelfälle waren, die nicht als repräsentativ für Muslime gesehen werden dürfen, kommst du und wirfst eine ganze Sammlung von Ländern und Bevölkerungen in einen Topf. Zudem finde ich nicht, dass man alle Trauerfälle mit anderen schlimmen Dingen auskontern sollte, die zwar unbestreitbar gravierend sind, aber keinesfalls als Rechtfertigung dienen dürfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Corab“ ()

      Der Anschlag auf das Charlie Hebdo in Frankreich ist natürlich ein schockierendes Ereignis und nicht zu rechtfertigen. Ich kann mich den meisten hier nur anschließen, dass man den Islam als Religion nicht mit den Fatalisten, die diesen Anschlag begangen haben, gleichsetzen darf. Die Mörder von Paris meinen zwar, ihre Tat mit ihrer Religion rechtfertigen zu können und haben daher den Anschlag unter dem Mantel ihrer Religion begangen, aber das ist durchweg falsch. Denn der Islam hat nichts mit dieser Sache zu tun und ist auch keine Religion, die solche Verbrechen duldet. Kein vernünftiger Muslim sagt nach den Vorfällen in Paris: "Toll gemacht, so wie es unsere Religion will." Der Islam distanziert sich von diesem Anschlag und setzt damit auch ein richtiges Zeichen.
      Bedauerlicherweise hört man ja immer wieder von solchen Verbrechen in Bezug auf den Islam, denn viele der aktuellen Krisenregionen bzw. Krisenregionen der letzten Jahre sind muslimisch geprägt. Dennoch haben auch all diese Taten nichts mit dem Islam an sich zu tun. Man kann nicht eine ganze Religion oder Volksgruppe in eine Schublade stecken, nur weil einige Unbelehrbare, die ihre Religion falsch auslegen, Verbrechen begehen.
      Allerdings stimmt es leider auch, was wutz hier angesprochen hat. Die Tat in Paris war ja nicht die erste, schon in den letzten Jahren gab es genügend Anschläge, die ebenso schlimm waren und bei denen ebenfalls viele Unschuldige zu Tode gekommen sind. Doch bei den vorherigen Anschlägen hat man nicht so einen Aufruhr veranstaltet, weil es einen hier in Deutschland nicht wirklich betroffen hat, die Anschläge der Vergangenheit wurden quasi zur Kenntnis genommen, aber mehr auch nicht. Doch kaum passiert so ein Anschlag in einem deutschen Nachbarland mitten in der Hauptstadt geraten alle Menschen in Aufruhr und nehmen großen Anteil an der Tragödie. Natürlich ist der Vorfall in Paris traurig für alle, insbesondere für die Beteiligten und Angehörigen, aber schade dennoch, dass ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit unter den Teppich gekehrt wurden.

      Der Anschlag auf das Charlie Hebdo ist jetzt natürlich gefundenes Futter für die Pegida-Bewegung, die ja schon seit einiger Zeit gegen Einwanderer und Muslime demonstriert. Dadurch ergibt sich für die Pegida quasi die Möglichkeit, auf Paris zu deuten und zu sagen: "Schaut mal, was die Muslime da gemacht haben." Wie gesagt, der Islam hat nichts mit den Fatalisten dort zu tun.
      Es ist für mich einfach nur bescheuert, wenn ich sehe, dass sich da einige Deppen auf die Straße stellen und die meisten von denen gar keine Ahnung haben, was sie da eigentlich machen. Ich denke, der Großteil bei diesen Demonstranten ist nicht aufgeklärt und gebildet genug und kann daher gar nicht wirklich beurteilen, ob das jetzt richtig oder falsch ist, was sie machen. Sie haben keine Meinung, sondern labern vielmehr das nach, was propagiert wird. Sie haben womöglich auch keine Arbeit und sind unzufrieden mit ihrer Situation und suchen sich dafür Sündenböcke. Aber mit dieser "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg."/"Die Ausländer sind an diesem und jenem Schuld"-Einstellung kommt man auch nicht weiter. Im Prinzip gibt es Ausländer ja auch nicht seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten. Und wenn die Leute da unzufrieden mit ihrer Situation sind, sollen sie sich halt selbst bemühen, das zu ändern, anstatt sich auf die Straße zu stellen und ihre Zeit mit diesem Bullshit zu verschwenden.
      Das Pegida-Gelaber ist mMn Nazi-Gelaber. Man kann ja leichte Parallelen zu den 1930er Jahren feststellen (Hetze gegen Ausländer, Menschen unzufrieden), aber ich denke, man sollte die Pegida nicht überschätzen. Denn letztendlich ist der Großteil der deutschen Bevölkerung aufgeklärt genug, um noch ernsthaft zu beurteilen, was richtig und falsch ist. Man sollte aber auch im Hinterkopf behalten, dass die Pegida der NPD als Wahlkampf dienen kann.



      Aql schrieb:

      Man maschiert in den muslimischen ländern,tötet,vergewaltigt,beutet die Menschen aus.Und einen Massenmord, nachdem anderen wird begangen.Dann ist es auch nicht fragwürdig, wenn Menschen die in so einer Situation sind, dann auch paar einzelne Personen gibt in denen sich einen Hass entwickelt und austicken.Da gibt es auch noch so einige aussagen, wie :''Wir werden sie so lange jagen, bis ihre Töchter ihre Kopftücher abnehmen und nackt auf amerikanische Tische tanzen."-Paul Wolfowitz. Soviel dazu.


      Ich kann ja einerseits deinen Ärger darüber verstehen, dass es in der Vergangenheit auch Anschläge auf muslimische Länder oder andere Bevölkerungsgruppen gab und diese mehr oder weniger unter den Tisch gefallen sind. Aber das rechtfertigt überhaupt nicht den Anschlag von Paris, was in deinem Post ja recht deutlich zum Ausdruck kommt. Sicherlich waren die Verbrechen in der Vergangenheit ebenso schlimm und haben auch vielen Menschen das Leben gekostet, keine Frage. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass deswegen Fatalisten in irgendwelche Gebäude stürmen und Menschen töten dürfen und dass sowas noch okay ist.
      Es ist auch falsch, den gesamten "Westen" in eine Schublade zu stecken, genauso wie man zwischen dem Islam und den Fatalisten unterscheiden muss, muss man auch in diesem Fall differenzieren. Man kann nicht einfach pauschal sagen: "Der Westen ist böse." Zudem finde ich es auch sehr gewagt, Beispiele anzuführen, die schon fast 20 Jahre oder noch sehr viel länger zurückliegen (Massenmord an Indianern). Da könnte man genauso sagen: "In den 1930ern haben die Deutschen Juden vergast, die Deutschen sind böse." Aber die Taten von damals haben wenig bis nichts mit heute zu tun. Klar, die Aussagen von Paul Wolfowitz und Albright sind falsch, aber man kann nicht einfach von diesen Personen auf die Politiker von heute schließen und sagen, dass die heutigen Politiker das Gleiche denken.
      Außerdem führt dieser Rachegedanke doch zu gar nichts. Wenn du quasi sagst "Bei den Taten der Vergangenheit muss man sich nicht wundern, wenn einige jetzt mal austicken und den Hass, der sich aufgestaut hat, zum Ausdruck bringen", dann bedeutet das im Prinzip: "Ein Verbrechen, das an mir begangen wurde, rechtfertigt, das ich etwas genauso Grausames mache." Dann dürfte ja rein theoretisch jetzt der Westen wieder einen Anschlag verüben und dann wieder die Fatalisten usw. Immer weiter Rache und immer mehr Zerstörung. Aber das ist einfach falsch. Solche Rachegedanken führen nur zu mehr Schaden. Solche Verbrechen kann man mit nichts auf der Welt rechtfertigen.

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      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member

      Corab schrieb:

      Abgesehen davon, dass das auch nicht in allen Ländern gilt (USA und Großbritannien z.B. schränken ihre Meinungsfreiheit nicht in der Hinsicht ein) ist es auch kein guter Vergleich. Satire soll auf humoristischer Ebene zum Nachdenken anregen und bricht zu diesem Zweck auch mal Tabus. Ein Holocaustleugner ist jedoch, unabhängig davon, ob er seine Meinung äußern darf, ein absoluter Vollidiot der irgendwelchen Verschwörungstheorien nachhängt um seine eigenen Feindbilder zu legitimieren. Ein besserer Vergleich wäre, ob es satirische Äußerungen über andere Religionen geben darf und das ist definitiv der Fall. Ich weiß nicht, wie oft ich den Papst oder sogar Gott selbst schon karikiert gesehen habe, aber das war sicher tausendmal so oft wie ich ein Bild von Mohammed gesehen hätte.



      In den USA ist es verboten, in der nähe von jemanden zu protestieren, der vom Secret Service beschützt wird.Wären wohl häufigerweise die Politiker. Nur dumm wenn man nicht weiß, wer die geschützte Person ist. Und anschließend etwas gegen die Person sagt, dann kommt man ins Gefängnis.(10 Jahre Haft.)
      In UK gemäß dem Public Order Act wird die Verwendung, beledigender, schmähender Wörter als eine Straftat bestimmt.
      Oder, dass es journalistische Vorschriften gibt bezüglich der Berichterstattung, über Poltiker und Menschen die einen besonderes Status haben.
      Tatsache ist, dass die Meinungsfreiheit fehlerhaft ist.
      Nur weil es nicht deine Realität betrifft, kannst du sowas auch nicht nachvollziehen. Es ist nicht verstandesgemäß und schwachsinnig, die Überzeugungen anderer Menschen einfach mal so zu beleidigen. Das Ganze ist auch unanständig und respektlos. Und nur, weil man andere beledigt und die sich auch, dann beleidigen lassen. Heißt das nicht, dass man das mit allen anderen machen kann.



      Corab schrieb:

      Diskutieren kann man nur, wenn man weiß, dass man für seine Meinungen nicht mit einer Kalaschnikow über den Haufen geschossen werden wird, sogar wenn das Gegenüber sie unsachlich/beleidigend findet. Wenn ich eine Papst-Karrikatur zeichne, weiß ich, dass mich keiner dafür umbringen wird. Wenn ich mir bei einer von Mohammed dessen nicht sicher sein kann, ist das definitiv ein Problem. Genau das hat Charlie Hebdo parodiert und ich bin froh, dass sie so mutig sind und trotz des Anschlags damit weitermachen.


      Schwachsinn. Die Realität zeigt, dass man sachliche Diskussionen führen kann und dass ohne sich zu beleidigen. Beispielweise der Hyde Park in UK. Wo viele Menschen mit verschiedener Überzeugungen, miteinander sachlich diskutieren. Also befürwortest du sowas? Wenn Menschen völlig unnötig, verletzt und angegriffen werden? Nennt man das Toleranz, von der so gerne gesprochen wird? Es ist auch keine Lösung, wenn man Menschen mit andere Überzeugungen beleidigt, wenn es zu einem friedlichen miteinander bzw Zusammenleben führen soll, da es genau in die falsche Richtung geht.



      Corab schrieb:

      Außerdem nervt mich an deinem Post ehrlich gesagt das pauschalisierte "der Westen". Nach einigen Posts, in denen sich im Prinzip jeder (zu recht) einig war, dass die Attentäter Einzelfälle waren, die nicht als repräsentativ für Muslime gesehen werden dürfen, kommst du und wirfst eine ganze Sammlung von Ländern und Bevölkerungen in einen Topf. Zudem finde ich nicht, dass man alle Trauerfälle mit anderen schlimmen Dingen auskontern sollte, die zwar unbestreitbar gravierend sind, aber keinesfalls als Rechtfertigung dienen dürfen.


      Worauf ich hinaus wollte, dass es doch paradox ist, dass der Westen (Wenn ich den Westen meine, dann die Politiker und die verantwortlichen Personen) Begriffe benutzt, wie ''Terrorismus''. Da der Westen (Die Poltiker und die verantwortlichen dafür) solche Dinge getan haben und tun. Beispielweise, dass wäre so wenn ein Verbrecher eine andere Person beschuldigt ein Verbrechen begangen zu haben und ihn dann noch belehren möchte. Und ich betrachte lediglich die Ursache, die muslimischen Länder leiden bis heute, aufgrund der ganzen Taten denen man ihnen antut und angetan hat. Man sollte fragen wer ist es, der in die muslimischen Länder einmarschiert ist ? Wer ist es wer die Menschen ,ausgebeutet, Massenmorde.. usw begangen hat ? Da braucht man nicht verblüfft zu sein, da es die Reaktion darauf ist, wenn irgendwelche Personen einen Hass entwickeln und die Nerven verlieren. Nein, dass heißt nicht das man deswegen auf unschuldigen Menschen losgehen soll. Aber dass der Westen eine ''Opferrolle'' vorspielt und die Muslime als ''die Bösen'' abstempelt ist wirklich schon gewagt.
      Wenn so einige Personen sich wirklich um Menschenleben kümmern würden, würde man nicht nur ein ''Ich bin Charlie'' hören.Aufgrund deshalb ja plötzlich so viele aufstehen ? Aber auf der anderen Seite schon lange viele Menschen umgebracht werden? Wo gab es bitte mal einen ''Ich bin Donbass'' oder ''Ich bin Gaza Aufruf ?'' usw. Weil es anscheinend keinen interessiert, sind das Menschen 2.Klasse?



      Black organization member schrieb:

      Aber mit dieser "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg."/"Die Ausländer sind an diesem und jenem Schuld"-Einstellung kommt man auch nicht weiter. Im Prinzip gibt es Ausländer ja auch nicht seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten.


      Da sollte man sich die Ursache für das Problem betrachten.Warum ist das so? Weil es den ländern schlecht geht, z.b aufgrund der Ausbeutung und deshalb andere Länder wie beispielweise die USA so luxuriös sind.Weil man die Länder dafür ausbeutet es dann für sich beansprucht ohne es auch nur gerecht einzuteilen. Man sieht in den USA Menschen die so viel essen und dick werden wie Sumoringer und gleichzeitig, dass in Afrika Menschen verhungern aufgrund weil sie nichts zu Essen haben. Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind. Also da kann ja etwas nicht richtig laufen. Wie auch immer, man könnte ja extra dafür ein neues Thema erstellen, wo es dann um den Kapitalismus geht.

      Black organization member schrieb:

      Zudem finde ich es auch sehr gewagt, Beispiele anzuführen, die schon fast 20 Jahre oder noch sehr viel länger zurückliegen (Massenmord an Indianern).



      Nur weil es sich auf die Vergangenheit bezieht, kann man deswegen nicht einfach denken wie ''Es sind viele Jahre vergangen und deswegen negieren wir das Ganze einfach mal, dann wäre das ganz schön verlogen.''

      Black organization member schrieb:

      Aber die Taten von damals haben wenig bis nichts mit heute zu tun.


      Also haben die Taten wie früherende Massenmorde und Ausbeutung keine Auswirkungen mehr auf heute? Wäre gut, wenn ich dazu noch eine Erklärung lesen könnte. Beispiele die mir einfallen die man heutzutage mitbekommt:Guantanamo Bay, Einsatz in Afghanistan (''Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt''), Waffenexport, Drohnenangriffe z.b in Pakistan und man kann noch viele weitere Beispiele erwähnen.
      Auch sehr fragwürdig erscheint mir das Video: youtube.com/watch?v=7-foK2eFfYw



      Black organization member schrieb:

      Außerdem führt dieser Rachegedanke doch zu gar nichts.


      Jop. Nur dass man gleich die ''Muslime'' als die bösartigen Menschen darstellt ist völliger Irrsinn gleichzeitig der Westen eine ''Opferrolle'' vorspielt und dann so tut, dass es welche wären die nichts verbrochen hätten.

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      Aql schrieb:

      Jop. Nur dass man gleich die ''Muslime'' als die bösartigen Menschen darstellt ist völliger Irrsinn gleichzeitig der Westen eine ''Opferrolle'' vorspielt und dann so tut, dass es welche wären die nichts verbrochen hätten.


      Dass Muslime grundsätzlich "die Bösen sind, hat hier ja auch niemand gesagt. Im Gegenteil. Aber Menschen ermorden ist trotzdem kein adäquater Weg irgendetwas zu erreichen. Rache erzeugt nur noch mehr Rache.

      Die Poilitik in Europa und den USA läuft nicht optimal. Und es mag viele schlimme Dinge geben von denen wir vielleicht nicht einmal etwas mitbekommen. Politiker sind keine Heiligen. Ich möchte das auch nicht verteidigen. Ich empfinde viele Dinge, die der Kapitalismus hervorgebracht hat ebenfalls als ungerecht. Aber unschuldige Menschen zu töten ändert daran nichts. Es führt nur dazu, dass im "Westen" immer mehr Menschen den Islam ungerechtfertigterweise als "böse" betrachten.

      Was die freie Meinungsäußerung betrifft: Für dich ist Satire keine Meinungsfreiheit, sondern Beleidigung? Tut mir Leid, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Klar ist es ungut jemanden direkt zu beleidigen. Aber Satire hat nicht das Ziel zu beleidigen. Ja, Satire hat eine soft pöttische Betrachtungsweise auf manche Dinge. Dies soll dazu dienen Misstände aufzuzeigen und die Dinge in einem anderen Licht zu sehen.
      Ich kann verstehen, wenn ein Mensch mit einer bestimmten Religion gewisse religiöse Vorschriften hat und diese auch einhält. Im Isalm z.B. das Darstellungsverbot Mohammeds im Islam (und auch darüber kann man sich streiten, aber das führt jetzt zu weit weg). Wenn ich das Gebot selber einhalte, dann ist ja alles in Ordnung. Aber ich kann nicht alle anderen Menschen dazu zwingen dies ebenfalls zu tun, weil es gegen meine Religion ist.
      Ich kann dir ja auch nicht das Stück Kuchen verbieten, weil ich auf Diät bin.


      Aql schrieb:

      Nur dass man gleich die ''Muslime'' als die bösartigen Menschen darstellt ist völliger Irrsinn gleichzeitig der Westen eine ''Opferrolle'' vorspielt und dann so tut, dass es welche wären die nichts verbrochen hätten.
      Wer ist "man"? Angela "der Islam gehört zu Deutschland" Merkel, Joachim "Wir alle sind Deutschland" Gauck oder vielleicht doch lieber die "PEGIDA verschwinde"-Karikaturisten? Die französische Regierung, die aus Prinzip auch den Palästinenserpräsidenten eingeladen hat, nachdem der uneingeladene Netanjahu gekommen ist? Es gibt islamophobe Tendenzen - denen sich ja auch dieser Thread widmet - aber die Zahl derjenigen, die sie in Europa und Amerika ablehnen ist riesig. Und trotzdem rückst wiederum du Muslime in eine Opferrolle, in der sie als angeblich Wurzel des Bösen dargestellt werden - was außerhalb der AfD- und Front National-Lappen aber gar nicht der aktuellen Stimmung in Europa entspricht.

      Aufgrund deshalb ja plötzlich so viele aufstehen ? Aber auf der anderen Seite schon lange viele Menschen umgebracht werden?
      Also Kritik an Kriegen westlicher Ländern wird in westlichen Medien auf jeden Fall massiv geübt - und wurde sie auch schon immer. Und es wird durchaus auch Aufklärungsarbeit betrieben - die Veröffentlichung des CIA-Folterberichts beispielsweise. Bei Charlie Hebdo kommt eben hinzu, dass der Angriff auch noch eine massive symbolische Wirkung hat, weil er stellvertretend für einen Angriff auf ein Wertesystem steht, das in den meisten europäischen Ländern praktiziert wird. Es ist ein Angriff auf das europäische Selbstverständnis und das macht es für viele Leute so gravierend.

      Nur weil es nicht deine Realität betrifft, kannst du sowas auch nicht nachvollziehen. Es ist nicht verstandesgemäß und schwachsinnig, die Überzeugungen anderer Menschen einfach mal so zu beleidigen. Das Ganze ist auch unanständig und respektlos. Und nur, weil man andere beledigt und die sich auch, dann beleidigen lassen. Heißt das nicht, dass man das mit allen anderen machen kann.
      Was ist denn das bitte für ein Wertesystem, in dem Bilder Morde rechtfertigen? Und nicht nur das, es geht quasi nie darum den Islam zu beleidigen. Nimm nur die neueste Charlie Hebdo-Ausgabe: Ein Mohammed mit einer Träne im Auge, der "Je suis Charlie" sagt. Was daran beleidigt bitte den Propheten? Es zeigt doch nur einen Mohammed, der nach einem grausamen terroristischen Anschlag in seinem Namen selbst Anteil nimmt. Beleidigt werden hier allenfalls Terroristen - und die haben es definitiv verdient. Übrigens, auch Leute deren Lebenswirklichkeit es betrifft, haben die Anschläge verdammt. Der Zentralrat der Muslime hat sich dabei auch direkt für Presse- und Meinungsfreiheit ausgesprochen. Und die, die beleidigt waren, sind Idioten, weil sie Karikaturen über Terroristen als Kritik an Muslimen verstanden haben - was ironischerweise gerade diese Leute zu denen macht, die das nicht unterscheiden können.

      In den USA ist es verboten, in der nähe von jemanden zu protestieren, der vom Secret Service beschützt wird.Wären wohl häufigerweise die Politiker. Nur dumm wenn man nicht weiß, wer die geschützte Person ist. Und anschließend etwas gegen die Person sagt, dann kommt man ins Gefängnis.(10 Jahre Haft.)
      Bullshit.
      a fine under this title or imprisonment for not more than 10 years, or both, if—
      (A)
      the person, during and in relation to the offense, uses or carries a deadly or dangerous weapon or firearm; or
      (B)
      the offense results in significant bodily injury as defined by section
      2118
      Wenn also nicht gerade mit einer Waffe "protestieren" gehst oder jemanden zum Krüppel schlägst, gibt es keine 10 Jahre, sondern eine Geldstrafe oder Gefängnisstrafe von einem Jahr. Und selbst das klingt noch zu schlimm, denn um gegen das Gesetz zu verstoßen muss man wissentlich und widerrechtlich in ein Regierungsgebäude oder dessen Grundstück eindringen. Dass das bestraft wird, ist mitnichten so problematisch, wie du es darstellst auch wenn sich amerikanische Rechtsexperten zugegebenermaßen uneinig über die möglichen Konsequenzen sind. So angewendet, wie du es befürchtest, wurde das Gesetz aber nie. Darüber, dass man nichts gegen die Person sagen darf, steht da auch nichts.

      In UK gemäß dem Public Order Act wird die Verwendung, beledigender, schmähender Wörter als eine Straftat bestimmt.
      Gesetze gegen Beleidigung gibt es auch in Deutschland und in Frankreich, wie auch Hetze in diesen Ländern verboten ist. Dass die Meinungsfreiheit komplett uneingeschränkt ist oder nicht in unterschiedlichen Ländern verschieden interpretiert wird, sagt ja keiner, aber ein nicht einmal im Koran existierendes Verbot von Prophetenbildern hat in den Gesetzgebungen freiheitlicher Länder sicherlich nichts verloren.
      Ich kann mich im Prinzip Corab voll und ganz anschließen, da aber eine Erklärung von mir gefordert wurde, werde ich diese auch abgeben.
      Zunächst einmal hat Meinungsfreiheit nichts mit Beleidigung zu tun. Du behauptest ja, dass die Meinungsfreiheit fehlerhaft ist, weil in England Beleidigungen als Straftat gelten. Dies ist ja auch in vielen anderen Ländern der Fall, auch in Deutschland. Ich möchte nicht sagen, dass die Meinungsfreiheit zu 100% perfekt ist, das hängt auch immer von der Auslegung ab und die ist von Land zu Land verschieden. Aber die Tatsache, dass Beleidigungen als Straftat gelten, hat nichts mit Eindämmung der Meinungsfreiheit ein. Du kannst ja auch nicht einfach zu einem Polizisten hingehen und den beleidigen, auch wenn du ihn dumm findest.
      Satire hingegen ist keine Beleidigung, sondern eine kreative Darstellung von Kritik an diversen Misständen, z.B. in der Politik. Wenn Satire Beleidigung wäre, dann hätte es das Charlie Hebdo nicht gegeben bzw. gäbe es in etlichen Ländern keine Satire oder ähnliche Medien, die sarkastisch Kritik äußern, weil es ja eine Straftat wäre, das ist aber nicht der Fall.


      Aql schrieb:

      Also befürwortest du sowas? Wenn Menschen völlig unnötig, verletzt und angegriffen werden? Nennt man das Toleranz, von der so gerne gesprochen wird? Es ist auch keine Lösung, wenn man Menschen mit andere Überzeugungen beleidigt,


      Keiner von uns hat gesagt, dass wir eine Welt befürworten, in der Menschen unnötig verletzt und angegriffen werden. Im Gegenteil, hier haben sich doch alle gegen den Anschlag von Paris ausgesprochen. Was ist denn da passiert? Menschen wurden unnötig angegriffen und sogar getötet. Niemand von uns möchte ein solches Weltbild befürworten.


      Aql schrieb:

      Da braucht man nicht verblüfft zu sein, da es die Reaktion darauf ist, wenn irgendwelche Personen einen Hass entwickeln und die Nerven verlieren. Nein, dass heißt nicht das man deswegen auf unschuldigen Menschen losgehen soll. Aber dass der Westen eine ''Opferrolle'' vorspielt und die Muslime als ''die Bösen'' abstempelt ist wirklich schon gewagt.


      Ich brauche eigentlich nur auf den letzten Absatz meines letzten Posts zu verweisen: Diese Rachegelüste bringen rein gar nichts. In einigen Menschen hat sich Hass entwickelt, okay, aber das ist überhaupt keine Rechtfertigung für eine so grauenvolle Tat und für Mord an mehreren Menschen, die ja im Prinzip nur ihren Job gemacht haben. Diese Fatalisten haben doch ein völlig falsches Verständnis, auch von ihrer eigenen Religion, denn der Islam befürwortet diese Tat ja auch nicht.
      Außerdem hat keiner die Muslime als "die Bösen" abgestempelt. Der Konsens, sowohl aus den vorangegangenen Posts aus diesem Thread als auch in der Welt, war doch ganz eindeutig, dass man zwischen dem Islam und den Fatalisten differenzieren muss. Denn der Islam hat ja nix mit dem Anschlag zu tun und lehnt die Tat auch ab.


      Aql schrieb:

      Nur weil es sich auf die Vergangenheit bezieht, kann man deswegen nicht einfach denken wie ''Es sind viele Jahre vergangen und deswegen negieren wir das Ganze einfach mal, dann wäre das ganz schön verlogen.''


      Aql schrieb:

      Also haben die Taten wie früherende Massenmorde und Ausbeutung keine Auswirkungen mehr auf heute? Wäre gut, wenn ich dazu noch eine Erklärung lesen könnte.


      Zum einen habe ich bereits in meinem letzten Post gesagt, dass die von dir aufgezählten Verbrechen des Westens sicherlich auch sehr schlimm sind und ebenso nicht gerechtfertigt werden können. Ebenso kritisierte ich bereits die Aussagen von Albright und Wolfowitz. Okay, ich habe das vielleicht etwas unglücklich formuliert, aber mein Anliegen war vor allem: Man kann nicht einfach pauschal von Albright und Wolfowitz auf Merkel und alle anderen heutigen Politiker schließen. Dadurch, dass die Zitate der anderen beiden auf Merkel und Co projiziert werden, macht man es sich sehr einfach. Zudem tut man Merkel damit auch unrecht, denn sie ist offensichtlich anderer Meinung, siehe dazu die Verlinkungen in Corabs Beitrag.

      :thumbup: Vielen Dank an Spürnase für den Banner!!! :thumbup:

      Mein Fanfiction-Thread: BOMs BOMbastische Fanfictions
      Bundesligatippspiel 2017/18

      by Beechan & Black organization member
      Um mal die Ausgangsfrage zu beantworten:
      Ich halte PEGIDA für gefährlicher als die Islamisten, weil PEGIDA im Gegensatz zu den Islamisten mehr Menschen schädigen, da sie im ganzen Land Stimmung gegen die Muslime und Ausländer machen und dabei mehr und mehr Menschen erreichen.
      In meinem Augen ist jeder PEGIDA-Mitläufer ein potentieller Afd Wähler und diese Partei sorgt leider dafür, dass Parolen und Aussagen, die bis vor Kurzem noch der NPD vorbehalten waren, in die Mitte der Gesellschaft rücken und das ist sehr besorgniserregend.
      So dramatisch Anschläge, wie die in Paris auch gewesen sein mögen, es sind aber "nur" 12 (oder waren es 16?) Menschen gestorben. Wenn die Hetze gegen den Islam so weiter geht, dann ist das erste Progrom gegen Muslime nicht mehr fern und DAS macht mir wirklich Angst.

      In meinen Augen unterscheidet sich der Aktuelle Aniislamismus kaum vom Antisemitsmus der 20'er und frühen 30'er Jahre des letzten Jahrhunderts und wir wissen alle, welche Strömung davon profotiert hatte und was alles möglich war.

      Heute wurde das Unwort des Jahres bekannt gegeben. Es ist "Lügenpresse". Ein Begriff, den PEGIDA verwendet, um die Presse so zu diffamieren, wie es bereits die Nazis vor ihrer Machtübernahme getan haben. Das Zeigt wie rechts und Demokratiefeindlich diese "Bewegung" ist.

      Ich fand das aktuelle Titelbild von Charlie Hebdo dagegen richtig gut! Die haben da zwei sehr wichtige Botschaften gesendet:
      1. "Wir können zwischen diesen pseudo-muslimischen Arschlöchern, die unsere Redaktion überfallen und unsere Kollegen ermordet haben und dem richtigen Islam unterscheiden!"
      2. "Es ist unser Recht auch Karrikaturen des Propheten Mohamed zu veröffentlichen und das werden wir auch tun"
      Ich denke auch, dass wenn sich jemand wirklich durch eine solche Darstellung beleidigt fühlt kann er gerne einen Anwalt einschalten und versuchen, gerichtlich dagegen vorzugehen. Schliueßlich ist es Aufgabe der Gerichte, die Rechte eines jeden einzelnen zu schützen. Dazu gehören sowohl das Recht, nicht wegen seines Glaubens beleidigt zu werden, als auch Presse- und Meinungsfreiheit
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.

      Tripple_U schrieb:

      Um mal die Ausgangsfrage zu beantworten:

      In meinen Augen unterscheidet sich der Aktuelle Aniislamismus kaum vom Antisemitsmus der 20'er und frühen 30'er Jahre des letzten Jahrhunderts und wir wissen alle, welche Strömung davon profitiert hatte und was alles möglich war.

      Heute wurde das Unwort des Jahres bekannt gegeben. Es ist "Lügenpresse". Ein Begriff, den PEGIDA verwendet, um die Presse so zu diffamieren, wie es bereits die Nazis vor ihrer Machtübernahme getan haben. Das Zeigt wie rechts und Demokratiefeindlich diese "Bewegung" ist.
      t


      Also ich muss sagen, dass sehe ich auch so. Vor allem sehe ich das an den letzten Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges, die ich im Rahmen meiner Arbeit in der Gerontotherapie z. Z. betreue. Die Senioren sind meist Ende 80, oder schon über 90 Jahre und können auch noch das aktuelle Zeitgeschehen verfolgen. Und wenn dann die Ereignisse und das Thema Pegida aufkommen, ist die Stimmung in unser sonst lustigen Runde so gekippt, wie ich es noch nicht erlebt hatte. Da habe ich sehr besorgte und traurige Mienen gesehen und auch die Kommentare dazu liesen erkennen, dass die meisten da auf jeden Fall Parallelen zu früher sehen. Sie sind besorgt und deswegen sollten wir es meiner Meinung nach auch sein und das alles nicht so auf die leichte Schulter nehmen.

      The truth is still out there!!!
      Um auch mal auf die Ausgangsfrage zu sprechen zu kommen, ich sehe das ein wenig anders als meine direkten Vorredner, aber um ein Missverständnis von Beginn an zu vermeiden, genau wie alle anderen hier sind die Parolen von Pegida meiner Meinung nach völlig inakzeptabel und dass Neonazis Ängste in der Bevölkerung für ihre Zwecke nutzen ist eine Sauerei. Dennoch können wir nicht in die Zukunft sehen und deshalb ist es schwer zu prognostizieren, wie weit sich die Pegida-Bewegung noch entwickeln wird, bzw. wie weit einzelne Elemente dieser zu gehen bereit sind. In der gegenwärtigen Situation scheint mir, wenn man diesen Vergleich ziehen möchte, ein terroristisches Netzwerk, das schon oft nicht vor Mordanschlägen zurückgescheut hat, doch die größere Bedrohung zu sein, zumal deren pseudoreligiöse Rechtfertigung sicherlich auch zu Ängsten beiträgt. Zugleich ist klar, dass der Islam (und somit die Muslime) für die Taten von Fanatikern nichts kann. Gerade in Staaten wie Irak und Syrien muss die muslimische Bevölkerung ja auch viele Opfer aufgrund dieser Extremisten erleiden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, in wie weit dieses differenzierte Wissen verbreitet ist. Wie bereits von einigen vermutet wurde, dürfte mangelndes Wissen um den Islam sicherlich manchen in die Fänge von Pegida treiben, hinzu kommen dann noch ökonomische Ängste.
      Dennoch scheint mir ein Vergleich mit dem Antisemitismus der 1920er und 30er Jahre in Deutschlang falsch. Zum einen sind das historische Gründe, denn die gegenwärtige Bundesdeutsche Gesellschaft lässt sich nicht mit der Nachkriegsgesellschaft der Weimarer Republik vergleichen, das gilt sowohl ökonomisch als auch kulturell. Wie schon gesagt dürften ökonomische Ängste auch bei Pegida eine Rolle spielen, doch ist die heutige ökonomische Situation mit der der 20er Jahre nicht zu vergleichen, die damalige Situation war deutlich schlimmer als die gegenwärtige. Auch kulturell ist der Vergleich kaum möglich, während man in der Weimarer Republik eine Situation vorfindet, in der sich Antisemitismus schon seit Jahrzehnten immer größerer Verbreitung erfreut, so ist die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus heute sogar Bestandteil von Lehrplänen in der Schule. Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung, in NRW sind beispielsweise Geschichtslehrer in bestimmten Themenfeldern dazu angehalten den Schülern die Vorzüge einer multikulturellen Gesellschaft nahe zu bringen, mir ist mal nichts vergleichbares aus Weimarer Zeit bekannt.
      Neben dieser historischen Dimension halte ich den Vergleich aber auch gesellschaftspolitisch für problematisch, denn in der Konsequenz bedeutet dies ja, dass diese immerhin 25000 Bürger in Dresden als politisch unmöglich gelten. Letztlich muss es aber im Interesse einer demokratische Gesellschaft sein, dass so große Gruppen nicht politisch unmöglich werden, bzw. dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Leute die da jetzt auf die Straße gehen, kritisch mit den Parolen ihrer Bewegung auseinandersetzen, doch deutlich verringert werden, wenn man ihr so begegnet. Oder anders gesagt, diese Anzahl von Leuten lässt sich so wohl kaum erreichen. Man kann nun natürlich sagen, dass 25000 Leute bei 80 Millionen verschmerzbar sind, allerdings wird es auch genug Leute geben, die zwar nicht so denken wie Pegida, die aber trotzdem Konzepten wie der Multikulturellen Gesellschaft skeptisch gegenüber stehen. Meines Erachtens nach haben wir es in Deutschland ohnehin mit einer strikten Political Correctness zu tun, die eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Konzepten (die mEn nötig wäre um mehr Akzeptanz für die Konzepte zu erreichen) sehr schwer macht, bzw. man leicht in der rechten Ecke landen kann. Die zuvor geschilderte Reaktion zu Pegida, die jetzt nur ein Beispiel ist und kein Vorwurf sein soll, zeigt aber was man im Moment nahezu überall lesen und hören kann, wodurch dieses kritische Auseinandersetzung noch mehr erschwert wird, bzw. die artikulierte Kritik noch mehr auf die Stammtisch-Ebene lenken wird. Und das ist mEn problematisch und kann der Gesellschaft auch Schaden zufügen.
      Hard things are hard.

      Spürnase schrieb:

      In der gegenwärtigen Situation scheint mir, wenn man diesen Vergleich ziehen möchte, ein terroristisches Netzwerk, das schon oft nicht vor Mordanschlägen zurückgescheut hat, doch die größere Bedrohung zu sein


      Wenn es denn EIN großes Netzwerk wäre, das eine klare Linie hat und ständig Anschläge verüben würde, würde ich dir zustimmen. Die Attentate der letzten Jahre sind aber alle von Zellen und Einzelpersonen durchgeführt worden, die organisatorisch nichts mit einander zu tun haben.

      Spürnase schrieb:

      Auch kulturell ist der Vergleich kaum möglich, während man in der Weimarer Republik eine Situation vorfindet, in der sich Antisemitismus schon seit Jahrzehnten immer größerer Verbreitung erfreut, so ist die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus heute sogar Bestandteil von Lehrplänen in der Schule

      Rassismus und Antisemitismus werden in der Tat durch den Schulunterricht geächtet. Antiislamismus dagegen nicht direkt. Außerdem wissen wir alle, wie wenig Schüler auf das hören, was die Lehrer sagen. Abgesehen davon sind auch nicht die Schüler für das antiislamische Klima in Deutschland verantwortlich, sondern Erwachsene, die die scheinbaren Fakten über den Islam und dessen Probleme islamfeindlich nutzen.
      Wer in meinen Beiträgen rechtschreibfehler findet, darf sie übrigens behalten. Die kosten auch nichts.